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@verschwoerer
Auf US-Militärbasen in Grönland lagert viel giftiger Müll. Viele Grönländer fordern eine Sanierung bevor neue Basen entstehen.
Auf US-Militärbasen in Grönland lagert viel giftiger Müll. Viele Grönländer fordern eine Sanierung bevor neue Basen entstehen.
Die USA wollen zurück nach Grönland. Aufgeräumt haben sie dort allerdings nie. Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Kalten Krieg liegen auf ehemaligen US-Stützpunkten noch immer Tausende Tonnen Schrott und gefährliche Schadstoffe.
Das US-Interesse an Grönland war in den vergangenen Jahrzehnten mal grösser, mal kleiner. Es geht und ging um Rohstoffe, um Schifffahrtswege durch die Arktis und die strategische Lage. Zuerst gegenüber Nazi-Deutschland, dann gegenüber der Sowjetunion. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg betrieben die USA mindestens 36 Militärbasen in Grönland. Genutzt wird derzeit nur noch eine: Pituffik Space Base, früher Thule Air Base oder Bluie West 6.
Schon der sichtbare Teil des Abfalls ist überwältigend
Die anderen Standorte sind noch gut sichtbar. Vor allem deshalb, weil das US-Militär sie beim Abzug einfach sich selbst überliess , inklusive aller Abfälle, die sich bis heute dort stapeln. Die dänische Zeitung «Politiken» hat 34 Standorte kartiert. Einige besuchten die Journalistinnen und Journalisten persönlich. Die Zeitung hat ihre Recherche in einer sehenswerten Bild-Text-Strecke zum Scrollen in englischer Sprache hier zusammengefasst.
Danke für den Versuch, aber:
DAFÜR ist es schon lange zu spät!
Bündnis 90/Die Grünen: Themen, Projekte und Ideen
Wenn wir hier noch mal drüber reden, ob Danger Dan tatsächlich die Kunstfreiheit ein bisschen zu weit gestretcht und den Pfad der Gewaltfreiheit ein Stückchen zu weit verlassen hat, dann möchte ich dass wir uns an dieses Urteil erinnern:
Die #NSU-Komplizin vor Gericht
Eine der wesentlichen UnterstützerInnen des NSU-Trios, welche Beate #Zschäpe vielfach ihre Identität auslieh — was eigentlich schon eine Summe von Straftaten entspricht, nämlich unter anderem #Identitätsbetrug, Erschleichung von Leistungen und Sozialbetrug — kommt mit zwei Jahren auf Bewährung davon. Die in diesen Fällen vergleichsweise milde sächsische Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre Haft gefordert. Der Richter argumentierte voller Mitgefühl für die beklagte, dass ja das Ehepaar an den Gerichtskosten schon genug zu knabbern hätte. #sorrynotsorry
Da kann sie ja froh sein, dass sie nur Beihilfe zu zehnfachen #Mord und zur Bildung einer kriminellen Vereinigung geleistet hat. Da geht das mit zwei Jahre auf Bewährung ohne Auflagen durch.
Haben wir hier #doublestandard.s?
Wäre sie so dumm gewesen, sich auf eine Straße zu kleben, um den Verfassungsgrundsatz des Schutzes der natürlichen Ressourcen sowie die höchstrichterliche Rechtsprechung hierzu gegen eine vollkommen untätige und unwillige Regierung durchzusetzen, dann wäre das Strafmaß deutlich drakonischer ausgefallen.
Vor dem gleichen Gericht hätte sie auch deutlich länger einfahren müssen, wenn sie Beim Gegenprotest zum 12. /13. Februar in Dresden mit einer schwarzen Kapuze über den falschen Zaun geklettert wäre.
Richtig lange wäre sie in den Bau gekommen, wenn sie an der #Schanze voller Wut über #Polizeigewalt ihre leere Bierflasche auch nur in die Nähe eines Polizisten geworfen hätte. Da hätte sie ein dreiviertel Jahr in U-Haft gesessen und wäre anschließend mindestens zwei Jahre in den Kahn gegangen.
Aber so hat sie natürlich etwas ziemlich verzeihliches getan: Sie hat rechtsradikalen Terroristen beim Morden geholfen, who cares?
Was das mit #DangerDan und #keineAngst zu tun hat…
Also jetzt bitte noch mal ›keine Angst‡ anhören und sich fragen, ob es wirklich nötig ist zu hinterfragen, wie dort möglicherweise etwas pauschalisierend die Komplizenschaft von Teilen der Sicherheitsorgane und der Justiz mit den Rechtsradikalen thematisiert oder möglicherweise Gewalt relativiert wird...
Francesco S. Garita
Milliarden für Aktionäre – und der Staat schaut zu.
Vonovia hat bei der vollständigen Übernahme der Deutsche Wohnen ein legales Steuerschlupfloch genutzt und dadurch Grunderwerbsteuer in Milliardenhöhe vermieden.
Juristisch ist das zulässig. Politisch ist es ein Offenbarungseid.
Während jede Familie beim Kauf eines Hauses selbstverständlich Grunderwerbsteuer zahlt, können milliardenschwere Immobilienkonzerne mithilfe ausgefeilter Beteiligungsmodelle den Staat um gewaltige Steuereinnahmen bringen. Wer das für Gerechtigkeit hält, misst offensichtlich mit zweierlei Maß.
Besonders zynisch wird es, wenn man sich das Geschäftsmodell von Vonovia ansieht. Ein erheblicher Teil der Mieteinnahmen wird mittelbar aus öffentlichen Kassen finanziert – über Wohngeld, Bürgergeld und andere Transferleistungen. Der Staat trägt also einen Teil der Rendite eines Konzerns, der gleichzeitig jedes legale Schlupfloch nutzt, um Milliarden an Steuern zu vermeiden.
Natürlich ist das legal. Aber Legalität ist nicht dasselbe wie Legitimität.
Das eigentliche Problem ist deshalb nicht nur Vonovia. Das eigentliche Problem ist eine Politik, die solche Konstruktionen zulässt. Sie verlangt vom normalen Bürger, jede Steuer zu bezahlen, schafft aber gleichzeitig ein System, in dem milliardenschwere Konzerne sich ihrer gesellschaftlichen Mitverantwortung entziehen können.
Die Rechnung zahlt die Allgemeinheit. Die Gewinne fließen an die Aktionäre.
Das ist Kapitalismus in seiner reinsten Form: Der Staat stützt über Transferleistungen die Erträge eines Wohnungskonzerns – und derselbe Konzern nutzt jede legale Möglichkeit, dem Staat Milliarden an Steuereinnahmen zu entziehen. Nicht weil er muss. Sondern weil das System genau dafür gebaut wurde.
Wer darin keinen Skandal erkennt, sollte aufhören, von sozialer Marktwirtschaft zu sprechen.