Wir hönnen niemanden dazu zwingen sich für uns zu entscheiden.
Egal wie sehr wir es wollen.
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Wir hönnen niemanden dazu zwingen sich für uns zu entscheiden.
Egal wie sehr wir es wollen.
manchmal bedeutet heilung auch einfach nein zu sagen.
Das Grausamste daran ist, dass ich die Narben trage für Wunden, die ich mir nie selbst zugefügt habe. Es waren deine Fehler, deine Entscheidungen, dein Chaos. Und trotzdem bin ich diejenige, die jede Nacht daran zerbricht.
„Ich wünsche mir für dich, dass du dich für das richtige Leben entschieden hast.“
Die Dinge, die wir tun, die Entscheidungen, die wir treffen, zählen. Immer. Ob wir wollen oder nicht.
Meine Großeltern waren über 60 Jahre verheiratet. Eines Tages fragte ich meinen Großvater:
"Was ist das Geheimnis, ein Leben lang denselben Menschen zu lieben?"
Er lachte nicht.
Er sagte nicht "Kommunikation" . Er sagte nicht "Date Nights".
Er schaute meine Großmutter an, die gerade in der Küche stand, und sagte:
"Du liebst nicht denselben Menschen."
Diese Aussage verwirrte mich!
Dann sagte er:
"Ein Mensch verändert sich alle paar Jahre. Und wenn du nicht lernst, deine Liebe mitzuentwickeln, verlierst du diesen Menschen."
Er erzählte mir, dass die Frau, die er mit 22 geheiratet hatte, nicht mehr dieselbe mit 30 war. Das Muttersein hatte sie verändert. Verluste hatten sie verändert.
Die Zeit hatte sie verändert.
"Mit 40", sagte er, "brauchte sie mehr Respekt als Romantik. Mit 50 brauchte sie mehr echte Partnerschaft als Leidenschaft. Mit 60 brauchte sie mehr Präsenz als Versprechen."
Und jedes Mal, wenn sie sich veränderte, hatte er eine Entscheidung zu treffen: Sich beschweren, dass sie "nicht mehr so ist wie früher". Oder sie neu kennenlernen.
Dann sagte er etwas, das ich nie vergessen werde: "Der größte Fehler in Beziehungen ist, dass Menschen sich einmal verlieben und dann aufhören, wirklich hinzusehen."
"Einen Menschen ein Leben lang zu lieben bedeutet, neugierig auf ihn zu bleiben.
Nicht zu glauben, man kenne ihn schon.
Nicht die Version festzuhalten, die man am Anfang getroffen hat."
Dann lehnte er sich zurück und sagte:
"Wenn du aufhörst, einen Menschen wirklich zu sehen, wird es irgendwann jemand anderes tun."
Über 60 Jahre.
Nicht weil es einfach war.
Sondern weil er nie aufgehört hat, sie immer wieder neu kennenzulernen. Echtes Interesse ist ein ewiger Schlüssel zum Glück.
Autor: Tim Behring (Berlin)
Mein Herz ist schwer. Ich kann diese Last kaum tragen. Ich würde gerne weg laufen, doch das Gedankenkarussell kommt mit. Ich würde vor allem einfach am liebsten weg laufen. Ganz weit weg und neu anfangen. Auch wenn weglaufen bedeutet das ich schwach bin, ich ertrage keinen weiteren Tag den ich kämpfe ohne Erfolg zu sehen.
Gestern stand ich gefühlt noch auf dem Dach eines Wolkenkratzers. Der Blick war klar, der Wind auf meiner Haut fühlte sich an wie Freiheit. Ich hatte das Gefühl, alles geschafft zu haben. Als würde endlich mal etwas funktionieren. Als hätte es sich gelohnt zu hoffen, und heute? Heute liege ich im Keller. Nicht metaphorisch, irgendwo dazwischen. Nein, ganz unten. Ohne Übergang, ohne Vorwarnung, einfach gefallen. Und das alles..nur wegen einer Aussage, einem einzigen Satz, einem Moment, in dem deine Stimme leiser klang als sonst, aber lauter in meinem Kopf nachhallte, als jeder Schrei. Komisch wie schnell das manchmal geht. Wie wenig es braucht, um all das ins Wanken zu bringen, was sich eben noch wie Stabilität angefühlt hat. Ein Satz, ein Tonfall, ein Blick. Ich dachte ich wäre weiter, ich dachte ich könnte mit sowas umgehen, aber nein. Hier unten ist es still und dunkel und verdammt schwer zu atmen. Weil ich noch nicht verstanden habe, wie genau ich von da oben hier runter gekommen bin und wie ich da jemals wieder rauskommen soll.
Aber vielleicht.. reicht irgendwann auch wieder ein einziger Satz, um wieder aufzustehen.