Dokumentarische Aufnahmen können durch neue Entwicklungen von Produktions- und Distributionstechnologien von immer mehr Personen aufgenommen
Bald ist es soweit: meine zweite Monographie wird Anfang 2026 bei Diaphanes erscheinen. Derzeit bin ich bei den letzten Korrekturen und Formatierungen. In dem Buch fasse ich zusammen, was mich die letzten Jahre beschäftigt hat: Dokumentar- und Amateurfilm, neue Kameras, partizipative Ansätze und wie praxeologische Methoden dazu geeignet sind, um zu analysieren, was sich durch neue Apparate ändert. Es geht um Kameratheorie, Lens Flares, neue Dokumentarfilmtheorie, interaktiven Dokumentarfilm, die GoPro und Amateurfilm.
Dieses Standbild aus dem Film "Les Sauteurs" bringt es auf den Punkt: das Übergeben der Kamera selbst wird noch gefilmt, es gibt keinen Bereich mehr, der nicht ins Bild gerückt werden kann. Aber anstatt die Grenze des Sichtbaren immer weiter auszudehnen, muss überlegt werden, wie man über das sprechen kann, das doch nicht ins Bild rückt. Wie kann man analysieren, was unsichtbar ist, ohne es zwangsläufig auch filmen zu müssen? Wenn wir davon ausgehen, dass die Lücken mindestens so wichtig sind wie die Bilder, Zuhören so entscheidend wie Sprechen, wie müssen wir dann unser filmwissenschaftliches Instrumentarium ausrichten, um es zu berücksichtigen?









