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Port Macquarie - 26. - 29. Oktober
Port Macquarie 26. - 29. Oktober 2013
Wow, es ist unglaublich wie hart es ist hier regelmäßig zu schreiben, wenn man unterwegs ist. Irgendwie vergeht die Zeit so schnell, dass man nur noch ins Bett fällt und dann ist morgen und weiter geht es mit der Erkundung. Im Moment bin ich schon in Brisbane, habe sowohl Port Macquarie als auch Byron Bay hinter und Noosa und die Fraser Islands vor mir, und sitze auf der Dachterasse und genieße meinen 12$ Wein und den Blick. Heute werde ich noch nicht weiter über Stanthorpe berichten, sondern kurz meinen Aufenthalt in Port Macquarie schildern.
Ich kam relativ spät an gegen halb zwei nachts, allerdings sind die Hostels hier ganz oft so gut darauf eingestellt, dass so etwas kein Problem bereitet. Den Code für die Tür hatte man mir per mail gegeben und mein Schlüssel hing hinter der Eingangstür. Das Hostel war ähnlich wie das in Newcastle einfach nur ein riesiges Haus, mit einer großen Veranda, Pool und schönen bunten Zimmern. Total heimelig (ugh - gibt’s das Wort im Deutschen?). Am nächsten Morgen bin ich erst mal nach Port rein, um einkaufen zu gehen, Geld abzuheben und bin dann zurück, um zu bezahlen und zu frühstücken.
Tony und Vera, die Besitzer des Hostels und ehemalige und auch irgendwie derzeitige Backpacker, haben sich zu mir gesellt und sich mit mir unterhalten und mir Tipps für hier gegeben. Tony war der erste, der etwas mit Leipzig als meine Stadt etwas anfangen konte, weil er vor ein paar Jahren selber erst in Cottbus, Dresden, Leipzig usw. war.
Nach dem Frühstück bin ich in die Innenstadt und ins historische Museum, wo ich mich etwas mit Port’s convict Vergangenheit etc auseinandergesetzt habe und danach war ich dann eeeeeeendlich mal ordentlich shoppen und habe mich mit ein paar Dingen neu ausgestattet - neue Schlafanzughose, Sweatpants, Tasche, Flip Flops (die man hier thongs nennt, aber um Verwirrungen zu vermeiden, nenne ich sie weiter Flip Flops) und Nagellack!!!!!! Yeah. Dann bin ich heim und saß abends auf der Veranda und habe gelesen, weil alle irgendwie schon zu Bett waren.
Am nächsten Tag habe ich dann den coastal walk gemacht, der in Port an 8 richtig tollen Stränden vorbeigeht und eine abwechslungsreiche 20km Laufstrecke bietet. Obwohl ich total fertig war, hatte ich mir gedacht, dass man ja ein bissel Alkohol holen kann und da Samstag ist, werden wir aus dem Hostel bestimmt weggehen…jaaaaa, als ich gegen achtnach Hause kam, fingen die ersten an ins Bett zu gehen. Gegen halb elf waren alle im Bett (es waren zu 90% nur Deutsche im Hostel). Tja, da saß ich nun Samstagabend, mit meinen zwei mich moppenden Weinflaschen… naja, ich habe dann die Bulikonferenz gehört und bin dann nachts extra laut ins Zimmer gestolpert - aus Trotz.
Am Sonntag musste ich früh auschecken, da mein Bus aber erst nachts halb zwei weiterfuhr, habe ich zehn Dollar bezahlt und durfte das Hostel nich so weiternutzen wie ein Gast bis ich los musste. Ich bin also früh noch etwas durch die Stadt und bin den 5km Pfad um den Creek gejoggt und dann zurück, um zu essen und zu duschen. Dann wurde noch etwas Film geguckt bis ich mich gegen halb eins auf den Weg zur Busstation gemacht habe, um nach Byron weiter zufahren.
Port war schon toll, von den Stränden, der Innenstadt, dem Creek und der Stadtgeschichte, aber mal wieder zu viele Deutsche. Die alle total nett waren, aber eben deutsch…Byron war da schon viel besser, aber dazu später.
Bilder kommen dann auch noch.
Newcastle - 23.09.2013 - 26.09.2013
Newcastle - 23.09.2013-26.09.2013
Newcastle - 23.09.2013 - 26.09.2013
Newcastle - September 23 - 26
Guti, bevor ich mit Stanthorpe fortfahre, werde ich immer wieder über die Zwischenstaionen meines Trips die Ostküste hoch berichten.
NEWCASTLE
Ich bin also in Sydney mit dem Hop on/Hop off-Ticket des Premierbusses losgefahren. Für 295$ kann man damit innerhalb drei Monate in eine Richtung, von Sydney nach Cairns zum Bsp., reisen und jederzeit ein- und aussteigen. Sehr gut, wenn man viele Stopps machen möchte. Ich kam gegen zehn Uhr abends in Newcastle an und wurde von der Busstation abgeholt und ins Hostel gebracht, welches nach der kleinen Katastrophe in Sydney (dazu später) eine totale und tolle Abwechslung war. Das Hostel lag in einer Wohngegend und war ein Komplex aus mehreren kleinen Häusern, mit Pool, coolem Bad und schönen Gemeinschaftsräumen. Sauber war es und hell, bunt, freundlich - sowie ein Hostel sein sollte ;-)
Allerdings bekam ich dann den ersten Schock, fast nur Deutsche hier...Nachdem ich wochenlang eigentlich ausschließlich Englisch gesprochen habe, war es so ungewohnt und schwierig wieder in der Muttersprache zu kommunizieren. Ich konnte allerdings gleich mit meinen Zimmergenossen üben, die natürlich beide deutsch waren. Mit einem jedenfalls, da die zwei etwas anders und nerdy waren, sprach der eine kein Wort mit mir (eventuell hat er das gleiche Problem wie Raj von The Big Bang Theory, obwohl er selbst mit Alkohol mit keinem weiblichen Wesen sprach). Der andere quasselte mich zu, sobald er sich von seinem Buch über das Lernen von professionellem Mundharmonikaspielen abwenden konnte. Awesome. Naja, war eh schon spät und die beiden wollten schlafen, also Licht aus und zu Bett.
Am nächsen Morgen bin ich dann erst mal los Kaffee trinken, Geld abheben und bei Aldi einkaufen für die paar Tage. Dann ging es zurück ins Hostel zum einchecken, frühstücken und Tipps abholen, was man hier so tun kann. Anna war da auch super hilfreich und stattete mich mit Karten und Infos aus. Da ich etwas fertig war, bin ich den Dienstag erst mal nur etwas durch Newcastle getigert, zum Strand und dann war auch schon abends und Zeit für essen und Wein und den ersten Post seit Ewigkeiten hier ;-)
Da man in Hostels ja nie seine Ruhe hat, wurde ich natürlich bald sozialisiert. Keine Ahnung warum, aber alle Deutschem dort waren auf Jobsuche in Newcastle. Ist ja jedem seine Sache, aber Newcastle ist nun kein Ort an dem es sich lohnt mehrere Monate zu bleiben. In drei Tagen hat man eigentlich alles gesehen... Wie es sich als Backpacker gehört tauscht man gerne seine Erfahrunen und die anderer mit neuen oder gerade nicht so glücklichen Reisenden, aber meine Tipps zur Jobsuche kamen nicht so gut an - zu viel Aufwand, man muss ja Englisch sprechen, ach und eigentlich kommt ja sowieso jede Woche das Geld von Mutti und Vati :-D Naja, aber jeden Tag lamentieren, dass man nix zu tun hat und aus irgendwelchen Gründen keinen Job findet...Hm, die Muscheln am Strand, an dem ihr jeden Tag seid, findet ihr tatsächlich einfacher... Dann wurde ich jeden Tag gefragt, wieviel was von meinem Essen kostet, wie toll es ist, dass ich Geld ausgeben kann etc. Ja, ich war auch hart dafür arbeiten...okay, ich war arbeiten...aber dieser Futterneid war so nervig und allgemein waren die Leute größtenteils nur negativ drauf und langweilig.
Zwei deutsche Jungs waren sympathisch. Die haben eigentlich in ihrem Auto gepennt, aber hingen immer im Hostel rum und haben dort alles mitbenutzt und manchmal sogar einfach in freien Betten geschlafen und sich am nächsten Morgen über das Geschnarche ihre "Zimmergenossen" beschwert :-D Die haben den einen Abend einen alten Kassettenspieler gefunden und über diese Kassetten, die man für's Autoradio benutzen kann, um Mp3player oder sein Handy anzuschließen, wurde dann zum Frühstück schön 80er und 90er Musik gehört und später dann zu Jay Zs "Hard Knock Life" aufgedreht und mitgegröhlt.
Am Mittwoch bin ich dann, hin und zurück, 22km an der Küstenlinie Newcastle langgelaufen. Ich war am Hafen, bin den Queen's Tower an der Wharf hoch und habe die verschiedenen Strände besichtigt. Das tolle ist, dass es in Newcastle Bäder gibt, die in die Strände/Klippen eingearbeitet sind. Am Abend war ich dann auch ziemlich fertig, da es den ganzen Tag über 30 Grad und sonnig war und packen musste ich ja auch noch. Ich habe also nur noch geduscht, gepackt und danach meine verderblichen Essensreste gegessen und den Rest meines Weins getrunken. Die Jungs, verhungert wie sie waren die Schnorrer, haben mir Gesellschaft geleistet.
Am nächsten Morgen war also Check out angesagt, da ich allerdings erst abends 21.55 mit dm Bus weiter konnte, durfte ich meine Sachen da lassen und wäre dann auch zur Station gefahren worden. Ich bin erst einmal ins Blackbutt Reserve,wo ich etwas durch die Vegetation gestreift bin und natürlich alle "Wanderwege" mitgenommen habe, auch die schweren bei über 30 Grad... Auf den Trails war ich die einzige (Verrückte), erst als es in die "Wildlife exhibition" (eine Art Tierpark) ging, bekam ich Gesellschaft und habe gaaaanz viele Tiere gesehen, vor allem Jack, den Koala :-D Es war Liebe auf den ersten Blick bei uns beiden :-D Er war echt süß.
Nach einem kurzen Picknick bin ich wieder Richtung Strand und wollte noch ins Fort Scratchley, einen alten Militärstützpunkt. Als ich endlich den Berg hoch war, kurz nach vier, stand da natürlich, dass um vier zugemacht wird. Na bravo. Egal, ich mich bei Coles noch mit Crackern für die Busfahrt eingedeckt und zurück ins Hostel. Obwohl ich schon längst ausgecheckt hatte, durfte ich nämlich noch am BBQ teilnehmen, das in einer Bar am Pier jeden Montag und Donnerstag organisiert wird. Einen Drink gab es auch umsonst und die Bar lag auch nur 5min von der Busstation entfernt und ich konnte danach gleich hinlaufen.
Ja, das war Newcastle und dann kam der Bus und brachte mich nach Port Macquarie, wo ich derzeit auf der Veranda sitze und schreibe...
Newcastle's coast line
Prepacks!!!
Stanthorpe - Part 1
Wow, ich hätte nie gedacht, dass zwischen meinen Posts soviel Zeit vergehen würde, aber wenn man keinen Empfang im (fast) Hinterland Australiens hat, sechs Tage die Woche arbeiten muss und den Rest der Zeit mit seinen Leidensgenossen im Hostel verbringt, dann wird das regelmäßige Posten schon einmal zur Nebensache. Ich entschuldige mich dafür.
Ich sitze gerade abends in Newcastle in der Hostelküche, habe gegessen, im Hintergrund läuft Zombieland und die erste Tasse Wein gibt es auch, da endlich meine 'Reisezeit' begonnen hat, die Zeit dafür daist, werde ich versuchen die Zeit in Stanthorpe irgendwie zusammen zu fassen. Da ich die letzten Wochen ausschließlich Englisch sprach, entschuldige ich mich etwas für die Holprigkeit der Texte.
Okay, ich habe keine Ahnung wie ich das hier angehen soll und werde viel vergessen, vieles (bewusst ;-) ) auslassen und oftmals zeitlich durcheinander geraten, aber Stanthorpe war - und ich kann nicht glauben, dass ich das jetzt sage - meine tollste Zeit bisher in Australien.
Fangen wir mal mit der Arbeit an. Am Anfang wurden wir an alles herangeführt, aber standen auch unter ständiger Beobachtung, andauernd wurden wir beobachtet, kontrolliert, verbessert etc. Jeden abend kamen wir nach Hause und haben uns gegenseitig in Hasstiraden ergossen, Rachepläne für unsere letzten Tag geschmiedet usw. Vier Wochen erschienen uns wie eine Ewigkeit. Jeden Morgen quälten wir uns aus dem Bett,jeden Morgen hassten wir die Fahrt zur Arbeit und zählten einfach nur die Stunden. Die Arbeit ist so stupide, dass man sein Gehirn an der Tür zum Shed (die Halle, in der wir gearbeitet haben) abgibt und am Ende des Tages wieder abholt. Wie kann man sich die Arbeit vorstellen?
Im Grunde haben wir zwei Dinge gepackt - Trays und Prepacks. Trays waren Pappkartonbleche auf denen die Äpfel von Laufbändern von uns sortiert wurden. Je nach Größe, die von einer Maschine bestimmt und auf die Laufbänder (im weiteren Text Lines genannt) sortiert wurde, gab es Lines mit 60, 65, 70, 78, 83, 84, 90 Äpfeln auf einem Tray. Diese Trays wurden dann gedoppelt in Crates (ähnlich Klappboxen) gepackt und dann vom Stacker auf Paletten gestapelt. Der Stacker war der einzige Typ im ganzen Shed, ansonsten waren wir nur Mädels und davon größtenteils Esten.
Prepacks sind diese Tüten von 1kg in denen dann eine Anzahl Äpfel drin ist. An den Lines stand immer wieviele Äpfel in die Tüten sollten, damit es einem Kilo entspricht. Manchmal also stundenlang wurden die Äpfel gezählt und Tüten zugedreht und in die crates gestapelt. Die einzige Abwechslung war, wenn die Line gewechselt wurde und anstatt 8 Äpfeln wurden 10 gepackt. Wir haben verschiedene Sorten gepackt - pink ladies, granny smiths, gala royal, red delicious usw. Je nachdem was von Coles oder Woolworths geordert wurde, haben wir verpackt. Dadurch sahen unsere Arbeitszeiten auch immer anders aus, mal lang, mal kurz...
Jeder dieser beschissenen Äpfel musste von uns auf Druckstellen (bruises), Risse (broken skin), dunkle Stellen (dark spots), andere unregelmäßigkeiten und weicheit (softness) geprüft werden. Es gab bestimmte 'Akzeptanzräume' für diese Dinge und je nachdem galt ein Apfel als bad oder good. Das Ding ist nur, dass diese Räume und Grenzen je nach Laune unserer Arbeitgeber jeden Tag anders waren und das war einfach nur nervig. Alles dort war nervig und nach zwei Wochen hatten wir beide nur noch eine Nullbockeinstellung bzw I-dont-care-einstellung. Wenn wir gerügt wurden, haben wir das schweigend hingenommen und umgesetzt. Wir haben unsere Klappe gehalten und unser Ding gemacht. Durchhalten war angesagt.
Ich hatte am Anfang zig "strikes", also eine Art Regelbrechung - ich bin langgelaufen, wo ich nicht sollte, meine Fingernägel waren zu lang etc. Die Liste meiner Strikes war ellenlang und dennoch wurde ich nie gefeuert. Was jeden überrascht hat, denn von den anderen Leuten im Hostel hat jeder dritte bei Rizzatos (unserem Arbeitgeber) mal gearbeitet und wurde wegen Kleinigkeiten rausgeschmissen. Am Anfang fragten wir uns, warum wir von unserem Chef darauf hingewiesen wurden, nicht alles an Gerüchten zu glauben, die im Hostel rumgehen, naja es wurde uns bald klar. Die Rizzatos waren Tyrannen, aber so richtig hinterhältig, leise, sneaky und gemein, wenn die dich aufm Kieker hatten, warst du am, ich muss es sagen, Arsch. Die Italiener, die nach uns kamen traf das besonders hart. Man bekommt andauernd frei, also weniger Geld oder die Leute, die wegen ihren Tagen fürs Visum für ein zweites Jahr da sind (man braucht 88 Farmtage, um dieses zu bekommen), brauchten länger, um diese zu bekommen. Kurzum, unsere Arbeitgeber waren Arschlöcher, jeder hat uns bemitleidet, dass wir dort arbeiten mussten und uns war es immer noch egal, obwohl wir es liebten zu meckern und einfach nur Luft abzulassen. Es gab nix geileres als nach Hause zu kommen, um mit den anderen Pläne zu schmieden wie wir uns rächen können oder anderweitig denen das Leben zur Hölle machen können.
Viele im Hostel arbeiteten auch für die Rizzatos, aber außen und haben entweder pruning (Apfelbäume beschneiden) oder irrigation (Bewässerungssystem) oder andere Dinge gemacht. Die Pruner wurden per Baum bezahlt und bekamen oftmals gerade mal die Hälfte unseres Lohns. Speaking of, die1200$ von denen wir am Anfang dachten, dass wir nur soviel ansparen, haben sich verfünffacht. Wir haben vor Steuerabzug fast 10 000$ in zwei Monaten verdient.
Auf jeden Fall waren wir alle im Herzen und in unserem Hass vereint und bildeten eine Gemeinschaft. Als Chris, unser schwedische Stacker, der der herzallerliebste und witzigste Schwede ist, den ich je kennengelernt hatte und der uns immer gesagt hat, dass, wenn wir mit Optimismus auf Arbeit gehen, alles gut wird, gefeuert wurde, wollte er in alle Seen und Flüsse rund ums Rizzatoland pinkeln. Julia und Nils, ein deutsches Pärchen, wollte nachts die Apfelplantagen abfackeln, allerdings nicht den Block den sie geprunt hatten, was natürlich verräterisch gewesen wäre...Ich wollte einfach nur, dass alle an einer unbekannten Apfelkrankheit sterben, aber ich glaube, die waren mit ihrem Leben bestraft genug. Die ganze Familie hatte ihr lebenlang, von früh bis abends, nur mit Äpfeln zu tun. Ich glaube, deswegen hassten sie Backpacker auch so, weil wir ihren Kontinent bereisen konnten und nur für begrenzte Zeit dort arbeiten mussten.
Naja, nachdem wir eingearbeitet waren und immer mehr von den älteren Mädels weiterreisten und wir zu den etablierten gehörten, wurden wir mit neuen Aufgaben "belastet". Nadine musste Tops machen und ich war auf einmal für die Spottingmaschine zuständig und so begann ein neuer Monat, der eigentlich nicht geplant war. Irgendwie war es unmöglich weiterzureisen, aber da der Post hier schon echt lang ist, werde ich den Teil morgen weiterschreiben und danach endlich zu dem Fun im Hostel kommen.
Sonnenuntergang am Ende unseres Arbeitstages
Zwischenmeldung
Okay, was ist so die letzten Tage passiert. Nachdem Cairns doch recht schnell langweilig wurde - Lagune/Party/Lagune und zwischen durch mal zum Regenwald oder ins Kunstmuseum - haben wir angefangen nach Zielen in der Umgebung zu gucken, wo es derzeit Erntearbeit geben soll.
In Tully hätten wir min. 4 Wochen warten müssen, also haben wir den magischen Ernteführer der australischen Regierung befragt und uns für Stanthorpe entschieden, weil hier Zeit für Äpfel, Birnen und Wein sein sollte. Wir haben uns also ein Hostel ausgesucht, welches gut sein sollte, einen Flug nach Brisbane gebucht, der über 100$ billiger und schneller als der Bus war (ich hätte nie gedacht, dass ich mal so viel fliege - bin schon Profi) und uns auf den Weg gemacht.
Als wir dann endlich in Stanthorpe ankamen und das Touristenbüro aufgesucht hatten, kam etwas Ernüchterung über uns. Die zwei Frauen waren total nett - wahrscheinlich waren wir die ersten Touristen dort die Woche (wir sind am Mittwoch angekommen) oder diesen Monat - haben uns aber keine Hoffnung auf Jobs gemacht. Die Saison wäre vorbei und außerdem ist das Hostel unserer Vorstellung zu Fuß 2,5h entfernt. Ich traute mich nicht nach öffentlichen Verkehrsmitteln zu fragen aus Angst die beiden würden vor Lachen sterben. Sie versorgten uns darauf mit einem Stadtplan, einer Liste anderer Hostels und der Adresse einer Jobvermittlung.
Wir machten uns also auf zu diesem Büro, wo die zwei Mitarbeiterinnen auch nur ungläubig mit den Augen zuckten und nicht verstanden warum in Alles in der Welt wir hier her gekommen sind. Naja, ich habe mich nicht abschütteln lassen und meinen Charme spielen lassen :-D und tatsächlich gäbe es eventuell einen Job für uns und eine Unterkunft. Man machte uns gleich klar, dass der Job kein Zuckerschlecken sein wird etc etc etc Nun gut, hatten wir auch nicht erwartet. Dann gab man uns ca. 30min um zum Target um die Ecke zu laufen und uns warme Sachen und eine Mütze zu kaufen, weil es hier echt kalt ist. Dann wurden wir von einer Nikki abgeholt, die uns das Hostel zeigte, was sich als das von uns favorisierte herausstellte. Kurz danach ging es zu Rizzatos, wo wir gleich das Job Interview hatten und danach den Job. Zurück im Hostel wurde eingecheckt und einkaufen gefahren.
Nun arbeiten wir seit Donnerstag auf der Plantage bzw. Fabrik und sortieren und verpacken Äpfel. 6 Tage die Woche. Die Arbeit ist verdammt hart und einfach kacke, aber das gehört dazu und auch wenn wir in 4 Wochen grade mal 1200 $ angespart haben werden, die Ausflüge danach werden es wieder wett machen. Das ist auch das Mantra mit welchem wir uns täglich anstacheln :-D ansonsten kann man hier nix machen. Outback eben. Landschaft ist toll, Sonnenuntergang ist jeden Abend ein geiles Schauspiel und der Sternenhimmel ist atemberaubend, aber das war’s. Am Wochenende gibt es Goon kostenfrei und ein paar Aktivitäten werden organisiert, ansonsten heißt es hier nur arbeiten, essen, schlafen. Na gut, soweit von mir. Mal sehen, was noch so passiert ;-)
Letzte Tage in Cairns, QLD.
This place makes me wonder. Which would be worse, to live as a monster, or to die as a good man?
The world went and got itself in a big damn hurry.
Brooks (Shawshank Redemption)