Gräunis
Bevor es draussen dunkel wird, nur für eine kurze Zeitspanne, eröffnet sich die Welt in ihrem grandiosesten Grau.
No title available
trying on a metaphor
ojovivo
"I'm Dorothy Gale from Kansas"
KIROKAZE
Mike Driver
Sade Olutola

if i look back, i am lost

oozey mess

Discoholic 🪩

Janaina Medeiros
Game of Thrones Daily
Monterey Bay Aquarium
let's talk about Bridgerton tea, my ask is open
Peter Solarz

@theartofmadeline
YOU ARE THE REASON
Stranger Things
d e v o n
dirt enthusiast
seen from United States

seen from Malaysia
seen from T1
seen from Nigeria
seen from United States
seen from United States
seen from United States
seen from United States
seen from United States

seen from United States
seen from United States
seen from United States

seen from United States

seen from United States

seen from United States
seen from United States
seen from United States
seen from United States
seen from United States

seen from Italy
@abends-am-fenster
Gräunis
Bevor es draussen dunkel wird, nur für eine kurze Zeitspanne, eröffnet sich die Welt in ihrem grandiosesten Grau.
Gemurmel
"Murmur, wenn du im Frühling wieder aufwachst, muss ich dir von meinen Schätzen erzählen. Murmur, interessiert es dich was im Frühling sein wird? Murmur, hast du eigene Träume oder lässt du andere für dich träumen? Murmur..."
Beharrend
Fenster auf. Der Wind streichelt mir die Wange, aber ich will jetzt keine solchen Gesten. Er flüstert schöne Worte, doch ich kann den Blick nicht von meinem Terminkalender abwenden. Fenster zu. "Beeindruckend mit welcher Beharrlichkeit Sie Ihre Ziele verfolgen", steht auf einem Glückskeks-Zettel an meiner Pinwand.
Trügerisch
Die Sonne strahlt im blauen Himmel, aber ich weiss, die Wolken sind nicht weit fort. Ich fürchte den Sturm und lebe doch für ihn. Ja, ganz sicher fürchte ich nicht den Sturm so sehr, wie den Trug der Sonne im blauen Himmel.
Word.
Frei heraus
Ein Fenster… aus einem Fenster schaut man hinaus. Das Wetter ein Graus. Denken manche, doch mir gefällts. Graue Wolken, bunte Blätter, kühle Luft… Motorrad-Duft. Nur Unsinn im Kopf. Armer Tropf. Schreiben getan. Wir kommen voran. Oder auch nicht. Ist das ein Gedicht? Hat kaum Gewicht.
Vorfreude?
"Du meine Güte, bläst du heute aber kühl durch die Gegend!", werfe ich dem Wind vor, der sich sofort eifrig zum Fenster hineinschwingt, sowie ich es geöffnet habe. "Man muss rechtzeitig daran erinnern, dass der Winter kommt", erklärt der Wind und fragt dann: "Hast du es dir denn auch schon schön gemütlich gemacht?". Ich zittere zwar am offenen Fenster, aber mit Blick auf das geheizte, warm beleuchtete Zimmer antworte ich mit einem klaren Ja. "Gut so! Weisst du, je kälter ich die Welt mache, desto gemütlicher machen es sich die Menschen in den warmen Stuben. Ist das nicht schön?", die Augen des Windes strahlen wie ein gefrorener Bergsee. Ich könnte schwören, dass ein gesummtes Weihnachtlied in der Luft zu hören ist, als er sich aufmacht, um den Winter auch anderswo zu verkünden.
Orange-gelbes Wunderschön
Es ist schön, wie sich die Blätter alle orange und gelb gefärbt haben. Sie fügen sich wunderschön zu den roten Fensterläden und braunen Dächern der Nachbarshäuser. Kontrast bietet das Dunkelgrün der Stechpalmen und des Efeus an der hölzernen Scheunenwand. Die Milane kreisen friedlich im blau betupften weissen Himmel. Ihr Ruf klingt wie ein Gruss zum Feierabend. Aus der Küche duftet frisch gebackenes Brot. Die Schülerinnen und Schüler lachen auf dem Nachhauseweg. Zu meiner Überraschung sprechen sie eine fremde Sprache.
Ich habe gerade wirklich nicht das Allergeringste zu sagen. :-)
Blah
Geistertanz
Die Geister tanzen im Garten. Frohes Halloween!
Und noch ein Spiel
Heute gibt es keine Wolken, hinter denen sich der Mond verstecken könnte. Stattdessen zündet er geradewegs und hell wie eine Scheinwerferlampe in die Zimmer der Häuser. Ganz schön frech, dieser Mond.
Das Versteckspiel
„Ich weiss, dass du da bist“, sagte das Häschen, „Spiel mir ja nichts vor!“ Und lange geschah nichts. Aber dann kam der Mond hinter den Wolken hervor und leuchtete in voller, runder Freude über seinen eigenen kleinen Schabernack.
Geschrieben
Ein seltsames Geräusch ertönte gerade eben. Es klang wie ein Niesen, aber doch eher mechanisch, wie ein Schuss aus einem Zeichentrickfilm: Pew!
Nichts zu melden
Die Lichter hinter den Nachbarsfenstern brennen tröstend warm und erinnern mich an Winter. Die Strassenlampe bescheint einzelne Blätter des Kastanienbaums. Ich höre Stimmen: Jugendliche, die sich durch Gehabe wichtig machen. Ein einzelner Stern am Himmel, der nicht schwarz ist, sondern von Wolkenschwaden durchzogen. Wieder einmal fährt ein Moped vorbei. Der Jugendliche schreit ihm nach. Es stinkt nach Abgas.
Geschichte
A) In meinem Zimmer, direkt unter dem einen Fenster, steht ein kleines Sofa. Es ist der perfekte Ort zum Lesen und zum Schreiben. Hier setze ich mich oft hin, wenn ich über meine Projekte sinnieren möchte. In Sommernächten nehme ich mir manchmal die Bettdecke und lege mich auf diesem Sofa schlafen. Es ist mein kleines Sofa. Mein kleiner Ort. Alles andere ist Lava, aber hier bin ich sicher.
B) Die Geschichte, in die ich mich so sehr vertieft hatte, ich wünschte, ich hätte sie nicht beachtet. Ich griff nur nach einem ihrer Zipfel. Ich hielt es für unterhaltsam zu sehen, wie lange der Stoff sich hinziehen würde. Ich lachte, verhedderte mich und wurde mitgerissen und fand mich in einer Zeit wieder, in der ich nicht mehr sein wollte. Ohne Vorwarnung war ich wieder sie und drehte mich im Kreis um mich selbst. Dabei hatte ich es doch abgestreift, dieses unerträglich Gute und die strahlenden Sorgen. Aber all das klammerte nun wieder fest an mir. Die Geschichte hatte mich in ihrer Gewalt und liess so schnell nicht wieder los.
C) Von unten steigen Abgase zu meinem Fenster hoch. Eine aufgebrachte Frau telefoniert im Vorbeigehen. Es sei doch verständlich, dass man abends seine Ruhe haben möchte, wenn man den ganzen Tag auf den Beinen war und unter Leuten, sagt sie. Dann ist es wieder ruhig. Am Himmel steht der Mars. Ein Pärchen geht vorüber. Ihre Stimme ist sanft, seine ebenfalls. Was sie sagen, dringt nicht zu mir hoch. Es bleibt der beiden Geheimnis.
Sepia
Heute schreibe ich, ohne zu editieren. Ohne besondere Geschichte, wobei diese sich manchmal einfach ergeben. Ich mag diese Momente nicht, in denen ich nicht weiss, wo es lauter zu und her geht: In meiner Umgebung oder in meinem Kopf. Und doch ist der Abend so furchtbar ruhig. Ich bin froh, wenn ich mich auf etwas konzentrieren kann. Denn manchmal da versinke ich viel zu tief in Dingen, die doch keinerlei Bedeutung haben. Oder etwa doch? Wenn ich es will, dann habe ich das Gefühl, all die endlosen Verbindungen in dieser Welt zu sehen. Nur um später herauszufinden, dass ich nicht das Allergeringste weiss. Es war alles nur in meiner Fantasie.
Heute da habe ich Fotografien gesehen von meiner Grossmutter, als sie noch jung war. Sepiafarbene Schönheit.
Moment... wollte ich nicht meine Beobachtungen am Fenster festhalten? Es wäre so viel leichter, als “einfach zu schreiben”.