... und gewinnt mit ein bisschen GlĂŒck zwei EhrenplĂ€tze bei den GQ CARE AWARDS 2016 in Berlin! AuĂerdem mit im Gewinn-topf: drei exklusive Duftsets.
Einfach reinklicken:
Read my lips: Sind Lippen-Pflegestifte gesundheitsschÀdlich?
So ziemlich alles, was wir essen, ist in irgendeiner Form zumindest gesundheitsfraglich, schon klar. Wurst? Krebserregend. GummibĂ€rchen? Rinderwahnsinn. Sushi? Chemiebombe. Aber, und erstaunlicherweise hat darĂŒber noch nie jemand öffentlich nachgedacht: Was steckt eigentlich so in den Lippenpflegestiften, die im Winter kĂ€ltespröderissige Lippen heilen sollen? Von den Dingern knabbern und lecken wir nĂ€mlich einen erheblichen Teil ab â sprich: Was eigentlich als Kosmetika bewertet wird, landet doch im Inneren unseres Körpers. Und kann dort neuen Untersuchungen zufolge problematisch werden.
Es ist einer der trĂŒgerischten Ausdrucke der Kosmetiksprache: aromatische Verbindungen. Was so fröhlich-delikat klingt, macht im echten Leben nĂ€mlich allerlei Ărger. So entdeckte man jetzt, dass in den Lippenpflegestiften der MarktfĂŒhrer Labello, Blistex und CarmexÂ
aromatische Verbindungen gefunden worden - um genau zu sein aromatische Kohlenwasserstoffe  und gesĂ€ttigten Kohlenwasserstoffe aus Mineralöl. Erstere stehen unter dem dringenden Verdacht, krebserregend zu sein und sogar das eigene Erbgut zu verĂ€ndern. Zweitere können sich in den Organen ablagern.Â
Das Problem: Wir âessenâ zuviele dieser PflegestifteÂ
Die Aufnahme ĂŒber die Haut, also streng genommen, das was man sich bei Kosmetika so denken könnte, sei unbedenklich - nur, dass die Lippenpflegestifte nicht brav auf den Lippen bleiben. Sie wandern unbemerkt aber bestĂ€ndig durch Lippenbewegungen und die Zunge ins Körperinnere. Jeder Deutsche nimmt so bei durchschnittlichem Verbrauch eine Menge an Fettstiften zu sich, die vier (!) ganzen Lippenpflegestiften entspricht. Ergo mĂŒssten eigentlich fĂŒr Labello & Co schon Standards angesetzt werden wie fĂŒr Lebensmittel. Und in solchen gilt: die aromatischen Verbindungen wie in den Pflegesticks festgestellt, sollten dringlichts vermieden werden.Â
Kleiner Leitfaden zu trockenen Lippen:Â
Wer auf Nummer Sicher gehen will, greift zu biologischen, unbedenklichen Pflegestiften aus dem Reformhaus. Olivenöl (oder Sesamöl) ist ĂŒbrigens â auch wenn es erstmal ungewöhnlich klingt - ein richtig guter Tipp gegen rissige, trockene Lippen. Einfach einen Mini-Tropfen mit dem Finger verteilen... Schmekt nicht unbedingt jedem, und ist direkt vor dem Knutschen auch eher nur bedingt ratsam, aber wirkt super.
Honig dagegen kann man sich sparen - auch wenn man es in vielen Blogs und Magazinen immer wieder liest, ist das Quatsch. Denn der im Honig enthaltene Zucker verschlimmert das Problem der rissigen Lippen nur!Â
Nachts kann man seinen Lippen eine Portion Extra-Pflege gönnen: einfach eine dicke Schicht Wundsalbe (aus der Apotheke) auftragen und im Schlaf einwirken lassen. Das rangiert auf der nach unten offenen sex-Appeal-Skala zwar zwischen dicken Socken im Bett und herzhaftem Schnarchen, funktioniert aber am allerbesten gegen aufgesprungene Lippen.
Wenn alles digital wird, dann auch die Medizin. Ich bin ein iPatient!
Wir sind alle in irgendeiner Form Patient. Beim Arzt, beim Apotheker, beim tĂ€glichen in uns reinhorchen. Aber: Sind Sie ein Minimalist oder ein Maximierer? Philips hat in seiner neuen âGesundheitsstudie 2015â die gĂ€ngigsten Patienten-Typen um zwei neue Subgenre erweitert. Und Ja, ich erkenne mich wieder: ich kann nicht mehr ohne App, Fitnessarmband und digitale Vernetzung. Ich bin ein iPatient. Und wir werden immer mehr!
Bild: Heute schon alle Tabletten genommen? Daran könnte demnÀchst eine App erinnern
Vielleicht bin ich ein Freak. Vielleicht liegt es auch nur an meinem Beruf. Jedenfalls wĂŒrde ich auf einem Fragebogen âNahrungsergĂ€nzungsmittelâ ernsthaft als mein Hobby angeben. Und ich habe mehr Tabletten zuhause, als andere Leute BĂŒcher und Socken zusammen. Ich interessiere mich nun mal fĂŒr alles medizinische, habe sogar neulich mit einer Apothekerin gestritten, weil sie mir ein anderes Medikament verkaufen wollte, als von mir verlangt â und ich felsenfest ĂŒberzeugt war, es besser zu wissen als sie. âAha, ein Deppâ wie der MĂŒnchner jetzt sagen wĂŒrde. Oder in der Fachsprache der Gesundheits-Forschung: Ein âHobby-Medizinerâ. Das sind die schlimmsten! Aber, man lernt ja nie aus: Mittlerweile gibt es neue Charaktere in der gĂ€ngigen Typologie der Gesundheits-Kunden, und in der falle ich unter âiPatientâ.Â
84% der Deutschen ist Gesundheit wichtiger als Reichtum oder PartnerschaftÂ
Bin ich âGesundheitszufriedenâ?
Ein tolles Wort. Denn mittlerweile gilt es nicht mehr, zum Arzt zu gehen, wenn man krank ist, sondern sich jeden tag intensiv mit der eigenen Gesundheit und LeistungsfĂ€higkeit zu beschĂ€ftigen. wir wollen uns selbst optimieren. âUnsere Vorfahren bauten Kathed- ralen, wir bauen Kliniken.â Dieses Zitat des Mediziners und Theologen Manfred LĂŒtz bringt die Wertigkeit des Themas Gesundheit in unserer Gesellschaft auf den Punkt. Nach einer reprĂ€sentativen Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung sind 84 Prozent der deutschen Bevölkerung der Meinung, dass Gesundheit der elementarste Bestandteil einer guten LebensqualitĂ€t ist, erst danach folgen mit 68 Prozent eine intakte Familie und eine gut funktionierende Partnerschaft. Und nur noch 11 Prozent glauben, dass die Vermehrung von Geld und Besitz ihre Lebenszufriedenheit maĂgeblich beeinflusst. Gesundheit ist fĂŒr die Mehrheit der Deutschen der Kern der LebensqualitĂ€t.
Bild: Ich kann nicht ohne. Pillen, Tabletten, Medikamente â ich versuche tĂ€glich, mich und meine Gesundheit zu âoptimierenâ
Das bedeutet, von der eigenen âGesundheitszufriedenheitâ gehen langfristige und tiefgreifende VerĂ€nderungsprozesse in der Gesellschaft aus. Der Wandel verĂ€ndert das Denken, die Werte, das Verhalten, die Kultur und natĂŒrlich auch den Konsum. Welche Auswirkungen der Megatrend hat, lĂ€sst sich an diversen PhĂ€nomenen in unserem Alltag be- obachten. Vom Arbeitsmarkt ĂŒber die Urlaubsplanung und Ratgeberliteratur (waren Sie neulich mal im Buchladen? da gibt es ganze Gebirgsmassive von Gesundheits-Ratgebern!).
 Das Internet als Wissensquelle?
... naja fast. Wer sich heute ĂŒber Krankheit oder Gesundheit informieren will, fragt Google und Co. 65 Prozent der Deutschen nutzen inzwischen das Internet bei Gesundheitsfragen (Quelle: Zukunftsinstitut, Philips Gesundheitsstudie, 2015). Damit rangiert der âdigitale Doktorâ direkt hinter dem persönlichen GesprĂ€ch mit dem Arzt, bei dem sich 73 Prozent der Deutschen informieren. Mein Hausarzt schimpft ĂŒbrigens immer darĂŒber, dass mehr und mehr Patienten schon mit einer eigenen Diagnose aus dem Internet zu ihm kommen, die er dann nur noch bestĂ€tigen soll. Aber: Obwohl das Netz als Informationsquelle immer beliebter wird, vertrauen die Nutzer den Quellen dort nicht besonders. Nur 18 Prozent, also nicht einmal jeder FĂŒnfte, bringt den Gesundheitsportalen und Fachforen absolutes oder groĂes Vertrauen entgegen. Soll heiĂen: dDie Vernetzung verĂ€ndert unser Leben, klar. aber was man in Chat-Foren und auf Wikipedia findet genieĂt nur marginales Vertrauen. Wieviel toller ist es da, wenn die Technik einen Schritt weiter geht und smarte Lösungen fĂŒr Handy und Tablet anbietet, eben als App, die hilft, den Gesundheitszustand zu erfassen, zu bewerten und zu organisieren. Noch sind wir nicht soweit, aber die Forschung macht groĂe SprĂŒnge in diese Richtung.
Bild: Gewicht, Schlafrythmus, Herzfrequenz, Körperfett, ich messe und organisiere alles mögliche per Apps. Und fĂŒhle mich gut damit.Â
Vernetzte Gesundheit: Status Quo und Zukunftsmusik
 E-Health-Anwendungen werden in den kommenden Jahren massiv in private Haushalte Einzug halten. 38 Prozent der Deutschen legen groĂen Wert auf technische Innovationen zur selbst- stĂ€ndigen Kontrolle der Gesundheit und Fitness in den eigenen vier WĂ€nden. Schon jetzt gibt es ĂŒber 100.000 unterschiedliche Apps, mit denen sich auf dem Smartphone Gesundheit, ErnĂ€hrung, Fitness etc. aufzeichnen und auswerten lassen, und unzĂ€hlige Tools und Accessoires, die dabei helfen.
Beispiele gefÀllig?
Das Halsband fineck der chinesischen Firma âVeariâ soll eine gesunde Körperhaltung unterstĂŒtzen. es registriert die Körperhaltung, erstellt daraus ein Profil und warnt, sobald der Nacken schief ist. ĂÌber die dazugehörige App gibt es zusĂ€tzlich Hilfe und Empfehlungen fĂŒr NackenĂŒbungen, spiele sowie eine Vergleichsmöglichkeit mit Freunden. www.fineck.comÂ
Ein sandkorngroĂer Sensor des US-Unternehmens proteus digital health soll verhindern, dass die Einnahme von verordneten Medikamente vergessen wird. Der aus Silizium bestehende Sensor wird mit einer Tablette eingenommen. Sobald er im Körper in Kontakt mit der VerdauungsflĂŒssigkeit kommt, erzeugt er eine leichte elektrische Spannung. Ein am Bauch befestigtes Pflaster empfĂ€ngt dann das Signal und sendet es an ein Smartphone. Mit diesem Verfahren können ĂÌrzte kontrollieren, wie Patienten auf Medikamente reagieren und ob sie sie ordnungsgemÀà einnehmen. Bei UnregelmĂ€Ăigkeiten können sie dann schneller reagieren oder gegebenenfalls die Dosis anpassen. www.proteus.com
Das unternehmen electricfoxy hat ein Sporthemd entwickelt, das bei Yoga und Pilates Positionskorrekturen vornehmen kann. Das Oberteil ist mit vier Sensoren ausgestattet, die Körperhaltung und Muskelbewegung des ĂŒbenden erkennen und analysieren. Durch leichten druck weist das Oberteil den TrĂ€ger an der jeweiligen Stelle auf die falschen Bewegungen hin â genau, wie ein menschlicher Coach es machen wĂŒrde. www.electricfoxy.com/move
Ăbrigens arbeitet die Forschung auf Hochdruck an weiteren spektakulĂ€ren Innovationen. Zum Beispiel Organe und Implantate aus dem 3D-Drucker; google x arbeitet an nanopartikeln, die â eingenommen in Form von Pillen â im menschlichen Körper nach Krebs, aber auch anderen Krankheiten suchen können. Im Idealfall, so zitiert das Wall Street Journal den Projektleiter und Molekularbiologen Andrew Conrad, lĂ€uft kĂŒnftig jede Untersuchung ĂŒber dieses System (barr/Winslow 2014). In rund fĂŒnf Jahren soll das Verfahren einsatzbereit sein.
Der vernetzte iPatient ist der neue Player auf dem Feld
Die Philips Gesundheitsstudie 2015 entwickelte hierzu eine aktuelle Gesundheitskonsumenten-Typologie und definierte auf Basis einer Trendanalyse und reprĂ€sentativer Umfrage sechs Charaktere. Darunter sind auch zwei gĂ€nzlich neue, die sich erst durch die fortschreitende Digitalisierung entwickeln konnten: die iPatienten und die Gesundheitsmaximierer. Â
Gesundheits-Minimalisten
sind vor allem dann an Gesundheit interessiert, wenn sie krank werden. In diesen FĂ€llen greifen sie zunĂ€chst auf Selbstmedikation zurĂŒck, bevor sie zum Arzt gehen. Sie sind eher nachlĂ€ssig in der SelbstfĂŒrsorge und Prophylaxe. Obwohl sie nicht viel Geld fĂŒr Gesundheit ausgeben, sind sie durch unorthodoxes Denken, kreative, innovative Wege und positive Anreize zu erreichen.
Hobby-Mediziner
sind bestens informiert ĂŒber Krankheiten, Therapien und neue Forschungsergebnisse und möchten in jeden Schritt ihrer Behandlung einbezogen werden. Datenhoheit und Transparenz betrachten sie als eine SelbstverstĂ€ndlichkeit. Was ihnen fehlt, sind Gesundheitsexperten auf Augenhöhe, die sie ganzheitlich erfassen und therapieren.
iPatienten
...betreiben ein individuelles Gesundheitsmanagement mithilfe mobiler EndgerĂ€te. Sie tracken und kontrollieren die persönlichen Vital- und Leistungswerte. Im Zweifelsfall werden gesundheitsrelevante Themen zuerst in der Community diskutiert und erst danach mit dem Arzt. Wird er zu Rate gezogen, dann sehr gern ĂŒber digitale KanĂ€le und mit sicherem virtuellen Zugang zu Gesundheitsdaten.
Doktorholics
...sind um ihre Gesundheit stets besorgt und investieren viel Zeit, Energie und Geld, um nicht krank oder krĂ€nker zu werden. Der Arzt ĂŒber- nimmt die Rolle eines kompetenten Lebensberaters, zu dem ein groĂes VertrauensverhĂ€ltnis existiert. Sie sind offen fĂŒr neue Therapien und Vernetzungsmöglichkeiten.
Alternativ-Patienten
...arbeiten bestĂ€ndig an ihrem gesunden Lebensstil, um ein HöchstmaĂ an Lebensenergie zu erlangen. Ihr Vertrauen in die klassische Schulmedizin ist gering, ganz im Gegensatz zum Vertrauen in die natĂŒrlichen SelbstheilungskrĂ€fte. Sie sind ĂŒberzeugt vom Zusammen- wirken von Körper, Geist und Seele â inklusive der Gewissheit, dass die Schulmedizin nicht die Antworten auf alle Fragen geben kann.
Gesundheits-Maximierer
...möchten physisch wie psychisch nicht nur Spitzenleistungen erreichen, ihnen schwebt nicht selten etwas fast Ăbermenschliches vor. Um ein Maximum an Energie erreichen und ihre körperlichen FĂ€higkeiten zu steigern, greifen sie gern auch auf MaĂnahmen zurĂŒck, die ĂŒber das allgemeine VerstĂ€ndnis von ĂŒblichen Gesundheitsdienstleistungen hinausgehen.
Mehr zur Philips-Gesundheitsstudie 2015 hier!
Batman wÀre so neidisch: der Truck des Mode-Zaren Alaïa kommt mÀchtig auf Tour(en)
AlaĂŻa kennt jetzt vielleicht nicht jeder Kerl, denn der tunesische Modedesigner entwirft Frauenkleidung. Aber wer einmal eines der körperbetonten, enganliegenden Kleider gesehen hat, wird den Anblick auch als Mann sos schnell nicht vergessen. Frauen können kaum aufregender aussehen als in einer seiner Arbeiten. zur Lancierung seines ersten damenduftes schickt er nun einen Truck auf Tour, der fĂŒr Aufsehen sorgt: Mit satten 460 PS kommt hier ein Schwergewicht aus dem Haus Colani vorgefahren, neben dem das Bat mobil aussieht wie ein klappriges Fahrrad.
Der tonnenschwere
Mega-Truck könnte einem Mad-Max-Epos entsprungen sein, widmet sich aber ganz dem zarten Geschlecht. Im Inneren der âAlaĂŻa-Fashion Boxâ kann man Mode-highlights, EntwĂŒrfe â und natĂŒrlich den neuen Duft â entdecken.
Wenn das nicht die perfekte Gelegenheit ist, seine Freundin in die Stadt zum Shopping zu begleiten: Sie darf sich im Inneren umschauen, mann selbst post vor dem krassen Geschoss. Und: unbedingt fragen, ob man einen Blick ins Fahrer-Cockpit werfen darf...
Hier die Tourdaten in den kommenden Tagen:
21.09. Leipzig: Burgplatz·     Â
22.09. Dresden: Stadion Dresden   Â
23.09. Berlin: Kulturbrauerei Prenzlauer Berg
24.09. Berlin: Potsdamer Platz/Sony Centre (auĂen)
28.09. Braunschweig: Herzogin-Anna-Amalia-Platz
29.09. Hannover: Platz der Weltausstellung
30.09. Hamburg: Deichtorhallen
01.10. Hamburg: Deichtorhallen
02.10. Bremen: Bahnhofsplatz
05.10. OsnabrĂŒck: GroĂe Domsfreiheit Busparkplatz
05.10. Bielefeld: Jahnplatz
06.10. Kassel: Friedrichsplatz
07.10. MĂŒnster: Schlossplatz
08.10. Dortmund: Dortmunder âUâ
09.10. Essen: Limbecker Platz
09.10. Wuppertal: Alter Markt Â
Mammut-Aufgabe: Studie legt fest, wann ein Penis schön ist (und wie er schöner wird)
Zu lang? Zu schmal? Zu bedrohlich? Seit sie der Bravo entwachsen sind, dĂŒrften die meisten MĂ€nner nicht mehr darĂŒber nachgedacht haben, ob ihr Penis so aussieht, dass man sich damit ungeniert vor der TĂŒr zeigen kann. Man fragt sich ja auch nicht dauernd, ob der Staubsauger gut aussieht. Er lĂ€uft einfach und fertig. Solange keine Beschwerden kommen, ist doch irgendwie alles in Butter.Â
Eine Studie aus der Schweiz im âJournal of Sexual Medicineâ hat sich nun aber der Aufgabe verschrieben, alte Wunden aus der Jugend wieder aufzureiĂen und das starke Geschlecht mit handfesten Depressionsauslösern zu konfrontieren: Wann ist ein Penis schön? Wann gefĂ€llt er Frauen? Wenn er aussieht wie ein Kinderarm mit Mandarine in der Hand, oder eher wie ein MammutrĂŒssel der die Sonne verdunkelt? Ziel der Studie war eigentlich, MĂ€nnern mit einer angeborenen Entwicklungsstörung der Harnröhre mehr SelbstbewuĂtsein zu schenken. Frauen sei nĂ€mlich, so das Ergebnis der Studie, völlig wurscht, wie die Ăffnung der Harnröhre aussieht. Das ist schonmal gut zu wissen. Aber worauf achten Frauen also? Die Hitlist der Ă€sthetischen VorzĂŒge sieht folgender MaĂen aus, Platz eins ist dabei am wichtigsten fĂŒr einen schönen Penis, Platz sieben am unerheblichsten:
Allgemeine kosmetische ErscheinungÂ
Erscheinung der Schambehaarung
Eigenschaften der Haut & Durchmesser
Form der Eichel
LĂ€nge
Ăsthetik des Hodensacks
HarnröhrenmĂŒndung
Was sagt uns das nun? Erstens mal, dass die LĂ€nge piepegal ist (Platz 5).Â
Fakt 1: Size doesnât matter
Das Lineal wird ĂŒberflĂŒssig: Ăber Lang oder Kurz ist Frauen vor allem wichtig, dass die Eichel-Form (!) appetitlich daherkommt
Zweitens: Durchaus wichtig ist die Behaarung. Unfassbar, aber immer noch gelebte RealitĂ€t im deutschen Hosenstall â viele MĂ€nner meinen, man könne einfach alles wuchern lassen und stolz auf das urwĂŒchsige sein, was Waxing-Fachangestellte angewidert den âBrunzbuschâ nennen. In der RealitĂ€t muss man ja nicht gleich den bei Radsportlern so beliebten Kahlschlag vollziehen, aber getrimmt und gestutzt wirkt schlichtweg appetitlicher. Ein Schamhaar ĂŒber ein Zentimeter LĂ€nge sollte niemand jemals sein Eigen nennen, der vorhat, sich einem Partner nackt zu zeigen. Nochmal: Niemand! Jemals! Pfui.
Fakt 2: Schamhaar auf max 1 cm trimmen
Langer, ungezĂ€hmter Wildwuchs gehört mit zu den ekligsten Sachen, die einer Frau ins Auge springenÂ
Wichtigster Fakt in der Studie ĂŒberhaupt fĂŒr Frauen ist etwas, das die Wissenschaftler ganz vornehm mit âkosmetischer Erscheinungâ deckeln. Darunter brodelt im Kochtopf der MĂ€nnlichkeit alles, was (in dieser Reihenfolge) schmierig sein kann, stinkt oder (ernst gemeint) nach etwas schmeckt. ErklĂ€rung: Aus vielen Hollywood-Schmonzetten haben MĂ€nner gelernt, vor dem Date Dinge in die Unterhose zu sprĂŒhen. Parfum etwa, oder Deodorant. Und beides schmeckt scheuĂlich. GrĂŒndlich waschen reicht! Aber damit kommen wir zu einem der wesentlichsten Parameter eines schönen Penisses, den man vor allem tatsĂ€chlich beeinflussen kann: die Hautbeschaffenheit.
Fakt 3: Waschen, cremen, gut ist â fĂŒr ein gepflegtes Erscheinungsbild
Im Notfall: ja, auch einen RĂŒssel kann man eincremen
Eines der gĂ€ngigsten Probleme unter MĂ€nnern sind Pickel am Schaft. Alles halb so wild, nur sehr wenige Menschen haben den genetischen Jackpot einer glatten, makellosen Penishaut. Keiner muss sich also schĂ€men, da die weiĂen Pfopfen in der Haut kein Zeichen mangelnder Hygiene sind!
Die meisten erleben hier eher mal weiĂe Talgpropfen bis hin zu richtigen Pickeln. Dann hilft: Cremen. Kein Witz, auch die Haut am Penis ist nur Haut, wie im Gesicht â und kann ergo gepflegt werden. Feuchtigkeitscremes regulieren die Hautflora, spezielle Problemlöser mit Teebaumöl oder Zink helfen gegen Mitesser, Pickel & Co. Erst grĂŒndlich waschen und dann eincremen kann tatsĂ€chlich eine Linderung bringen. Noch wichtiger ist aber die Vorbeugung:
Wer sehr oft oder sehr schlimme Pickel am Penis hat, sollte darauf achten, UnterwĂ€sche aus reiner Baumwolle zu tragen. Synthetische Garne fĂŒhrt oft zu mehr Reibung auf der Haut, oder dazu, dass Feuchtigkeit auf der Haut stehen bleibt. So kann sich der Haarschaft entzĂŒnden und zu Unreinheiten fĂŒhren.
Und: Kondome verwenden! Beim Sex werden unzĂ€hlige Bakterien ausgetauscht, nicht erst beim Orgasmus sondern bei jedem Verkehr. Und ĂŒberall wo Bakterien im Spiel sind, gesellen sich gerne Pickel dazu.Â
Wenn alles nicht hilft: ab zum Hautarzt!
Neuer Instagram-Hype: âMerman-Haareâ in Meerjungfrauen-blau
Im Nachhinein willâs immer keiner gewesen sein. Aber irgendein Hippster muss sich doch gedacht haben: Wie kann man heute noch so richtig auffallen? Richtig (oder, zumindest richtig gedacht) - man klaut den Look von Jared Leto. Das ist immer ne sichere Bank, um fĂŒr Aufsehen zu sorgen. Ein ErklĂ€rungsansatz, wieso auf Instagram & Co. dieser Stunde immer mehr Jungs mit blauem Haar vorbeikommen...
GQ-Kollege Julian D. (Foto oben) traut sich nicht, er testete den Trend nur mal ganz vorsichtig via photoshop. Und alle Damen der Redaktion atmen erleichtert auf. âBlaue Haare sind voll affigâ lautet das Durschnittskommentar. Aber wieso zur Hölle fĂ€rben sich dann gerade Gott-und-die-Welt ihre Haare in tĂŒrkisblau oder gleich Regenbogenfarben?
Oh, you wanna be a merman? No problem. @beastieboise today was so radical. Thanks for trusting me with your beautiful beard and hair Tyler. #fantasyhair #mermanhair #bluesteal #fantasycolor #hairwizard #hairmagic #colormagic #itsaskillset #blissalon #avedasalon #thisisboise #behindthechair #modernsalon #aveda
Ein von Beatrice Arianna (@yeahmargiela) gepostetes Foto am 14. Jul 2015 um 15:39 Uhr
Es gibt mehrere ErklÀrungsansÀtze, die in den Medien die Runde drehen:
Schuld könnte facebook sein. Als zur Gay Pride so ungefĂ€hr jeder zweite User sein Profilfoto in Regenbogenfarben tunkte, könnte sich ein Teil der Menschheit  gedacht haben, das kann man auch drauĂen auf der StraĂe tragen.Â
Oder, die Frauen sind schuld. Kesha, Kelly Osbourne, Hillary Duff hatten den Trend schon im Sommer fĂŒr sich entdeckt. Naja. Unsere Lieblings-ErklĂ€rung ist aber, dass Jared Leto schuld ist.Denn der trĂ€gt seine Haare derzeit (Achtung!) in neongrĂŒn. Aber nicht aus modischer Laune heraus, sondern weil er seine Filmrolle als Joker sehr, sehr ernst nimmt. Und somit hat der Merman-Trend zumindest einen Ansatz, der das ganze etwas cooler macht. Â
Boys donât cry. Vogue India gegen den Rest der Welt
Unsere Kollegen aus Indien haben sicherlich andere, oft schwerere Probleme als wir hierzulande. Das neue Video des Magazines macht Stimmung gegen Gewalt an Frauen. Und wir finden das: GroĂ!
Angucken, liken, sharen, Gut finden. #vogueempower
20 Jahre Annayake bei Douglas â Sinn und Unsinn von Eigen- und Exklusivmarken
Foto: Annayake zelebrierte heute â20 Jahre exklusiv bei Douglasâ in einem Day-Spa in MĂŒnchen
Eines vorab:
Ich reinige meine Fenster gerne mit Sidolin. Und werfe Persil-Duocaps in die Waschmaschine. Weil tief in mir der Glaube sitzt, dassÂ
Markenprodukte zuverlĂ€ssiger funktionieren als sogenannte âNoNamesâ, die gĂŒnstigen Eigenmarken. Deswegen kaufe ich auch nicht mehr bei Rossmann ein. Frage ich dort nach Sidolin, werde ich jedesmal von unten nach oben angefunkelt mit so einem âAha, ein Snobâ-Blick. Dann folgt der wohl zwangslĂ€ufige Hinweis, dass die Eigenmarken mindestens genauso gut funktionierten. Ăhem, nein danke.  Ich hĂ€tte meine Fenster gerne Schlierenfrei.Â
Dass mittlerweile Eigen- und Exklusivmarken in der Handelswelt einen groĂen Teil des Umsatzes fahren, verstehe ich. Die UnabhĂ€ngigkeit von Markenartikeln bringt auch Freiheit von jedem Preisdiktat und verbessert die eigene Marge oder Positionierung. Und nicht nur in der Drogerie: SupermĂ€rkte legen Gewinnwachstum dank ihrer eigenen Handelsmarken zu, und selbst in der Modewelt geht es nicht ohne: Zalando soll angeblich schon ĂŒber die HĂ€lfte seines Umsatzes mit Eigenmarken machen! Praktisch, wenn die Kunden keine Markenfetischisten sind.Â
In Amerika fahren Retailer mittlerweile gewaltige Kataloge von Eigenmarken auf. Aber nicht immer ohne Risiko.  Walmart oder Walgreens zum Beispiel haben gerade echten Hustle mit Billig-NahrungsergĂ€nzungsmitteln wie âEchinaceaâ, âJohanniskrautâ oder âBaldrian-Wurzelâ. âFinest Nutritionâ nennt Walgreens diese eigenen PrĂ€parate, die aber alles andere als fein sind. Wissenschaftler fanden jetzt heraus, dass einige dieser angeblich gesundheitsfördernden Mittelchen gar keine der angegebenen KrĂ€uter enthalten! Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
(Link zur Washington Post: http://www.washingtonpost.com/news/morning-mix/wp/2015/02/03/gnc-target-wal-mart-walgreens-accused-of-selling-fake-herbals/)
Wir lernen: Wer sich Eigenmarken â oder im erweiterten Gedankenspiel â Exklusivmarken leistet, die auĂer einem Kampfpreis sonst aber nix gutes zu bieten haben, schadet seinem Ruf. Nun zum Gegenbeispiel: Wie geschickt man im Handel mit sehr guten Eigen- und Exklusiv-Marken umgehen kann, zeigt immer wieder die Parfumeriekette Douglas.Â
Es gibt eigene Linien, wie Douglas Hair, Douglas Sun, Douglas Beauty System â die aus gutem Grund den Namen Douglas im Logo tragen. Denn es schafft Vertrauen, strahlt Kompetenz aus. KĂ€me hier ein Skandal wie derzeit in Amerika zu Tage, wĂ€re das ein Fiasko. Ergo: Der Kunde verlĂ€sst sich darauf, dass er hier Top-QualitĂ€t zu einem Top-Preis bekommt. So simpel, so gut.
Aber auch die Welt der Exklusiv-Marken â âdas gibt es nur bei Douglasââ bringt dem Unternehmen aus Hagen sicherlich viel Freude. Ob Helene Fischers DĂŒfte, Jette Joops kleine glitzernde Markenwelt oder junge, hippe Trendlabels wie Bumble&Bumble... gute Marken, die man sonst nirgends bekommt.Â
Bild: Annayakes âExtreme Concentratâ als Unisex-Anti-Aging-Kur
Heute wurde die 20jĂ€hrige Koop von Douglas und einer seiner Star-Exklusivmarken gefeiert: Annayake. Und, nochmal:Â
Annayake gibt es seit 20 Jahren exklusiv bei Douglas. Da wuĂten die meisten HĂ€ndler noch nicht mal, was Exklusivmarken oder Eigenmarken sind!
DĂŒfte, Pflege und eine kleine Range Make-up, die mit asiatischem Flair und fernöstlichem Wissen um das Geheimnis der Schönheit daherkommt. Oder, in Marketing-Sprech: GemÀà ihrer japanischen Herkunft arbeitet die Marke nach drei Prinzipien â der unaufhörlichen Suche nach Perfektion, dem absoluten Respekt vor der Natur und feinster Ăsthetik. In Normal deutsch ĂŒbersetzt heiĂt das, pflanzliche oder pflanzlich-inspirierte Wirkstoffe in hoher Effizienz machen uns schön, attraktiv, boosten unsere Ausstrahlung.
So bringt Annayake zum Beispiel zum Mondfest 2015 einen neuen Herrenduft, âTsukiyo For Himâin die Douglas-Filialen â plus weiblichem, sinnlicheren Pendant fĂŒr die Frau.
Wir durften den Duft heute schonmal testen:
Die Holzakkorde schlagen sofort zu, das Parfum ist echt ein Statement. Ganz unterschwellig schwingt ein dezenter Fruchakkord mit (Mandarine? Nashi? Oder einfach nur Zitrus?) aber ganz klar im Fokus stehen die balsamartig-weichen Noten von Edelhölzern.
Was bleibt also als Fazit des heutigen Tages stehen?
Dass es mich doppelt Ă€rgert, wenn Eigenmarken Schrott sind. Wenn die Drogerie bei mir um die Ecke mir einen miesen Fensterreiniger andrehen will. Wenn Walmart & Co PrĂ€parate verkaufen, in denen nicht das drin ist, was drauf steht. eben weil es noch HĂ€user gibt, die alles richtig machen. Mit guten Eigenmarken (Probiert mal die Douglas Sun-SelbstbrĂ€uner-TĂŒcher, die sind Knaller!) und tollen Exklusivmarken. So einfach, so gut ist das.
Der neue Cool Water-Mann: Scott Eastwood im Interview
Der letzte war Paul Walker, vor ihm âMr. Lostâ Josh Holloway â und nun Frauenschwarm Scott Eastwood. Ich treffe den Sohn der Hollywood-Legende in MĂŒnchen zum entspannten Kaffeetrinken.
Es ist wie so oft bei Hollywood-Beaus: Fragt man einen Mann, wer Scott Eastwood ist, erntet man nurÂ
komische Blicke, gefolgt von einem âMeinst du Clint Eastwood?â Fragt man eine durchschnittliche Frau, lautet die Antwort eher: âAaaah.â Oder âOooooh.â Oder irgendein phonetisches Ăquivalent der Oragsmus-Grenze. Frauen lieben den Sohn des alten Hollywood-Haudegens, seit er seine blauen Augen und die nackte Brust in Romantik-Filmen wie âHerz aus Stahlâ dem geneigten weiblichen Auge hinhielt. Dass MĂ€nner ihn nun ebenfalls besser kennenlernen dĂŒrften, liegt an Davidoffs Cool Water-Kampagne. Dort stĂŒrzt sich der Meeres-Fan nĂ€mlich fĂŒr den spot des aquatisch-frischen Duftklassikers ins blaue Nass.  âSo lange ich denken kann, spielt das Meer eine groĂe Rolle in meinem Leben. Ich bin richtig stolz darauf, das Gesicht eines Duftes zu sein, der Synonym fĂŒr ozeanische Frische und Abenteuerlust istâ, sagt Eastwood.
Scott Eastwood auf IG: Gerne oben ohne, gerne am Meer. somit wĂ€ren alle Kriterien fĂŒr einen Cool-Water-Man erfĂŒllt
Beim Kennenlernen auf der Dachterrasse eines MĂŒnchner Luxushotels wirkte der junge Schauspieler gewollt entspannt. âIch bin eher ein Cowboy als ein Schönlingâ scheint jeder Schritt, jede Geste auszudrĂŒcken. Cool zu wirken ist dem Youngster offensichtlich fast genauso wichtig, wie immer wieder zu betonen, dass sein berĂŒhmter, fast schon legendĂ€rer Nachname ihm nicht geholfen habe. âIm Gegenteil... Ich musste mir alles selbst erarbeiten.â Ist klar. Da muss ich zwar hart schmunzeln, aber wenn er es so empfindet, okay. Dabei reicht schon ein Blick in das Gesicht des angehenden Frauenschwarms, um klar zu stellen: Da sitzt ein Eastwood. Scott trĂ€gt exakt die gleichen GesichtszĂŒge wie sein Vater, nur als jĂŒngere Pocket-Ausgabe.
GQ: Fangen wir mal mit Musik an â auf welches Album stehen Sie gerade?
Scott Eastwood: âIch bin ja in California aufgewachsen, Surfen liegt mir sozusagen im Blut... das hat vielleicht auch meinen Musikgeschmack geprĂ€gt. Bob Marley geht immer, seine Musik wĂŒrde ich sogar als einziges mit auf eine einsame Insel nehmen und fĂŒr den Rest meines Lebens jeden Tag hören wollen.â
 Wo trifft man sie abends? Irgendwelche Lieblings-Spots, die sie regelmĂ€Ăig aufsuchen?
Scott: âHa, aber sowas von! Als stolzer Besitzer meiner eigenen Bar bin ich natĂŒrlich ganz oft dort, in der âSaddle Barâ in der Solana Beach von San Diego. Ich liebe guten Whiskey â also kann man mich dort gerne mal auf einen Tumbler treffen.â (http://www.thesaddlebar.com)
Scott Eastwood ist Co-Owner der angesagten âSaddle BarâÂ
Dein liebstes Urlaubsziel?
âIch bin eher so eine Art âSchön-Wetter-Typâ. Vielleicht bin ich zu alt fĂŒr Schnee (lacht), nein im Ernst: Ich kann KĂ€lte nicht leiden. Muss wohl in meinen Genen liegen. Deswegen fahre ich am liebsten dorthin, wo es wirklich warm ist â Mexico zum Beispiel, oder Indonesien...â
Auf welchen Mode-Designer stehst Du?
âAuf keinen besonders. Ich folge keinen Trends, sondern halte mich an die Maxime: âClassic never goes out of fashionâ.â
 Aber heute bist Du doch eher sportlich unterwegs?
âNaja, wie gesagt: Ich lebe den California-Boy. Ich bin sozusagen in Vanâs-Turnschuhen aufgewachsen. Ergo bin ich heute eher der T-Shirt und Sneakers-Mann.â
 Interessierst Du Dich fĂŒr Kunst?
âGeht so. Ich mag Kinofilme sehr gerne. Mein Vater ist mein Held, und ich halte ihn fĂŒr einen der besten Filmemacher aller Zeiten.â
 Und wenn Du mal ein Buch liest?
âDann âConfessions of a economic hitmanâ von John Perkins. Wer die amerikanische Wirtschaft verstehen will, unsere Politik und alle Geschehenisse und Verstrickungen dazwischen, der sollte dieses Buch zu seiner Bibel machen.â
Nun ist der junge Mann also zum Cool-Water-Man geadelt worden. Hier kriegt man einen tollen Eindruck von der Kampagne:
Dabei inszeniert Davidoff nicht nur Promis als sexy Aqua-MĂ€nner, sondern unterstĂŒtzt auch die Umwelt mit âCool Waterâ:
Im dritten Jahr in Folge erneuert Davidoff  die Partnerschaft mit National Geographic. Mit jedem verkauften Flakon Cool Water hilft das Unternehmen 10.000 m2 der Ozeane zu schĂŒtzen. Im Rahmen dieser Partnerschaft hat National Geographic bereits fĂŒnf Forschungsreisen zu entlegenen marinen LebensrĂ€umen geleitet, wie z.B. in die GewĂ€sser der Pitcairninseln und Neukaledoniens. Im letzten Jahr unterstĂŒtzte Davidoff Cool Water eine Reise vor die KĂŒste Gabuns, wo National Geographic den Meeresgrund erforschte. Die Expedition brachte unberĂŒhrte ĂŒppige Korallenriffe, zu Tage â die Heimat von groĂen Zackenbarschen. Damit beendete das Team erfolgreich die ersten wissenschaftlichen TauchgĂ€nge rund um die Ăl-Bohrinseln Gabuns. Aktuell arbeitet die renommierte Gesellschaft eng mit der Regierung und der nationalen Naturschutzbehörde des zentralafrikanischen Landes zusammen, um eine marine Schutzzone einzurichten.
Ăber den Duft:
1988 ĂŒberrollte DAVIDOFF den Markt mit einer Frische-Welle. COOL WATER war ein Pionier, der die Welt der MĂ€nnerdĂŒfte revolutionieren wollte. Pierre Bourdon, der den Duft kreierte, sagte einmal, âla nouvelle fraĂźcheurâ sei das Geschenk von DAVIDOFF COOL WATER an das 20. Jahrhundert. Von Wasser inspiriert, ist DAVIDOFF COOL WATER ein aromatisch-frischer Duft, mit einer intensiven Kopfnote aus Pfefferminze und Lavendel. In der Herznote dominieren kraftvolle Wellen aus Jasmin, Eichenmoos, Geranie und Sandelholz und werden ergĂ€nzt durch warme, sinnliche Töne von Amber und Moschus in der Basis.
Okay, zugegeben â von Aldo Vandini haben wir hier in der Redaktion noch nie etwas gehört. Aber seit heute sind wir Fan. Wegen dem Werbespot. Wegen der guten Musik natĂŒrlich.
Die Macht des Schicksals: Parfumeur Roja Dove erzÀhlt sein Leben
Es gibt wenig wirklich groĂe Heroen der Parfum-Szene. Roja Dove ist einer von ihnen. Der EnglĂ€nder gilt als eine der herausragenden AutoritĂ€ten im Luxussegment der Beauty-Branche. Von ihm habe ich auch einen meiner LieblingsdĂŒfte, eine Vetiver-Erinnerung daran, wie man nach dem Sex riecht. Ich traf den beeindruckenden Kopf in MĂŒnchen mit einer einzigen Frage im GepĂ€ck: Wie wird man einer der besten in seinem Job?
Bild: Star-Parfumeur Roje Dove bei unserem casual (?!) Treffen in MĂŒnchen
Erscheinung: Ein goldener Engel, in eine Corona gehĂŒllt. Und dieser Engel beugte sich vor und kĂŒsste mich. Den Geruch dieses Momentes werde ich nie vergessen: Ihr Parfum, durchmischt mit ihrem Gesichtspuder... Wenn man an Schicksal glauben mag, war das der Moment, in dem ich meines traf. Seit diesem Kuss war ich fasziniert von GerĂŒchen und Parfums. Ich habe die letzten zwei Jahre ĂŒbrigens damit zugebracht, diesen Augenblick mit meiner Mutter in einem Parfum einzufangen. Das Resultat heiĂt âA Good night kissâ â es ist sehr retro, aber subtil und feminin. Mit einer Nuance Reispuder, OrangenblĂŒten und Rose.
 GQ: Aber wie wird denn bitte aus einem Augenblick ein Beruf?
Als ich Teenager war, gab ich all mein Taschengeld fĂŒr Parfum aus. Es war meine absolute Obsession. Und so entdeckte ich das Haus Guerlain. In einer Schaufenster-Dekoration sah ich die Werbung fĂŒr âJickyâ, den Duft aus dem Jahr 1889. Da wurde mir bewusst, dass ein Duft einem Jahr zugeordnet werden kann. Dass groĂe DĂŒfte Jahre und sogar Jahrhunderte ĂŒberdauerten. Wie Chanels âN°5â von 1921. Es faszinierte mich, dass etwas so altes in einem Laden verkauft wurde, und die Menschen es doch als modern und zeitgemÀà wahrnahmen. Ich wollte von all diesen groĂen Parfums die Geschichte entdecken. Was als Hobby, als Sammelleidenschaft begann, wurde dann zu meinem Leben.Â
Wieder war es das Schicksal, das mir den Weg  vorgab
Eine Freundin, die ich in Cambridge wĂ€hrend meines kurzen Aufenthaltes dort kennengelernt hatte, unterhielt sich mit Robert Guerlain. Und er fragte sie: âWer ist eigentlich dieser Roja Dove?â Sie fragte zurĂŒck: âWiesoâ... und er erzĂ€hlte ihr, dass er die Schnauze voll hatte von mir und meinen stĂ€ndigen Briefen und Fax-Nachrichten, ob ich mehr ĂŒber das Haus Guerlain erfahren könnte. denn Internet oder so gab es damals ja noch nicht. Also hatte ich angefangen, hartnĂ€ckig Briefe ans Haus Guerlain zu schreiben, um mehr ĂŒber die Historie und das Unternehmen zu erfahren. Also erklĂ€rte sie ihm, wer ich bin, und schlug ihm vor, mir einfach einen Job zu geben. Ist das nicht Wahnsinn! Ăber diesen Zufall hatte ich plötzlich die Chance, ins Parfum-Business einzusteigen. Und wirklich â nicht aufgrund meiner Person, sondern nur dank des Namens Guerlain, fĂŒr den ich nun arbeiten durfte, öffneten sich mir alle TĂŒren zu dieser wunderbaren Welt der Parfumerie.
 GQ: Also immer wieder das Schicksal als Weg-Ebener. Das ist natĂŒrlich schon sehr groĂes GlĂŒck!
Absolut. Bei Guerlain lernte ich die Grundlagen der Parfumerie, und ehrlich gesagt: Ich habe keine Ahnung, was sonst aus mir geworden wĂ€re. Ich habe so viele Freunde, die wirklich unglĂŒcklich in ihrem Job sind, aber nicht wissen, was sie daran Ă€ndern sollen. So ein GefĂŒhl ist mir fremd, mein Beruf ist mein Leben, und mein Leben ist mein Beruf.
Bild:Â Roja Parfums Vetiver Extrait -Â inspiriert von der Erinnerung der Duftspuren des Liebhabers auf der eigenen Haut. So hot!Â
Link zum Shop
Roje Dove: Ich arbeitete also zwanzig Jahre bei Guerlain, dann entschied ich am Weihnachtsabend 2000, dass ich einen neuen Weg einschlagen mĂŒsste. Guerlain war aufgekauft worden, gehörte nun zu einem groĂen Konglomerat, und ich wollte nicht fĂŒr so eine groĂe Firma arbeiten. Als Guerlain noch ein Familienbetrieb gewesen war, okay. Aber nun war es Zeit, dass ich diese Zeit hinter mir lieĂ.Â
Und so nahm mein neues Leben seinen Lauf. Kurze Zeit spĂ€ter wurde ich zu âHarrodsâ eingeladen, auf eine Tasse Tee. Ich wusste gar nicht, was die von mir wollen, aber sie sagten ganz trocken: âWir möchten einen Shop mit Deinen DĂŒften eröffnenâ. Ich habe sie groĂ angeschaut und geantwortet: âAber ich bin doch nur hier, um eine Tasse Tee zu trinken.â Diese Konversation ist jetzt zwölf Jahre her, seitdem bestimmen die Global Players den Parfum-Markt: Unilever, Coty, Procter&Gamble... Was hatte ich als One-Man-Show da schon mitzuspielen?!
Ich war mein ganzes Leben ein Sammler gewesen, ich sammelte die Parfums anderer, wie ein Kurator. Aber ich hatte nun die einmalige Chance, etwas eigenes zu erschaffen, mit meinem Namen darauf. Ich warf alles in eine Waagschale und entwarf eine kleine Kollektion meiner eigenen Duftideen. Und launchte am 2.Juli 2011 meine eigene Marke. Mit 16 DĂŒften: Zehn FrauenparfĂŒms, drei fĂŒr MĂ€nner und drei Outs.Â
Das war ein ungeheures Risiko, denn ich hatte all meine Ersparnisse in dieses Projekt gesteckt, es gab keinen Investor oder so etwas.Â
Ich setzte alles auf eine Karte! So stand ich also eines morgens kurz vor der Eröffnung vor meinem Counter in Harrodâs und dachte nur: Oh Gott! Was, wenn die Leute meine Arbeit nicht mögen? Was, wenn ich untergehe? Der Shop öffnete, und â unfassbar aber wahr â wir waren ausverkauft innerhalb von zehn Tagen. Und das ganz ohne Marketing oder Werbung â dafĂŒr hatten wir damals kein Geld mehr ĂŒbrig. Es steckte ja alles in den Inhaltstoffen und aufwĂ€ndigen Flakons. Aber mein GlĂŒck war, dass die ganze Welt zu Harrodâs kommt. Araber, Deutsche, Russen, Chinesen â auch wenn Chinesen kaum Parfums kaufen. TatsĂ€chlich kauften Menschen aus aller Welt in London meine Parfums und trugen den Duft weiter in alle Himmelsrichtungen.Â
Das war der StartschuĂ fĂŒr mein heutiges Leben. Plötzlich wollten andere GeschĂ€fte aus Russland und dem mittleren Osten meine Arbeit verkaufen. Wie gesagt: Immer ohne jedes Marketing. Und immer wieder werde ich bis heute gefragt, was das Geheimnis meines Erfolges ist. Ich muss gestehen: Ich habe keine Ahnung. Vielleicht, dass ich nicht irgendwelchen Trends hinterherlaufe. Dass ich stattdessen versuche, jedem Menschen das Parfum zu bieten, das am besten zu ihm passt, statt ihn ein eine neue Duftpersönlichkeit zu kleiden, nur weil gerade der oder dieser Duftstoff âinâ ist. Oder dass ich versuche, immer mein bestes zu geben. Das ist vielleicht auch die einzig sinnvolle Antwort auf die Frage, wie man einer der besten wird. Man muss immer sein bestes geben.
Heute hoffe ich nur, dass meine Kreationen genug geliebt werden, um zu ĂŒberleben. Wie Guerlains âJickyâ oder Chanels âN°5â.  DĂŒfte, die bleiben.
Ich breite mein Innerstes vor der Welt aus und hoffe, dass die Welt es mag. Oder wie der Dichter W.B Yeats es sagte: â⊠tread softly because you tread on my dreamsâ: Schreite behutsam, denn Du schreitest auf meinen TrĂ€umen.
Bei Gillette in London: Ein King unter den Shavern
Ein Blick hinter die Kulissen im Forschungszentrum des Rasiererherstellers, und man versteht, wieviel Know-How in sowas kleinem wie einer Rasierklinge stecken kann
Irgendwie rasieren wir uns doch alle ganz selbstverstĂ€ndlich. FĂŒnf Klingen, klar! Rasierschaum drauf, abziehen, glatt. Alles ganz easy. Damit die morgendliche Routine aber wirklich glatt lĂ€uft,
mit möglichst wenig Blessuren und mit dem gröĂten Erfolg bei kleinstmöglichem Aufwand⊠dafĂŒr gibt es in dem Industrieörtchen Reading nahe London ein streng geheimes Forschungszentrum. Obwohl⊠so krass geheim ist es gar nicht, immerhin haben sie mich reingelassen! Aber, ich musste Handys und AufzeichnungsgerĂ€te am Eingang abgeben â das hat schon bisschen James-Bond-Feeling.
Aber der Reihe nach: Vor knapp 115 Jahren war Rasieren eine ziemlich heikle Sache. Man brauchte eine extrem ruhige Hand und eine schön scharf gewetzte Klinge, sonst gab es statt glatter Haut im Gesicht ein Gemetzel.Â
Aber dann kam ein Handelsvertreter aus Chicago: King Gilette! Und der Name ist Programm. Mit einer simplen Idee wurde er nĂ€mlich zum König der Rasurwelt: statt mit dem mehr oder weniger gefĂ€hrlichen SĂ€bel im Gesicht und am Hals herumzuschaben, erfand Mr. Gilette die Wegwerf-Klinge, ohne stĂ€ndiges Nachwetzen, ohne groĂe Verletzungen!
Wer mag: Hier gibtâs ein Werbefilmchen ĂŒber die Historie von Gilette!
Heute, 115 Jahre spĂ€ter steht der Name âGiletteâ fĂŒr maximale GrĂŒndlichkeit beim Rasieren, fast schon wie Uhu fĂŒr Klebstoff und Tempo fĂŒrs Naseputzen. Wer wirklich glatte Haut will, kommt an Gilette nicht vorbei (siehe dazu auch die aktuelle GQ, Ausgabe 05/2015, Seite 194).
Ich hatte nun die Gelegenheit, das Forschungszentrum von Gilette bei London zu besuchen und siehe da: Was von auĂen daherkommt wie ein unscheinbares Backsteinhaus mit ein bisschen Logo drauf, verbirgt hinter den Security-TĂŒren ein erstaunliches Innenleben: Hunderte Forscher und Denker, die sich den ganzen Tag mit Rasurgewohnheiten von MĂ€nnern (und Frauen natĂŒrlich) beschĂ€ftigen.
Es gibt eine eigene Abteilung, in der sich MĂ€nner in Kabinen rasieren und durch Spiegelfenster âheimlichâ dabei beobachtet werden. Das hat was von Bates Motel in âPsychoâ, offenbart aber am besten, auf welche Grimassen und Techniken die verschiedenen Kerle beim Rasieren so zurĂŒckgreifen. Denn: Jeder Mann ist ein EinzelstĂŒck, wenn es um die individuelle Rasur geht. Manche brauchen nur 30 Sekunden fĂŒr den Kahlschlag am Morgen, ander lassen sich Zeit und rasieren (unfassbare) zwanzig Minuten lang vor sich hin. Das ist dann der Extrem-Typ, der bis zu 700 mal mit dem Rasierer ĂŒber die Haut fĂ€hrt.Â
Forscher studieren mit einem ganzen High-Tech-Arsenal ausgestattet, wie Haare wachsen, sich bewegen, von der Klinge erfasst werden und sich unter Rasierschaum verhalten. Es gibt Highspeed-Kameras, gigantische 3D-Drucker fĂŒr Testmodelle, und state-of-the-Art-Mikroskope, um sicherzustellen, dass wirklich jede Klinge makellos glatt ist. Immerhin wollen sich bis zu 6,5 Milliarden Kunden auf die Gilette-Rasierer verlassen können!Â
Die Forschungsabteilung unter der wissenschaftlichen Leitung von Frau Dr. Kristina Vanoosthuyze sichert aber nicht ânurâ die hohen QualitĂ€tsstandards des Hauses, sondern ist stetig dabei, neue Ideen und erfindungen zu realisieren. Neuester Coup der Barbier-Meister: Ein Shaver, der sich flexibel den Gesichtskonturen anpaĂt, indem er sich in jede Richtung der Haut anpaĂt. Sieben neue Innovationen und eine bahnbrechende Idee liegen dem Konzept zugrunde: Der Proglide mit Flexball-Technologie reagiert auf die Konturen der Haut, gleicht jede Unebenheit, Nischen, TĂ€ler und Erhöhungen einfach aus.
Aufgrund meiner aktuellen Bartwahl komme ich zwar ohne Nassrasierer aus, aber Konzept und Technik hinter dem âProglide Flexballâ finde ich super. Und da schlieĂt sich doch irgendwie der Kreis zum Namensgeber und FirmengrĂŒnder wieder: Hate King Gilette mit der durchaus simplen Idee der Wegwerf-Klinge einen Meilenstein gesetzt, sind es in seinem Namen immer noch die einfachen aber genialen Ideen, die Gilette vorantreiben. eben die die kleine orangefarbene Kugel oben im Rasierkopf. einfach gut!
Wann ist ein Mann ein Mann? Colin Farell im GQ-Interview
Dolce & Gabbana sagen, ihr neuer Duft âPour Homme Intensoâ sei etwas fĂŒr moderne MĂ€nner. Das klingt so sehr nach AllgemeinplĂ€tzen der Marketing-Abteilung, dass man schon weiterzappen möchte. Aber Colin Farrell, der nicht zufĂ€llig das neue Gesicht zum Duft ist, erzĂ€hlt im GQ-Interview, was hinter diesem Begriff vom âmodernenâ Mann alles steckt. Und er hat recht: Wir fordern mehr moderne MĂ€nner in dieser Zeit! Â
Der Alptraum aller StudienrĂ€te und SchwiegermĂŒtter: Colin Farrell mit Muskeln zum Shirt aber ohne Socken zur Hose. Vor solchen Bad Guys haben frĂŒher Mamas ihre Töchter gewarnt. Heute sind Stuhlkippler die begehrteren JungsÂ
Ich werde ja nicht mĂŒde, zu betonen, dass MĂ€nnlichkeit nicht mehr an Trends festgemacht werden kann. Weder eine besonders angesagteÂ
Bartform, noch ein bestimmter Kleidungsstil machen den Gentleman aus. Jeder Kerl kann sich ein Image zimmern, in dem er sich wohl fĂŒhlt, ohne sichmassenkompatiblen Strömungen zu unterwerfen. Der moderne Mann muss nicht alles können, aber er alles dĂŒrfen. Solange er dabei Haltung beweist. Â
Gute Beispiele gibt es aktuell genug: Andreas KĂŒmmert, der die Nation spaltet. Gewinnt den ESC-Vorentscheid, lehnt ihn aber im selben tiefen Atemzug ab â und zwar nicht heimlich per Mail oder offline per Brief am nĂ€chsten Tag, sondern sofort live vor den Kameras. Dem Shitstorm halbwegs fest ins Auge blickend. Mir imponiert das.
Oder Yanis Varoufakis. Der griechische Wirtschaftswissenschaftler spaltet die EU, indem er der gesamten europĂ€ischen Politik unter anderem eine Mode-Frage stellt: Gilt der sehr, sehr alte Spruch âKleider machen Leuteâ immer noch? Reicht es, wenn sich ein Hohlkopf eine Krawatte umbindet, schon verkörpert er bewundernswerte Ideale? Oder ist die Verpackung egal, und es kommt mehr auf den Inhalt an? Â
Wir lernen: mann darf auch mal scheitern zu seinen SchwĂ€chen stehen. Er darf den Krawatten-Zwang des Altherren-Clubs abstreifen und sich freischwimmen. Folgerichtig entschied sich das Designerlabel Dolce&Gabbana bei der Suche nach einem Testimonial fĂŒr den neuen Duft âPour Homme Intensoâ fĂŒr einen lĂ€ssigen Typus. Kein Captain-America-Schönling dem alles gelingt, kein politisch korrekter weil weichgespĂŒlter Frauenschwarm, sondern ein Kerl mit Ecken und Kanten. Der sich in einem der coolsten Filme aller Zeiten 90 Minuten lang durch den Plot ballert â âBrĂŒgge sehen und sterbenâ â und der jetzt auch noch zu den âTrue Detectivesâ stöĂt. Einer ganzen Serie ĂŒber Antihelden, die Kette rauchen, Dosenbier trinken, schon mal offen depressiv sind und garantiert keine Krawatten tragen möchten. Oder, wie Domenico Dolce und Stefano Gabbana den Mann von heute zusammenfassen wĂŒrden: âEr ist stark, doch gleichzeitig in der Lage, seine SchwĂ€chen zu zeigen. Attraktiv und modern â genau wie Intenso, der Duft, den wir ihm widmen.â
Stilleben mit Fels â zum Kampagnenmotiv hat es dann ein Foto mit weiĂem Unterhemd gebracht. Die kantigen Steinbrocken im Hintergrund sollen dem Betrachter sagen, dass er es hier mit purem Machisme zu tun hat
Colin Farrell ĂŒber den neuen Duft:
GQ: Was assoziierst Du mit dem Wort âIntensoâ?
CF: Die bloĂe Ăbersetzung wĂ€re ja âintensivâ. Und genau das betrifft in meinen Augen das Leben an sich: Leben ist nicht nur eine Aneinanderreihung von Erlebnissen. Viel wichtiger als all die Erfahrungen, die wir machen, ist wie wir sie dann umsetzen, was wir daraus machen.  Was wir erleben, bestimmt, wie wir fĂŒhlen und handeln. âIntensoâ bedeutet fĂŒr mich Leben.â
GQ: Parfumeure sagen oft, DĂŒfte seien wie Musik. Liefert âIntensoâ einen Soundtrak zum Leben des modernen Mannes?
CF: Denke ich an die Topnote, die man ja zuerst wahrnimmt, wenn man einen Duft reicht, habe ich spontan âMy Funny Valentineâ von Chet Baker im Ohr. Der Mix aus Basilikum und Geranie hat etwas herrlich tiefsinniges, melancholisches... wie Mr. Baker wenn er leise und doch mit so viel Nachdruck seine Trompete spielt. In der Herznote des Parfums entfalten sich dann Lavendel, Heu und Zypresse â das ist fĂŒr mich der funky Teil, wie âTeardropsâ von Massive Attack. Pulsierender Elektropop: verdammt intensiv!
GQ: Beeinflusst ein Duft die Stimmung, sagen wir mal vor einem Date etwa..?
CF: Klar, wieso nicht? Das Riechen per se ist einer der mĂ€chtigsten Sinne â ganz egal, ob man die natĂŒrlichen Pheromone eines Menschen wahrnimmt, die immerhin fĂŒr 30 Prozent der Menschen hier auf dem Planeten verantwortlich sind, oder ob ein Duft von einem Parfumeur entworfen, industriell produziert, abgefĂŒllt und schlieĂlich verkauft wird. Duft ist sehr sehr wichtig. Daher kann er zum Beispiel ein TĂŒröffner zur richtigen Stimmung sein, wenn man abends ausgeht.
GQ: WĂ€re das Parfum âIntensoâ ein Kinoklassiker, dann...
CF: Haha! Dann wĂ€re es wohl ein Mix aus dem sehr lustigen âManche mögen es heiĂâ â und der Eleganz, die in âVom Winde verwehtâ vorgelebt wird. Beide Welten sind altmodisch aber zeitlos. Ich mag das!
GQ: Und wÀre der Duft ein Tier... welches?
CF: Es mĂŒsste schon etwas sehr elegantes sein, wie die Thompson Gazelle. Das Tier beobachtet seine Umwelt aufmerksam, kann eine ungeheure Geschwindigkeit erreichen und ĂŒber groĂen Intellekt verfĂŒgt... und irgendwie den Spagat hinkriegt zwischen markanter MĂ€nnlichkeit und femininem EQ.
GQ: Wie wichtig ist Dir Parfum persönlich?
CF: Oh, sehr! FĂŒr viele Menschen ist âIhrâ Duft Teil ihrer Persönlichkeit, ein wichtiger Teil ihrer selbst, und stehen fĂŒr dafĂŒr, wie sie sich der Welt prĂ€sentieren möchten. Nicht umsonst nennt man Duft die stille Introduktion. Parfum kann eine Art olfaktorische Visitenkarte sein. Aber DĂŒfte sind auch Erinnerungen. Mit jedem Duft kann man Liebgewonnenes archivieren â Erlebnisse, Personen... Ich habe zum Beispiel zuhause eine Flasche des Duftes, den Elizabeth Taylor immer trug. Rieche ich heute an diesem Parfum, ist es wie ein Flashback â sofort denke ich wieder an sie als Freundin, erinnere mich an Momente, die ich mit ihr verbringen durfte.
Es ist ja schon fast niedlich, wie subtil der Zeitgeist in dieses Foto hineingehÀmmert wird: Statt Krawatte oder Luxus-Accessoires trÀgt der bad Guy von Welt jetzt ein löchriges Longsleeve. Aber ich gebe zu: Mir gefÀllt's.
GQ: Stefano Gabbana und Domenico Dolce  wollen mit ihrem Parfum ja den âmodernen Mannâ ansprechen. Was deutest Du in diese Beschreibung?
CF: Ich glaube, dass Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, IntegritĂ€t und all diese Begriffe exakt den Mann beschreiben, der gemeint ist. Diese Werte sollten ĂŒber allem im Leben stehen. Ăber Erfolgen aber auch ĂŒber den Niederlagen. Werte, Haltung, sind viel wichtiger als Wohlstand oder Materielles. Den wahren Erfolg eines Mannes sollte man in seinen Worten messen, darin wie verlĂ€sslich und aufrichtig er in jeder Situation ist.
GQ: Und wie startet dieser âmoderne Mannâ morgens in den Tag?
CF: Wenn ich aufstehe, bin ich eigentlich schon bereit fĂŒr den Tag â denn das wichtigste ist viel zu schlafen. An ânormalenâ Tagen, also wenn ich nicht gerade an einem Film arbeite, lasse ich mein Haar einfach wachsen. Dadurch bleiben mir mehr Möglichkeiten fĂŒr die nĂ€chste Rolle â eben im film dann langes oder kurzes Haar zu tragen. Den Rest halte ich genauso unkompliziert: ZĂ€hneputzen und einmal mit den Fingern durchâs Haar, fertig. Klingt wenig beeindruckend, aber ich finde es lĂ€ssig so. In puncto Workout mag ich es dann schon etwas aufwĂ€ndiger. Ich mache Yoga, weil es mir SpaĂ macht, und wandere gerne die HĂŒgel von Los Angeles hinauf . Dort ist es wunderschön! In nur 20 Minuten ist man mit dem Auto drauĂen in der Natur, umgeben von Kojoten, Falken und WaschbĂ€ren. die Natur dort oben fasziniert mich immer wieder.
GQ: Zum Schluss noch ein Spiel, eine spontane Assoziation! Woran denkst Du als erstes, Â wenn du âIntensoâ riechst?
CF: Ah, moment... Ich sehe die MarktplĂ€tze in Marrakesch vor mir... wo visuelle und olfaktorische EindrĂŒcke verschmelzen und zu einem einzigen komplexen Sinnesrausch werden. Ăberhaupt assoziiere ich den Duft mit dem Reisen an sich, mit dem Weg der vor uns liegt, mit der Vielzahl aller Möglichkeiten. Denn wie gesagt â das ist fĂŒr mich âintensives Lebenâ, Intenso!
Duftbeschreibung: Intenso ist ein holzig-aromatischer Duft, der erstmal mit frischen aquatischen Noten und grĂŒnen Akzenten von Basilikum und Lavendel öffnet. Tiefer im Duft mischen sich dunkle Tabak-Akkorde dazu, Heu, Sandelholz und Zypresse. Einen besonderen Clou liefert der âMoepel-Akkordâ, der zum allerersten Mal in einem Parfum eingesetzt wird: Der Moepel-Baum, oder auch Milkwood-Baum, wĂ€chst in SĂŒdafrika. Er trĂ€gt seinen Namen aufgrund des Milchsafts, den der Baum produziert. Als Duft-Akkord bringt er eine fast animalische Note in das Parfum, mit blumigen, balsamischen und satten Honig-Akzenten.
Ab jetzt erhĂ€ltlich, zum Beispiel HIER bei DouglasÂ
Wilkinsons âHydro 5 Groomerâ: Macht doch was Ihr wollt
Dreitagebart oder glattrasiert. Erlaubt ist, was gut aussieht
Seit ich mich fĂŒr GQ ausfĂŒhrlich mit dem Thema âCAREâ beschĂ€ftige, also dem holistischen Ansatz, dass auch echte MĂ€nner in ihr Aussehen investieren können, habe ich vor allem eines gelernt:
Wie Marketing-Abteilungen den Kerl von heute sehen, seine BedĂŒrfnisse einschĂ€tzen. In den Köpfen der Entscheider spukt nĂ€mlich noch immer ein recht hölzernes archetypisches Ideal herum, das von KonsumgĂŒtern vor allem eines erwartet â praktisch zu sein. Das ist in der Welt der Kosmetik noch am stĂ€rkstenausgeprĂ€gt, meiner Ăberzeugung nach aber in allen Bereichen falsch. Dekliniertman diesen veralteten HolzfĂ€ller-Typus durch die einzelnen Disziplinen, wĂŒrde er nur Jack Wolfskin-Jacken tragen, weil die so praktisch sind und jedem Wetter/Abenteuer standhalten. Er wĂŒrde einen Offroader-SUV fahren, in den Kinder, EinkĂ€ufe und der im Wald selbst gehackte Weihnachtsbaum passen. Er wĂŒrde seinen Bart unkontrolliert wachsen lassen oder sich einfach jeden Morgen komplett glattrasieren. Er wĂŒrde eine batteriebetriebene Digitaluhr kaufen, die auf den ersten Blick alle Termine des Tages anzeigt. Und ein Deo-Spray benutzen, das die stark behaarten Achseln reinigt und gleichzeitig das Parfum ersetzt. Wo bleiben dann aber all die MĂ€nner, die sich Gedanken machen ĂŒber ihre Bartform, ĂŒber die Wirkung eines sexy Dreitagebartes auf das andere Geschlecht? Wo bleiben die MĂ€nner, die auch mal bei Prada, Moncler und Ralph Lauren einkaufen, statt nur im Outdoor-Survival-Laden? Was ist mit MĂ€nnern, die ganz bewusst Parfum UND Deo tragen, weil sie die AuĂenwirkung eines guten Duftes schĂ€tzen? Die eine edle Armbanduhr von Jaeger-leCoultre oder Tag Heuer shoppen und vielleicht sogar einen durchaus unpraktischen aber rasanten Mercedes-Zweisitzer fahren statt dem Familien-Van? Und die sogar wissen, dass man eine Augencreme auftragen kann, ohne schwul zu werden.
Meiner Meinung nach greifen die gĂ€ngigen Zielgruppen-Analysen, die uns seit 50 Jahren beigebracht wurden, nicht mehr. Wir sind nicht mehr Peter oder Jason, wir sind beides! Der Mann von heute muss mehrere Rollen spielen können. Ach was, er muss nicht, er will! Er möchte in der Arbeit bei Meetings mit dem Boss der glattrasierte kĂŒhle Denker im Anzug sein, abends in der Bar aber der Lumberjack-sexy unrasiert stoppelige Macho. Er möchte am Wochenende der sportliche Familienvater sein, aber abends aber dann auch wieder den Retrosexuellen raushĂ€ngen lassen kann â der sich mit Whiskey auskennt, weiĂ wie man eine Fliege zum Smoking bindet. Der Mann von heute ist nicht entweder oder, er ist viele Typen auf einmal. Und ja, verdammt noch mal, er macht sich Gedanken ĂŒber seinen Bart.Â
FĂŒr meinen Style eine gute Kombi: Erst den Dreitage-Look trimmen, dann auf Wangen und seitlich neben den Mundwinkeln glatt rasieren.
Der Bart ist das absolute Symbol der neuen MĂ€nnlichkeit
Glattrasiert im Job und stoppelig am Wochenende, oder, wenn man zufĂ€llig von Beruf Gymnasiallehrer ist, ein irgendwie gearteter Schnauzbart. In meiner Schulzeit hat man noch gelernt, dass nur glattrasierte Jungs mit gutem Abitur einen Ausbildungsplatz in der Bank bekommen. Und heute? Ist das alles hinfĂ€llig. Mann muss keinem Ideal der 1960âer-Jahre entsprechen, um im Leben weiterzukommen. Statt angepasst zu sein, darf man seine eigene IdentitĂ€t entdecken und kultivieren. Egal, ob man sich mit Dreitagebart, Henri-Quatre oder juventiler Glattrasur selber am liebsten mag. Erlaubt ist, was gut aussieht. Punkt. Dass hat auch Wilkinson gelernt und nun einen Rasierer auf dem Markt, der sozusagen alle BedĂŒrfnisse abdeckt. Nicht entweder oder, sondern mal glatt, mal stoppelig, mal in Form und Kontur gestutzt, mal lĂ€ssig. Die Idee ist so simpel wie gut: Ein zweischneidiges Schwert, das Lord-Sith-Doppel-Lichtschwert unter den Rasierern. Am einen Ende das gewohnte FĂŒnf-Klingen-Alles-glatt-Teil, am anderen ein Trimmer, der verschiedene BartlĂ€ngen nach Laune und Anlass hinkriegt.
Googelt man nach âguten Berwerbungsfotos fĂŒr den Mann" kommen keineswegs mehr nur Bilder von braven Bubis mit Glattrasur, sondern alle möglichen Bart-Varianten. Wie gesagt: alles geht.
Deswegen mache ich gerne mit bei der âBlog-Paradeâ, in der mehrere MĂ€nner-Blogger gebeten wurden, sich mit diesem Rasierer auseinanderzusetzen und ein paar Fragen zu beantworten. Vor mir hat sich Whudat.de das Teil nĂ€her angeschaut, diese Woche bin ich dran. Â
Okay, ich muss vor allem erstmal zugeben, dass ich ein Problem habe mit dem gĂ€ngigen Design von Rasiereren. Mir sind die immer zu bunt, zu blau, zu ergonomisch. Da ist auch der âHydro 5 Groomerâ keine Ausnahme. Schnittig ja, aber mir wĂ€re ein schlichtes Design nun mal lieber. In meinem Bad ist alles schwarz-weiĂ. WĂ€re schön, wenn es da bei rasierer-Herstellern ein Umdenken gĂ€be, und ein GerĂ€t in mehreren Looks angeboten wĂŒrde... Aber dafĂŒr ĂŒberzeugt mich das Konzept, die Technik dahinter. Die fĂŒnf Klingen gleiten extrem sanft ĂŒber die Haut und hinterlassen bei mir kaum Reizungen â könnte auch am eingebauten Aloe-Vera-Streifen liegen, der die Reibung auf der Haut reduzieren soll. Wo gerade noch Stoppeln waren, herrscht nach wenigen ZĂŒgen der absolute Kahlschlag. So soll es sein. Der Trimmer kĂŒrzt den Dreitagebart auf eine adrette LĂ€nge und beschert mir so jede Menge Komplimente fĂŒr meinen Look. Die Kombi aus gestutzten Stoppeln und glattrasierter FlĂ€che am Kinn, die ich neuerdings trage, scheint gut anzukommen. Mir gefĂ€llt mein Style jedenfalls und ich muss zugeben, statt mit mehreren Rasierern zu hantieren alles in einem Tool zu haben, begeistert mich. Das ist nur ein bisschen blöd, denn damit widerlege ich mich ja selber. Ich mag es eben doch praktisch! Aber nur weil mein Rasierer alles auf einmal kann, kaufe ich mir trotzdem nie, nie, nie eine Outdoor-Jacke im Survival-Ausstatter. Versprochen!
Q&A: âRefresh your Styleâ
1. Wieviel Wert legst Du darauf, Deine Persönlichkeit durch Deinen Style auszudrĂŒcken?
âSehr viel! Jetzt habe ich als Journalist natĂŒrlich das GlĂŒck, mir das im Job erlauben zu können. Als Kreativer ist es erlaubt, im BĂŒro optisch auszudrĂŒcken, wie man sich gerade fĂŒhlt, was man denkt, wo man sich sieht. Ich kann mal Anzug tragen, aber auch zerrissene Jeans und schwere Boots. Genauso in Sachen Bart-Styling: Mal glattrasiert, mal lĂ€ssig, ich kann mir jeden Tag aussuchen, wer ich heute sein will. Das gilt ĂŒbrigens auch fĂŒr mein Parfum: Ich trage nicht jeden Tag âmeinenâ Signature-Duft, sondern wechsle ab, je nach Stimmung, Wetter und Style. Auch ein Duft drĂŒckt Tagesform aus!â
2. Deine EinschĂ€tzung: Welcher Bartstyle kommt bei Frauen am besten an â Wildwuchs, perfekt getrimmt oder doch glattrasiert?
âIch finde es immer sehr lustig, wenn mir diese Frage gestellt wird. Denn in den letzten Jahrzehnten haben sich Frauen immer weiter emanzipiert, sind erfreulicherweise unabhĂ€ngig geworden. Teil dieser Entwicklung ist, dass moderne Frauen â die sich selber so nennen â behaupten, sie wĂŒrden Kleidung und Frisuren tragen, die ihnen gefallen, und sich nicht danach richten, was bei MĂ€nnern besser ankomme. Diese UnabhĂ€ngigkeit, sollte es sie denn wirklich geben, scheint Kerlen nicht zugetraut zu werden. Beeinflusst unsere Bartwahl tatsĂ€chlich allein die Frage, was Frauen wollen? Vielleicht. Wer möchte denn nicht bei Dates super rĂŒberkommen? Eines der schönsten GefĂŒhle der Welt ist es doch, wenn man in einen Raum kommt und als attraktiv wahrgenommen wird, fremde Menschen einem zulĂ€cheln und man sich begehrt vorkommt. wer das leugnet, hatte diesen Moment noch nie oder lĂŒgt. Deswegen glaube ich nicht an diese âmodernen Frauenâ, die sich um ihre AuĂenwirkung nicht scheren. Und ich glaube nicht an MĂ€nner, die einen ungepflegten Vollbart tragen und glauben, das wĂŒrde schon reichen, um gut rĂŒberzukommen. Der perfekte Bart muss zur gesichtsform passen und dynamisch-sauber wirken. Deswegen ist der gepflegt-gestutzte Dreitagebart nicht zu ersetzen. Er ist immer am sexiesten. Ăbrigens: In der aktuell am Kisok liegenden GQ-Ausgabe beschĂ€ftigen wir uns eingehend mit attraktiven, derzeit angesagten Bart-lĂ€ngen und -formen!â
Â
3. Bart und MĂ€nnlichkeit â gehört das zusammen?
âDer Bart, beziehungsweise das Fehlen des Bartes, ist eine urmĂ€nnliche Streitfrage. Glatt oder bĂ€rtig? Nassrasieren oder elektrisch? Das ist wie damals in der Schule: Mit welchem FĂŒller schreibst Du? Bist Du ein Pelikan- oder ein Geha-Kind?Â
Bis zum zweiten Weltkrieg haben Jungs von ihren VĂ€tern gelernt, wie man sich ordentlich glatt rasiert. Die BeschĂ€ftigung mit dem Bartwuchs war ein mĂ€nnliches Ritual. Dann kamen die ersten Elektro-Rasierer auf den Markt, und plötzlich war derjenige der King, der sich so ein teures Teil leisten konnte. Die Hersteller der Nassrasierer konterten damals mit der breit angelegten Kampagne, dass echte MĂ€nner solchen elektrischen Firlefanz nicht brĂ€uchten. Geha oder Pelikan. Heute ist das alles redundant, rasier Dich doch womit Du willst, IndividualitĂ€t â der Mega-Trend unserer Zeit â steht im Vordergrund. Es gibt MĂ€nner, die glattrasiert sehr viel Machisme ausstrahlen, und es gibt Kerle mit Bart, die trotzdem ein Weichei sind und auch so aussehen. Kinder in der Schule schreiben heutzutage ja auch mit Kugelschreibern. Wichtig ist, dass sie die Hausaufgaben ordentlich lösen, nicht womit sie ins Aufgabenheft schreiben. Ich halte das fĂŒr Fortschritt. Insofern ist es doch genial, dass es Rasierer wie den âHydro 5 Groomerâ gibt, die einem Mann jeden Morgen aufs neue erlauben, sich zu entscheiden, wie sie heute aussehen wollen. Der Bart â also jede Bartform, auch das gewollte Fehlen eines Bartes â ist immer noch die beste Möglichkeit, seine eigene Form von MĂ€nnlichkeit zu definieren.âÂ
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⊠und jetzt bin ich gespannt, was mein Nachfolger in der Blogparade zu dem Thema zu sagen hat -  auf klonblog.com, ab dem 09. MÀrz. Lesen!
Ein alter Mann erklĂ€rt den Hipster fĂŒr erledigt. Gut so!
So gut, dass es Kult ist: Edeka lÀsst Friedrich Liechtenstein sich rasieren.
Und alleine fĂŒr den Song möchte man sich hinwerfen und Danke schreien:
âtoo many bearded men on the scene!â
WĂ€hrend Walters Herrentitten die Nation spalten, bringt
Liechtensteins Bart alle wieder zusammen: Der Hipster ist tot, erledigt, hinĂŒber. Und wenn schon ein Supermarkt das so postuliert, muss es ja wahr sein!
Okay, es ist nicht der beste Edeka-Spot, aber im Vergleich zu dem GerĂŒmpel, das Werbeagenturen sonst so auf den Weg bringen ist es immer noch Goldstandard.
Idee: simpel aber gut, lasst den Liechtenstein doch mal blank ziehen. Setting: GroĂartig. Viel Gold (is ja grad gĂŒnstig zu haben), toller Song und genau die richtige Prise Retro. Achso, und: Wer sich noch fragt, wieso der Liechtenstein so viel Aufmerksamkeit bekommt: Weil der Typ so cool ist, dass er sogar goldenen Nagellack tragen kann. Nimm das, Putin!
Privates Nachwort, bzw. Nachtreten: Â
Nein, es ist nicht der beste Spot ever, aber immer noch so unendlich viel besser als der Rest. Da muss man doch mal die Frage erlauben, was auĂerhalb der Edeka-Köpfe sonst so in  Marketing-und Werbe-Abteilungen los ist. was machen die  da den ganzen Tag? Bullshit-Bingo spielen und Bewerbungen als Autor ans Dschungelcamp schreiben?
Apropos IBES: die Werbung mit dem bunten Gecko, der einem in den Dschungel-Unterbrechungen ein Joghurt aufschwatzen will... fĂŒr so eine kolossale Idee hat mal ein Werbetreibender Honorar eingestrichen? Hate!
Und da ich gerade im Unlike-Modus bin:
Der âDeutsche Marketing Preis 2014â ging an Immoscout. Das sind die, die man kennt, ohne dass sie Werbung schalten mĂŒssen oder sonst irgendwas spannendes innovatives machen. Insofern ist die Entscheidung des Marketingpreis-SpaĂkomitees natĂŒrlich völlig nachvollziehbar... Immoscout ist  einfach nur da. Wie der Fels von Gibraltar. Wenn das nicht 'nen Marketing-Preis wert ist! Aber die Gala soll der Knaller gewesen sein. Wenn einen sonst schon keiner feiert, muss man's eben selber tun. Prost!Â