Seit wir die Wüste verlassen haben, begleitet mich das Gefühl, dass etwas zu Ende geht. Eigentlich endete diese Reise für mich dort, an der Stelle, als wir den letzten Wüstenabschnitt hinter uns gelassen haben. Es gibt immer noch große Weiten, lange Wege, aber die Straßen sind allesamt asphaltiert, die Anwesenheit der Menschen allgegenwärtig. Die Wüstendurchquerungen waren meine liebsten Strecken. Das berauschende Gefühl der absoluten Einsamkeit. Die Connie Sue Highway, auf dem wir auf tausend Kilometern ein einziges Fahrzeug getroffen haben. Auf der Tanami Road waren es dann zwei-drei mehr. Der wolkenlose Sternenhimmel über uns. Millionen von Sternen, die wir in Europa vor lauter Lichter gar nicht mehr sehen können. Und wie um das nahende Ende zu unterstreichen, zieht sich der Himmel zusammen, die Sterne sind nicht mehr zu erkennen, die Milchstraße, die Magellanic clouds, the southern cross. Die Regenzeit ist im tropischen Norden ausgefallen. Dafür regnet es im Sunshine State Queensland. Am Great Barrier Reef. Wir warten auf die Sonne, um die Riffe sehen zu können. Auf Windstille. Hoffen auf Sonntag, haben eine Tauchtour gebucht, vor der ich ziemlichen Respekt habe. Bis dahin soll es pausenlos regnen. Gut für die Teilnehmer der Ironman Veranstaltung, die an diesem Wochenende in Cairns abgehalten wird. Die Sterne der Südhalbkugel sind also hinter der Wolkendecke verschwunden, und wenn ich auf die Wettervorhersage der Ostküste schaue, glaube ich nicht, dass wir sie noch einmal sehen werden. So wie in der Wüste. Er wird mir fehlen, der Sternenhimmel Australiens. Die Wüste. Das Alleinsein.
Cairns im Regen. Frierende Pelikane :)











