Unmöglich
Wie soll ich dir
Ein Sträußlein dichten,
Aus meiner Wörter Blumen Garten
Und so tun als gäb's die roten Rosen nicht?

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Unmöglich
Wie soll ich dir
Ein Sträußlein dichten,
Aus meiner Wörter Blumen Garten
Und so tun als gäb's die roten Rosen nicht?
Die Helfende Hand
Eine helfende Hand,
die zögert
Und räsoniert,
Schlag aus.
Der dem sie gehört
Stammt aus keinem guten Eltrrnhaus.
Reicht man sie dir schnell und ganz spontan:
Die nimm an.
Sie stammt von einem Edelman !
Das Lied von den Klebchen
Habe ich viel zu tun,
Liegen viele Dinge herum
MIT nem Klebchen drauf: "UNERLEDIGT"
Lege ich mich vor's TV
Schalt die Kanäle runter und wieder rauf .
Hör ich sie singen
Von den Dingen mit dem Klebchen: "unerledigt"
Doch kurz Mitternacht
Ein ganz ungewohnter Krach
Tanzendes Taschenlampenlicht:
Ein Einbrecher, das gibts doch nicht!
Lieber Dieb sei so lieb
Nimm die Klebezettel mit: "Unerledigt!"
Doch ich habe kein Glück,
Gerade die lässt er zurück!
Was Mach ich mit dem ganzen Berg
Verschnipselten Papier?
Ich geh ans Fenster, lass sie Fliegen frühs um vier!
Für Jenni
Schreib ich über Blumen
Spür ich die Luft
Riech ihre Duft
Reib mit den Fingern
Wie ihren Blütenstaub zu Krumen
Schreib ich: über Leben
Spür ich ein Beben
Da geht was tief
Bis auf den Grund
Dein Mund
Muss nichts sagen.
Ich helf gern Tragen.
Ein Münchner AM Himmel oder ohne Worte
Der Mond stand nicht immer oben AM Himmel.
Er war mal Münchner Tramfahrer mit viel Gebimmel:
Ernst Ludwig Mond aus Wiesenhausen war ein stattlicher Mann,
Dem hatten es Kuchen und Torten angetan.
Kam er auf seiner Fahrt an nem Café vorbei,
Bestellt er sich Torte,
Am besten gleich zwei. Ja hast da Worte?
Die Oberen von der Straßenbahn sahen sich das nicht lange mit an.
Sie schmissen ihn raus, denn armen Mann!
Was blieb ihm über? Er ging zu Fuß.
Nichts hält ihn ab von seinem Genuss!
Bald landete Herr Mond im Buch der Rekorde.
Als Welt dickster Mann - ja haste das Worte?
Nicht lang, und er war wie die Straße so breit.
Eines Morgens um kurz vor 10,
War er von Augsburg aus mit dem Fernglas zu sehen.
Da Musste was geschehen!
Kurzum: ihn traf der Schlag. Er fiel einfach um. Fiel auf
Wiesenhausen drauf,
Was bleibt ist die Wiesen, mit den Häusern ist's aus.
"Der passt bestimmt nicht durch die Himmels Pforte", rief ein junger Bursche, ja hast du da Worte ?
Noch am nämlichen Tag kam ein Trupp Engel gesungen,
Die ham eine Kette um seinen Bauch geschlungen
Und an den Goldenen Haken gehängt,
Den man von oben herabgesenkt.
Beim Hochziehen ist es dann leider passiert:
Auf halbem Weg ist die Kette "zerklirrt"!
Herr Mond hat's nicht geschafft bis zur Pforte, blieb liegen unterwegs -ja haste da Worte?
Epilog
Seitdem ist eine Menge Zeit vergangen.
Der Mond steht am Himmel, die Sterne die prangen, als wär nix passiert.
Die Geschichte wurde bald under den Teppich gekehrt.
Wenn man auch fragt , keiner hat was gehört
Von tödlichen Torten, schon gar nicht die hungrigen Touristenhorden.
Doch immer, wenn wo eine Straßenbahn klingelt,
Wird heimlich an den "Münchner am Himmel" erinnert.
Hoffnung
Hoffnung beginnt mit einem "?",
das sich unter lauter "!" geschlichen.
Manche stein-gehau'ne
Wahrheit wird am
End' wie Butter weich.
Schlafes Bruder
Bruder Schlaf, wann kehrst du wieder?
Lässt allein mich mit der Nacht.
Einsam sing ich meine Lieder,
Einsam Sang bannt dunkle Macht.
Furchtgestalten nahn in Rudeln,
Was in Rudeln lebt, ist ewig feig.
Doch irgendwas huscht grad vorm Fenster.
Ein Schritt im Laub, es knackt ein Zweig.
Irgendjemand steigt die Treppe
Leis herauf zum Schlafgemach!
Schrecken fährt mir in die Glieder
Meine Zähne machen Krach.
Doch es ist der Schlaf, der Bruder,
Der mich endlich übermannt,
durch die dunkle Nacht mich rudert
Bis ins helle Morgenland.
Gibt es etwas in deinem Leben das dich, zu egal welchem Zeitpunkt, vollkommen und zufrieden macht? Wenn ja, was ist dieses etwas?
Ps.: ich mag das Gefühl, das ich habe, wenn ich deine Einträge lese; du inspirierst mich mit deinen Worten und Gedanken. Dankeschön! 🌻
Wer bist du? Das ist etwas untergegangen. Was mich zufrieden macht: Wenn ich jemandem helfen kann oder zum Lachen bringe.
Caden Kraut (wir waren mal zusammen, jetzt teilen wir uns nur noch diesen Account) hat versucht, ein Gedicht daraus zu machen, aber es hat nicht geklappt.
Im Rückwärtsgang
Manche Parteien propagieren den Rueckwerts-Gang.
Sind sie erst dran, halten sie alle Autos an
Einer schreit: jetzt kusppeln, dann auf "R".
Spezialisten gehn rum, montieren ne Sperre.
Dann sausen wir zurück in eine Vergangenheit
In der die Welt verstehbar war!
In der man malochen ging und nicht faulenzen.
In der es vor allem eines gab, klare Grenzen:
Hier Inland, da Ausland. Hier Rheinland da Russland
Hier Deutschland, Österreich und Luxemburg.
(Drumherum ist eh bloß Murks.)
Hier Hund da Katz. Dort Knochen und Maus.
Hier Frau, da Mann. "Und was ist mit Klaus?"
"Dem treiben wir "das Klausen" schon
Rechtzeitig aus."
Die Frau 'n komm'' wieder an den Herd.
Der Männer kriegen alle - ein Pferd.
"Und unsere Autos?"
"Sind alle Schrott.
Durch das Rückwärtsfahren. Ja mein Gott,
Es wird harte Zeiten geben.
Ihr habt es so gewollt ihr habt uns gewählt!"
."Aber so haben wir uns das nicht vorgestellt!"
Und die Moral von der Geschicht: schaut euch gut an,
wer euch was verspricht.
Wenn Ammen was vom Pferd erzählen
Geht lieber einen andern wählen.
Warum nachts kein Licht ist
Bumfideldum, Bumfideldei
Sie tanzen zur Trommel, Flóte und Schalmei.
Bumfideldei, Bumfidelbum
Immer im Kreise herum.
1
Nachts ist kein Licht doch nicht schwarz wie Kohl'.
Verschiedene Dunkels gibt es wohl
Und in der Gegend rund um den Pol
Fehlt für Tage die Nacht auch mal ganz.
Dann tragen die Mädchen nen Blumenkranz.
Und treffen sich mit den Burschen
zum Mitsommernachtstanz.
Bumfideldum, Bumfideldei
Es drehen sich zwei, es drehen sich zwei
Bumfideldei, Bumfideldum.
Immer im Kreis herum.
2
Am andern Morgen ist allen wieder klar
Warum das Dunkel der Nacht so wichtig war:
Es fehlt an dunklen Ecken
In denen die Pärchen sich gern verstecken.
Gäbe es jede Nacht Sonnen- Licht,
Die Menschen vermehrten sich wohl nicht.
Bumfideldum, Bumfideldei
Es drehen sich zwei, es drehen sich zwei,
Bumfideldei, wie dumm ach wie dumm,
Bloß immer im Kreis herum!
Auf große Klappen muss man was kleben.
Hinter mir in der S-Bhn saßen zwei
mit zu großen Klappen
und taten braune Sprüche kloppen.
Sonst im Waggon die Gesichter: betreten!
Ich bin sonst keiner, der sich was traut,
aber irgendwas packte mich, und ich rief ganz laut
"Ach Hätte ich doch was
zum auf offene Klappen pappen dabei!
N' hautfreundliches Klebeband
oder zum reinstopfen n' Lappen - einerlei!"
Und suchte in all meinen Taschen.
Plötzlich fingen alle an,
in ihren Jacken und Tüten zu rascheln.
Keiner sagte 'n Ton.
Bisschen unheimlich war's schon.
Kaum hielt der Zug, da sind die braunen Laffen geloffen.
N'Monat ist's her, hab sie nie wieder getroffen.
Drum merkt euch den Spruch für's Leben:
Auf große, dumme Klappen muss man was kleben!
"Trans Parents"
Als sie in unsere Straße zogen,
Haben die Kinder zusammen gespielt.
Ihre zwei Buben und unsre drei macht fünf,
Sie sangen und sprangen den ganzen Sommer
Am liebste wie die Entlein ganz ohne Strümpf.
Bei Regenwetter spielte se in unser Gut' Stub.
Machte all Larm - jeder grad wie en richtiche Bub.
Sie müssen mir glauben :Wir hatten keine Ahnung! Damals!
Sonst hätten wir diese Brut nicht ins Haus gelassen.
Im Winter da spielten sie drinnen
Fuhren mit der elektrischen Eisenbahn
Bauten Schneeburgen mit echten Zinnen.
Gingen mit den Schlitten fahrn.
Dann kam heraus: der Eine war gar kein Bub".
Keiner von denen kam mir mehr in die Stubb!
"Raus aus unserm Haus."
Schluss mit de Freundschaft. Ende und aus.
Also was müssen das für Eltern sein, die so ein Spiel mitspielen.
Hinter Gitter müssten die,zumindest die Kinner müssten' abgenommen wern.
Jedenfalls : "Sie" hat die Haar dann ziemlich lang,
Zum Pferdeschwanz gebunden mit ner ordentliche Spang'.
Dazu des Hosenverbot,
Und Puppenzwang.
Ei es dauert net lang
da hieß es se wär tot.
Se sollt' auf unsern Friedhof beerdigt wern, sagten die Eltern!
Na da war was los, e Mords - Trarah.
Mit Artikel in de Zeitung. Der Bischof war da.
Se wurd dann auf em städtische Friedhof verscharrt, anonym.
Also sowas hätt"s früher net "gewwe!
S werd Zeit dass 'ma wieder annere Zeire komme. Finde'se net wach?
Das "Dicken-Drama"
Die angeschlagene Müsli-Schal'
Verpricht erhöhte Frühstücksqual.
Ich verzichte ganz auf Fette.
 Ach, wenn ich bloß ein Stück Butter hätte!
 keine Sonne, die mir scheint, 
Hab in die Grapefruit rein-geweint.
Ich wünscht ich wäre nie geboren:
Zwei Wochen und kein Gramm Gewicht verloren!
Seelen Verlagerung
Neulich im Gym.
"Ich finde das schlimm",
Ächzte mein Körper,
"Dass ich mich quäle.
Und was tut die Seele?
Die süße Kleene
Liegt rum, baumelt die Beene."
"Nicht meine Idee, aber so steht's geschrieben.
Zeig mir ein Sprichwort mit Sport und Seele,
Dann fange auch ich an mit dem Gequäle.
Ansonsten hat die Liebe Seele genug vom Labern
Und wird ihren Hintern mal a die Bar verlagern!"
Die liebe Seele allein an der Bar...
Altern macht aus dir nen Elefant
Und erst jetzt merkst du
Dass du schon immer in einem
Porzellanladen wohnst.
Darf man beim Dichten mit Worten geizen?
Fasse dich kurz.
Nütz jeden "Abkurz"
Wörter sind Umweg
Sie lenken bloß ab.
Das ideale Gedicht
Wäre Still.
Kein Wort fiel',
Und doch
Spürtest du
was mein Herz
dir sagen will.
Verliebt
Als zum ersten Mal Mai war in meinem Herzen,
Und ich Gedichte schrieb im Schein zweier Kerzen.
Schmetterlinge wohnten in meinen Gedärmen
Da dacht ich ich muss das Lieben erst lernen.
Alles war so neu und so sonderbar
Als zum ersten Mal Maien war.
Als August war in meinem Herzen,
der höchste Punkt, zum allerersten Mal
spürte ich eine kleine Qual, dass
Ein noch mehr nicht möglich war.
und war's auch noch weit und war noch viel Zeit,
der Blick nach vorn ging schon ins Tal.
Als August war zum allerersten Mal.
Als der September kam, wie ein böser Traum,
wuchs dem, was uferlos schien, plötzlich ein Saum.
Alles ließ sich messen, zählen, Stück für Stück
Gib acht wenn du gibst: Was kriegst du zurück?
Im September war die Liebe schon durch die Tür.
Und ich konnte was dafür. Ich konnte was dafür.
Wer von euch denkt, irgendwann hätt' ich's kapiert,
Die große Liebe gefunden. Wer das glaubt der irrt.
Ich hab's Jahr für Jahr auf's Neue versiebt.
Lieben kann ich nicht, doch ich war immer verliebt.