Etwas Offtopic, passt aber irgendwie trotzdem.
Ein schönes Spanferkel gegrillt bei einem Freund in der Schweiz.
Selbstgebauter Spanferkelgrill
Vielleicht mein nächstes Projekt.
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@udsgrill-blog
Etwas Offtopic, passt aber irgendwie trotzdem.
Ein schönes Spanferkel gegrillt bei einem Freund in der Schweiz.
Selbstgebauter Spanferkelgrill
Vielleicht mein nächstes Projekt.
Mein Ugly Drum Smoker
Es war endlich an der Zeit mir einen UDS selbst zu bauen. So lange schon habe ich das vorgehabt und doch immer wieder verschoben.
Die Vorteile von einem stehenden Fassgrill gegenüber dem liegenden Barrel Smoker sind für mich erstens die unaufwändigere Bauweise und zweitens die einfache Bedienung im Betrieb.
Dank der Minion-Methode lässt sich der UDS bis zu 24 Stunden betreiben und das ohne Kohle/ Briketts nachlegen zu müssen. Man legt ein paar angeglühte Stücke in den aufgefüllten Kohlekorb. Anschließend zünden sich die Briketts nach und nach von selbst an und sorgen so für regelmäßige Temperaturen über einen langen Zeitraum.
Über die Kugelhähne unten am Fass lässt sich die Sauerstoffzufuhr regeln und somit auch die Temperatur. Bei meinen ersten zwei Versuchen musste ich noch viel an den Hähnen rumdrehen. Das eine Mal um die Temperatur zu drosseln, dann weil die Temperatur zu stark abfällt, wieder mehr Sauerstoff geben um Hitze zu schaffen. Aber seit dem 3. Mal hab ichs herausen und kann den Smoker nun über Stunden hinweg konstant halten.
Was ich benutzt habe und die Kosten:
ein Fass (leider 25€, dachte eigentlich ich bekomms gratis)
3 Kugelhähne (24€)
4 Edelstahlschrauben + Muttern (1€)
4 Dosen Ofenrohrlack (40€, wäre auf Amazon viel günstiger)
Kohlenkorb (aus Metallteilen von zu Hause)
Rost (von einem alten Grill von zu Hause)
Auspuffrohr (ebenfalls schon gehabt; 5€ Schweißkosten
Thermometer (15€)
insgesamt also 110€
Werkzeuge:
Akkuschrauber mit Stahlbohrer
Stichsäge mit Metallblatt
Flex mit Fächerscheibe für Metall
Schweißgerät (beim Schlosser)
Spickschnurr
Wasserfester Stift
Rollmeter/ Meterstab
Da dieser UDS mein erstes, aber sicher nicht letztes, Projekt dieser Art war, hoffe ich euch inspirieren zu können, um auch den Mut zu fassen, einen eigenen Smoker zu bauen. Wenn ihr findet, dass manche Dinge nicht gut gelöst sind, dann scheut euch bitte nicht mir bescheid zu sagen. Durch konstruktive Kritik kann man schließlich nur lernen.
Viel Spass mit den folgenden Bildern.
Mein liebes Fass. Viel Arbeit wirst du mir noch bereiten, dafür am Schluss aber umso mehr Freude ;)
Zuerst war es schon mal richtig schwer eins in meiner Gegend aufzutreiben. An ein sauberes war gar nicht zu denken.
Deshalb zuerst richtig gut ausbrennen, da ich keine Ahnung hatte, was da früher mal drin war. Im Nachhinein kann ich sagen, dass es vielleicht sinnvol ist die Löcher schon vor dem ersten mal Feuern zu bohren, weil dann von unten mehr Sauerstoff rankommt.
Hat aber trotzdem gut funktioniert.
Man kann schön zusehen, wie der Originallack abbröselt, umso heißer das Teil wird. Dieser Vorgang stinkt allerdings fürchterlich und erzeugt auch eine schöne Rauchwolke.
Als das Fass so heiß war, dass der Stahl unten schon Orange geglüht hat, war es dann wohl genug.
Innen wird jetzt erst mal geputzt und außen abgeschliffen. Wer die Möglichkeit hat, kann auch sandstrahlen.
Das Abschleifen war mit Sicherheit die nervigste Arbeit. Abwechselnd haben wir eine Flex mit Fächerscheibe benutzt. Unbedingt notewndig waren ein Gehörschutz und eine Atemmaske, sowie eine Schutzbrille.
Die Flex ist ja ansich schon nicht leise, aber das Fass ist ein super Resonanzkörper und hat den Krach gefühlte hundert mal lauter werden lassen. Deshalb haben wir das ganze auch nicht im Garten gemacht, sondern im Keller, unseren Nachbarn zuliebe.
Die Löcher in exaktem Abstand auszumessen und anzuzeichnen ist auf dem runden Fass etwas schwierig. Da ohnehin drüberlackiert wird, ist es egal wenn mal ein Strich nicht genau sitzt. Alles in allem sind mir die Löcher aber doch gut gelungen, wie ich finde.
Mit Stahlbohrer und Stichsäge samt Metallblatt habe ich weniger Mühe gehabt, die Löcher halbwegs rund hinzubekommen, als anfangs noch befürchtet.
Weil sie ohnehin von den Hähnen, Schrauben und vom Auspuff, der geschweißt wird, verdeckt werden, ist das alles nicht so tragisch. Nur zu groß sollten die Lochungen nicht ausfallen. Sonst hat man am Schluss hässliche Löcher und eventuell lässt sich der Zug dann nicht richtig einstellen.
Der V8 Auspuff eines Pontiac Trans Am, BJ 82, musste für mein "Abluftsystem" herhalten. Es hätte auch gereicht ein paar Löcher in den Deckel zu machen, aber wenn schon so ein schönes Teil rumliegt...
Schweissen kann ich leider nicht zuhause, deshalb alles schnell ins Auto und zu einem Schlosser in der Nähe. Für 5 Euro hat er das Rohr sehr professionell angeschweißt und mir noch ein paar gute Tipps mit auf den Weg gegeben.
Verstrebungen waren nicht notwendig, da dass Fass dick uns stabil genug ist. Wackelt kein bisschen.
Lackiert wird mit Ofenrohr-Lack vom Baumarkt. War nicht gerade billig, aber hoffentlich eine gute Qualität.
Nachdem der Lack 24 Stunden zum trocknen bekam, steht jetzt das Aushärten auf dem Plan. Auf der Lackdose stand langsam auf über 160 Grad Celsius einheizen. So geschehen, und ich muss echt sagen, der Lack hält. Bislang keine Spuren von Rost.
Auf dem untersten Bild kann man schön sehen, wie der Lack dampft. Auch hier entsteht ein unangenehmer Geruch. Nach etwa einer halben Stunde war dann aber alles gut.
Nun noch alle Schrauben und Hähne montieren, sowie das Thermometer festdrehen.
Der Kohlenkorb ist eingelegt, der Rost aufgelgt.
Endlich! Jetzt ist er fertig. Die Lokomotive dampft.
Auf ans Smoken :D
Hier sind ein paar Versuche von mir zu smoken. Bis jetzt ist jedenfalls alles super saftig und zart gelungen ;)