Es ist kalt in dieser Welt es ist warm hier drin draußen gedämpfte Stimmen und Schritte. Lichtpunkte schlüpfen durch Lücken und tanzen, sanft. Schattenglühwürmchen auf der rauen Wand. Wie Baumrinde. Wie fühlt sich ein Baum von innen an? Ein Kokon ist ein Versteck für den Kopf: Stimmen durchdringen das Nest nicht, hartnäckige Kälte bleibt außen vor. Ich bin nicht verrückt, ich bin nur ver-rückt worden. Zu viel Stress zu stressig zu viel zu tun. Zu laut zu schnell zu hell. Zu viele Stimmen die zu viel geredet haben. Zu laut. Ich bin ein schlafloser Mensch. Ich schlafe schon seit Tagen nicht. Desillusioniert, betrachte mich von oben, von unten von rechts von links. Wie lächerlich. Was mache ich hier? Mein Kopf versucht zu ordnen und zerbricht an der Fülle, zerbricht an der Form. Gedanken wachsen und defomieren eine tumorlastige Landschaft. Sie nehmen meinen Raum ein. Ich bleib hier und kartographier meine Gedanken. Es gibt zwei Orte, einen vor mir und einen hinter mir. Gerade bin ich im Dazwischen, an einem Unort, auf einer Schwelle, in einem Kokon. Vielleicht möchte ich nicht zum nächsten Ort, denn wenn ich da bin, geht es nicht mehr zurück. Du brauchst Hilfe, ich sehs. Dein Kopf ist zu voll, du musst ihn ordnen Hey, ich schenk dir einen Kokon. Ich bau dir eins, das Platz macht, zum Wachsen. Jedem bau ich ein Kokon Die Welt wird zur Oothek. Denn Transformation bedingt Raum. Ich betrachte die Welt nicht, sondern mich Selbstoptimierung im Kokon, Egozentrik pur. Im Zentrum die Reflexion des Ich, du interessierst mich nicht. Wenn ich fertig bin – Schlupf des Imago.