Der grimmige Schatten in meiner Brust lernt es nur ungern, aber: "irgendwann, irgendwann blüh' ich schon auf. Irgendwann, irgendwann..." (🎶Lina Maly-Wachsen)
Keni
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Lint Roller? I Barely Know Her
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@for-no-thing-blog
Der grimmige Schatten in meiner Brust lernt es nur ungern, aber: "irgendwann, irgendwann blüh' ich schon auf. Irgendwann, irgendwann..." (🎶Lina Maly-Wachsen)
Hallo Anhedonie
du gibst mir den Rest. Du bist das ultimative Zeichen, der letzte Verweis darauf, dass ich in einer Sackgasse gelandet bin, die Straße hinter mir verschüttet ist, und ich weder vor noch zurück kann. Du bedeutest, dass all die Dinge, von denen ich theoretisch weiß, dass ich sie mag -Tanz, Gesang, Gesellschaft- mich nicht mehr interessieren. Es gibt keine festere Bremse für das Leben, als dich. Denn was mach ich jetzt? Jetzt hab ich ja keine Lust mehr. Tanzen? Keine Lust. Singen? Ne, welches Lied denn, und wofür überhaupt? Freunde? Zu aufwändig, bis man mal da ist, und da muss man ja auch raus und sich mit dem ganzen Außenwelt-Kram rumschlagen. Tja, was bleibt da? Nichts. Das ist die Antwort. Aber das ist kein Leben. Das ist richtig RICHIG beschissen. Nein! Das ist keine Option für mich! Therapeut*in würde sagen: Aus der negativ-Spirale ausbrechen über die Gedanken-, Gefühls-, oder Handlungsebene!!! Gedanken und Handlungen kann ich ändern, ich hab das schon mal gemacht. Ich weiß, wie das geht. Ich fang klein an. Ich kann das. Ich schaff das. Ja, Anhedonie, interessant dich mal wider zu sehen... ich kann nicht sagen, dass es eine Freude ist. Ehrlich gesagt ist es der absolute Horror. Aber ich kann dir in den Arsch treten. Fest. Oder zart, aber dafür richtig oft!:) Du bist kein willkommener Gast hier, Anhedonie! Bitte verpiss dich, sonst muss ich dich rausschmeißen.
Hallo Angst
Du stresst mich. Du bist in meinem Kopf und sagst mir, dass ich nichts habe, dass ich nichts schaffe, dass die Zukunft düster ist, dass meine Träume unrealistisch sind, meine Wünsche absurd. Und ich glaube dir, ich akzeptiere, was du sagst und beginne daran zu zweifeln, was ich will, was ich habe, was mich erwartet, was ich kann. [jetzt, da ich das Geschriebene reflektiere, merke ich, dass das mehr als Angst ist. Das ist ein stark negatives Gedankenschema]. Wärst du eine Person, wäre ich dein bester Freund, Angst, niemand wäre so nett zu dir, wie ich. Dabei schulde ich dir das nicht. Du bist weder eine Person, noch bist du nett zu mir. Warum sollte ich dir also Gehör schenken? Dich in meine Lebensentscheidungen einbeziehen? Jede Gelegenheit, die ich cool finde, macht mir Angst, und es fällt mir deshalb schwer sie zu ergreifen. Würde ich immer auf dich hören, würde ich keine der Gelegenheiten ergreifen, die mich interessieren! Und keine Gelegenheit wahrzunehmen, die mir gefällt, ist so beschissen, wie gar nicht leben! Dann mach ich ja nur Sachen, die mir nicht gefallen, für die ich mich nicht überwinden musste. Ich akzeptiere, dass du Bestandteil meiner Psyche, meiner Chemie bist, aber ich kann dich nicht Entscheidungen für mich machen lassen. Ich kann nicht akzeptieren, dass du mich vom Handeln abhältst! Mein Leben kann nicht von Angst gesteuert/regiert sein!! Es ist also ein notwendiger Bestandteil des Lebens seine Angst zu überwinden. In dem Sinne bist du schon wieder ein Wegweiser: dort, wo ich Angst empfinde, gibt es etwas, das mir viel bedeutet, das mir wertvoll erscheint. Vielleicht bist du doch ganz nett, vielleicht können wir doch Freunde werden, Angst. Schalten Sie auch nächste Woche wieder ein, wenn die Depressionen zuschlagen, und sich vielleicht nicht so leicht wegernden lassen.
Hallo Welt,
Du nervst mich. Ich habe mal wieder eine Schule beendet und muss mich fragen, was ich als nächstes tun möchte: #großeEntscheidung. Ich habe kreative und akademische Interessen, und oft schließen sich diese beiden Karrieren -auf den ersten Blick- gegenseitig aus. Meine Umgebung gibt mir besonders folgende Optionen: a) mit etwas Anstrengung in einem Konzern eine Anstellung bekommen oder b) wieder mit etwas Anstrengung, an eine Hochschule für kreativen Kack zu gehen. [Ich seh' übrigens gerade ein, wie privilegiert meine Position ist; sorry für's Beschweren. Hier ein tatsächliches Problem:] Option a) und b) scheinen komplett unterschiedlich und gehen mit anderen Persönlichkeiten einher: => Der Stereotyp "junge Firmenaufsteigerin" entspricht nicht dem Stereotyp "Avant-Garde Regisseurin in Ausbildung". Aber beide diese Ambitionen und Persönlichkeiten stecken in mir drinnen, erfordern also keine komplett unterschiedlichen Personen. Ja, immer noch kein großes Problem, ABER: die eine dieser Optionen verspricht viel Geld, die andere -im Gegenteil- eher finanziellen Ruin. Ist das nicht mies/falsch/sozial ungerecht?! Zwei Dinge, für die ich qualifiziert bin, die mir eine komplett andere Stellung in der Gesellschaft geben würden? (Mal abgesehen davonmachen dass auch die Option besteht, dass ich weder a), noch b) erreiche.) Warum haben wir diese Hierarchie? Um zu rechtfertigen, dass manche mehr verdienen dürfen, und andere nicht! Wer hat entschieden, dass genau diese Dinge mehr wert sind und andere weniger? Muss überhaupt eine Art von Beschäftigung mehr wert sein? Ich habe den Eindruck es hat mit Kapitalismus, Patriarchat und einhergehender sozialer Ungerechtigkeit zu tun. Schaltet auch nächste Woche wieder ein, wenn ein Mensch mit guten Absichten sich den Herausforderungen der industrialisierten Welt stellt.