Tag 59
“Ich denke jeden an Morgen an dich und bin glücklich.”
- Er
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Tag 59
“Ich denke jeden an Morgen an dich und bin glücklich.”
- Er
“Ich weiß, worauf ich mich eingelassen habe. Und ich weiß, dass es schwer wird. Aber eine Alternative gibt es nicht.”
- Er
Tag 22
Es ist nie die richtige Zeit, nie der richtige Ort. Immer passt mein Leben nicht zu dem was ich will. Weil es zu spät ist oder zu früh. Weil ich nicht mutig genug war. Oder weil ich zu vorschnell gehandelt habe.
Ich sollte verzweifelt sein. Aber ich bin ruhig. So ruhig. So lebendig. Als wäre ich vorher nie wach gewesen. Kein Zweifel. Keine Angst. Nur Stille. Aber nicht erdrückend oder quälend. Wie eine Nacht unter Sternen. Wie ein Morgen im Wald. Wie ein Nachtmittag im Bett.
Was passiert mit mir?
Du bist mehr, als nur irgendjemand für mich. Und das war schon immer so.
“Keine Ahnung, was du in mir siehst.”
- Er
Tag 18
Dein Blick... zum ersten Mal kann ihn jemandem nicht lesen. Die Emotionen von Menschen waren immer ein offenes Buch für mich. Deine nicht. Ich sehe in deine Augen und verstehe nicht was in deinem Kopf vorgeht. Ich weiß, das dort ein Chaos herrscht, dass hast du mir verraten. Aber ich sehe nichts davon. Keinen Funken. Ich sehe in deine Augen und sehe nur mich. Deine Mauern sind höher und dicker als ich je dachte...
Tag 16
Fühle mich wieder wie ich, kann mich wieder fühlen, fühle mich leicht und ruhig. Du...
Tag 14
Wie die Zeit verfliegt, obwohl sie dahin kriecht.... zwei Wochen... die Situation Zuhause hat sich normaliesiert. Zumindest bis er mir nahe kommt, dann ziehe ich mich zurück. Ganz unwillkürlich. Ich kann ihm gerade nicht nahe sein. Ich kann nicht bevor das Chaos in mir nicht beendet ist. Morgen sehe ich den Auslöser des ganzen Chaoses wieder. Um es in Ordung zu bringen, um festzustellen was eigentlich los ist. Mit mir. Mit uns. Mit mir und ihm.
Ich habe Angst davor. Angst das mein Leben wieder aus den Fügen läuft, weil ich die flasche Entscheidung treffe. Mein Körper, mein Herz hat sich längst entschieden. Weil es sich schon vor einer Ewigkeit entschieden hatte und sich damit abgefunden hatte, dass diese Entscheidung nichts ändert. Weil wir nur wir sind. Und nicht mehr. Also habe ich mein Herz an jemanden gehängt der gut für mich war. Und mein Verstand sagt, dass ich das nicht wegwerfen darf. Das es nicht fair wäre.
Aber wir leben nur ein Leben. Ist es egoistisch glücklich sein zu wollen, auch wenn es andere verletzt?
“Alles an dir hat, küss mich, geschriehen.”
- Er
Erkenntnis
Ich kann nicht in Worte fassen was ich fühle. Selbst wenn ich das hier und jetzt, das Leben das ich führe ausblende und mich nur auf dich konzentriere. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich schon mal so gefühlt habe. Und wenn ja dann damals vor sechs Jahren als ich auf einer mit Sand bedeckten Mauer unter Zypressen gesessen habe. Damals als es sich angefühlt hat als hätte mir jemand einen Schleier von den Augen gerißen. Dieses seltsam Gefühl etwas über mich selbst begriffen zu haben. Das Gefühl eine Last verloren zu haben. Ich müsste mich schlecht fühlen und das tue ich auch. Ich habe wahnsinnige Angst meinem „Mann“ weh zu tun. Ich habe ein schlechtes Geweissen. Aber auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass mein Leben zum erstem Mal wieder lebe. Die letzten zwei Jahre waren schön, aber ich habe das Gefühl, ich hatte eine Rolle gespielt. Jetzt bin ich wieder ich. Ich fühle mich.
Manchmal hab ich Phasen, in denen es mir einfach nicht besonders gut geht. Alles, was ich verdrängt habe, macht sich wieder bemerkbar und reißt mich in die Tiefe.
(via verabscheuung)
Tag 9
Alles hätte ganz anders sein können... ich hätte neben dir gesessen, Abend für Abend. Wir hätten mit den anderen gelacht, bis die Tränen kommen. Über die „hochinteligenten“ Wortgefechte. Und wir hätten gelacht über Dinge, die nur wir beide verstehen. Ich hätte drüber geschmunzelt wie anders du dich plötzlich benimmst. Wie gelöst du bist unter Menschen, die du magst. Und ich hätte dich dafür nur noch mehr gemocht. Vielleicht hätte ich meine Scheu vor Fremden schneller abgelegt, wenn du an meiner Seite gewesen wärst. Du wärst mit uns bis mitten in die Nacht wach gewesen und du hättest bei unseren dämlichen Aktionen mit gemacht. Du hättest mich auch schneller anders erlebt als du mich kanntest. Wir hätten noch beim einschlafen weiter geredet. Am Ende der Woche hätten wir uns verabschiedet, nur um ein paar Tage später was trinken zu gehen. Damit du hören könntest wie es mit gefallen hat und ob ich nächstes Jahr wieder dabei bin. Du hättest nichts überstürtzt, hättest mich gebremst, ich hätte mich langsam auf dich ein lassen können. Das wäre jetzt über zweieinhalb Jahre her....
vor genau einer Woche hat sich alles in mir verändert....
Tag 7
Ich hab Angst vor dem Moment an dem wir drei am selben Ort sind. Ich weiß nicht, ob das funktioniert. Ich weiß nicht, ob ich dich leiden sehen kann. Aber dann wird er leiden, wenn er begreift, dass er mich nicht mher festhalten kann. Dieses Leben ist so eng geworden, ich hab das Gefühl nicht atmen zu können. Ich habe mich wieder verbogen... ich bin so ein Idiot.