Bauwerke in 1030
Der Bezirk und die Bezirkswerdung der Landstraße
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Bauwerke in 1030
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Bezirkswappen 1030
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1850 – wie unser Bezirk entstand
Erst seit dem Jahr 1850 ist es eigentlich legitim, von „Eingemeindung“ zu sprechen, meint man damit eine Vergrößerung eines Gemeindegebietes durch Angliederung von Nachbargemeinden bei gleichzeitiger Aufgabe ihrer Selbständigkeit. In der Zeit davor trifft dieser Terminus genaugenommen nicht zu, da Vergrößerungen von Gemeindegebieten nur durch Zukauf fremder Grundherrschaften zustande kamen und die moderne politische Gemeinde mit autonomer Selbstverwaltung erst nach Aufhebung der Grundobrigkeit im Jahr 1848 durch das Provisorische Gemeindegesetz von 1849 geschaffen wurde.
Die meisten der im Mittelalter meist auf grundherrschaftlicher Basis entstandenen Gemeinden hatten ihre Selbstverwaltung in inneren Angelegenheiten, dies betraf auch die Gerichtsbarkeit. Die Gemeindeversammlung, Dorftaiding genannt, war für leichtere Strafsachen zuständig; ein von der Gemeinde gewählter Dorfrichter war der Vorsitzende des Dorfgerichtes. Im späteren Mittelalter wurde als Urteilssprecher ein Gemeindeausschuß von meist vier Geschworenen in den Gemeinden eingesetzt. Dieses Dorfgericht war aber nur ein privates Gericht, dessen Gewalt lediglich die Bedeutung eines schiedsrichterlichen Sühneverfahrens hatte, bei dessen Versagen erst die eigentliche Gerichtsgewalt des Landrichters wirksam wurde. Meist waren die Grundherren bestrebt, die Herren der Gemeinde zu werden. Hatten sie das erreicht, konnten sie den Dorfrichter bestellen, das grundherrliche Gericht und das Dorfgericht zusammenziehen und beide an demselben Ort vom selben Richter abhalten lassen. Dieses vereinigte Gericht wurde als Grundgericht bezeichnet.
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Historische Landkarten 1706 – 1939
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1850 – 1980 – der Bezirk Landstraße
Selbstverständlich brauchte es seine Zeit, bis die Eingemeindung der Landstraße zu Wien sich konkret auswirkte. In den ersten zwei Jahrzehnten der Zugehörigkeit des Bezirks zu Wien änderte sich relativ wenig. Auch was die Bevölkerungszahlen anbelangt, kann man einen kontinuierlichen Anstieg bemerken, der in den Jahren 1910/1930 seinen Höhepunkt erreichte. Die Zahlen der einzelnen Zeitabschnitte bieten uns folgendes Bild:
1857…………………………………….. 60.497
1880…………………………………….. 90.382
1900 ……………………………………. 138.094
1910 ……………………………………. 157.201
1923 ……………………………………. 144.538
1934 ……………………………………. 141.810
1951 ……………………………………. 118.177
1961 ……………………………………. 114.795
1971 ……………………………………. 101.936
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Strassennamen 1030
Straßennamen und ihre Bedeutung – oder warum Gassen, Straßen und Plätze so heißen wie sie heißen.
Im 3. Bezirk gibt es über 230 Straßen und Gassen. Dazu kommt noch eine nicht geringe Anzahl von Plätzen und Parks – und alle haben Namen, deren Herkunft bzw. Bedeutung hier kurz erklärt werden soll. Vorerst finden Sie hier nur eine Auswahl. Im Laufe der Zeit werden die anderen Örtlichkeiten Stück für Stück eingegeben.Sollte genau „Ihre“ Gasse fehlen, dann mailen Sie uns bitte, damit diese Gasse hier in Kürze eingetragen wird.
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Bezirksteil Landstraße
Die Vorstadt Landstraße, die dem späteren dritten Bezirk auch seinen Namen gab, ist nicht nur die flächenmäßig größte der drei ehemaligen Vorstädte, sie hat auch die inhaltsreichste Geschichte. Entwickelt hat sich die Vorstadt Landstraße aus jener Niederlassung, die sich um das früher hier befindliche Frauenkloster St. Nikolai vor dem Stubentor gebildet hatte. In dieser Gegend, wo der Anstieg zur Terrasse des Wientales überwunden ist, entwickelte sich der Altkern des späteren Bezirks. Die Vorstadt wurde ursprünglich, um 1200, „Niklasvorstadt“ genannt, etwa ein Jahrhundert später Landstraße.
Zweifellos trug die Tatsache, daß mit der späteren Landstraßer Hauptstraße und dem Rennweg zwei schon in der Antike geschätzte Verkehrsverbindungen gleichsam vorgezeichnet waren, zur Entscheidung bei, hier eine Niederlassung zu gründen. 1302 taucht in einer Urkunde der Name Landstraße bereits auf. Ein Gut „Wirochperge“ wird hier genannt, wobei damit eine Anhöhe am rechten Ufer des unteren Wienflusses zwischen dem Nikolaikloster und der späteren Weißgerbervorstadt gemeint ist. Die genauere topographische Bezeichnung enthält dann die Passage „in Hirspeunt circa Lantstrazz“. Damit war jene alte, vom Stubentor weg stadtauswärts führende Straße gemeint, deren Name sich davon ableitete, daß sie als Heeres- oder Landstraße direkt nach Ungarn führte. Selbst die Gegend vor dem Stubentor scheint noch im 15. Jh. in den unterschiedlichen Bezeichnungen der Vorstadt auf: Neben „Vor dem Stubentore“ und „Bey St. Nicola“ tritt auch der Name „An der Landstraß“ auf. Die vom Stubentor wegführende Straße teilte sich bei St. Marx (auf diesen Namen kommen wir noch zu sprechen) in zwei Teile.
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Weißgerber
Unter den Weißgerbern
Bei weitem nicht so alt wie die Geschichte Erdbergs ist jene der Vorstadt Weißgerber, deren Name erst im 16. Jh. auftaucht. Entstanden war die Vorstadt im überschwemmungs-gefährdeten Rückstaugebiet des Wienflusses durch die Ansiedlung von Flecksiedern, Rot- und Weißgerbern. Die Lederer, Gerber und Flecksieder siedelten ursprünglich vor dem Stubentor gegen die Donau zu und waren, obwohl man sie wegen der Unreinlichkeit ihres Gewerbes in der Stadt nicht duldete, Bürger in der Stadt. Im Jahr 1529 waren während der Türkenbelagerung ihre Häuser großteils zerstört worden.
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Erdberg
Die ehemalige Vorstadtgemeinde Erdberg zählt zu den ältesten Ansiedlungen im Raume Wien. Schon im 12. Jh. wird die Ansiedlung urkundlich erwähnt. Dabei findet man meist die Form „Erdpurch“ oder „Ertpurch„.
Der Babenbergerherzog Friedrich II. urkundet öfter in Erdberg, wobei meist die Schreibung „Acta sunt hec in Ertpurch“ anzutreffen ist. Bei den etymologischen Recherchen tauchte eine heute als überholt und widerlegt geltende These auf, wonach der Dorfname sich von „Erdbeere“ ableite. Beigetragen zu dieser Erklärung hatte die Tatsache, daß die Erdbeere ins Wappen der ehemaligen Vorstadt aufgenommen worden war. So wollte man die manchmal anzutreffende Schreibweise „Erdher“ deuten. Die Entkräftung dieser These bringt die Sprachwissenschaft, und die Frage, woher sich der Name dieser Ansiedlung ableiten lässt, kann heute mit Sicherheit beantwortet werden. Das mitelhochdeutsche -berc und -burc wurde zumal in Baiern und Österreich aspiriert gesprochen wie -perch und -purch; hier verdünnte sich das -ch zu -h und verhallte schließlich ganz, sodass man schon im 12. Jh. in österreichischen Ortsnamen auf -berc und -burc der Schreibung -per und -pur begegnet. Daneben ist der Tausch dieser beiden zweiten Teile der Zusammensetzung in Burgnamen ganz gewöhnlich.
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