„Made in Germany“ verbindet man im Ausland mit Qualität. 2016 ist Deutschland mit 1112 Milliarden Dollar das größte Exportland, noch vor den USA und China. Umso erstaunlicher ist es, wie stark Deutschland beim Internet hinterherhängt.
Nach Erhebungen des Online-Anbieters Akamai Technologies von Ende 2016 liegt Deutschland was die Geschwindigkeit des Internets betrifft verglichen mit dem Rest der Welt nur auf Platz 26. Als Vergleich: Unsere schweizer Nachbarn liegen immerhin auf Platz 5 und in Südkorea surft man fast doppelt so schnell wie hier. Dabei plante die Bundesregierung schon vor über 2 Jahren flächendeckend schnelles Internet einzuführen… bis 2018. Da muss verglichen mit dem Rest der Welt in einem Jahr aber noch eine Menge passieren, vor allem, da sich Deutschland ein Jahr vorher noch auf Platz 22 der weltweit besten Länder was schnellen Internetzugang angeht befand, also vier Plätze besser als aktuell.
Trotzdem ist das Internet in Deutschland höllisch teuer. Für 35 Euro bekommt man in Deutschland einen Gigabyte Internet. Noch teurer ist das Internet von den geprüften Ländern europaweit nur in Ungarn, da gibt es für den gleichen Preis nur die Hälfte an Internet. Der europäische Durchschnitt liegt allerdings bei 5 Gigabyte für 35 Euro und verglichen mit unsere österreichischen Nachbarn, die für 35 Euro mit 13 Gigabyte surfen können sieht unser Gigabyte dann auf einmal doch ganz klein aus. Aber auch die Österreicher sind noch längst nicht Weltspitze. Es folgen Dänemark, Lettland, Frankreich, Schweden und das vereinigte Königreich, die für 35 Euro ganze 20 Gigabyte bekommen, doppelt so viel Gigabyte gibt es dann nochmal in Estland und unangefochtene, europäische Spitze sind die Finnen, die für den gleichen Preis fünfzig Mal so viel Gigabyte Internet bekommen wie die Deutschen. //
Die Debatte zum Polizeieinsatz in der Silvesternacht 2016/2017
Simone Peter, Bundesvorsitzende der Grünen, stellt eine legitime Frage und wird anschließend Opfer wüster Beschimpfungen im Internet, angefeuert durch die Bild. So absurd, so real.
In der Silvesternacht 2015/2016 kam es in Köln zu zahlreichen sexuellen Übergriffen auf Frauen, meist von Männern mit nordafrikanischem oder arabischem Migrationshintergrund, ermöglicht durch eine unorganisierte Polizei, die dem nicht so Recht entgegenwirken konnte. Die Silvesternacht 2016/2017 blieb weitgehend ruhig. Einigen Besuchern fiel allerdings etwas auf:
Wer den Hauptbahnhof verlassen wollte um auf den Bahnhofsvorplatz zu gelangen, musste eine Tür passieren: Typische deutsch-aussehende Blonde sollten die linke Tür passieren, dunkelhäutigere Männer mussten die rechte Tür passieren. Die linke Tür führte problemlos aus dem Hauptbahnhof heraus, die rechte Tür führte in einen Polizeikessel, indem anschließend die Papiere jedes einzelnen kontrolliert wurden. Die Polizei twitterte, dass sie hunderte „Nafris“ kontrollieren würden. Ob „Nafri“ im Polizei-Jargon nun für Nordafrikander oder Nordafrikanischer Intensivtäter steht ist nicht sicher, Fakt allerdings ist, dass Menschen, die für die kontrollierenden Polizisten auf den ersten Blick „nordafrikanisch aussahen“, intensiver kontrolliert wurden und deutlich länger warten mussten, als typisch deutsch aussehende Menschen. Die Silvesternacht in Köln blieb weitgehend ruhig, ob dies auch der Fall gewesen wäre, wenn die Polizei die Menschen nicht rein nach Aussehen beurteilt hätte, wissen wir nicht.
Die Bundesvorsitzende der Grünen, Simone Peter, sagte der rheinischen Post, es „stellt sich die Frage nach der Verhältnis- und Rechtmäßigkeit, wenn insgesamt knapp 1000 Personen allein aufgrund ihres Aussehens überprüft und teilweise festgesetzt wurden.“ Sie machte also nichts anderes als grundsätzlich die Frage zu stellen, ob das Handeln der Polizei vehältnis- und rechtmäßig war. Dazu kritisierte sie die Gruppenbezeichnung „Nafri“ als herabwürdigend. Dass eine Frage zumindest ihre Daseinsberechtigung hat, wenn Menschen nur Aufgrund ihres Aussehens gegenüber anderen benachteiligt werden, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ist es scheinbar aber nicht. Stattdessen startete die Bild eine Hetzkampagne, in der man die Grünenvorsitzende als „fundamentalistisch“, „dumm“, „realitätsfremd“ und „Intensivschwätzerin“ bezeichnete. Dazu wurde Simone Peter übers Internet wüsten Beschimpfungen ausgeliefert. Weil… Weil sie eine Frage gestellt hat? Ja. Da man jetzt allgemein aber der Meinung war, die Polizei hätte in Vergangenheit schon genug Kritik abbekommen und diesmal wäre ja nichts passiert, war Peters Kritik nicht erwünscht. Rückenwind gab es auch von der AfD, die twitterte: „Wenn es die Grünen schon stört, dass die Polizei ihre Arbeit macht, haben sie nichts in der Politik verloren!“ Simone Peter kritisierte zwar nicht, dass die Polizei ihre Arbeit macht sondern stellte bloß die Frage, ob die Art der Arbeit angebracht war… das allerdings ist für viele wohl schon ein Denkschritt zu viel. Bemerkenswert ist übrigens auch, dass ausgerechnet die AfD, die sich sonst immer beschwert, dass man so vieles doch gar nicht mehr sagen dürfe, Peter jetzt kritisiert, dass sie das nicht sagen dürfe. Ein Vorzeigefall von Doppelmoral.
Unabhängig davon, ob es Alternativen gab, ist die Frage danach absolut legitim. Ob man nun die Meinung von Peter teilt oder nicht, es ist erschreckend zu sehen, dass auf eine sachliche, kritische Frage mit heftigsten Beleidigungen reagiert wird, nicht nur von anonymen Nutzern im Internet, sondern auch von “Journalisten”. Wieder ein Beispiel dafür, wie unsere Debattenkultur vor die Hunde zu gehen scheint. //
YouTube-Deutschland: Offener Brief an einige Kritiker
Für 2017: Ein offener Brief an einige Kritiker von YouTube-Deutschland.
Hallo. Ich denke mal, wir sind uns alle einig: ApoRed macht schlechte Videos. Und Bibi. Und Katja. Und Simon Desue und Miguel Pablo und wie sie alle heißen. Die habe ich alle aber schon längst aufgegeben. Denkt ihr ernsthaft, durch eure zahlreichen Kritikvideos wird sich etwas daran ändern? Glaubt ihr Bibi und Co. verzichten darauf, weiter so etwas hochzuladen, weil ihr ihnen erklärt, dass ihre Videos nicht gut sind? Glaubt ihr ernsthaft, deren Communitys sind mit logischen Argumenten vom Schauen dieser Videos abzuhalten? Klar, Kritik ist immer gut, sogar notwendig. Davon hatten wir 2016 jetzt aber genug. Katja Krasavice und KsFreak machen trotzdem weiter solche Videos. Und Klicks.
Was wir für 2017 brauchen ist mehr guter Content, der nicht aus der Masse heraussticht sondern zur Masse wird. Das ist vermutlich ziemlich optimistisch, zumindest kann aber jeder einen kleinen Teil dazu beitragen, dass YouTube-Deutschland-2017 YouTube-Deutschland-2016 nicht nochmal unterbietet, sondern vielleicht später sogar mit guten Kanälen und gutem Content verbunden wird. Und wenn wir dann doch wieder kritisieren müssen, dann bitte sachlich und ohne Doppelmoral, wie die Bibis und Dagis dieser Welt für ihre Oberflächlichkeit zu kritisieren und dann selbst irgendwelche Mädchen im Internet als „fett“ zu betiteln und sich mit Humor und Meinungsfreiheit zu rechtfertigen.
Kurzum wünsche ich mir mehr guten Content, dazu kann jeder von uns beitragen: Selber gute Videos produzieren und wer dazu keine Lust hat kann wenigstens aufhören, die ApoReds dieser Plattform anzuklicken.
Auf ein gutes Jahr 2017. Auf guten Content. Auf das, was YouTube vielleicht mal war und was wir uns eigentlich doch alle zurückwünschen, stimmt’s, liebe Kritiker? //
Immer häufiger lese ich, wie muslimische Frauen im Internet dafür angefeindet werden, dass sie ein Kopftuch tragen.
Meistens kommt dazu dieses Argument:
“Das Kopftuch ist ein Symbol der Unterdrückung!”
Es wird wohl richtig sein, dass es einige muslimische Frauen gibt, die in Wirklichkeit gar kein Kopftuch tragen wollen und dies nur tun, da es von der Familie oder ihrem Umfeld erwartet wird. Dass es solche Fälle in Deutschland gibt ist traurig, da wir hier selbstverständlich darauf bestehen, dass jede Frau ihr Recht auf Selbstbestimmung geltend machen darf und tragen sollte, was sie möchte.
Hier genau aber ist der Widerspruch: Einige Leute, die dieses Problem zurecht kritisieren, feinden andere Frauen, die ihr Kopftuch freiwillig tragen wollen, dafür an. Was ist denn jetzt mit der Selbstbestimmung?
Genauso wie jede Frau, die kein Kopftuch tragen möchte, dies auch nicht muss, sollte jede Frau, die ein Kopftuch tragen möchte, dies auch dürfen!
Da gibt es dann aber Menschen, die ihnen das verbieten wollen, da die Frauen dann ein “Symbol der Unterdrückung” zur Schau stellen. Erstens: Wer hat sich eigentlich ausgedacht, dass ein Kopftuch ein Symbol von Unterdrückung ist? Und Zweitens: Wenn eine Frau jetzt also doch ein Kopftuch trägt, wer soll damit ein Problem haben? Muslimische Frauen, die unterdrückt werden? Die haben sicherlich ganz andere Probleme, als dass ihnen fremde Frauen Kopftücher tragen.
Was ich damit sagen möchte: Dieser ganze Vorwurf und die damit verbundene Debatte ist eine Scheindebatte über ein Problem, das so nicht existiert. Die einzigen, die sich wirklich durch ein Kopftuch angegriffen fühlen, sind fremdenfeindliche Menschen, die in diesem Kleidungsstück die Möglichkeit sehen, ihren Hass zu verbreiten. //
“Wer hier trauert ist ein Heuchler, denn er kennt die Menschen, die bei den Anschlägen des IS in der Türkei, in Frankreich und in Belgien, oder die bei dem Putschversuch des türkischen Militärs gestorben sind, gar nicht!”
Solche Sätze müssen sich viele Menschen, die in den sozialen Netzwerken Mitgefühl zeigen, häufig anhören. Wer eine belgische Flagge als Profilbild hat, wer unter #PrayForParis und #JeSuisCharlie sein Mitgefühl und seine Trauer ausspricht, oder wer sein Unbehagen über Schusswechsel in der Türkei und die mögliche Hinrichtung der putschenden Soldaten äußert… Sie alle sollen “Heuchler” sein?
“In Syrien und im Irak sind solche Anschläge die Regel, da trauert ihr doch auch nicht. Ihr müsstet den ganzen Tag trauern, denn trauert ihr nur bei Anschlägen in Europa, seid ihr Heuchler!”
Diese Sichtweise auf Mitleidsbekundungen in sozialen Netzwerken ist nicht selten, im Gegenteil. Ein YouTube-Video mit ähnlicher Botschaft von dem YouTuber “KuchenTV” konnte über 300.000 Klicks sammeln.
Dabei entsteht doch überhaupt kein Problem, wenn Menschen mit anderen Menschen trauern, auch nicht, wenn sie dies in sozialen Netzwerken wie Twitter tun. Es ist selbstverständlich, dass der Mensch, wenn in und um Syrien täglich mehrere Attentate verübt werden, für das einzelne Attentat “entsensibilisiert” wird, das ist auch kein Problem! Solange man sich über die Existenz eben dieser Attentate bewusst ist, ist alles gut.
Und es ist genauso menschlich und okay, dass man, wenn ein Anschlag in Frankreich, Belgien, oder der Türkei passiert, geschockter ist. Dort war und ist es eben Gott sein Dank nicht alltäglich. Wer um die Verstorbenen dieser Anschläge und mit deren Angehörigen trauert, ist kein Heuchler! Wer sein Profilbild diesbezüglich ändern möchte, der soll das auch machen. Wo liegt da das Problem?
Einige sagen, dass solche Reaktionen vielleicht auch ein bisschen aus eigener Angst resultieren, denn Frankreich ist schließlich ein Nachbarland von Deutschland. Für mich persönlich trifft das glaube ich eher nicht zu, ich bin glaube ich einfach geschockter, wenn Attentate da passieren, wo sie nicht alltäglich sind.
Ich hatte das Spiel Frankreich gegen Deutschland, währenddessen und worauf die Anschlagserie stattfand, live geschaut und die Angst dort mehr oder weniger live miterlebt. Ich war geschockt und traurig. Vielleicht finden das einige sensibel, vielleicht können andere das Gefühl nachvollziehen, oder hatten die Ereignisse ähnlich erlebt. Wer um andere trauert, ist nicht gleich ein Heuchler!
Das Thema ist jetzt durch den Putschversuch des türkischen Militärs wieder aktuell. Medien sprechen von deutlich über 200 Toten. Wie die türkische Regierung mit den Putschisten umgehen wird, lässt sich aus dem Statement Erdoğans, er wolle das “Militär säubern”, erahnen.
Lasst euch alle nicht abhalten, wenn ihr trauern wollt, niemand darf bestimmen, ob, wann und wie ihr trauern sollt, das ist eure Entscheidung! //
Geschlechtsidentität: Die vielen “Seins” des Menschen
Ich bin letztens zufällig auf ein Video gestoßen, in dem eine Schwedin mehrere Studentinnen und Studenten zum Thema (Trans-)Gender (im Videotitel abwertend als "Genderismus" bezeichnet) interviewt. Die Interviewerin treibt die Interviewten tückisch in einen rhetorischen Hinterhalt und stellt das Video am Ende als Beweis gegen den “Genderismus” dar. Das Originalvideo hat über eine halbe Millionen Klicks, ein ähnliches Video in englischer Sprache hat bereits über 1,7 Millionen Klicks sammeln können. Ich möchte in diesem Blog-Eintrag den rhetorischen Trick, der die angebliche Widerlegung von Transsexualität bedeuten soll, aufzeigen. Vorher solltet ihr euch das Video allerdings einmal anschauen.
Das genannte Video, übersetzt ins Deutsche:
Die Befragten haben alle eine Sache gemeinsam: Sie stehen dem Thema Transgender offen gegenüber. Das stellt die Interviewerin mit ihren ersten beiden Fragen an die Studenten klar, da alle auf die Frage “Wenn ich sagen würde, dass ich ein Mann bin, was würdest du sagen?” eine liberale Antwort geben. In dieser zweiten Frage steckt auch schon der Trick. Die Befragten gehen selbstverständlich davon aus, dass die Interviewerin mit der Frage ihre Geschlechtsidentität und nicht ihr “biologisches Ich” meint, da sie ja offensichtlich und ohne Frage biologisch gesehen eine Frau ist. Fortan spricht die Interviewerin aber weiterhin von biologischen Aspekten am Menschen, während die Befragten, durch die erste und zweite Frage in die Falle gelockt, davon ausgehen, es gehe in diesem Gespräch um Identität(-spolitik).
Es wird wohl kaum Menschen geben, die sich als japanisch oder zwei-Meter-groß identifizieren, da sich “Japanischsein” auf die Herkunft und “Zwei-Meter-großsein” auf das Aussehen beschränkt. Geschlechter allerdings sind viel mehr. Männer werden häufig automatisch mit anderen gesellschaftlichen Werten und Emotionen identifiziert als Frauen. Genauso auch umgekehrt. Somit beschränkt sich das “Geschlechtsein” nicht nur auf einen biologischen Fakt, sondern beinhaltet auch noch eine “Identitätsrichtung”.
Die Möglichkeit mehrerer “Seins” wir durch die Formulierung “Wenn ich sagen würde, dass ich ein Mann bin [...]” von der Schwedin bereits zu Beginn des Interviews allerdings ausgeschlossen. Das ist spontan natürlich unglaublich schwer zu verstehen und führt dazu, dass die Befragten ins Stottern und Nachdenken kommen, und dies lässt die implizierte These, Transgender können nicht existieren, natürlich glaubhaft wirken.
Auf genau diesen Trick fallen allerdings nicht nur die Befragten herein. Die Menge an Klicks und die größtenteils positiven Bewertungen und zustimmenden Kommentare (besonders unter dem Originalvideo und dem englischen Pardon) sprechen für sich. Das Video zeigt, wie leicht die Menschen dazu verfallen, in ein Schwarz-Weiß-Denken abzurutschen. Das Leben ist aber komplexer, als nur “Sein oder nicht Sein”. Es ist unglaublich wichtig, die Existenz mehrerer “Seins” zu beachten und dem Menschen sein Inneres und seine Gefühle nicht abzusprechen. So plausibel manch ein Text oder ein Video manchmal scheint, man sollte sich dem Genannten und Geschriebenen immer erst genauer bewusst sein, bevor man es als Wahrheit nach außen trägt.
Ich hoffe, die Erklärung war einigermaßen verständlich, das Video ist eben unglaublich gut gemacht und die ganze Thematik ist, da sie von Gefühlen und menschlicher Identität handelt, sehr schwer zu beschreiben. Man sollte den Menschen, so komplex wie er ist, versuchen, möglichst auch in seiner Komplexität zu verstehen und zu behandeln und ihn nicht auf sein Äußeres reduzieren. Erst dann ist ein gutes Miteinander gewährleistet. //
Die deutsche Berichterstattung über die Republikaner
Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass im deutschen Fernsehen viel zu unreflektiert über den Wahlkampf der Republikaner berichtet wird.
Wer sich nicht näher mit dem Wahlkampf in Amerika beschäftigt, kennt meistens nur einen Politiker: Donald Trump. Der Böse, der, der beispielsweise Foltermethoden wie Waterboarding legal als Verhörmethode einführen möchte. Was viele dabei aber gar nicht mitbekommen: Er ist damit in seiner Partei bei weitem nicht der Einzige!
Auf die Frage, ob Waterboarding überhaupt Folter sei, antwortet Ted Cruz (rechts im Bild) mit nein. Laut ihm ist, wie er anschließend erklärt, etwas nur dann Folter, wenn es eine körperliche Beeinträchtigung gibt, anders als bei Waterboarding, wo das Gefühl des Ertrinkens simuliert wird. Das ist tatsächlich aber falsch- auch psychische “Verhörmethoden” wie Waterboarding sind Folter.
Marco Rubio (Mitte) sagt, dass für ihn Terroristen überhaupt nicht mit anderen Straftätern zu vergleichen sind. Terroristen dürfen also gar nicht erwarten, rechtmäßig behandelt zu werden, was bedeutet, dass er scheinbar auch im Notfall foltern würde.
Alle befragten Kandidaten sind übrigens auch dagegen, das Foltergefängnis “Guantanamo” zu schließen und wollen es stattdessen teilweise sogar noch vergrößern. Das allerdings bekommen wir im deutschen Fernsehen und auch sonst in der breiten, deutschen Medienlandschaft kaum zu hören. Stattdessen spricht man bei Markus Lanz lieber wieder über das “Geschäftsleben” von Donald Trump, statt sich ordentlich mit der teilweise mittelalterlichen Politik der republikanischen Partei zu befassen. Folter ist ja nicht das einzige Thema.
Auch bei den Demokraten hört man viel mehr von Hillary Clinton als von Bernie Sanders, wobei sich das inzwischen langsam verbessert. Mich ärgert diese teils unreflektierte Berichterstattung wirklich sehr, da sie (in diesem Beispiel) die republikanische Partei im gesamten verharmlost und ihre Abgründe fälschlicherweise auf Donald Trump beschränkt! //
Wie einige vielleicht wissen, habe ich einen eigenen YouTube-Kanal, auf dem ich Videos zu politischen Themen, oder auch aus informativen Zwecken poste. Die sind auch immer komplett geskriptet, das heißt, ich schreibe für jedes Video immer ein ganzes Skript, von dem ich dann ablese. Mir ist allerdings aufgefallen, dass ich öfter gerne Dinge posten würde, die meiner Ansicht nach nicht so gut als Video geeignet sind und stattdessen viel eher in Form eines Blogeintrags ihren Zweck erfüllen. Und genau dafür möchte ich diesen Tumblr-Blog nutzen, als eine Art Ausweichstelle für Gedanken, vielleicht aber auch längere Texte, die ich für ein Video ungeeignet finde. Wer Interesse daran hat, kann diesen Blog gerne verfolgen, ansonsten verweise ich an dieser Stelle gerne nochmal auf meinen YouTube Kanal. :-)