Wieder war es ein Tag wo ich nicht ganz da war. Und ausgerechnet musste dies im Urlaub passieren! Wir waren gerade auf einer groΓen Yacht die wir uns durch Ethan leisten konnten.
Ich war drinnen und wollte mich gerade umziehen, mir den Badeanzug anziehen, da dissozierte ich wieder und war nicht mehr ansprechbar. Alles um mich herum war wie dunkel, ich sah und bekam noch alles irgendwie mit, aber eher wie aus einer Vogelperspektive als wΓΌrde ich zuschauen, nicht als wΓΌrde ich es erleben.
Stimmen und GerΓ€usche waren stumpf, hallten.
"Lili alles in Ordnung?"; kam es neben mir. Ich hΓΆrte die Stimme kaum, doch erkannte ich sie noch gerade so.
Mein Blick der leer war, da ich nicht richtig anwesend war sah zu ihm, zu Jason.
Dieser bemerkte was los war. Er wusste daher sofort zu handeln.
Liebevoll und sanft nahm er mich in die Arme.
Er versuchte jene PersΓΆnlichkeiten zu beruhigen, Halt und Sicherheit zu geben die aufgebracht waren.
"Shhh es ist alles jetzt in Ordnung. Ihr seid sicher. Ich bin fΓΌr euch da, als auch Ethan und sicher auch Jasmin."
Diese beiden kamen in dem Moment zu uns.
"Was ist los?", fragte Ethan und bemerkte nun auch meinen Zustand. Jasmin ebenso, sie wirkte besorgt.
Jasmin und ich kamen mittlerweile recht gut klar. Wir fingen an uns immer mehr anzufreunden. Sie bemerkte dass ich anders war als die anderen Frauen in Ethans Leben und Ethan selbst sich uns beiden gegenΓΌber liebevoll verhielt und wertschΓ€tzte, sie war nicht mehr das letzte Rad am Wagen wie frΓΌher, er beachtete sie wieder.
Jason sah zu ihm. "Sie dissoziert, irgendwas scheint sie aufgewΓΌhlt zu haben."
Ethan kam darauf auf uns zu. Besorgt sah er mich an. Ich blickte in seine Augen, auch wenn ich nicht richtig ansprechbar und anwesend war, aber irgendwas in mir reagierte auf ihn und schien seine NΓ€he zu ersehnen.
Jason lΓΆste sich von mir und ΓΌbergab mich schon Ethan, welcher mich darauf in die Arme nahm. Doch in dem Moment reagierte mein KΓΆrper und ich hielt Jason ebenfalls fest.
Ich, wir brauchten beide.
Jason und Ethan sahen sich beide an, dann sahen sie besorgt zu mir. Ethan strich mir liebevoll und fΓΌrsorglich die HaarstrΓ€hnen aus dem Gesicht. "Es ist alles gut, wir sind beide da und sind fΓΌr euch da. MΓΆchte jemand hervor kommen und mit uns reden? Uns sagen was gerade los ist?", fragte Ethan liebevoll nach.
Die Innenwelt reagierte.Sofort wechselte ich zu einer PersΓΆnlichkeit bzw Zwei.
Es waren eine Kinder PersΓΆnlichkeit und ein Teenager die im Co Bewusstsein anwesend waren.
Die Augen wirkten nun wieder erfΓΌllt mit Leben da jene Anteile den KΓΆrper nun steuerten.
"Der Mann am Hafen, er sah uns bΓΆse an und sagte SprΓΌche.", kam es ΓΌber meine Lippen. "DemΓΌtigungen. Hass, Spott. So wie Vater."
Ethan strich mir liebevoll ΓΌber die Wange. Jason strich mir widerum sanft ΓΌber mein Haar.
"Das mit eurem Vater ist vorbei, ihr seid heute sicher. Das der Mann so war hat nichts mit euch zutun, er hatte wohl einen schlechten Tag und Probleme mit sich selbst.", erzΓ€hlte Ethan uns und versuchte uns zu beruhigen.
"Genau! Und vielleicht hat der Mann selbst Probleme und weil er unzufrieden ist lΓ€sst er die Wut an anderen aus. Und bestimmt auch an anderen, nicht nur dass er zu euch unfreundlich war."
Die PersΓΆnlichkeiten beruhigten sich wieder. Ich schwankte leicht zurΓΌck, hielt meinen Kopf, blinzelte und war wieder als Lilith, als Host da und war einwenig durcheinander.
Ethan stΓΌtzte mich zur Vorsicht. "Lilith? Geht es dir besser?", fragte er besorgt nach.
Ich sah ihn an und nickte. Dann sah ich zu Jasmin.
Diese sah mitfΓΌhlend drein. Sie erkannte nun wie sehr ich Ethan brauchte. Sie kam auf uns, legte ihre Hand auf jene von Ethan und auf meine. Sie sah mir liebevoll in die Augen.
"Das muss wirklich sehr schwer sein damit zu leben und klar zukommen. Es tut mir Leid wie ich zu Anfang zu dir war. Du brauchst Ethan! Und er braucht dich."
Ethan sah zu Jasmin und legte seinen Arm sanft um ihre HΓΌfte, er lΓ€chelte und sah ihr tief und ehrlich in die Augen.
"Und du brauchst mich. Und mittlerweile glaube ich dass du sie auch brauchst, als gute Freundin...oder vielleicht sogar mehr."
Jasmin wurde verlegen und sah zu mir.
Ich wurde ebenfalls verlegen und mein Herz schlug schneller.
Die MΓ€nner wandten sich darauf ab. "Komm Jason gehen wir drauΓen alles vorbereiten fΓΌr Kaffee und Kuchen."
Jason folgte ihm.
Wir Frauen bleiben alleine zurΓΌck. SchΓΌchtern und verlegen standen wir nun da.
"Ich...ich sollte mich umziehen.", "Γhm ja... .", erwiderte sie und drehte mir den RΓΌcken zu um mir meine PrivatsphΓ€re zu lassen.
Ich griff erst nach dem Badeanzug, starrte ihn nachdenklich an, dann aber legte ich ihn wieder ab und kam auf sie zu.
Ich griff sanft ihr Handgelenk.Sie drehte sich darauf zu mir um.
ich sah ihr in die Augen. "Mein Herz das hat sich in das deine verliebt Jasmin. Keine Frau war je so sanft und liebevoll und fΓΌrsorglich zu mir. Ich mΓΆchte wissen wie es ist mit einer Frau, mit dir! Ich will mit euch Dreien zusammen sein. Jason, Ethan und dir."
Jasmin wurde nun total verlegen, sie wusste erst gar nicht was sie antworten sollte, dann aber lΓ€chelte sie mich sanft an und nickte.
Liebevoll legte sie ihre Hand auf meine Wange und strich darΓΌber.
"Ich denke meines ebenso. Du bist die erste und eintige Frau mit der ich mir das vorstellen kann Ethan zu teilen. Ich habe dich denke ich auch sehr gerne. Du gibst mir soviel Kraft und Hoffnung und Halt. Du hast Ethans und meine Ehe repariert. Nun lass mich dir was Gutes tun, indem ich dir Ethan gebe, und auch mich darfst du haben."
Wir sahen uns beide tief in die Augen und verloren uns ineinander.
Wie magisch angeogen, wie zwei Magneten, suchten unsere Lippen nacheinander und trafen sic. Wir kΓΌssten uns.
Beide schlossen wir die Augen und genossen diesen Kuss.