Am Montag war ich früh aufgewacht,
ging frohen Gemüts zur Arbeit,
und keiner sah durch mich in dieser Zeit,
was ich alles getan hatte Sonntagmitternacht.
Am Dienstag war ich,im Ruhm badend,
der beliebteste im ganzen Abtei.
Witzigerweise wusste keiner dabei,
was ich alles getan hatte Montagabend.
Am Mittwoch beschwerte ich mich mit jeder Klag',
worüber wusste ich nicht,ehrlich gesagt.
Hauptsache,man hat mich zum Glück nicht gefragt,
was ich alles getan hatte Dienstagnachmittag.
Am Donnerstag,da plagten mich nur Sorgen,
Ängste und Verleumdung und anderer blanker Unsinn.
Was,wenn einer fragt,war in mir als Gedanke drin,
was ich alles getan hatte Mittwochmorgen?
Am Freitag,ja,da hielt ich's mit Müh.
Jeder war ängstlich und schwieg mich an,
denn schliesslich schwieg ich sie darüber an,
was ich alles getan hatte Donnerstagfrüh.
Am Samstag,da tänzelte ich nicht zur Arbeit herbei.
Glücklicherweise,denn dort befragte meinen Chef gerade die Polizei.
Aschfahl war er,denn man erzählte ihm nebenbei,
was ich alles getan hatte Freitagnacht um drei.
Am Sonntag war Ruhetag,das wusst selbst ich,der Heinz,
seine Siebensachen packend,der zukünftige Herr Karl,
dem mir nun klar war,dass mir nicht mehr als Einziger bewusst war,
was ich alles getan hatte samstagnacht,um Null Uhr Eins.
Am Montag bewarb ich mich um eine neue Stelle in einer neuen Stadt mit blutloser Pracht,
lernte die neuen Nachbarn kennen und neue zahme Heiterkeit.
Und glücklicherweise lernte kein Fremder durch mich von der Zeit,
was ich alles getan hatte Sonntagmitternacht.