Bedrohte Tierarten und jeder schaut weg!
Mutter Natur ermöglichte der Tierwelt, eine große Varietät an Tierarten zu bilden. Da es so viele Arten gibt, wird uns manchmal nicht bewusst, dass es für mehrere nicht mehr so gut aussieht. Es besteht die Gefahr, dass manche Arten aussterben könnten,weil sie gejagt , ihr Territorium zerstört und keine Nachkommen mehr gezeugt werden können. Diese Informationen werden Ihnen einen kleinen Überblick über aussterbende Tierarten verschaffen.
Eine handvoll Panda
Der große Panda, der sich hauptsächlich nur von Bambus ernährt, findet nach und nach keine Futterquelle mehr, da die von ihm bewohnten Bergwälder immerzu abgeholzt werden. Nur noch ungefähr 1600 Exemplare dieser Tierart existieren noch auf der Erde. Doch auch die Fortpflanzung ist ein Risiko für den Panda, da wegen der geringen Anzahl das genetische Reservoir verringert wird und er dadurch für bestimmte Krankheiten anfällig wird.
Gepanzerte Überlebenskünstler
Meeresschildkröten existieren schon seit ungefähr 225 Millionen Jahren und haben schon eine Vielzahl an Ereignissen durchlebt. Ihre Nachfahren werden in Eiern auf einem Strand untergebracht und von der Sonne ausgebrütet. Doch erreicht nur eine von tausend Meeresschildkröten das fortpflanzungsfähige Alter von 20 - 30 Jahren. Obwohl sie sich über so viele Jahre als Überlebenskünstler zeigte, liegen der Meeresschildkröte heutzutage viele Steine im Weg, wie zum Beispiel Plastiktüten, die sie nicht von Quallen unterscheiden können. Schätzungsweise 250.000 Exemplare pro Jahr verenden, weil sie sich in Fischernetzen verfangen.
Furchterregende Jäger?
100 Millionen. Das ist die Anzahl der Haie, die jährlich gefangen werden, ein Großteil nur wegen ihren Flossen, da diese in asiatischen Ländern als Delikatesse gelten. Auch landen Haie ungewollt als Beifang in riesigen Fischernetzen. Doch was man nicht erwartet: Menschen kommen durch Elefanten oder Bienen öfter um als durch Haie. Von sich aus greifen Haie keine Menschen an. Entweder sie verwechseln Menschen mit Robben, ihrer Lieblingsnahrung, oder sie versuchen nur ihr Revier zu beschützen und deuten dies sogar mit Gebärden an, doch Menschen über Wasser sehen das meist nicht.
Bedrohung für die Riesen der Meere
Zwar haben Wale kaum natürliche Feinde dank ihrer Größe, dennoch machen verschiedene Faktoren ihnen das Leben schwer. Trotz des Fangverbots 1986 ist der Bestand der Wale immer noch in Gefahr. Unter anderem wegen der Verschmutzung der Meere, die durch Abfälle im Wasser verursacht wird. Mit der Zeit verändern sich die Lebensräume der riesigen Säugetiere. Wale verfangen sich auch in riesigen Fischernetzen, denen sie nicht entkommen können und in denen sie dann ersticken. Ein Walschutzgebiet wurde bereits im Jahr 1994 errichtet.
Gejagte Hörner
In der Tertiärzeit war das Nashorn am zahlreichsten vertreten. Bis zur letzten Eiszeit waren sogar verschiedene Nashornarten in Europa heimisch, doch heutzutage existieren nur noch vier Gattungen mit jeweils fünf Arten in Afrika und Asien. Das Nashorn, welches sich eigentlich auf dem Weg der Erholung befand, ist wieder durch Jagd und Wilderei bedroht. Die Wilderer haben es auf das kostbare Horn des Nashorns abgesehn.
Rückkehr der Kegelrobbe
Die Kegelrobbe, die an der Ostsee heimisch ist, war bis vor einem Jahrhundert sehr zahlreich vertreten. Die Anzahl der Robbenart, die davor über 100.000 Exemplare betrug, sank kontinuerlich. Um die 70er waren es nur noch wenige Tausende Robben. Grund dafür war die Fischerei, die den Robben die Nahrung streitig machte. Durch ein Jagdverbot erholt sich der Bestand aber wieder. Ein Reservat für die Kegelrobben wurde bereits in der Nähe von Rügen angelegt.
Gestreifte Riesenkatze
Tiger, die früher fast ganz Asien besiedelten, kommen heute nur noch verstreut in Gebieten wie Nepal und Indien oder dem fernen Osten Russlands vor. Gründe für das Aussterben dieser Tierart sind unter anderem Lebensraumverlust, aber auch Wilderei oder illegaler Handel gefährden den Bestand des Tigers. Oftmals gibt es auch Konflikte zwischen Mensch und Tiger, die im Tod des Tigers resultieren. Jedoch werden spezielle Tiger-Lebensräume im Gebiet von Russland bis Indonesien und Indien bis China ermöglicht, in denen der Bestand der Raubkatzenart beschützt wird.
Verwandter des Hundes
Auch der Wolf ist deutschlandweit vom Aussterben bedroht. Deutschland galt um 1850 als wolfsfrei und seitdem hat sich der Bestand auf ungefähr 100 Wölfe erholt. Diese kommen vorwiegend in Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt vor und zählen mit der Wolfspopulation in Westpolen als eine der kleinsten Europas. Projekte zur Wiederherstellung des Wolfsbestand existieren bereits in Deutschland und arbeiten daran, die Rückkehr des Wolfes zu ermöglichen.
Eisbären in Gefahr
Der Bestand dieser weißen Kolosse wird heute auf ungefähr 20.000 bis 25.000 Exemplare geschätzt. Gründe für den sinkenden Bestand sind unter anderem die verstärkte Packeisschmelze, welches als Lebensraum des Bären fungiert, als auch die Meeresverschmutzung und zunehmende Schifffahrt. Mehr Touristen und die Erforschung und Förderung von Öl und Gas in der Arktis gefährden den Bestand der Eisbären. Um diesen zu beschützen, werden Maßnahmen zur Dämpfung des Klimawandels und des wachsenden Arktistourismus ausgeführt.
Gut getarnte Kletterkatzen
Eine ebenfalls von aussterben bedrohte Tierart ist der Nebelparder, eine Großkatzenart, die vor allem in Süd- und Südostasien heimisch ist. Diese Tiere sind nachtaktiv und gut getarnt und haben hervorragende Kletterkünste, weswegen Heimische dieses Tier auch Baumtiger nennen. Obwohl es gesetzliche Schutzbestimmungen gibt, wird der Nebelparder immer noch stark bejagt und illegal gehandelt, was dazu führte, dass die Bestände in allen Verbreitungsgebieten stark sanken. Es gibt Projekte, die sowohl die Abholzung des Lebensraumes des Nebelparders stoppen, als auch die geltenden Artenschutzgesetze strikter umsetzen wollen. Allgemeine Gründe für das Aussterben von Tierarten bestehen vor allem in Jagd und Lebensraumzerstörung der Tiere. Jedoch kann noch Hoffnung geschöpft werden, da sich viele Projekte um den Erhalt dieser Tierarten kümmern, damit diese nicht für immer von unserem Planeten verschwinden.














