Manchmal fühlt sich das Leben so unwirklich an, als würde ich zwischen Zukunft und Vergangenheit umherirren. Die Vergangenheit, allein dieses Wort ist für mich so groß, so schwer.
Ich weiß nicht, warum es mich so sehr beschäftigt.
Eigentlich wollte ich doch immer erwachsen werden..
Ich wollte 18 sein, unabhängig, frei. Aber jetzt merke ich, wie sehr mir das fehlt, was einmal war dieses dauerhafte Glück, das Leben ohne Sorgen, die Freude an den kleinsten Dingen. Damals war es ein großes Glück, einfach nur bei einer Freundin übernachten zu dürfen.
Wie sehr vermisse ich die Zeit, in der wir Mutter-Vater-Kind im Innenhof gespielt haben, Lego im Kinderzimmer meiner Schwester aufbauten und unsere Fantasien keine Grenzen kannten. Es war etwas Besonderes, ihr Neues zu zeigen selbst wenn es nur bedeutete, ihr Bilder aus einem Buch vorzulesen, obwohl ich die Worte noch gar nicht lesen konnte.
Jetzt ist meine Schwester groß. Wir alle sind es. Und obwohl unsere Zimmer noch nebeneinander liegen, spüre ich, wie langsam eine Distanz entsteht.
Meine größte Angst ist, dass wir eines Tages alle wirklich erwachsen sind, vielleicht selbst Kinder haben und dass nichts mehr so sein wird wie früher. Dass die Vergangenheit nur Vergangenheit bleibt.










