Die Gewinner der Oscars 2016
Eindeutige Favoriten waren im Vorfeld der Oscars 2016 nur schwer auszumachen – was die Verleihung der diesjährigen Academy Awards umso spannender machte. Obwohl der bildgewaltige Western "The Revenant - Der Rückkehrer" mit zwölf Nominierungen ins Rennen ging, war auch das Reporter-Drama "Spotlight" ein aussichtsreicher Anwärter auf den Preis für den besten Film. Mit insgesamt sechs Auszeichnungen gewann am Ende allerdings “Mad Max: Fury Road” die meisten Oscars.
Vor der Verleihung waren sich die Kritiker nur in einer Sache einig: Leonardo DiCaprio war reif. Reif für seinen ersten Academy Award. Und so war es dann auch: Für seine Tour de Force in "The Revenant" erhielt er den ersten Oscar seiner Karriere.
Wer sonst noch bei den Oscars 2016 gewonnen hat, zeigt unsere Bildergalerie!
Bester Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio für “The Revenant”
Kurz vor 6 Uhr morgens deutscher Zeit ist es endlich soweit: Leonardo DiCaprio gewinnt den Oscar! Mit seiner unglaublich intensiven Leistung in “The Revenant” hat er den Preis ohne jeden Zweifel verdient. Zugleich ist es der Höhepunkt einer beeindruckenden Karriere, die schon zuvor den einen oder anderen Oscar verdient hätte. Herzlichen Glückwunsch, Mr. DiCaprio! (Bild: Brian To/WENN.com)
Beste Hauptdarstellerin: Brie Larson für “Room”
“Room” war der Geheimtipp der Oscars 2016, Brie Larson die Favoritin auf den Preis für die beste Hauptdarstellerin. Und sie wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Während Leonardo DiCaprio erst bei seiner fünften Oscar-Nominierung abräumen konnte, schaffte sie es gleich bei ihrer ersten. Respekt!
Ein hochverdienter Gewinner! Das Drama um ein Journalisten-Team, das einen Missbrauchsskandal in der Kirche aufdeckt, besticht durch seine unaufgeregte Inszenierung, das intelligente Drehbuch und die hervorragenden Darsteller. (Bild: Paramount)
Beste Regie: Alejandro González Iñárritu für “The Revenant”
Er hat den Oscar für die beste Regie erneut abgeräumt: Alejandro González Iñárritu. Nach seinem preisgekrönten “Birdman” aus dem vergangenen Jahr wurde er diesmal für seine virtuose Inszenierung des Westerns “The Revenant” prämiert. “Spotlight” wurde als bester Film prämiert, “The Revenant” für die beste Regie. Mit diesen Entscheidungen der Academy kann man sehr gut leben. (Bild: Brian To/WENN.com)
Bester Song: “Writing’s on the Wall” aus “Spectre”
Nachdem Adele 2013 für ihren “James Bond”-Song “Skyfall” ausgezeichnet wurde, war nun Sam Smith an der Reihe. Den Oscar erhielt er für seine Ballade “Writing’s on the Wall” aus dem 007-Abenteuer “Spectre”. (Bild: Brian To/WENN.com)
Bester Soundtrack: “The Hateful Eight”
Für den besten Soundtrack wurde einer der ganz Großen der Branche ausgezeichnet: Ennio Morricone. Nachdem er bereits Klassiker wie “Spiel mir das Lied vom Tod” mit seinen Kompositionen veredelt hat, sorgte er nun auch bei Quentin Tarantinos “The Hateful Eight” für den passenden Klangteppich. Als er den Oscar erhielt, wurde er von den anwesenden Gästen mit Standing Ovations geehrt.
Bester fremdsprachiger Film: "Son of Saul"
Unter den nicht-englischsprachigen Film prämierte die Academy den ungarischen Kandidaten "Son of Saul", der die Gräuel in Auschwitz thematisiert.
Bester Kurzfilm: "Stutterer"
Im Mittelpunkt des etwa 12-minütigen Kurzfilms "Stutterer" steht ein einsamer, junger Mann, der mit einem Sprachfehler hadert.
Bester Nebendarsteller: Mark Rylance für "Bridge of Spies"
Eine der ganz großen Überraschungen des Abends ist die Auszeichnung von Mark Rylance als bester Nebendarsteller. Die meisten hätten wohl eher auf Sylvester Stallone für "Creed" oder Mark Ruffalo für "Spotlight" getippt. Dass angesichts der starken Konkurrenz Mark Rylance ausgezeichnet wurde, spricht für die hervorragende Leistung des Darstellers, der mit seinem zurückhaltenden Spiel die schauspielerischen Highlights in Steven Spielbergs Spionage-Drama "Bridge of Spies" setzt. (Bild: Fox)
Bester Dokumentarfim: Amy
Den Preis für den besten Dokumentarfilm schnappte sich das Portrait über die verstorbene Sängerin Amy Winehouse.
Bester Dokumentar-Kurzfim: "A Girl in the River: The Price of Forgiveness"
"A Girl in the River: The Price of Forgiveness" thematisiert die Morde an pakistanischen Frauen, die im Namen der "Ehre" getötet werden. Ein wichtiger Film, der die erschütternden, unerträglichen Zustände mutig anprangert. (Bild: Brian To/WENN.com)
Bester Animationsfilm: "Alles steht Kopf"
Wenn es einen sicheren Gewinner bei den Oscars 2016 gab, war es wohl "Alles steht Kopf". Der Animationsfilm über die Vorgänge im Verstand eines heranwachsenden Mädchens hat nicht nur das Publikum, sondern auch die Kritiker restlos begeistert. Wenn Pixar in Hochform ist, ist die Animationsschmiede eben kaum zu schlagen. (Bild: Pixar)
Bester Animations-Kurzfilm: "Bear Story"
Der Gewinner in der Kategorie Animations-Kurzfilm handelt von einem alten, einsamen Bären, der seine Lebensgeschichte erzählt.
Beste visuelle Effekte: “Ex Machina”
Wer hätte das gedacht: Weder “Mad Max” noch “Star Wars” haben den Preis für die besten visuellen Effekte abgeräumt. Stattdessen heimste der etwas kleinere, aber nicht minder gelobte Sci-Fi-Film “Ex Machina” den Award ein.
Bester Sound-Schnitt: “Mad Max: Fury Road”
Keine Frage: Der Sound in “Mad Max: Fury Road” ist eine Wucht. Da überrascht es nicht, dass der Film den Oscar für den besten Sound-Schnitt gewonnen hat.
Bester Sound-Mix: “Mad Max: Fury Road”
Auch für den Sound-Mix wurde “Mad Max: Fury Road” von der Academy geehrt.
Beste Kamera: “The Revenant”
Wahnsinn! Emmanuel Lubezki gewinnt nach “Gravity” und “Birdman” bereits zum dritten Mal den Preis für die beste Kameraarbeit. Kein Wunder: Auch “The Revenant” ist wieder ungeheuer virtuos photographiert. (Bild: Fox)
Bestes Produktionsdesign: “Mad Max: Fury Road”
Auch in puncto Produktionsdesign konnten die futuristischen Kulissen des postapokalyptischen Action-Films die Jury überzeugen. (Bild: Warner)
Beste Kostüme: “Mad Max: Fury Road”
Man mag darüber streiten, ob “Mad Max: Fury Road” zu den besten Filmen des Jahres gehört. Die Kostüme waren jedenfalls ein Augenschmaus.
Beste Nebendarstellerin: Alicia Vikander für “The Danish Girl”
Was für eine verdiente Gewinnerin: Als Ehefrau eines transsexuellen Künstlers hat Alicia Vikander in “The Danish Girl” eine beachtliche, ebenso nuancierte wie mitreißende Performance abgeliefert. Der einzige Wermutstropfen: Eigentlich hätte die talentierte Schauspielerin als beste Hauptdarstellerin nominiert werden sollen. Schließlich ist ihre Figur nicht weniger wichtig als die ihres ebenso phänomenalen Kollegen Eddie Redmayne, der für seine Rolle in “The Danish Girl” als bester Hauptdarsteller nominiert wurde. (Bild: Brian To/WENN.com)
Bester Schnitt: “Mad Max: Fury Road”
“Mad Max: Fury Road” entwickelt sich im Laufe des Abends zum Abräumer. Mit seinem pulsbeschleunigenden Rhythmus hat sich der Actionfilm den Preis für den besten Schnitt redlich verdient.
Bestes adaptiertes Drehbuch: “The Big Short”
Trotz starker Konkurrenz wie “Carol”, “Room” und “Der Marsianer” heimste das mit Christian Bale, Steve Carell und Ryan Gosling besetzte Finanz-Drama “The Big Short” den Preis für das beste adaptierte Drehbuch ein. (Bild: Paramount)
Bestes Make-Up und Hairstyling: “Mad Max: Fury Road”
Am verrückten Look der futuristischen “Mad Max”-Figuren kam die Academy nicht vorbei.
Bestes Original-Drehbuch: “Spotlight”
Bereits der erste Oscar des Abends ging an den späteren Gewinner des Awards für den besten Film: “Spotlight”. Keine Überraschung: Das unaufgeregte Drama über die Bostoner Journalisten, die einen Missbrauchsskandal aufdecken, lebt von den intelligenten Dialogen. (Bild: Paramount)