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@worte-mitohne-sinn
Wenn ich dann am Meer stehe, werde ich merken, dass es nicht der Ort war vor dem ich fliehen wollte.
Ich weiß nicht, wie sich fester Boden unter meinen Füßen anfühlt, weshalb ich auch nicht weiß, wann ich falle.
Obwohl ich weiß, dass es wieder besser werden wird, fühlt es sich verdammt noch mal nicht so an.
Diese Erschöpfung geht nicht durch Ausruhen weg.
manchmal ist überleben genug
&
manchmal ist leben nicht genug
Die Narben werden nie verschwinden. Ich werde für immer gezeichnet sein von diesem Schmerz. Selbst wenn es mir irgendwann gut gehen sollte, wird mir das wahrscheinlich nie jemand glauben. Wie soll ich es mir selbst dann glauben?
In Spiralen ziehen mich meine Gedanken in die Tiefe.
Und vielleicht hätte ich mir jemanden gewünscht, der mich aushält.
Der bei mir bleibt, wenn ich ihn anschreie.
Und mir sagt, es ist okay, wütend zu sein.
Wenn du sagst „Spring aus dem Fenster!“, würde ich es tun. Nicht weil du es sagst, sondern weil du es mir erlaubst.
Ich hasse mich sogar dafür, dass ich mich hasse.
Das ist für alle, die niemand fragt.
Die niemand fragt, wie ihr Tag war oder wie’s ihnen geht.
Die niemanden haben, der sich erkundigt, ob sie heute schon genug gegessen haben und der besorgt ist, wenn nicht.
Das ist für alle, bei denen niemand da ist, wenn sie nach Hause kommen und sie liebevoll begrüßt.
Für alle, deren Tränen niemand bemerkt.
Auf die niemand stolz ist.
Und die niemanden haben, den sie anrufen können.
Das ist für alle, die niemand fragt. Die niemanden haben und zu denen niemand was sagt.
Ich denk an dich.
Ich seh dich.
Und ich würde liebend gern wissen, wie dein Tag heute war.
Nur weil es besser ist, heißt das nicht, dass es gut ist.
Wenn du fällst, dann fall nicht auf.
Ich will keine Rache.
Ich will nur eine Entschuldigung.
Angst vor Verurteilung verträgt sich schlecht mit Selbstverletzungsnarben.
Ich hoffe so sehr, dass du irgendwann nicht einschlafen kannst, weil du dich so auf den nächsten Tag freust. Und nicht, weil du ihn nicht erleben willst.
Die Wut war nie gegen dich gerichtet.
Immer nur gegen mich.
Aber ich wollte mich nicht noch mehr hassen müssen.