Wir müssen lernen, dass uns unsere Bedürfnisse nicht angesehen werden können.
Als wir ein kleines Kind waren, wusste die sich kümmernde Person, dass Schreien entweder Hunger, müde oder kalt bedeutet.
Wenn wir älter werden, geht das Kind in uns immer noch davon aus, dass es doch ersichtlich sein müsste, was unser Problem ist und wie es uns geht.
Wir sind verletzt, wenn niemand darauf eingeht und uns niemand versteht. Denn es ist doch “offensichtlich”.
Aber wir sind keine kleinen Kinder mehr und unsere Bedürfnisse bestehen nicht mehr nur aus Hunger und Schlaf. Wir sind komplexer und undurchsichtiger.
Doch wir haben ein entscheidendes Hilfsmittel an die Hand bekommen: unsere Sprache. Wir können, sollen und DÜRFEN unsere Worte benutzen, um uns auszudrücken und anderen erklären, was nicht stimmt und was wir brauchen.
Wir müssen den “blinden” Menschen um uns herum eine Chance geben, uns helfen zu können. Und dafür müssen wir sie wissen lassen, was das Problem ist. Denn man sieht uns unsere Gefühle (nicht mehr) an.
Bitte benutze deine Stimme und äußere, was du brauchst.
Denn wenn wir nichts sagen, dann kann uns auch niemand zuhören.
(Ich weiß, es kann schwer sein, doch mindestens einen Versuch ist es wert!)














