Co-Working und Co-Creation, ein feiner Unterschied
Urknall 2013, so die Veranstaltung im neuesten Co-Working Space in München. Und es ist ein Urknall für manche, weil hier der erste Co-Working aus einem global erfolgreichen Franchise seine Eröffnung feiert. Die Besucher sind bunt gemischt wie man es aus anderen Hubs um die Welt kennt. Da war alles vom Redakteur über dem IT Techniker zum Coach und Berater. Storytelling, Theater und Gesprächsrunden behandelten die Werte, die Besucher und Co-Working Space in das neue Jahr bringen wollen.
Mein Workshop, an Theatermethoden angelehnt, hat sich dem Unterschied zwischen Co-Working und Co-Creation gewidmet. Der Unterschied scheint auf der Hand zu liegen. Beim Co-Working arbeitet man im gleichen Zimmer. Man teilt sich lediglich einen Schreibtisch. Bei der Co-Creation teilt man ein Projekt und eine Vision. Co-Creation im Hub bedeutet sich gegenseitig helfen und zusammen Ideen ausprobieren, auch wenn man nicht unbedingt in einer Firma zusammenarbeitet. Was bedeutet Co-Creation aber für einen, der neu in einen solchen Co-Creation Space eintritt.
Von Kreativität, Geduld und Offenheit
Für mich war die Haupterkenntnis aus dem Abend, dass Co-Creation viel Zuhören bedeutet. Grade in einem Umfeld in dem Spezialisten aus vielen verschiedenen Bereichen zusammenkommen wie im Hub. Eine Zusammenarbeit, die über das Teilen eines Schreibtisches hinausgeht braucht viel Verständigung. Sie braucht auch Offenheit für ungewohnte Werte und Freude am Ausprobieren fremder Herangehensweisen.
Einstimmungsübungen für Co-Creation
Für alle, die sich auf diesen Co-Creation Space freuen, will ich mit zwei kurzen Übungen Co-Creation einstimmen.
“Überaktiv Zuhören” Wenn das nächste mal jemand eine Idee an euch heranträgt, dann antwortet mit folgenden Worten: “Was mit an deiner Idee gefällt ist …, und wir könnten auch …”
Warum? Wer es ausprobiert, wird merken, dass man kurz darüber nachdenken muss, was jetzt eigentlich an der Idee des Gegenübers gefällt. Dieser Moment des Konzentration auf die Kernaussage des anderen wird immer wichtiger, je weiter wir in unserer Arbeit und Denke voneinander entfernt sind.
“Unbedingte Zusage” Mutige können sich mit folgender Übung auch kopfüber in die Welt eines Gegenübers stürzen. Wenn ihr das nächste mal in ein neues Restaurant oder Projekt eingeladen werdet, schaut was ein lauter Ausruf “Au Ja!” bewirkt.
Warum? Weil eine klare Zusage zu einer Ideen viel Energie freisetzt diese zu gestalten. Statt mit der Entscheidung zu hadern, ob man eine ungewohnte Sache probieren will, kann man eher drauf einlassen und Wert darin finden. Probiert es aus.
Ich wünsche allen im Hub frohe Co-Creation im Jahr 2013













