Wir waren heute im Freilichtmuseum in Hagen und haben dort das schöne Wetter genossen. Trotz angesagten Ferienstaus sind wir gut durchgekommen.
Wir waren zwar recht spät da - nach 12:00 Uhr - hatten jedoch dadurch durch den Vorteil, dass die Meisten schon wieder weg waren. Der große Nachteil war jedoch, dass Sowohl Metzgerei als auch Bäcker schon ausverkauft waren.
Wir haben bei mehreren Werkstätten reingeschaut, die Interessanteste war die Bürstenbinderei. Hier arbeitet ein netter Mann, der trotz starker Sehbehinderung, sehr behände aus Holz, Draht und Tierhaaren oder Pflanzenfasern vom Staubwedel bis zur Topfbürste in Handarbeitet die tollsten - was wohl - Bürsten fertigt.
Beim „Frisör“ haben wir erfahren, dass dieser früher eigentlich Barbier hieß und nebenher auch Haare geschnitten hat. Sein Hauptgeschäft war die Rasur. Viele hielten sich nicht an die Hygienevorschriften und reinigten das Rasierbesteck aus Kostengründen zwischen den Kunden nicht. Hierdurch breiteten sich sehr schnell verschiedene Krankheiten aus. Das hatte zur Folge, dass sich die Leute zu Hause selbst rasierten. Der Barbier wurde zum Hauptberuflichen Friseur.
In der Kaffeerösterei und der Tabakfabrik kann man alte Werbeschilder bewundern. Auf so einigen kann man erkennen, dass Werbung auch mal anders war.














