Mein letzter Blogeintrag aus der Mongolei. Ich weiß gar nicht ob der Tag einfach nur herrlich und wundervoll war oder ich unheimlich wütend aufbrechen soll. Nunja. Die letzten Tage waren sehr gechillt. An Mary-Annes letzten Tag haben wir nochmal Zimtröllchen gegessen, Souvenirs geshoppt und dann ist sie aufgebrochen. Heute, an meinem letzten Tag gab es ein Picnic mit den Volontären. Das war wirklich schön, einfach nochmal raus aus UB zu gehen, zu einer saftigen Wiese, ein wenig den Berg hochklettern und dort Sandwiches essen, Fußball spielen, im Gras liegen und sich ordentlich einen Sonnebrand zu holen (Ich hoffe der färbt sich dann braun... aber wirklich, man hat es nicht gemerkt, der Wind war so stark!). Nunja, der weniger erfreuliche Teil war mit meiner Gastfamilie. Enguun hatte sich ja am Anfang meines Aufenthalts einmal 40.000 Tugrik geliehen um eine Uhr für ihren Freund zu kaufen. Das Geld hatte sie mir bis letzte Woche immer noch nicht zurück gegeben. Als ich sie dann permanent nervte gab sie mir 10.000 wieder. Ich meinte aber, ich hätte die 30.000 gern noch vor meiner Abreise um mir davon einen schönen letzten Abend zu machen. Sie versprach mir wieder und wieder das Geld aber trieb es natürlich nicht auf... Gestern wollte sie es dann von einem Freund leihen und mir 18.00 Uhr bringen. Sie kam 02.00 Uhr nachts nach Hause und schlich sich in ihr Zimmer damit ich sie auch ja nicht danach fragen konnte. Weil ich das natürlich nicht auf mir sitzen lassen wollte bin ich zu Projects Abroad gegangen und habe ihnen gesagt, dass sie sich Geld geliehen hat und bisher nicht zurückgab, dass nun mein letzter Tag sei und ich es brauche / will. Magnai rief daraufhin wohl unsere Gastmutter an, die natürlich nichts darüber wusste dass Enguun sich Geld geliehen hat und es innerhalb von drei Monaten nicht schaffte es zurück zugeben... Es gab wohl einigen Streit Zuhause (ich war Gott sei Dank ja nicht da) und am Ende erhielt ich dann SMS von Enguun die besagten, dass ich mir doch keine Sorgen hätte machen müssen, es sei ihr Ding, dass ich ihrer Mutter nichts hätte sagen sollen, dass ich den Frieden der Familie jetzt ruiniert hätte... blabla. Mich hat das ganze Geschwafel nur noch saurer gemacht. Vor allem da Magnai meinte es sei nicht das erste Mal gewesen dass sowas mit Enguun vorgefallen wäre...Tja, kleines dummes Mädchen, ich lass sowas nicht auf mir sitzen. Als ich dann Heim kam hing wohl der Haussegen etwas schief, was mir eigentlich nur um Anne leid tut, aber die hat ja auch nur noch eine Woche hier. Nunja, jetzt hab ich meine 30.000. Zwar zu spät... aber was solls. Gerechtigkeit siegt. Meine Taschen sind nun auch gepackt und ich warte jetzt noch 3,5 Stunden bis mein Taxi zum Flughafen kommt. Ich bin dann wohl so gegen 5 am Flughafen und 7 Uhr geht mein Flieger. Dann heißt es Byebye Mongolia. Ich bin auch etwas enttäuscht von Projects Abroad dass keiner mit mir zum Flughafen kommt. Gerade weil ich meinte, es könnte vielleicht zu Problemen kommen wen da keiner Englisch spricht (was durchaus wahrscheinlich ist) und ich nur mein schlecht ausgedrucktes Online-Ticket und meine zwei Koffer habe... Let's see. Let's see. Wenn ich 11.30 Uhr nicht am Terminal bin wisst ihr warum. 8D Was kann ich abschließend sagen? Es war großartig. Mein Projekt war nicht so cool, meine Gastfamilie am Ende doof, aber die Leute, die Erfahrungen, die Freiheit, die Aussichten - wundervoll. Ich bin so froh es gemacht zu haben und hoffe ich kann irgendwann noch einmal so eine Auslandserfahrung machen. Es ist wohl wie eine Pizza "Selbst wenn es eine beschissene Pizza ist, ist es immernoch eine gute Pizza". In dem Sinne; Bis später. :)










