“Nummer Sechs: Schachmatt” (”The Prisoner: Checkmate”
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“Nummer Sechs: Schachmatt” (”The Prisoner: Checkmate”
“Nummer Sechs: Die Anklage” (”The Prisoner: Dance of the Death”)
“Nummer Sechs: Herzlichen Glückwunsch” (”The Prisoner: Many Happy Returns”)
“Nummer Sechs: Der General” (”The Prisoner: The General”)
“Nummer Sechs: Der Doppelgänger” (”The Prisoner: The Schizoid Man”)
Auch diese Episode wurde erst 2010 auf ARTE ausgestrahlt
“Nummer Sechs: Freie Wahl” (”The Prisoner: Free for All”)
Diese Episode wurde bei der deutschen Erstausstrahlung der Serie 1969/70 beim Sender ZDF nicht gesendet, da sie als zu kontrovers betrachtet wurde. Erst bei der Sendung der Serie im Sender ARTE im Jahre 2010 wurde sie erstmals ausgestrahlt. Der Synchronsprecher von Patrick McGoohan ist Bernd Rumpf, der in Deutschland besonders durch seine Synchronisation von Alan Rickman populär ist.
“Nummer 6: Die Glocken von Big Ben” (”The Prisoner: The Chimes of Big Ben”)
“Nummer 6: Die Ankunft” (”The Prisoner: Arrival”)
“Nummer Sechs: Hammer oder Amboss”
“Geh! gehorche meinen Winken, Nutze deine jungen Tage, Lerne zeitig klüger sein: Auf des Glückes großer Wage Steht die Zunge selten ein; Du mußt steigen oder sinken, Du mußt herrschen und gewinnen, Oder dienen und verlieren, Leiden oder triumphieren, Amboss oder Hammer sein.” (Johann Wolfgang von Goethe)
“Hay mas mal en el aldehuela que se suena ...” (“Es gibt mehr Schlechtes in dem Ort, als man sich träumen lässt ...”) (Miguel de Cervantes)
“Nummer Sechs” hört Schreie aus dem Hospital und stürmt in ein Zimmer, wo die neue “Nummer Zwei” soeben eine junge Frau, die sich bei einem Selbstmordversuch die Pulsadern geöffnet hat, auf sadistische Weise über den Verbleib ihres Gatten verhört. Im allgemeinen Durcheinander stürzt sich “Nummer 73" aus dem Fenster. “Nummer Sechs” droht “Nummer Zwei” dafür Vergeltung an.
Die höchst einfallsreichen Aktionen von “Nummer Sechs”, der sich dabei Methoden seiner langjährigen Geheimdiensttätigkeit bedient, sind von Erfolg gekrönt: der ohnehin bereits instabile mentale Zustand von “Nummer Zwei” wird vollständig ruiniert, und “Nummer Sechs” kann seinen ersten Sieg innerhalb der Serie verbuchen.
Die jeweilige neue “Nummer Zwei” war niemals ein besonders angenehmer Mensch, doch Patrick Cargill schafft mit seiner Darstellung eines charakterschwachen Sadisten, der seine Feigheit hinter Arroganz und Kälte verbirgt, das bisher abstoßendste Porträt des offiziellen Vertreters der Hintermänner des Dorfes. Cargill spielt die sich stetig steigernde Paranoia von “Nummer Zwei”, die in einem totalen psychischen und physischen Zusammenbruch gipfelt, ausgezeichnet. Kongenial synchronisiert wird Cargill von Christian Marschall, nachdem dieser bereits in “Die Ankunft” für Guy Doleman als “Nummer Zwei” gesprochen hat. Diabolische Charaktere gelangen ihm stets besonders gut, ein ausgezeichnetes Beispiel dafür ist seine Synchronisation von Leslie Banks in der Titelrolle von “Graf Zaroff - Genie des Bösen” (1932)
Die zahlreichen Querverweise auf “Don Quijote” von Miguel de Cervantes werden nicht nur durch das von “Nummer Sechs” in der örtlichen Tageszeitung “The Tally Ho” veröffentlichte Originalzitat sondern auch durch die Beziehung zwischen “Nummer 2" und seinem Adjutanten “Nummer 14" deutlich. Auch wenn das physische Erscheinungsbild der beiden Darsteller sich sehr von den Figuren von Cervantes unterscheidet, so ist der völlige Realitätsverlust von “Nummer Zwei” sowie die unbedingte Treue von “Nummer 14" an seinen “Herrn” genau wie bei Cervantes.
In “Hammer oder Amboss” hat zwei Premieren unterschiedlicher Art: zum einzigen Mal wird der glatzköpfige Leiter der Überwachungszentrale von “Nummer Zwei” entlassen und zum ersten Mal wird das seltsame, asiatisch anmutende Zweikampfspiel “Kosho” vorgestellt, das auf zwei Trampolinen zwischen einem Wasserbassin ausgetragen wird.
“Nummer Sechs: Der General”
Die Frau des Professors: “Der Mann dahinten, was meinen Sie, was er tut?” “Nummer Sechs”: “Er zerreist ein Buch.” Die Frau des Professors: “Er ist dabei, eine neue Idee zu schaffen. Die Vernichtung des Alten ist die Geburt des Neuen. Und die Frau?” “Nummer Sechs”: “Sie steht auf dem Kopf.” Die Frau des Professors: “Sie entwickelt neue Perspektiven.”
“Nummer Zwei”: “Wie heißt Ihre Frage?” “Nummer Sechs”: “Sie ist unlösbar für Mensch und Maschine.” “Nummer Zwei”: “Wie heißt sie?” “Nummer Sechs”: “W - A - R - U - M?”
Die Einwohner des Dorfes werden angewiesen, sich eine neue Bildungsmethode, das “Schnell-Lernen”, die von einem Professor mit Hilfe des “Generals” entwickelt wurde, anzueignen. Durch gezielte Manipulation des Gehirns könne in sehr kurzer Zeit ein hoher Wissensstand erreicht werden.
Die neue “Nummer Zwei” ist begeistert von der Möglichkeit, Menschen nahezu sofort das beizubringen, was die Offiziellen des Dorfes wollen und sie dadurch zu “wissenden Kohlköpfen” zu formen. “Noch begnügen wir uns mit der Geschichte der Vergangenheit. Bald machen wir selber Geschichte.”verkündet er siegessicher. “Nummer Sechs” hingegen erkennt sogleich das Ausmaß der Manipulation, Ein von ihm gefundenen Tonband, auf dem der Professor das “Schnell-Lernen” als Sklaverei bezeichnet und zur Zerstörung des “Generals” auffordert, lässt ihn alles unternehmen, um den “General” unschädlich zu machen.
In “Der General” kehrt Colin Gordon als “Nummer Zwei” zurück. Wie in “A, B und C” trinkt er auch hier gern Milch, doch im Gegensatz zu seinem früheren Auftritt ist er in dieser Episode ein überaus selbstsicherer Mann mit süffisantem Lächeln, verbindlichen Umgangsformen und einer Neigung zur Ironie. Wie bereits in “A, B und C” wird er erneut kongenial von Ernst Fritz Fürbringer synchronisiert.
Bemerkenswert ist “Der General”auch dadurch, dass “Nummer Sechs” zum bisher ersten Mal einen Verbündeten findet. “Nummer 12" ist zwar offiziell ein Mitglied der Verwaltung des Dorfes, unterstützt in Wirklichkeit jedoch “Nummer Sechs” bei dessen Unterfangen, den “General” zu zerstören. Dass er seinen vergeblichen Versuch, dem Professor das Leben zu retten, nicht überlebt, macht ihn zu einer heroischen Figur.
Höchst ironisch ist im übrigen die Wahl der Kostüme, wenn die Offiziellen des Dorfes mit Frack, Zylinder und Sonnenbrille zu einer Tagung zusammentreten und dadurch wie eine Mischung aus Leichenbestatter und Mafia-Clan wirken. Die Wächter des “Generals” wiederum sind kostümiert wie amerikanische Militärpolizisten.
"Nummer Sechs: Der Doppelgänger"
Die neue "Nummer Zwei", ein ebenso geistreicher wie skrupelloser Mann, hat sich etwas neues ausgedacht, um "Nummer Sechs" zu
Mit wochenlangen psychischen und physischen Torturen hat man "Nummer Sechs" zu einer gewissen "Nummer 12" umgewandelt, die angeblich die wahre "Nummer Sechs" in geistige Instabilität treiben soll, um ihm das Geheimnis seiner Kündigung zu entreißen.
Das Spiel mit der eigenen Identität verwirrt sich zusehends - selbst für "Nummer Zwei", was die echte "Nummer Sechs" sich für einen Fluchtversuch zunutzen machen will.
"Nummer Sechs": "Freie Wahl"
"If voting changed anything they would make it illegal." "Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie schon längst verboten" (Emma Goldman)
"Freie Wahl" ist eine bittere Parabel darüber, dass die Grundsätze der demokratischen Gesellschaft zur Farce verkommen und missbraucht werden können, wenn sie von allen Beteiligten nicht kritisch hinterfragt werden.
"Nummer Sechs" verweigert sich trotz temporärer Gehirnwäsche erneut den Regeln des Dorfes und erleidet am Ende der Folge die bisher schlimmsten physischen Repressalien.
Die überraschende Auflösung der Episode lässt zum ersten Mal eine Frau als neue "Nummer Zwei" agieren.
Anmerkungen:
Patrick McGoohan verfasste das Drehbuch zu dieser Folge unter dem Pseudonym Paddy Fitz und inszenierte sie auch selbst.
Die Episode "Freie Wahl" wurde erst 2010 im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Bei der politischen Brisanz der Folge ist es nicht verwunderlich, dass sie bei der Erstausstrahlung der Serie im Jahr 1969 nicht gesendet wurde.
"Nummer Sechs": "A, B und C"
Diese Episode macht zum ersten Mal deutlich, dass nicht nur "Nummer Sechs" unter starkem physischem und psychischem Druck steht sondern auch "Nummer Zwei".
Der von Colin Gordon ausgezeichnet verkörperte Charakter trinkt offensichtlich nicht umsonst Milch. Die ständige Angst um seine Position (wahrscheinlich auch um sein Leben) hat ihm vermutlich Magengeschwüre eingebracht.
"Wir sehen uns!"
Patrick McGoohan als "Nummer Sechs" in "Die Glocken von Big Ben"
"Nummer Sechs": "Die Glocken von Big Ben"
"Nummer Sechs": "Die Ankunft" (”Arrival”)
Einführung:
“Nummer Sechs hat die Fernsehserie zur eigenständigen Kunstform erhoben auf einem Niveau, das seitdem nie mehr erreicht wurde. Als typisches Produkt der Swinging Sixties ist es so etwas wie ein Pop-Gesamtkunstwerk; die Antwort des Fernsehens auf George Orwells 1984 und Aldous Huxleys Brave New World ...”
“Die Serie ist eine Allegorie auf die westliche Zivilisation Ende der Sechziger Jahre und zeigt das Individuum im Kampf gegen das gesellschaftliche System ...”
“Keine andere Serie hat so konsequent philosophische, psychologische und soziologische Themen in Spielhandlung umgesetzt. Nummer Sechs war die Sternstunde der Fernsehserie ...” (zitiert nach Martin Compart “Crime TV - Lexikon der Krimiserien”)
Entstehungsgeschichte:
Patrick McGoohan (1928 - 2009) war durch seine Verkörperung des Titelhelden John Drake in der Fernsehserie “Danger Man”, die in den USA unter dem Titel “Secret Agent Man” und in der BRD als “Geheimauftrag für John Drake”ausgestrahlt wurde, wobei Patrick McGoohan kongenial von Heinz Drache synchronisiert wurde. Allerdings wurde in der deutschen Fassung lediglich ein Bruchteil der entstandenen Episoden gezeigt. “Danger Man” wurde in den Jahren 1960/1962 sowie 1964/1966 zu einem immensen Erfolg und Patrick McGoohan avancierte zum bestbezahlten Fernsehstar in Großbritannien. John Drake, ein für den britischen Geheimdienst tätiger Agent, zeichnete sich durch den weitgehenden Verzicht auf Schußwaffen sowie auf jegliches Fehlen von amourösen Abenteuern aus. Seine gefährlichste Waffen waren neben seiner hoheitsvollen, kühl-überlegenen Selbstsicherheit seine Intelligenz sowie der Einsatz seiner Fäuste. Bereits in “Danger Man” finden sich zwei Querverweise zu “The Prisoner”. So lautet im amerikanischen Vorspann der Serie eine Zeile: “They‘ve given you a number and take away your name ...”. Die erste Folge von “Danger Man” (“View from the Villa” / ”Fünf Millionen Dollar in Gold”) entstand in dem pittoresken walisischen Dorf Portmeiron, das zum Schauplatz von “Nummer Sechs” ("The Prisoner") werden sollte.
Nach Beendigung von “Danger Man” war Patrick McGoohan der Figur John Drake überdrüssig und beschloß, etwas völlig Neues zu kreieren. George Markstein, der Script Editor von “Danger Man”, hatte sich als ehemaliger Journalist eingehend mit der Tätigkeit von Spionageorganisationen nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt und war dabei auf Einrichtungen gestoßen, in denen Agenten im Ruhestand von der Außenwelt abgeschirmt lebten. George Markstein verkörperte im Vorspann den Mann hinter dem Schreibtisch, dem Patrick McGoohan seine Kündigung überreicht.
Den Ansatz von Markstein übernahm McGoohan und entwickelte sie zu “einer surrealen Science-Fiction-Serie, einen kafkaesken Alptraum, einen überdimensionalen Witz, ein politisches Statement über den Menschen, eine Allegorie über den Kampf des Einzelnen um seine Individualität in der Gesellschaft. Das alles ließ den Durchschnittszuschauer verwirrt zurück. Aber gerade die Tatsache, dass Mc Goohan von der Route einer “normalen” Abenteuerserie abwich, machte aus der Serie etwas Legendäres ...” (Uwe Huber im DVD-Booklet)
Patrick McGoohan erhielt vom Produzenten Lew Grade ein großzügiges finanzielles Budget sowie die volle künstlerische Kontrolle über “The Prisoner”, so dass der Schauspieler nicht nur die Titelrolle verkörperte sondern, die meisten Drehbücher entwarf und in etlichen Episoden Regie führte. Sogar die ebenso eingängige wie spannende Titelmusik von Ron Grainer soll auf eine Idee von Patrick McGoohan zurückgehen. Daher darf mit Fug und Recht behauptet werden, dass es sich bei “The Prisoner” in erster Linie um das Kunstwerk von Patrick McGoohan handelt.
Vorspann
Ein wolkenverhangener Himmel. Donnergrollen und das Zucken von Blitzen sind zu hören. Zu einer aufpeitschend energischen Musik fährt ein Mann, der über den gesamten Verlauf der Serie niemals seinen wahren Namen angibt und lediglich als Nummer Sechs angeredet wird, in einem schwarzen-gelben Lotus Seven durch London. Unterwegs passiert er das Parlamentsgebäude und Big Ben. Er parkt seinen Wagen in einer Tiefgarage und durchquert einen langen dunklen Korridor. Sein Gesichtsausdruck spiegelt Zorn wider. Heftig reißt er eine Tür auf, betritt ein Büro und richtet einige offensichtlich wütende Bemerkungen, die durch die Musik allerdings übertönt werden, an einen glatzköpfigen, bebrillten Mann, der hinter einem Schreibtisch sitzt. Der Fahrer des Lotus Seven wirft einen Briefumschlag auf den Schreibtisch, schlägt mit der Faust auf die Tischplatte, so dass die dort plazierte Teetasse des anderen Mannes erschüttert wird und verläßt das Büro. Während der Mann mit seinem Lotus Seven die Mall vom Buckingham Palast herunterfährt, wird sein Foto maschinell ungültig gemacht und in einem riesigen Karteikasten mit der Aufschrift “Resigned” (“Rücktritte”) abgelegt. Der Mann bemerkt nicht, dass ihm ein schwarzer Austin Princess MK IV- Bestattungswagen gefolgt ist. Während er in seiner Wohnung hastig einen Koffer packt und ein Flugticket in seinen Pass legt, strömt durch das Schlüsselloch weißes Gas in den Raum. Die Gebäude der Umgebung drehen sich vor seinen Augen. Bewußtlos sinkt der Mann auf eine Couch. Die energische Musik bricht abrupt ab. Der Bildschirm färbt sich kurzzeitig schwarz. Der Mann erwacht, erhebt sich benommen, öffnet die Jalousie des Fensters und erblickt zu seinem fassungslosen Erstaunen ein von mediterraner Architektur geprägtes Dorf.
Zu dem nun folgenden dramatisch geführten Dialog, der lediglich in vier Folgen nicht erklingt, sieht man die Kommandozentrale des Dorfes, in dem Nummer Zwei in einem eiförmigen Drehsessel thront. Nummer Sechs läuft durch das Dorf bis zum Strand von einem weißen Ballon, “Rover” genannt, verfolgt. Sein Fluchtversuch wird sowohl von Nummer Zwei als auch von der Überwachungszentrale, die vom Supervisor geleitet wird, beobachtet. Am Ende steht Nummer Sechs allein an einem dunklen Strand.
Original
Number Six: “Where am I?” Number Two: “In The Village.” Number Six: “What do you want?” Number Two: “Information.” Number Six: “Whose side are you on?” Number Two:”That would be telling.” Number Two: “We want information. Information. Information.” Number Six: “You won’t get it.” Number Two: “By hook or by crook, we will.” Number Six: “Who are you?” Number Two: “The new Number Two.” Number Six: “Who is Number One?” Number Two: “You are Number Six.” Number Six: “I am not a number - I am a free man!" (Nummer Zwei lacht höhnisch-dämonisch auf ...)
Deutsche Fassung:
Nummer 6: “Wo bin ich?” Nummer 2: “Sie sind da.” Nummer 6: “Was wollen Sie?” Nummer 2: “Informationen.” Nummer 6: “Auf wessen Seite sind Sie?” Nummer 2: “Wir sind auf der richtigen Seite.” Nummer 2: “Wir wollen Informationen, Informationen, Informationen.” Nummer 6: “Ich sage nichts.” Nummer 2: “Sie werden sprechen. So oder so.” Nummer 6: “Wer sind Sie?” Nummer 2: “Die neue Nummer Zwei.” Nummer 6: “Wer ist Nummer Eins?” Nummer 2: “Sie sind Nummer Sechs.” Nummer 6: “Ich bin keine Nummer, ich bin ein freier Mensch!” (Nummer 2 lacht höhnisch-dämonisch auf ...)
“Die Ankunft” (“Arrival”)
Der sich plötzlich an einem ihm vollkommen fremden Ort wiederfindende Mann versucht herauszufinden, wo er ist. Irritiert muß er feststellen, dass man den Ort auf allen Landkarten lediglich als ”Das Dorf” bezeichnet, umgeben von “Den Bergen” und “Dem Meer”. Nichts gibt den geringsten Aufschluß darüber, wo sich dieses Dorf befindet.
Im grünen Kuppelgebäude, das über dem Dorf thront, residiert hinter sich selbsttätig öffnenden und schließenden Türen in einer futuristisch anmutenden Kommandozentrale der offizielle Repräsentant der Ortschaft, der sich als Nummer Zwei vorstellt. Er sitzt in einem drehbaren, eiförmigen Sessel und wird von einem stummen kleinwüchsigen Butler bedient.
Er erklärt dem Neuankömmling, über den man ein komplettes Dossier angelegt hat, man sei besorgt, dass dieser seine Arbeit niedergelegt hat. Um ihn dem Zugriff fremder Mächte zu entziehen, habe man ihn in Sicherheit gebracht, denn das Wissen über das er verfüge sei unbezahlbar. Man sei sehr interessiert daran, zu erfahren, warum der Mann - ganz offensichtlich handelt es sich um einen ehemaligen Geheimagenten - gekündigt hat. Nähere Hinweise auf seine Auftraggeber enthüllt Nummer Zwei nicht. Der aus dem Dienst geschiedene Agent lehnt jegliche Kollaboration mit den Herren des Dorfes ab und verkündet sein Credo: “Ich lasse mich nicht zwingen, stoßen, abstempeln, einstufen, werten, abwerten oder nummerieren! Mein Leben gehört mir!”
Nummer Zwei macht den Neuankömmling mit den Gepflogenheiten des Dorfes vertraut. Scheinbar steht den Bewohnern, die allesamt in bunte Freizeitgarderobe gekleidet sind, nur mit Nummern angesprochen werden und sich mit einem zwischen Daumen und Zeigefinger zu einem O geformten Gruß die Bemerkung “Wir sehen uns!”zurufen, jeder erdenkliche Komfort zur Verfügung. Allerdings wird ihnen die Freiheit vorenthalten und man fordert von ihnen vollständige Anpassung an die von den Herren des Dorfes aufgestellte Ordnung.
Zu dieser Ordnung gehört auch, dass jede Nummer Zwei, die bei dem Bemühen, die Wahrheit über den Kündigungsgrund des ehemaligen Agenten herauszufinden, gescheitert ist, durch eine neue Nummer Zwei ersetzt wird.
Nummer Sechs, wie man den Neuankömmling von nun an nennt, wird bei einem Fluchtversuch durch “Rover” verletzt. Im Krankenhaus trifft er auf seinen früheren Kollegen Cobb. Nach dessen Suizid begegnet Nummer Sechs auf Cobbs Beerdigung einer Frau, die ihm möglicherweise zur Flucht aus dem Dorf verhelfen kann, doch die Dinge sind weitaus diffiziler, als Nummer Sechs sie sich vorgestellt hat und als er jemals erfahren wird ...
Patrick McGoohan als "Nummer Sechs" ("The Prisoner")