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Sade Olutola

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titsay
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let's talk about Bridgerton tea, my ask is open
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Mouth Bomb (a.k.a. Trottole)
Nur, damit ihr Bescheid wisst, wenn ich in â vermutlich nur wenigen Monaten â Â kugelrund davongekreiselt bzw. -rollt sein werde:
Die Trottole, mein neues Lieblingspastaformat, waren schuld. Sehr groĂe OberflĂ€che und pro Kreisel eine ausreichend mundfĂŒllende GröĂe â die Dinger sind sozusagen das perfekte Portions-Pastaformat â ergeben ein unglaublich tolles MundgefĂŒhl mit geilem schönem Biss. Kann ich im Moment kaum genug von bekommen!
Im Bild eine Trottola aus der Welthauptstadt der Pasta asciutta, Gragnano. Wie man unschwer an der OberflĂ€che erkennt, aus der Bronzeform, was die ohnehin schon groĂe OberflĂ€che weiter maximiert. Sie stammt von Giuseppe di Martinos âeinfacherenâ Marke, nĂ€mlich von der Pastificio di Martino (man beachte: auch die auf den breiteren Markt zielende âgĂŒnstigeâ Marke benutzt die deutlich teureren Bronzeformen. Soviel zu Giuseppes QualitĂ€tsansprĂŒchen) Zurzeit unter anderem zu haben im Kaufland, wenigstens hier in der Filiale in Ehrenfeld.
TANICA
Zuweilen ist es ja so, dass man bestimmte Restaurants einfach nicht auf dem Schirm hat â obwohl man von ihrer Existenz weiĂ, oder, mehr noch, man sogar recht regelmĂ€ssig daran vorbeigeht.Â
Das Tanica in der EngelbertstraĂe war bis vor kurzem so ein Etablissement. Das hat sich letzten Freitag geĂ€ndert â endlich und höchst erfreulicherweise, wie ich festell. Angenehme AtmospĂ€re, freundlicher und flotter Service, dazu eine feine und bemerkenswert gut zusammengestellte Weinkarte und eine KĂŒche, die erfreulicherweise nicht der Versuchung erliegt, unter erhöhtem Einsatz von Firlefanz und Gedöns blenden zu wollen, sondern sich auf die einfache aber prĂ€zise Zubereitung guter Grundprodukte fokossiert.Â
Das alles gabâs in allerfeinster Gesellschaft, nĂ€mlich beim Jour fixe mit der Freitagsbloggerrunde. Doch, Tanica kann man machen und auch guten Gewissens weiterempfehlen. Am besten mit ein paar Leuten, schon allein, um sich die Möglichkeit zu bewahren auch beim Lunch zu der ein oder anderen feinen Flasche auf der Weinkarte greifen zu können...
Vorverkauf 2018? LĂ€uft!
Best beef ever! (a.k.a. Txogitxu)
Kurzer Hinweis/Tip fĂŒr Kölner und Umliegende: zurzeit ist im Laden Ein in der Nordstadt (BlumenthalstraĂe 66) TXOGITXU  zu Gast. IMHO best beef money can buy. Ein Besuch bis zum 3.2. sei hiermit eindringlich empfohlen!
Honorable Mention
Leider schon wieder vorbei, da nur zu den Passagen geöffnet, ist die PhotoBookShow #2 namens âDanish Kitchen â Housewifes & Foodâ im Ehrenfelder K18.
Meiner speziellen Leidenschaft fĂŒr die GrenzfĂ€lle zwischen und Verbindungen von Kulinarik und bildender Kunst folgend, weise ich hier aber trotzdem schnell darauf hin. Objekt der vom PhotoBookMuseum organisierten Ausstellung war "Husmor og Madâ, ein im dĂ€nischen Nordstromsforlag (hinter dem Link finden sich ein paar Abbildungen!) erschienenes Photobuch, dass Rezepte und -Fotografien dĂ€nischer Hausmanskost aus den 50/60er-Jahren mit Amateur-Pinups aus der gleichen Epoche vereint. Wirkt ein ein biĂchen so, als ob Dieter Froelich und Timm Ulrichs zusammen ein Buch veröffentlich hĂ€tten.
Es lag ĂŒbrigens auch ein kleinerer Stapel der BĂŒcher (tolle DruckqualitĂ€t, BTW) an der Theke des K18, ich nehme an, zum Verkauf. [Also, falls jemand noch ein passendes Geschenk fĂŒr meinen Geburtstag Ende des kommenden Monats sucht, hĂ€tte ich da eine Idee...]
ps. Gleichzeitig und hoffentlich noch ein paar Tage oder gar Wochen lĂ€nger: Ottomane â eine Installation von Mona Schulzek im K18-âShowroomâ. Hinter dem Link verbergen sich Bilder Ă€lterer Varianten â aber die geben, genau, wie mein iPhone-Photo leider nur einen unvollstĂ€ndigen Eindruck der irritierenden Wirkung dieses Teppichraums. Am besten selbst ansehen in der KörnerstraĂe 18. Genau, das ist der Schaufensterraum mit den Installationen, in dem auch schon mal fĂŒr ein paar Wochen HĂŒhner unter den Blicken der kunstinteressierten Ehrenfelder gelebt haben. [Edit: leider auch schon wieder hinter Milchglas-Folie verschwunden]
Guess, whatâs for dinner tonight?
Owngrown kale with original âOldenburger Pinkel (a traditional fatty, northern german sausage with grits) and vaious pieces of smoked pork. Please excuse the poor photo quality â this evening was mainly about cooking and enjoyment, not about blogging. Recipe (in german) here
RĂŒckblick 2017
(2017 â Licht & Schatten)
Reichlich spĂ€t zwar â aber da ich es wirklich sehr liebe, mich jedes Jahr auf den Reigen der RĂŒckblicke in diversen anderen Blogs freue, und mir auch der eigene inzwischen zu einer lieben Tradition geworden ist, hier dann doch noch mein JahresrĂŒckblick 2017 im beliebten Blog-Fragebogen-Format.
Vorab aber noch ein paar kurze Anmerkungen zu meinem persönlichen 2017. Es war, um es kurz zu machen, das vermutlich anstrengendste und erschöpfendste Jahr meines Lebens. 2016 war schon kein Highlight, â17 war dann aus vielfĂ€ltigen GrĂŒnden, die allesamt mit einander wechselwirkten und so einen Strudel von negativer Kraft schufen, geprĂ€gt von einem finsterem Sog, dem zu widerstehen zuweilen all meine Kraft gefordert hat. Brauche ich so nicht nochmal, bitte.
Pars pro toto fĂŒr diesen, groĂen und unschönen Teil von 2017 ein Bild und nur ein einziger weiter Satz...
...Demenz ist ein Arschloch!
Trotzdem gab es natĂŒrlich auch feine, groĂe und ĂŒber alle MaĂen wunderbare Momente in diesem Jahr, von denen im Folgenden mehr die Rede sein soll. Man soll ja auch immer das Gute sehen, nicht wahr...
Wir schalten zum Fragebogen...
Zugenommen oder abgenommen? Zwischenzeitlich gar bis deutlich in die WohlfĂŒhlzone hinein abgenommen, die Vorweihnachtszeit hat dann aber einiges des Erreichten wieder (dr)aufgezehrt.
Haare lĂ€nger oder kĂŒrzer? Ich zitiere â  nicht ohne eine gewisse Zufriedenheit â den 2016er Status: âGleiche LĂ€nge, kaum grauer, in Anbetracht des Alters vor allem aber: immer noch wohltuend viele.â
Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Die im letzten Jahr in mein Leben getretene Lesebrille hat sich in diesem Jahr einen Platz als fester und immer öfter notwendiger Begleiter erobert. Dabei ging es mir, wie praktisch allen in meinem Umfeld â wenn man erstmal aufgeben hat, und so ein Ding regelmĂ€Ăig trĂ€gt, macht es sich innerhalb von kĂŒrzester Zeit zum unverzichtbaren Begleiter.Â
Mehr Kohle oder weniger?
Weniger. Und zwar deutlich. Soviel weniger, dass ich bereit war, mich endlich einmal von ein paar Dingen zu trennen. Einige Flaschen Bordeaux haben den Keller verlasen â verblĂŒffenderweise weitgehend ohne Trennungsschmerz. Deutlich schwereren Herzens, erfolgte die Trennung von meiner Hasselblad. Viel Erinnerung hing daran, gekauft hatte ich sie zum Bestehen der AufnahmeprĂŒfung in Bielefeld, das Geld dafĂŒr hart erarbeitet in vielen sommerlichen Nachtschichten bei Bayer Leverkusen. Insofern: Seufz! Anderseits hatte ich damit seit mehr als 10 Jahren keinen Film mehr belichtet. Ich finde die Vorstellung, dass jetzt irgendjemand in Schweden (ja, die Kamera ist tatsĂ€chlich zurĂŒck in ihre Heimat gegangen) damit weiter Bilder produziert, irgendwie auch tröstlich.
Mehr ausgegeben oder weniger? Siehe Vorfrage. Zudem: Steuernachzahlung!
Der hirnrissigste Plan? Keine hirnrissigen PlĂ€ne, ein paar gescheiterte? Ja, sicher. Aber hirnrissig? Nein, nichts, was der Rede wert wĂ€re.Â
Die gefĂ€hrlichste Unternehmung? Im Gegensatz zum letzten Jahr nichts wirklich Aufregendes. Ich habe allerdings im Zuge einer Wandlampen-Montage zum ersten Mal im Leben einmal aus einer 220 Volt-Leitung amtlich eine gewischt bekommen. HĂ€tte ich mir aber eigentlich schlimmer vorgestellt und war wirklich nichts im Vergleich zu der misslungenen Bastelaktion im Studium, wo ich versehentlich den geladenen Blitz-Kondensator einer analogen Kompakt-Kamera mit dem Finger kurzgeschlossen hatte. Falls jemand von euch da drauĂen einmal wissen möchte, wie sich getasert werden anfĂŒhlt, so ein geladener Kondensator ist eine 1A Möglichkeit.
Ansonsten ist wohl zurzeit die regelmĂ€ssige und -konforme rennradfahrende Teilnahme am StraĂenverkehr die gefĂ€hrlichste Unternehmung, die ich mir zur Zeit erlaube. Das im Vergleich zum Tourenrad deutlich höhere Tempo, mit dem man selbst auf einem Ă€lteren Rennrad (bei Gianna sind das rund 40 Jahre) unterwegs ist, zwingt noch mehr dazu, hellwach zu sein, kritische Situationen zu antizipieren und fĂŒr die anderen Verkehrsteilnehmer mitzudenken. Zwei erstklassige, nur um Haaresbreite vermiedene, Beinah-UnfĂ€lle bei durchaus flottem Tempo habe ich seit Oktober auf der Uhr. Bei einem der beiden war die Notbremsung so heftig, dass der Mantel des Hinterrads seitdem wegen des punktuell massiven Abriebs an einer Stelle spĂŒrbar unrund lĂ€uft (note to myself: neue MĂ€ntel bestellen Edit: done!)
In dem Zusammenhang erinnere ich mich wehmĂŒtig zurĂŒck an das Fahren in der Bretagne: der Unterschied an automobiler RĂŒcksicht beim Befahren französischer und deutscher LandstraĂen ist wirklich erschĂŒtternd!
Mehr bewegt oder weniger? Im Sportstudio war ich 2017 kein einziges Mal. Wenigstens habe mich aber endlich dazu aufgerafft, den nicht gerade gĂŒnstigen Vertrag zu kĂŒndigen. Dass das Haus die um knapp 3 Wochen verpasste KĂŒndigungsfrist dazu genutzt hat, mir noch einmal ein halbes Jahr Mitgliedschaft aufzunötigen, sorgt zuverlĂ€ssig dafĂŒr, dass sich auch dieser Trennungsschmerz in engen Grenzen hĂ€lt. Und auf weitere Empfehlungen des Ladens â ich habe wĂ€hrend meiner Mitgliedschaft immerhin 4 âNeueâ dorthin vermittelt â wie auch eine eventuell RĂŒckkehr in dieses Haus werde ich zukĂŒnftig sicherlich verzichten.
Statt des Studios habe ich â siehe Anmerkungen zuvor â im Urlaub damit begonnen, Gianna wieder etwas öfter zu bewegen â und prompt verblĂŒffend viel Freude daran gewonnen. Oder genauer: ich bin daran erinnert worden, wieviel SpaĂ mir genau diese Form der Bewegung bereitet. Im Gegensatz zu den meisten anderen sportlichen Bewegungsarten ist das eine der wenigen, die mir aus sich selbst heraus groĂes VergnĂŒgen bereiten kann. Freude am Fahren sozusagen, und nicht â wie beispielsweise im Studio â eine rein rational induzierte Befriedigung aus dem Gedanken, gerade etwas fĂŒr seine Gesundheit bzw. sien Herz-/Kreislaufsystem zu tun. Das soll und wird 2018 mehr werden.
Es gibt jedenfalls eine Menge VorsĂ€tze â und die Hoffnung auf eine Reise nach Gaiole irgendwann in den folgenden Jahren. Sicher nicht schon in diesem, das gibt die Kondition noch nicht her, aber irgendwann wĂŒrde ich die originale Eroica schon gerne einmal fahren. Nicht zuletzt auch, weil es vermutlich keine andere Radsportveranstaltung auf der Welt gibt, die gleichzeitig so sehr meine andere Leidenschaft, die Kulinarik, befriedigt. Der limburger Eroica-Ableger in deutsch/niederlĂ€ndisch/belgischen DreilĂ€nder-Eck ist schon fĂŒr dieses Jahr fest in den Terminkalender eingetragen. Ob ich auch an der geschlossenen Eroica-Club-Runde im Rheinau teilnehmen werde, wage ich schon allein wegen der mir im Moment noch furcht einflössenden 1400 dort zu bewĂ€ltigenden Höhenmetern stark zu bezweifeln.
Zu der Frage was ich bewegt habe: Nunja, 2017 war eben 2017.
Die teuerste beste Anschaffung? Teure Anschaffungen gab es nicht, weil ...s. o. Eine, die aber jeden einzelnen Euro, den sie gekostet hat, wert war sei trotzdem erwĂ€hnt: Der neue Komposter mit deutlich höherer KapazitĂ€t im Garten gibt selbst beim KartofffelschĂ€len, Salat putzen und beim Ausleeren des SiebtrĂ€gerausklopf-BehĂ€lters das feine GefĂŒhl, etwas Sinnvolles und Konkretes zum groĂen Kreislauf der Dinge beizutragen.
2018, deine Gartensaison wird ohnehin mindestens so groĂartig werden wie die zuvor! Denn Frische und Geschmack der diversen 2017 selbstgezogenen GemĂŒse (Wirsing! â Rotkohl!! â Kartoffeln!!!) waren die ĂŒberwĂ€ltigend groĂartige Belohnung der gĂ€rtnerischen AktivitĂ€ten. Bei diesem Stichwort: neben den eigenen Erfahrungen freue ich mich ganz besonders auch auf die Garten-Berichte der Buddenbohm-Werke!
Das leckerste Essen? Auch 2017 von den vielen guten Mahlzeiten 2017 drei, die mir besonders im GedÀchtnis blieben:
Eine Pressereise in Alentejo fĂŒhrte mich u. anderem zu JosĂ© JĂșlio VintĂ©m ins Tombalobos, dessen sorgfĂ€ltige produktorientierte und prĂ€zise KĂŒche auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Ein ungemein sympathischer Mensch ist er obendrein. Im Bild, das schnell ins MenĂŒ integrierte Omlette aus zusammen mit uns schnell vor der TĂŒr gesuchtem wilden Spargel. Daneben Leberwurst â Alentejo-Style.Â
Im April prĂ€sentierte Stevan seinen GroĂen Glander in der damals frisch eröffneten und atemberaubend schönen Bindergass Theke in NĂŒrnberg. Begleitend dazu kochte â gedanklicher Geniestreich unseres gemeinsamen Freundes Florian â Felix Schneider vom Restaurant Sosein. Ich gehe davon aus, dass die kulinarisch interessierten Mitlesenden wissen, wer das ist und was er macht. Allen anderen sei der Hock-di-her-Podcast mit ihm und Holgi und die ausfĂŒhrliche Praktikumsbericht von Uwe auf High Foodality empfohlen.
Das MenĂŒ â unterbrochen jeweils durch kurze Lesepassagen aus dem Glander ergĂ€nzt von einer zutiefst beeindruckenden Ike-Jime-Demonstration â  jedenfalls war grandios und zudem fĂŒr mich, den leidenschaftlich kochenden SchrebergĂ€rtner hoch inspirierend. Im Bild exemplarische 3 der insgesamt allesamt grandiosen 9 GĂ€nge.
Im Einzelnen:
Lachs Kanapee (kalt gerÀucherter Waller aus Teich-Wildfang auf einem Magnolienblatt)
Forelle Blau (Ike Jime getötete Forelle mit Ăl von verbranntem Lauch, Erbsenmiso und Apfelessig)
Kasseler (gepökelte Entenbrust mit milchsauer eingelegten SteckrĂŒben und Senfkörnern)
SchlieĂlich war da noch ein Brioche in der Bretagne...
Ein einfaches Brioche, sonst nichts? Ja, genau, bzw. auch nein. Es ist kompliziert. Nahezu jeder Frankreich-Urlauber stellt immer wieder erschĂŒttert fest, um wieviel die französischen BackstĂŒcke ihren deutschen Kopien ĂŒberlegen sind. Baguette tradition, Croissant und Brioche sind bei den handwerklichen BĂ€ckern von einer QualitĂ€t, an die die in Deutschland erhĂ€ltlichen Kopien in aller Regel noch nicht einmal im Ansatz heranreichen.
Bei Croissant und Brioche ist es vor allem die Buttermenge (und -QualitĂ€t), die einen deutlichen geschmacklichen Unterschied produziert. Ich liebe beide GebĂ€ckarten ĂŒber alle MaĂen â und habe mich in französischen Boulangerien oft gefragt, welchem der beiden ich den Vorzug geben soll. Dass man auch Beides auf einmal haben kann, war mir bis zum diesjĂ€hrigen Bretagne-Urlaub völlig unbekannt. Kann man aber â jedenfalls, wenn die Boulangerie der Wahl Brioche FeuilletĂ©e im Angebot hat â eine mit Butter bis zur SĂ€ttigungsgrenze gebackene sĂŒĂe BlĂ€tter-/Hefeteig-Kreuzung. Unfassbar lecker â und vermutlich unfassbar... aber wen interessiert das schon. Trotzdem ist es gut, dass ich das nicht öfter kaufen kann, es wĂ€re mit ziemlicher Sicherheit mein figĂŒrlicher Ruin.
Lobende ErwĂ€hnung verdienen sicher die rurale Tafel mit allen GĂ€sten auf Gut Rensow, diverse Teller meiner Studenten an der FH und das eigene Tempura vom selbst gezogenen FenchelgrĂŒn. Ein kleiner Höhepunkt dann noch zum Jahresschluss: das MenĂŒ von Christoph in Hamburg â dazu gleich noch etwas. Aber auch vermeintlich Einfaches, wie ein Schmalzbrot vom Ausgelassenen der FrĂ€nkischen Bratwurst von Martin Seefried oder die groĂe Backkunst von Brotbruder Manfred âSchelliâ Schellin, der kurz im Marien-Eck gastierte, waren Highlights.
Und zu trinken gabâs nix? Doch, natĂŒrlich. Bier ist immer noch ein groĂes Thema. Erster Höhepunkt war Anfang des Jahres eine groĂe Probe mit Wein/Bier-Hybriden im Mon Petit CafĂ© in Stuttgart, von der es ĂŒbrigens Anfang MĂ€rz eine Wiederauflage geben wird (stay tuned for details!). Dann, neben vielen schönen Frankenbieren von meinem LieblingshĂ€ndler, immer wieder das ein oder andere Highlight:
Und ja, auch, wenn es zuweilen nicht so scheint, ich trinke auch noch Wein. Highlight des Jahres hier eindeutig der Abend im Dezember bei meinem Freund Christoph âOriginalverkorktâ Raffelt, der neben einem grandiosen MenĂŒ viele, viele groĂartige Weine bereit hielt von denen dieser hier sicherlich der ĂŒberwĂ€ltigendste war:
Vega Sicilia Unico - Riserva Especial 68/70/72
Eine lobende ErwĂ€hnung schlieĂlich verdient die folgende Flasche, die es sicher verdient gehabt hĂ€tte, hier im Blog einen eigenen Eintrag zu bekommen (shame on me):
Der 2015er Pet Nat der Weinmanufaktur 3zeilen aus dem PiWi-Underdog Johanniter war schlicht und einfach das Beste, was ich zu diesem Thema aus Deutschland bislang getrunken habe. Tief, komplex, darĂŒber eine wunderschöne, glasklare Frucht, dazu blitzsauber. Sehr beeindruckend!
Die beeindruckensten schönsten BĂŒcher? Fangen wir wie immer mit der Vanity-Abteilung an: Das Craftbeer Kochbuch ist unser aller riesengroĂen Freude jetzt tatsĂ€chlich in einer englischsprachigen Lizenzausgabe bei Smith Street Books/Melbourne erschienen. Cooking with Craft Beer â available in AUS, NZ, UK, US und CAN â FUCKYEAH!
Ebenso erfreulich, die dritte Auflage von 111 Mal lecker essen in Köln, wie schon die zweite vollstĂ€ndig ĂŒberarbeitet und bei den NeuzugĂ€ngen mit einer mein Herz sehr erfreuenden Cameo-Appearance:
Extrem gelungen â und in seiner Art ein Buch, wie ich es selbst gern gemacht hĂ€tte â auch der im Selbstverlag erschienene GelĂ€ndegang des Kölner Mittagsgang-Kollegen Johannes Arends in Zusammenarbeit mit Jan C. Maier und Tobias Becker vom Kölner 1sterner Maibeck und dem Fotografen Danny Frede. FĂŒr nur 16,80 ein echtes SchnĂ€ppchen, dass ich wenigstens jedem rheinischen Kulinariker wĂ€rmstens ans Herz lege.
Auf der Liste der Honorable Mentions ganz oben: Beer Pairing von Rolf Caviezel und Thomas A. Vilgis, die zusammen das substantiellste Werk geschrieben haben, das bislang zu Thema zu finden ist.
Zum Abschluss dann doch wenigstens etwas Belletristik, nĂ€mlich Die weiĂen Inseln der Zeit von Hans-Josef Ortheil, dessen unaufgeregten Stil und prĂ€zisen, vor allem aber sehr liebevollen Blick auf die Menschen ich immer mehr zu schĂ€tzen weiĂ.
Das enttĂ€uschendste Buch? âŠwar sicher einer der belang- und lieblos zusammengestĂŒmperten Skandinavien-Krimis, die neben Anderem die BĂŒcherkiste fĂŒr den Urlaub fĂŒllten.
Und es fÀllt mir zwar sehr schwer, es zuzugeben, aber auch Unfaithful Music, die Autobiographie meines persönlichen musikalischen Hausheiligen Elvis Costello hat mich ebenfalls ziemlich enttÀuscht.
Die berĂŒhrendsten Filme Serien? Die erste Staffel von 4Blocks â Deutsches Fernsehen von einer QualitĂ€t, wie man sie kaum noch fĂŒr möglich gehalten hat. Sicher den ein oder anderem Genre-Gesetz folgend (und damit an einigen Stellen recht vorhersehbar), aber ungemein prĂ€zise in ErzĂ€hlweise, Darstellung und Inszenierung. Wirklich, wirklich gut und sehr neugierig auf die 2. Staffel machen, deren Dreh gerade begonnen hat.
Honorable Mentions: Narcos III, Mindhunter und Ozark. Eigentlich auĂerhalb der Wertung, weil non-fiction, möchte ich trotzdem auch Kitchen Impossible nennen â das mit Abstand beste kulinarische Unterhaltungsformat im deutschen Fernsehen.
Twin Peaks III wartet dagegen noch darauf, gesehen zu werden.Â
Die beste CDas beste Konzert?
Wieder Haldern, diesmal gleich zwei zweite Male. Was meiner Meinung nach allerdings auch zeigt, wie strĂ€flich wenig ich inzwischen auĂerhalb unseres jĂ€hrlichen rituellen Haldern-Trips noch Konzerte besuche. Das erste zweite Mal waren KĂ€ptân Peng und die Tentakel von Delphi, die schon 2013 tief in der Nacht das Spiegelzelt in ein euphorisches Inferno verwandelt hatten. Ich gestehe, seit den ersten Konzert, das ich vor vier oder fĂŒnf Jahren gesehen habe (damals noch im intimen Studio 674) bin ich bekennender Fanboy. Die IMHO zurzeit sprachgewaltigsten deutschen Texte, dazu Stimme, Rythmus- und TempogefĂŒhl und das ganz spezielle, lakonischen Timbre von Robert Gwisdek. GroĂ.
â...and Selfies, and Selfies, and Selfies...â â Mindestens ebenso groĂ, wenn nicht noch gröĂer der Auftritt von Kate Tempest. âLet Them Eat Chaosâ â etwas, das in Form und Ausdruck weit ĂŒber einen normalen Gig hinausging. Wieder: Silbenstakkato, Intonation, Timbre â das alles tief berĂŒhrend oder, wie man das wohl heute nennt, voller Vibes. Nicht weniger als ein Kunstwerk, ein groĂes IMHO. Formal irgendwo zwischen Theater-Inszenierung und Performance. Die Aufzeichnung fĂŒr den Rockpalast vermittelt nur eine Ahnung, aber immerhin...
Die meiste Zeit verbracht mitvorâŠ? âŠdem Rechner.
Die schönste Zeit verbracht mit⊠? DgFamS und Oskar in unterschiedlichen WĂ€ldern und an diversen StrĂ€nden.Â
Im September waren es dann die weiten und und wilden StrÀnde der Bretagne...
Und im November mit ein paar weiteren Freunden die Oberpfalz...
Vorherrschendes GefĂŒhl 2017? War â bei allem Schönen â eine stete, fast immer gegenwĂ€rtige Schwere. Das vergangene Jahr war nach 2016 das zweite dieser Art in Folge. â18 dĂŒrfte sich das ruhig mal wieder Ă€ndern, Schicksal!
2017 zum ersten Mal getan? â Eine Darmspiegelung vornehmen lassen â Lampreia (a.k.a. Neunauge) gegessen
â Dinge bei eBay verkauft â Wein bei völliger Dunkelheit verkostet
â Portugal besucht
2017 nach langer Zeit wieder getan? â im Teutoburger Wald spaziert â in SĂŒdtirol gewesen â ernsthaft Rennrad gefahren
3 Dinge, auf die ich gut hĂ€tte verzichten mögen? â den Anruf im Urlaub wg. Krebs-Vorsorge-Test (falscher Alarm) â den nach â13 zweiten kompletten Ernteausfall im Mannwerk â die Sorgen um Oskars Schwanz
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden ĂŒberzeugen wollte? ...war, mir zu vertrauen.
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Lange SpaziergĂ€nge am StrandâŠ
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
War auch 2017 tiefe, vorbehaltlose Zuneigung gepaart mit unbÀndiger und höchst energetischer Lebensfreude.
Die schönsten neuen Bekanntschaften, die ich gemacht habe? âŠ
Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? âIch will zurĂŒck nach Hause!â
Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? âIch fĂŒrchte, das geht nicht!
2017 war mit 1 WortâŠ? Ein Arschjahrâą
VorsĂ€tze fĂŒr 2018? Ja.
Sonst nix? Doch, natĂŒrlich: Denn das Lamento zum Blog aus dem Vorjahr könnte ich hier leider unverĂ€ndert wieder einfĂŒgen. Die Sehnsucht, wieder öfter zu schreiben ist immer noch vorhanden, vielleicht sogar stĂ€rker denn je â andererseits fehlte mir dafĂŒr 2017 jegliche Energie. Das es so dann wirklich nur fĂŒr das Wiederholen des monatlichen Bestnine-Postings von Instagram reichte, frustriert mich sehr.
Aber es gibt ja auch eine Menge Andere, die sich im Moment Gedanken um dieses Thema machen. Kiki hat am Anfang des Jahres einen unter den ehemaligen Besuchern der kleinen finnischen Clubs viel beachteten Text geschrieben ĂŒber die RĂŒckeroberung des Bloggens.  Und auch Maximilian Buddenbohm hatte ein paar Tage spĂ€ter ein paar sehr lesenswerte Gedanken dazu gebloggt, deren Bottom Line â wie sollte es auch anders sein â âes ist kompliziert lauteteâ.
Dennoch: Kikis Fazit, nĂ€mlich das Blog wieder mehr zum Zentrum der Veröffentlichungen zu machen und von dort aus die Social Media KanĂ€le FB, Twitter und Instagram zu bespielen, scheint mir ein guter Ansatz. Einer, der auch fĂŒr mich taugen könnte. Schaun wir mal, ob das wirklich geht...
Es bleibt also spannend â so oder so wĂŒnsche ich mir und euch allen da drauĂen aber:
Ein rockendes Zwanzischachtzehn!
(Traditionspost, hier gehtâs zu meinem 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016)
[bestnine17]
(by own choice)
Furiose Audionotizen von Restaurantkritiker Wolfram Siebeck.
Ăber das Wochen endlich dazu gekommen, das den Hörspieltip, der mit vor ein paar Wochen durch die Facebook-Timeline flatterte, nachzugehen. [Edit:]  Ich weiĂ nicht mehr genau, wem ich dafĂŒr zu danken habe â wenn ich mich recht erinnere, war es Stevan auf Facebook jedenfalls Mit Dank an Tobi, ohne desesn Tip mir das StĂŒck entgangen wĂ€re, sei diese Perle wĂ€rmstens allen zum Anhören empfohlen:
In der Mediathek des Deutschlandfunks findet sich zur Zeit eine sehr schöne Collage von Ulrich Gerhardt aus Audiomaterial, das sich Wolfram Siebeck bei seinen diversen Restaurantbesuchen gemacht hatte. Zuweilen hart an (oder gar: ĂŒber) der Grenze des Schnöseltums hĂ€lt Siebeck seine EindrĂŒcke ungeschminkt und unerbittlich fest. Dazwischen ein paar schöne Leserbriefe an die Zeit, die sich mit ihm beschĂ€ftigen und natĂŒrlich auch â fast ein wenig zu nahe liegend â die alte Foyer-des-Arts-Nummer von Max Goldt und Gerald Pasemann. Hörenswert und wirklich SEHR amĂŒsant, insbesondere die Empörung, ja, das Persönlich-beleidigt-Sein, das aus fast jedem seiner SĂ€tze herausnĂ€selt.
Ich zitiere: "Dieser Koch ist ein DĂ€mlack!"
und
âDas machen wir zuhause besser!â
Hörspiel mit Wolfram Siebecks Audionotizen - Da gehen wir nicht mehr hinDEUTSCHLANDFUNKKULTUR.DE
(leider nur als Stream auf der Website und nicht als Podcast))
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(a.k.a. Brittany-Edition)
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