“Auf ›die‹ Palästinenser projizierten von der eigenen Erfolglosigkeit frustrierte, bundesdeutsche Linke ihre Träume und Hoffnungen, wie sie diese, ähnlich undifferenziert, auf viele andere Völker projizierten, von Vietnam bis Portugal, von Nicaragua bis Kurdistan. Die Palästinenser unterschieden sich jedoch in einem Punkt von allen anderen Unterdrückten und Verfolgten: sie wurden von Juden unterdrückt, und diese Tatsache reizte deutsche Linke wie den Stier das rote Tuch. Gerade diese Juden, die doch in Auschwitz so Schreckliches erlitten hatten, hieß es von Leuten, die sich nie mit Auschwitz beschäftigt hatten, gerade diese Juden müßten sich doch aller Ungerechtigkeit und Grausamkeit enthalten. So als sei, wie linke deutsche Juden bitter dagegen hielten, Auschwitz eine Besserungsanstalt gewesen.”
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Zitat von Ingrid Strobl aus dem Text: Das unbegriffene Erbe. Bemerkungen zum Antisemitismus in der Linken
Zu finden in dem Buch: Das Feld des Vergessens. Jüdischer Widerstand und deutsche “Vergangenheitsbewältigung”
Sehr empfehlenswert!















