Wie schmiegt er sich, o Liebe, dir
Sanft an deine blumige Fessel hin
Lustliebend, lustleidend, jeder
Zeit, auch das Leben liebend
Die seinen hohen RĂ€te; und endlich sah
Des Freiwahlgottes Auge die Dinge an,
Den Quell der Lust und all dem Leiden
Fröhliche Menschen, daraus geboren.
In allen RĂ€umen gröĂter, wo immerhin
Den Hof in saub'rer Reinheit Luft umgab,
Schrieb unter DĂ€chern sich, in dunkler
Nacht, ferne noch der Morgenstunde
Geschrieben, auf Papier! ein neues Wort;-
Und auf weit're Niederschrift sieht bekannt
Das Wort, und wacht und wĂ€hlt, sich sĂŒĂe
Worte wÀhlend, die endlichen Dinge
Und spÀtere Dinge. Sieht sich! und sieht
Auch Dinge anders, denn es ist wies ist,
Ein Mensch; nicht andren noch sich selber
Gleicht er, denn Lohn ist in ihm und einzig
Des Friedens hoher Seele, so reich an Lust,
O Weh! und von der Fessel schon je verneint;
Den wilden WĂŒnschen, dem Tier in ihm
Hinter StĂ€ben oder frei; Und drauĂen!
Ja! Darum fÀllt er, o Liebe, dir
Aus dem gemachten Nest heraus
Und bricht durch deine sanften Winde
Sucht Halt am tiefesten aller Grunde.
Aus seinen bunten Worten da soll
Auch widerklingen! sein FlĂŒgelschlag;
Er schaut nicht. ZĂŒgig naht das Grauen;
Wie hold und weich wirkt dieses Fallen.
Von seinem Blatt und seiner Welt da
Muss auf fremde BlÀtter das Wort
Und klingts auch, wie durch schönster Stimme
Liebesprechend auf sein Blatt, so sucht er
Nach Antwort in den TĂ€lern und auf dem Berg
Doch unter seinem schlechten Stern,
Daher sich selber ungetreu, der
Sich selbst nicht liebt und den and'ren spottet.
Doch freier fliegen die Vögel des Walds, wenn schon
Des Menschen Glut sich zur Flamme erhebt, der all
Die Schatten sieht seiner selbst, der muss doch
FĂŒrchten den Tod, und nur ihn alleine.
Und Taten wider Worte, die standen, schlingt
In seinem unzerbrechlich' Willen der Mensch, im Krieg
Verschlingt er sich und seine Friedens
Seele, die holde, fackelt nicht lange.
Ist er von allen Lebewesen nicht
Der göttlichste? Doch tiefer und greifender
So schnappt das Schicksal, allausgleichend,
Auch nach der feurigen Glut des Menschen.