Ich will doch nur glücklich sein, mehr nicht

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Ich will doch nur glücklich sein, mehr nicht
Ich kann besser auf andere, als auf mich aufpassen, aber anscheinend hat das Leben was anderes für mich geplant...
Glaubst du dir das eigentlich selbst?
Nein, aber ich glaube Menschen, die mir ins Gesicht blicken können und mir sagen können wie ich bin. Ehrlich, vertrauensvoll, hilfsbereit, zuvorkommend, nett, intelligent, ein guter Zuhörer, ein guter Leiter, selbstbewusst, einfühlsam, ein toller Freund, manchmal etwas zu viel reden und noch vieles mehr. Ja, es gibt Menschen, die mir ins Gesicht blicken können und mir sagen können wie ich bin, weil ich das schwer/gar nicht einschätzen kann und dafür bin ich diesen Menschen dankbar, aber Menschen wie dir, die sich hinter einer anonymen Maske verstecken, denen brauche ich keinen Glauben schenken, denn diese Menschen können mich nicht kennen, ansonsten wüssten sie, dass man mit mir reden kann. Und damit wünsche ich dir einen schönen Abend liebe/r Unbekannte :)Und an alle anderen da draußen, gebt bitte nicht so viel auf die Worte von Menschen, die sich nicht einmal trauen sich erkenntlich zu zeigen und sich hinter einer Anonymität verstecken müssen, damit sie andere schlecht machen können.
Warum verstehen Männer den Unterschied zwischen Wertschätzung und unangebrachter Anmache nicht? Wenn man ein Kompliment zu machen versucht, dann hat es nicht mit: “Du hast nen geilen Arsch” zu beginnen. Es ist auch kein Kompliment, wenn man sich dazu hinreißen lässt, seine Hände an Stellen wandern zu lassen, an denen sie nichts zu suchen haben.
Ich als Mann kann nur immer wieder äußern, dass mich dieses Verhalten anwidert. Ich verstehe nicht, weshalb man so respektlos miteinander umgeht. Und welche Frau auf ein solches Verhalten steht, sollte sich ernsthaft Gedanken machen wie sehr sie sich wertschätzt, dass man sie begrapscht wie ein Objekt und auf ein Körperteil reduziert.
In einer Woche verlasse ich diese Klinik und ich konnte es mir 8-10 Wochen überhaupt nicht vorstellen. Jetzt bin ich 13 Wochen hier und für einige Zeit habe ich geglaubt, dass es mir ernsthaft etwas gebracht hat, aber so genau kann ich es gar nicht sagen. Natürlich bin ich hier endlich aus mir herausgekommen, habe einige wundervolle und tolle Menschen kennengelernt, welche ich ungern in meinem Leben missen möchte und doch weiß ich, dass das ganz schnell passieren wird. Die Menschen vergessen mich eben sehr schnell. Wenn ich mich dann mal nach ein, zwei Jahren oder so bei jemandem melde, heißt es immer, dass man oft an mich gedacht hat und so weiter, aber ich frage mich, weshalb sich nicht ein einziger Mensch von ihnen je bei mir gemeldet hat. Wieso konnte keiner sein Telefon in die Hand nehmen und mich anrufen oder mir schreiben oder was auch immer? WIESO???
Eine Hand
Ich möchte meine Seele öffnen, ich möchte hinausgehen und den Menschen zeigen welches Leid ich in mir trage, wie viel leid in eine solche kleine Seele passt und ich möchte Ihnen zeigen was dieses Leid mit einem Menschen anstellen kann, ich möchte, dass sie die Augen öffnen und sprachlos werden, weil sie etwas sehen werden das unglaublich ist. Dieses Leid besteht aus sehr viel Trauer, Misshandlung, Selbstverletzung, Missbrauch, Lügen und einigen Traumata, die man niemals alle aufarbeiten kann, denn dafür reicht die Zeit nicht. Es reicht ein kurzer Augenblick, um ein Trauma in einem Menschen auszulösen, aber es braucht Jahre, damit der Mensch mit diesem Traumata wieder klarkommen kann, bis er nicht mehr jede Nacht und jeden Tag geplagt wird und sich wie das letzte Stück Dreck fühlt. Ich bin müde, ich möchte nicht weiter alles zurückhalten und so tun, als wäre alles in Ordnung, denn das ist es nicht. Die Seele in mir schreit, sie Versucht mit Händen und Füßen aus mir herauszukommen, damit sie jeder sehen kann, doch die Hülle ist stark, selbst wenn der Geist nicht mehr kann. Ich bin wirklich sehr müde, mir fallen die Augen immer wieder zu, aber ich muss sie offen halten und meinen Pflichten nachkommen, ansonsten wird es Konsequenzen haben, die mich noch weiter einschränken. Ich brauche Hilfe, kann sie aber nicht annehmen, weil das Gefühl, dass ich sie nicht verdient hätte und gar nicht brauche, überhand nehmen, aber ich brauche diese Hilfe. Viele glauben, dass ich viel stärker sein, aber das bin ich nicht. Ich bin kraftlos und erschöpft. Meine Hülle kriegt Risse und sie werden größer, man kann sie schon seit Jahren an meinem Körper sehen, aber niemand versteht sie. Niemand hat auch nur eine Ahnung wie gefährlich und ernst es in Wahrheit ist. Ich brauche jemanden, der die Hand auf meine Schulter legt und mir hilft, denn ich kann nicht mehr. 12 Wochen Therapie, einiges ist besser geworden, aber wieder sitze ich hier, zugestimmt mit Medikamenten und völlig zerstört am Boden. Mein Weg hat erst gerade begonnen und ich mag mir nicht erdenken wohin er führen kann, denn da erwartet mich nur schreckliches.
Überall betrunkene Menschen. Wie kann man sich nur so wohlfühlen? Dieser Dauerrausch ist doch ekelhaft, ganz abgesehen davon, dass das Sozialverhalten dieser Menschen oft mehr als zu wünschen übrig lässt. Kommt denn nicht irgendwann der Punkt an dem man checkt, dass das Trinken rein gar nichts bringt, außer aggressives Verhalten (nicht bei allen, aber bei den meisten), die Kontrolle über den Körper zum Teil stark eingeschränkt bis nicht vorhanden ist und man keinen Bezug zur Realität mehr hat, bzw. diesen zum Großteil verliert? Ich ekele mich vor solchen Menschen zu Grunde und es widert mich an wie dieser Konsum von Alkohol auch noch glorifiziert wird in unserer Gesellschaft.
Und mittlerweile fühle ich mich auch hier vollkommen unwillkommen und unerwünscht, schließlich kommt eh kein Mensch auf mich zu und fragt ob man mal etwas machen möchte oder so, außer man braucht etwas von mir...
Eine Nachricht zu löschen ändert nichts daran, dass es passiert ist
Verleugnen bringt auch nichts, denn die Tatsache, dass es so ist, besteht trotzdem!
Borderline
Mal etwas, was mir immer häufiger auffällt.
Vermehrt denken immer mehr Leute sie hätten die Borderline-Persönlichkeitsstörung. Und wisst ihr was? Ihr kotzt mich an. Borderline ist keine Schublade in die ihr euch stecken könnt, weil es euch gerade so passt, weil ihr mal etwas darüber gelesen habt und denkt, ach ja, dass passt ja ganz gut. Ich erkläre jetzt mal was über Borderline. Ich sage aber gleich, dass ich nichts pauschalisieren möchte, denn nicht alles trifft auf jeden zu.
Borderline ist nicht zu wissen wer man ist, nicht zu wissen was man mag, sich selber nicht zu kennen. Ihr kauft euch zum Beispiel grüne Kopfhörer und plötzlich muss alles grün sein. Warum? Weil ihr versucht euch krampfhaft eine Identität zu suchen. Ihr wollt etwas, dass euch ausmacht. Oder ein anderes Beispiel wäre, einer aus eurer Klasse sagt seine persönliche Meinung zu einem bestimmten Thema und ihr findet diese Meinung gut, ihr nehmt sie an, weil ihr selber keine Meinung habt, sagt ein anderer Mitschüler seine Meinung, die allerdings dem Gegenteil entspricht, euch aber von der Argumentation her mehr zusagt, nehmt ihr diese Meinung als eure eigene an. Ihr selber habt keine eigene Meinung, denn ihr wisst ja nicht, wer ihr seid und was ihr mögt und was nicht.
Borderline ist eine unglaubliche Angst verlassen zu werden. Ein unheimliches Klammern an einer anderen Person. Ihr habt panische Angst sobald diese Person zu ihren Freunden geht. Die ersten Gedanken die euch durch den Kopf gehen sind zum Beispiel das sie ihre Freunde lieber mag als dich und man selber langweilig ist, sie möchte bald nichts mehr mit einem unternehmen, bald ist sie nur noch bei ihren Freunden. Eine kleine Auswahl an Gedanken und Panik die in Sekundenschnelle in einem hochkommen. Du wirst unglaublich eifersüchtig und wirfst ihr Dinge vor, die sich in deinem Kopf als richtig manifestiert haben, möglicherweise aber gar nicht stimmen. Du sagst möglicherweise genau das, was du denkst, glaubst nicht, wenn sie sagt, dass das nicht stimmt. Keiner kann dich von deiner Meinung abbringen. Und so zerstört man Freundschaften/Partnerschaften.
Borderline ist ein ständiges Hin und Her an Gefühlen. In einer Sekunde hast du Angst, dass deine Freundin dich betrügt, in der anderen bist du aggressiv, weil du davon ausgehst, dass sie es tut und in der nächsten bist du am Boden zerstört, weil du dir Szenarien in deinem Kopf ausmalst, die höchstwahrscheinlich nie passieren werden. Dazu kommt eine fehlende Impulskontrolle. Das was man fühlt wird in dem gleichen Ausmaß in dem man es empfindet nach außen getragen. Zu einem aggressiven Verhalten nach außen kommt eventuell auch ein autoaggressives/selbstzerstörerisches Verhalten wie zum Beispiel sich selber Verbrennungen zufügen, Sex ohne Verhütung, sich selber schlagen, mit Rasierklingen schneiden.
Borderline ist ein chronisches Gefühl von Leere und Langeweile. Leere wird häufig von impulsiven Handlungen wie unbeständigen Beziehungen begleitet, um die Leere mit Liebe zu füllen, die gar nicht echt ist, eventuell auch selbstschädigendem Verhalten um sich selber wieder zu spüren. Langeweile ist egal wann, immer vorhanden, egal ob man etwas zu tun hat, gestresst ist, die Langeweile ist immer da.
Borderline ist schwarz-weiß. Ein ständiger Wechsel zwischen Idealisierung und Abwertung eines Partners oder Freundes. Es wird eine Abhängigkeit entwickelt und solange der Partner in den Augen des Betroffenen alles richtig macht, ist der Partner der absolut beste Mensch, den man je getroffen hat. Erlebt man allerdings Zurückweisung durch denselben Partner, oder Enttäuschung, wird der Partner abgewertet. Sätze wie diese sind Gedanken, die für jeden Außenstehenden absolut schwachsinnig klingen, für den Betroffenen allerdings in dem Moment das einzige sind, was zutreffen kann: Der Partner will mir immer nur wehtun, er war noch nie gut für mich, er hat mich noch nie wirklich geliebt. Häufig begleitet von Wörtern wie immer und nie.
Borderline ist nicht mal da und mal weg. Borderline ist eine Persönlichkeitsstörung, diese bleiben ein Leben lang und nur der Umgang mit den Symptomen wird in der Therapie erlernt.
Borderline ist nicht einfach mal so da. Borderline entwickelt sich schon in den ersten Lebensjahren oder durch ein traumatisches Erlebnis und bricht dann im Jugendalter aus. Nur weil du ein Trauma hast heißt das nicht, dass du Borderline hast.
Borderline ist nicht gleich Selbstverletzung. Nicht alle Betroffenen verletzen sich selber. Nur weil du dich selber verletzt, hast du kein Borderline. Eines der wohl größten Vorurteile das ich oft höre.
Borderline ist nicht mir geht es mal nicht so gut. Borderline ist eine Qual für jeden, der betroffen ist. Nur weil du einmal in Monat Stimmungsschwankungen hast oder mal Angst hast, dass dein Partner dich verlässt, hast du kein Borderline. Borderline ist die permanente Angst verlassen zu werden. Borderline ist ein ständiges Hin und Her.
Immer häufiger sehe ich Leute die ganz plötzlich, nachdem sie erfahren haben, dass ich betroffen bin, auch Borderline haben, aber das natürlich auch schon ewig.
An den anonymen Fragensteller
Danke für diese Worte. Ja, man muss sich auch vor so etwas bedanken können. Außenstehende werden es niemals verstehen oder nachvollziehen können, weshalb ein/e Borderliner/in so reagiert wie er/sie reagiert, empfindet wie er/sie empfindet oder denkt wie er/sie denkt. Vielleicht kann man es zum Teil nachvollziehen, aber was in diesen Menschen vorgeht, ist unvorstellbar und unbeschreiblich. Wir, um uns mal als eine Gruppe anzusehen, denn das sind wir, sind nicht wie die anderen und werden es auch niemals sein. Wir haben AIDS in psychischer Form, denn wir müssen mit dieser Krankheit/Persönlichkeitsstörung ein Leben lang leben und können nur lernen damit zu leben/umzugehen. Es ist und wird immer ein Teil von uns sein, denn es ist eine Persönlichkeitsstörung und nicht eine Unregelmäßigkeit in unserem Gehirn, bzw. eine hormonelle Störung im Gehirn.
Heute war ich das erste Mal seit zweieinhalb Monaten bei mir in der Stadt, um mein Zeugnis abzuholen und ein paar ehemalige Klassenkameraden zu treffen und es war weitaus besser, als ich es mir gedacht habe. Nächstes Wochenende geht es gleich für eine Nacht nach Hause und ich treffe mich wieder mit drei Leuten und wir unternehmen etwas. Ich hoffe, dass es genauso gut wird oder zumindest annähernd und mich meine Wohnung direkt erschlägt oder ich völlig die Fassung verliere. Die vergangenen elf Wochen Therapie haben so viel gebracht und verändert, auch wenn ich erst am Anfang des Ganzen stehe weiß ich, dass aufwärts gehen wird, aber das wird sich wahrscheinlich erst zeigen, wenn die richtige Traumatherapie beginnt und ich anfangen kann den richtigen Scheiß zu bearbeiten und verarbeiten. Ich schaue weitaus positiver auf die Zukunft, auch wenn ich ein weiteres Jahr verliere und erst nächstes Jahr meine Ausbildung beginne, weil ich noch weitaus mehr Therapie benötige, als ich bisher habe. Ich habe wundervolle Menschen kennengelernt, Menschen, die es wert sind, dass ich um sie geweint haben, weil sie uns verlassen haben und verlassen werden, aber sie werden hoffentlich alle ihren Weg gehen und glücklich werden. Gesund und glücklich. Auch wenn einige von diesen Menschen, aufgrund ihrer Krankheit, niemals völlig gesund werden, hoffe ich, dass sie lernen mit ihrer Krankheit zu leben und über sie hinwegstehen können und somit ihr Leben genießen können. Ich habe gestern das erste mal um einen Mann geweint seit Jahren, weil ich ihn für längere Zeit nicht mehr sehen werde und er mir fehlen wird. Einem Mann, obwohl ich eine Abneigung gegen Männer habe und es extrem schwierig für mich ist, aufgrund meiner Vergangenheit. Ich habe ihn in den Arm genommen und mich nicht schlecht gefühlt, weil ich gefühlt habe, dass er ein toller Mensch ist und weil er "real" ist.
Einfach so weg, wie alle anderen auch...
Ich fühle mich mal wieder wie ein richtiges Stück Scheiße. Andere haben mit 24/25 einen Führerschein, ein Auto, eine anständige Wohnung, Einrichtung, Job, Frau/Freundin/Lebensgefährtin, Kinder, was auch immer und ich? Ich habe nichts dergleichen. Ich habe rein gar nichts...
Traumatherapie sollte verboten gehören, dennoch ist sie nötig...
I spent three weeks in a mental hospital and what I discovered there I feel like should be put into words.
we are not who you think we are.
the boy with turrets told the funniest jokes
the girl who raked her nails up and down her skin could create the most exquisite drawings
the girl who abused drugs had the wisest soul
the boy with schizophrenia had the biggest heart
the girl who tried to kill herself told the boy with insomnia stories to help lure him to sleep
the boy who wanted to kill himself had the deepest passion for cooking
the girl with slits and scars all over her body dried my tears and told me I was beautiful
the boy with anger issues gave the warmest hugs
the girl with bulimia told everyone every day that they looked beautiful in their bodies
the boy who was a compulsive liar told us that he wanted us all to get better, and that he was for once telling the truth
the girl who almost drank herself to death stood up for anyone that felt they were feeling bullied
the boy with social anxiety made sure nobody sat alone at meals
we are not who you think we are.
*slams reblog button*
literally crying
So ist es.
Auch wenn es bergauf geht, ein Wunsch bleibt trotzdem. Eine Frau und ganz weit weg von dieser Gesellschaft.