ICH SCHREIE

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@wolfag-goethe
ICH SCHREIE
⚠️ DON’T START DISCOURSE ABOUT RPF IN THE NOTES!! YOU WILL BE BLOCKED IF YOU DO SO ⚠️
Do you ship it?
Friedrich Schiller/Johann Wolfgang von Goethe
I ship it!
Sure, why not/I can see it
Neutral
I don’t ship it
I don’t know them
Non-rpf shipper button
Reason:
“They helped and inspiried each other in their writing. They wrote about each other and were so connect that the most important monument about them shows them together. If this isn't enough after the death of Schiller Goethe kept his skull on his desk and even wrote a poem about it.”
Schiller an seine Eltern, 1794
Der kleine Goldsohn wird jetzt charmant. Er geht seit 5 Wochen und jagt schon im Zimmer herum, als ob er es schon ein Jahr lang getrieben hätte. Auch fängt er an viel zu plappern und versteht schon recht vieles. Er zeigt ein sehr lenksames weiches Herz, denn wenn er etwas getan hat, was ihm verboten worden, so darf ich ihn nur ernsthaft ansehen, und er kommt gelaufen und küsst mich, mich wieder gut zu machen. (…) Sobald ich aufstehe erhalte ich einen Besuch von ihm, Mittags isst er mit uns am Tische, und des Abends haben wir auch unsre Freude mit ihm. Ich kann nicht beschreiben, wie viel mir das Kind ist.
Bericht von Heinrich Voß, ca.1796
Die Griesbach hat mir oft erzählt, wie Schiller, als er noch in Jena, im Griesbachschen Hause wohnte, mit seinem Knaben gespielt habe. Eins seiner Lieblingsspiele mit ihm sei ‘Löwe und Hund’ gewesen, und bald habe Schiller, bald sein Karl den Löwen agiert, und alle beide seien dann auf vier Füßen im Zimmer herumgekrochen.
Schiller an Goethe, am Tag der Geburt seines Sohns Ernst, 1796
Jetzt also kann ich meine kleine Familie anfangen zu zählen. Es ist eine eigene Empfindung, und der Schritt von Eins zu Zwei ist viel größer als ich dachte.
Erzählung von Johann Lachers Sohn, 1798
Es war spät in der Nacht, als sich Lacher von [Schiller] trennen musste; auch war der kleine Karl auf dem Schoß seines Vaters schon eingeschlafen.
Schiller an seine Frau, 1799
Ernstchen ist wohl auf und unterhält mich an einem fort mit seinen vier Wörtern.
Charlotte Schiller an Schiller, 1799
Der Herr Karl jammert sehr, dass der Papa nicht da ist und den schönen Regenbogen nicht gesehen hätte diesen Abend.
Charlotte an Schiller, der zum Schreiben in Ettersburg war, 1800
[Ernstli] spricht sehr oft vom Papa, und wenn er eine Kutsche sieht denkt er du kämst wieder. Der gute Karl hat eine große Sehnsucht dich zu besuchen, und ich habe ihm gestern den Wald gezeigt wo du wohnst. Da freute er sich sehr.
Kindheitserinnerung von Schillers Sohn Karl, 1801
Auf der Rückreise wohnte ich in Leipzig mit meinem Vater der Vorstellung der »Jungfrau von Orleans« bei, und es ist mir unvergesslich, welchen Eindruck es auf mich Knaben machte, als ich an der Hand des Vaters aus dem Schauspielhaus trat, wo eine große Menge mit Fackeln meinen Vater erwartete und ihm Lebehoch darbrachte; ich verkroch mich unter den Rock des Vaters aus lauter Angst.
Bericht von Gottfried Seume, 1801
[Einst ließ] ihn die Unruhe wegen seiner kleinen Tochter nicht einige Tage länger in dem Zirkel seiner Freunde in Kursachsen. Er eilte nach Weimar; und als ich einige Wochen nachher ihn bis besuchte, kam er mir im Vorhause mit dem lieblichen Ideale von Mädchen auf dem Arme entgegen und sagte: »Sehen Sie, das ist das kleine närrische Geschöpf, das mich nicht ruhig bei Ihnen lassen wollte.« Die kleine klammerte sich freundlich an seinen Nacken und rechtfertigte, was er sagte.
Bericht von Friedrich Schnorr von Carolsfeld, 1802
Da fand ich ihn, seine Tochter Karoline auf den Armen, das Köpfchen an des Vaters Gesicht gelehnt, die Ärmchen um dessen Hals geschlungen, in dem dämmernden Zimmer gleichsam tanzend umherschreiten. Dergestalt kam Schiller auf mich zu, auf das freundlichste mich grüßend, und machte Halt. »Nun Karoline,« sprach der glückliche Vater, aus dessen Augen himmlische Freude strahlte, »gib doch dem Herrn die Hand! Es ist ein guter Mann!« Das Kind sah mich mit seinen großen blauen Augen von der Seite forschend an und reichte mir langsam seine Hand, ohne übrigens seine Lage zu verändern.
Schiller an seine Frau, die in Rudolstadt war, 1802
Die Kinder machen mir viel Freude, das Karlinchen ist allerliebst und äußerst erfinderisch in Tournüren, wenn sie gern etwas haben möchte und nicht fordern darf. Sie erzählt viel von der Mama, die in ‘Nudeltat’ sei und Sachen mitbringen werde. Bei Tische stößt sie jeden Tag ihr Glas an und läßt Mama leben.
Schiller an seine Frau, 1803
…aber mein Papier ist vollgeschrieben und ich muss schließen. Küsse die lieben Narren recht herzlich von mir…!
Kindheitserinnerung von Schillers Sohn Karl, 1804
Lebhaft erinnere ich mich des Christabends. Mein seliger Vater war gerade etwas wohler und trennte sich nicht vor Freude von der Bescherung, namentlich hatte er eine große Freude an meiner kleinen Schwester Emilie, die ein halbes Jahr alt war und, als mein Vater sie auf den Arm nehmend um den mit vielen Lichtern brennenden Christbaum herum trug, durch ihre ausgestreckten Ärmchen und Jauchzen ihre Freude darüber ausdrückte. Wer hätte damals daran gedacht, dass dies des Vaters letzter Christtag wäre.
Berichte aus Briefen von Heinrich Voß an seine Freunde, 1805
Am heitersten war Schiller bei Tische, wenn er sein Häufchen beisammen hatte. Dann saß er beständig zwischen 2 seiner Kinder und liebkoste und tändelte mit ihnen bei jeder Gelegenheit. - Er erlaubte der kleinen Karoline, sie dürfe in der Kaffeestunde bei ihm »schmarotzen«. Die kleine sechsmonatliche Emilie nahm er auf den Arm, küsste sie und sah sie mit einem Blick von verschlingender Innigkeit an, recht als wenn er sein unendliches Glück im Besitz dieses holden Kindes [zu sein] zu Ende denken wollte.
Wie konnte der Mann seine Kinder herzen und mit sprachloser Inbrunst an sein Herz drücken, recht als wenn er sagen wollte: »Gute Kinder, ich möchte noch nicht aufhören, euer Vater zu sein!«
Auch in den folgenden Tagen, wo er noch an heftigen Schmerzen in den Eingeweiden litt, war er jedesmal getröstet, wenn eines von seinen Kindern kam, besonders wenn ihm sein jüngstes, sechsmonatliches gebracht wurde, welches er dann mit einer Innigkeit, die sich nicht beschreiben lässt, anblickte. Und so hat er mir während seiner Krankheit gesagt, was er so gern gesteht, dass er nur seiner Kinder wegen, die nicht vaterlos sein dürften, zu leben wünsche.
Den Abend verfiel er in eine Fieberphantasie und verharrte in diesem Zustande 24 Stunden. Als sein Bewusstsein zurückkehrte, ließ er sich sein jüngstes Kind bringen. Er wandte sich mit dem Kopfe um, nach dem Kinde zu, fasste es an der Hand und sah ihm mit unaussprechlicher Wehmuth ins Gesicht. Dann fing er an bitterlich zu weinen und steckte den Kopf ins Kissen und winkte, dass man das Kind wegbringen möchte. Da ahnete ihm, wie bald er sich von dem Engel trennen sollte – und in 24 Stunden war sein edles Herz gebrochen.
Von der Beerdigung lass mich schweigen. Den Tag darauf fragte mich die kleine, [fünf]jährige Karoline: »Voß, hast Du auch den Papa mit weggetragen? Hast Du ihn zum lieben Gott gebracht? Hat er den Papa freundlich aufgenommen?«
…Als wir den Abend zurückfuhren, amüsierte ich die Kinder, indem ich ihnen in den Wolken allerlei Bilder zeigte, die ihre kindliche Phantasie geschäftig ausmalte… Karoline sah in den Wolken eine Stadt mit Türmen und Häusern. In dieser Stadt erblickte sie auch ein großes Haus. »Wer wohnt darin?«, fragte die Mutter. »Der liebe Gott«, antwortete das süße Kind, »aber der Papa wohnt auch darin.«
Papa Schiller ist mein Lieblingsschiller.
Do you know who Johann Wolfgang von Goethe was? - Are you German?
Yes - German
No - German
Yes - not German
No - not German
“Come - she is judged!” from Goethe’s Faust by Harry Clarke (1927)
Illustrations from Goethe’s Faust by Harry Clarke (1927)
Ah yes, die zwei einzigen deutschen Fandoms. Wer kennt sie nicht. Highschool-Drama mit Mehr Staffeln als Doctor Who, und True Crime mit wöchentlich Wechselnden Dialekten und jährlichem Queerbaiting
nicht zu vergessen, dass Theorien aufstellen ob bestimmte deutsche dichter mal was hatte und daraus ein fandom zu machen
Ich glaube es werden die drei Minderjährigen vergessen, die Straftaten begehn um andere Straftaten zu ermitteln
Bestes deutsches Fandom
High School Drama mit mehr Staffeln als Doctor Who
True Crime in wöchentlich wechselnde Dialekten mit jährlichem Queerbaiting
Theorien aufstellen ob bestimmte Dichter mal was miteinander hatten
Drei Minderjährige die Straftaten begehen um andere Straftaten zu ermitteln
Ah yes, die zwei einzigen deutschen Fandoms. Wer kennt sie nicht. Highschool-Drama mit Mehr Staffeln als Doctor Who, und True Crime mit wöchentlich Wechselnden Dialekten und jährlichem Queerbaiting
nicht zu vergessen, dass Theorien aufstellen ob bestimmte deutsche dichter mal was hatte und daraus ein fandom zu machen
@swanfloatieknight
“Das Kind, welches Goethe und ich miteinander erzeugen, wird etwas ungezogen, und ein sehr wilder Bastard sein.”
— Schiller an Christian Gottfried Körner, 01.02.1796
Ferdinand Victor Eugene Delacroix - Faust and Mephistopheles at the Witches' Sabbath, from Goethe's Faust, 1828.
Wieso hat mir keiner gesagt dass hier seit 5000 jahren ein off topic post drauf war den eigentlich auf main rben wollte😭😭😭😭😭
Texte über Goethe/Schiller zu lesen, bevor sie sich verstanden, ist immer wieder so witzig. Ja, ja, JoWo, noch ärgerst du dich darüber, dass Schiller in deiner Nachbarschaft wohnt. Aber geb dem noch ein paar Jahre und ihr redet davon, Kinder zu zeugen und nach Schillers Tod wirst du, was du für seinen Schädel hältst, auf ein Samtkissen betten.
Goethe sein wie: Boah der doofe Schiller >:(
*trifft ihn zufällig wieder und unterhält sich mit ihm*
Goethe:
⚠ Playmo!Schiller ⚠
Playmobil-Schiller ist gedroppt!
(bin mir nicht sicher wann (warum hat mir das niemand gesagt???? also niemand außer @pansytheleia jetzt, danke!!)
Jedenfalls sind die Boys jetzt endlich vereint! 💕
letztes Foto: Harald Henkel, flickr
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Zeitungsartikel, Essays, Zitate und Vermischtes über Goethe und Schiller
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Kompletter Briefwechsel
Scans der Originalbriefe der Klassik-Stiftung Weimar (leider hat die Klassikstiftung den Zugang zu den Digitalisaten durch eine für Laien/Außenstehende völlig undurchschaubare Archivstruktur sehr verkompliziert... die Digitalisate sind noch da, man muss aber große Bereitschaft mitbringen, sie zu suchen)
Und passend dazu: ein Kurrent-Schreib- und Leselehrgang
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Regst du dich auch manchmal einfach nur tierisch über #johann wolfgang von goethe auf??