Nazistische Persönlichkeitsstörung
Die Nazistische Persönlichkeitsstörung ist eine tiefgreifende Störung der Persönlichkeitsentwicklung, welche durch unbegründete, stark übertriebene Intoleranz gegenüber jeglichen Normvarianten menschlicher Verhaltensweisen und Ansichten sowie gegenüber Gruppen, welche entweder ethnisch, geistig oder bezüglich der sexuellen Orientierung stark von der eigenen kollektiven Identität abweichen, gekennzeichnet ist. Ein Mangel an Empathie und Anpassungsfähigkeit treten dabei ebenso häufig in Erscheinung wie eine unterdurchschnittliche Intelligenzkapazität. Aufgrund der stark ausgeprägten antidemokratischen Standpunkte ist es für nazistische Menschen nicht möglich, den Anforderungen einer modernen Gesellschaft gerecht zu werden. Dies führt nicht selten zu starken Insuffizienzgefühlen und einem hohen Gewaltpotenzial. Die daraus resultierende Gefahr für die Gesellschaft ist Grund für die Pathologisierung dieser Persönlichkeitsakzentuierung. Die Prävalenz ist leider zu hoch. Für die Diagnose laut ICD-10 (F 60.8) müssen mindestens vier der folgenden Verhaltensweisen vorliegen: 1. übertriebene Intoleranz und Vorurteile gegenüber Unkonventionalität in allerlei Formen (z. B. Herkunft, Mentalität) 2. mangelnde Fähigkeit, progressive Veränderungen in der Gesellschaft zu akzeptieren 3. nationalistische, revanchistische und insgesamt als antidemokratisch einzustufende Ansichten 4. übermäßige Beschäftigung mit Verschwörungstheorien und Esoterik 5. ausgeprägte kollektive Identität, beispielsweise über einen Nationalstaat 6. Ignoranz gegenüber Fakten und Argumenten, die die eigenen Vorurteilen widerlegen 7. übersteigertes Aggressionspotenzial, oft mit der Folge strafrechtlich relevanter Gewaltdelikte 8. immenser Mangel an Offenheit und Empathie Starke Gefühle von Unzulänglichkeit und ein geringer Intelligenzquotient ergänzen das klinische Bild.












