16.02.1026
Den Montag lassen wir ruhig angehen, frühstücken spät, genießen die Sonne an der Lagune und fahren gegen Mittag an den Strand
„Plage de Boqueronesa“.
Der lange schmale Sandstreifen zwischen Marchica Lagune und dem offenen Meer ist ein toller Ort, umsiedeln Seele baumeln zu lassen. Muscheln, wohin man schaut und sonst nichts, außer Sand, Weite, Wind und Meer. Ach ja, Dornen, Vorsicht vor den Dornen 🤭
Bei so viel Ruhe, entschließen wir uns dazu, unserer Tochter ihre erste Fahrstunde zu gönnen. Sie ist zehn, Schleifen binden klappt noch nicht aber Auto fahren, was soll ich sagen? Anfahren mit Kupplung und Schalten auf Zehenspitzen klappt beim ersten Versuch. Wie cool ist das dann bitte?!?
Heute morgens hatten wir aufgrund der nicht vorhandenen Einkaufsmöglichkeit für alkoholische Getränke im Hotel gefragt, ob es möglich ist, die mittlerweile fünf Flaschen Wasser, die wir nicht trinken gegen Bier zu tauschen. Der Preis nimmt sich nicht viel, da auch Wasser mit 60 Dirham auf der Karte steht. Ja, kein Problem, hat man gesagt. Am Abend hatten wir dann noch mehr Wasser. Vielen Dank auch. Wir haben doch gesagt, dass wir kein Wasser trinken. Es folgt eine Diskussion, ich wollte meine Ruhe und mit meiner Familie zum Pool aber ständig klingelte das Telefon und gefühlt 20 Leute wollten das Problem erklärt haben. Die Zimmermädchen waren nicht dazu zu bewegen, endlich unser Zimmer zu verlassen. Am Ende brachte man noch mehr Wasser. Wir sind doch keine Fische 🐠🙂↔️ Wer in Nador versucht, Bier zu bestellen, wird angeschaut, als hätte er nach harten Drogen gefragt. Furchtbar! Selbst in der Ryad Bar, wo die Männer rauchen wie die Schlote, hieß es: pssss! Maybe in Hotel Mercure. Dort natürlich auch nicht, weil in drei Tagen „Fiesta Ramadan“ beginnt. Die Stimmung sinkt und sinkt, das Land gewinnt auch beim zweiten Besuch nichts an Beliebtheit. Überhaupt sinken muslimische Länder auf unserer Beliebtheitsskala in Richtung des Gefrierpunktes.
Später zum Abendessen gibt es wunderschöne Fake Cocktails. Nur Zuckerwasser und Eis, natürlich ist kein Alkohol im „Blue Curacao Mojito“.
Jetzt aber schnell noch mal zum Fitnessstudio und in den Pool, bevor um 21 Uhr alles die Schotten dicht macht!
17.02.2026
Heute Morgen gehe ich schwimmen, und zwar in der Lagune und nicht im beheizten Pool. Auch wenn die Temperatur gerade einmal 13 Grad beträgt, laden die angenehm warmen Sonnenstrahlen und der deutlich nachgelassene Wind förmlich dazu ein, in das silbern funkelnde Nass zu springen. Doch was ist das? Kaum bin ich mit den Füßen im Wasser, kommt ein Security Mann herbei geeilt, schreit wie gewohnt auf Französisch los und gestikuliert wild herum. Auf Nachfrage an der Rezeption finde ich heraus, dass er dermaßen aufgebracht war, weil keine Badesaison ist und keine Security vor Ort wäre. Warte: wer war dann der Herr, der den ganzen Tag am Strand hockt und mich angeschrien hat, dass es zu gefährlich wäre, knietief im spiegelglatten Wasser der Lagune zu stehen? Zum Putzen war er ja scheinbar nicht da. Es ist ja keine Badesaison, deshalb darf Plastikmüll am Strand des 5 Sterne Hotels liegen. Es ist niemand da, um ihn wegzuräumen. Gut, dass heute ein Gast kommt, der sich heute ins Wasser traut, versetzt natürlich gleich das halbe Hotel in Alarmbereitschaft. So ist es auch nicht verwunderlich, dass im nächsten Moment ein Herr mit riesigem Handtuch vor mir steht, um die angenehm warme Sonne auch ja nicht zu dicht an meine Haut zu lassen.
Na dann mal lieber schnell ab zum Frühstück!
Monte Gurugu - Der Berg der Berberaffen
Heute ist wandern angesagt. Wir wollen den 900m hohen ehemaligen Vulkan erklimmen, der heute fest im Affenhand ist. Nicht weit entfernt von Nador, ist er ein perfektes Tagesziel. Empfangen werden wir von Pinienwäldern und saftig grünen Wiesen, auf denen die leckersten Champignons wachsen. Mangels Kochmöglichkeit lassen wir sie stehen und freuen uns stattdessen über die niedliche Affenbande, die uns mit neugierigen Blicken mustert. Da der Parkplatz recht weit oben ist, schlendern wir mehr, als das wir wandern und erreichen schon bald die ersten Punkte, von denen aus man eine tolle Fernsicht genießen kann. Überall tummeln sich flauschige Äffchen, nicht frech aber auch nicht scheu kommen sie dicht an uns heran und fragen mit ihren Blicken nach Futter. Natürlich können wir ihnen diesen Wunsch nicht erfüllen, sonst würden sie den Besuchern schon bald, ähnlich wie in Gibraltar, unangenehm auf die Pelle rücken. Sie bekommen eine Muschel zum Spielen und sind vorerst beschäftigt. Ein wunderbarer Ort, um einen ruhigen Tag in der Natur zu verbringen.










