Knapp zwei Jahre und ich bin an manchen Tagen immer noch so unglaublich wütend auf dich und deine Art, aus meinem Leben zu verschwinden. Einfach so, ohne wirkliche Begründung, ohne ein klärendes Gespräch, ohne Alles. Ohne ein Tschüss, ohne ein "Auf Wiedersehen", ohne Reue, ohne Gefühle, ohne Herz. Und ich hasse dich, ich hasse dich so sehr dafür, wie du mich einfach nur verarscht hast, wie du mich für blöd verkauft hast und es immer noch tust. Du glaubst, schlauer als wir alle zu sein? Wir wissen genau, was du getan hast, wohin es dich verschlagen hat und wieso du das alles tust. Und irgendwie, tust du mir auch fast ein bisschen leid, aber dann fällt mir wieder ein, durch welche Hölle ich wegen dir gehen musste, was ich alles ertragen musste, an Schmerz, Wut, Verzweiflung, Trauer und Enttäuschung, wie sehr mein Herz weh getan hat, wie es sich zusammen gezogen hat, nicht nur wegen der ganzen - anfänglichen - Eifersucht, sondern wegen der menschlichen Enttäuschung, die du für mich warst. Ich habe mich selbst und mein Leben für dich zeitweise aufgegeben, habe meine Gesundheit und mein Wohlbefinden unter deinem gestellt, es gab sogar Momente, in denen ich, wenn ich es tun hätte müssen, mein Leben für dich gegeben hätte und das ist, wie du mir dafür dankst? Ich habe für dich mein Leben umgestellt und nach dir gerichtet, weil du ein egoistisches Arschloch warst, was mir allerdings erst einige Wochen später aufgefallen ist; wie langsam du mich vergiftest hast, nach und nach, die Dosis immer höher, bis du mich letztendlich fast gebrochen hast. Dass du dabei selbst kaputt gegangen bist, geschieht dir im Rückblick mehr als recht, du hast es nicht anders verdient. Man erntet was man sät, sagt man, und noch nie hat ein Sprichwort besser auf dich gepasst als das. Ich würde gerne sagen, dass du mir egal bist, aber das bist du mir leider nur zu 99% und diese 1% werde ich wohl nicht los, mein ganzes Leben lang nicht, aber ich hoffe zumindest dass ich irgendwann einen Weg finde, dass du mir zu 100% egal bist, weil du mich so krass enttäuscht, hintergangen, belogen und betrogen hast. Du hast es verdient, mir egal zu sein. Aber vor allem hast du es verdient, mit dem Wissen zu leben, wie viele Menschen du enttäuscht hast. Menschen, die jahrelang hinter dir standen, die für dich da waren, als du absolut am Boden warst, Menschen, denen du nicht egal warst. Und was war dein Dank dafür? Du bist einfach so verschwunden, aber statt dir wenigstens dabei Mühe zu geben, verkackst du es einfach und lässt uns ohne großen Zeitaufwand wissen, was aus dir geworden ist. Vermutlich ist dir das nicht mal bewusst oder du hälst dich für ganz besonders intelligent und schlau, ohja du bist ja so viel besser als wir. Besser als ich es bin. Vermeintlich. Mittlerweile habe ich dich so gut durchschaut, ich weiß, wie du im Inneren aussiehst und das alles, was du nach außen präsentiert hast, nur deine Schutzmauer war, die du um dich herum gebaut hast, die dann irgendwann eingerissen wurde und alles gezeigt hat, was dich so zerstört und kaputt gemacht hat. Ich möchte nicht mehr an dich denken, ich möchte vor allem nicht mehr an uns denken, vor allem nicht an die glücklichen Zeiten. Ich erinnere mich an mehr tränenreiche Tage, als an Tage, an denen ich mit dir zusammen so viel gelacht habe, dass mir der Bauch weh getan hat. Letztendlich kann ich dir dankbar dafür sein, dass du mich hast gehen lassen, dass du dich von mir getrennt hast. Und nein, es wird definitiv für immer sein. Es hätte ohnehin nicht mehr lange gedauert und ich hätte mich auch von dir getrennt. Weil ich deine Möchtegern-Art, deine Besserwisserei, deine arrogante Kackfresse, einfach nicht mehr sehen wollte. Mir war bewusst, dass es zu Ende geht. Im ersten Moment hatte ich Angst davor, im zweiten Moment erschien der Gedanke gar nicht mehr so angsteinflößend. Ich blicke gerne zurück, auf die Wochen nach der Trennung. Schneller als erwartet habe ich wieder zu mir gefunden, ich konnte wieder lachen, ich war wieder ich.