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@old-man-talking
Es gibt da diese Momente, auf die ich immer zurĂŒckkomme, wenn ich besonders nostalgisch werde, wenn ich es mir nur noch in meiner Vergangenheit gemĂŒtlich machen möchte. Ich kann sie im Geiste abspielen wie alte Videokassetten.
Wenn ich sie auf der StraĂe sah, schaute ich sofort weg. Ich hatte Angst vor ihr. Sie war sich ihrer Wirkung auch sehr bewusst, wenn sie den Mund ganz leicht öffnete, sodass sich die Lippen gerade nicht berĂŒhrten, war es eine der schönsten Kombinationen die es gibt: anmutig und herausfordernd.
Ein kurzer Blick von mir auf ihr offenes Haar reichte, um mein Herz aus dem Takt zu bringen. Wir sprachen nie ein einziges Wort miteinander.
Ich war vierzehn oder fĂŒnfzehn Jahre alt, sie stieg an der Haltestelle, die gegenĂŒber unseres Hauses lag, morgens um halb acht Uhr aus und ging in Richtung Leuchtenburg. Nachmittags und halb fĂŒnf kam sie aus der Richtung, in die morgens gegangen war, zurĂŒck, wartete etwa fĂŒnf Minuten auf den Bus und fuhr dann davon. Ich saĂ an unserem KĂŒchenfenster und starrte sie an. Meine Mutter verĂ€ppelte mich und meinte, ich solle endlich runter gehen und sie ansprechen? Was ich natĂŒrlich nie gemacht habe!
Im nĂ€chsten FrĂŒhjahr, in den ersten warmen Tagen, bestaunte ich vom KĂŒchenfenster aus ihre doch sehr frauliche Figur. Damit war es vollkommen um mich geschehen. Ich betete âBusfahrer-Teenyâ noch mehr an. Vermutlich hatte ich feuchte TrĂ€ume, wenn ich nachts an sie dachte.
Irgendwann, ich denke im folgenden Sommer, kam sie nicht mehr mit dem Bus. Ich war, glaube ich, immer noch in Busfahrer-Teeny verliebt, als ich das erste Mal ein MĂ€dchen meine Freundin nennen durfte. Ich habe sie nie vergessen, aber eben auch nie nur ein Wort mit ihr gewechselt.
Jahrzehnte spĂ€ter, wenige Wochen vor ihrem Tod, hat mich meine Mutter, als sie im Pflegeheim lag, auf Busfahrer-Teeny angesprochen. Sie ging darauf ein, dass ich damals so wunderbar hilflos verliebt gewesen sei. Sie hatte das in ihrer Erinnerung behalten. Sie habe gesehen, dass ich auf dem Weg zum âerwachsen-werdenâ gewesen sei.
Ob ich je erwachsen wurde, ist schwierig zu beurteilen, doch die Erinnerung an eine groĂe, unerfĂŒllte Liebe bleibt ein Leben lang.
Sie hat mir die Welt vor die FĂŒĂe gespuckt
Mir ein Bild gemalt voll von Sonne und Regen
In den dunklen Stunden weiĂer NĂ€chte
SpĂŒre ich wie sich ihre Worte zu mir legen
Sie hat ihr Feuer in mein Herz getragen
Mich mit ihren Flammen tief verbrannt
Doch niemals werde ich ehrlich sagen können
Ich wĂŒnschte ich hĂ€tte sie nie gekannt
Ich mag das sehr!
Old Man Talking ist heute 6 geworden!
Old Man Talking ist heute 6 geworden!
Schafanzug-Geschichten
âDie coolsten MĂ€nner aller Zeiten trugen Pyjamas vor der Kamera: James Stewart, Cary Grant, Paul Newman. Gary Cooper teilte sich in einer Szene sogar einen mit Claudette Colbert: er nahm die Jacke, sie die Hose.â
Mit einem Klassiker bester TrĂ€ume, aus gewebtem Stoff, das Oberteil mit durchgĂ€ngiger Knopfleiste, Reverskragen und praktischer Brusttasche, bemĂŒhe  ich mich seit dem Weihnachtsfest um verwegene Eleganz auf meinem Nacht-Lager. Schiesser hat meinen neuen Schlafanzug mit feinen schwarzen Streifen veredelt - das lĂ€sst ihn interessanter wirken. â⊠er wurde dann komplett gewaschen und in der Farbe Rosenholz ĂŒberfĂ€rbt - cool, weil der Antik-Look authentisch wirkt. Die Hose ist versehen mit einem elastischen Bund samt Tunnelzug und Bindeband. ZusĂ€tzlich noch zwei Seitentaschen an den SeitennĂ€hten.â Â
Mit diesem feinen Zwirn fĂŒhle ich mich des Nachts wie einst Carry Grant. Ich warte darauf, dass sich eine Hollywoodschönheit in mein Schlafzimmer schleicht, das Oberteil entwendet und mir nur das Beinkleid des besonders weichen und angenehm zu tragenden Pyjamas bleibt. AnschlieĂend muss ich mich verschiedener Verwechslungen erwehren und nach einigen Verwirrungen werde ich die Hollywoodschönheit in meine Arme schlieĂen und mit ihr in mein Schlafgemacht verschwinden. Auf der verschlossenen SchlafzimmertĂŒr wird âThe Endâ projiziert, obwohl es irgendwie gerade nach einem Anfang ausschaut. Ob ich dabei den wunderschönen Schlafanzug von Schiesser benötige, bleibt ungewiss.
Es ist faszinierend, wie ein KleidungsstĂŒck die eigene Wahrnehmung verĂ€ndern kann. Ich fĂŒhle mich, wie ein Star aus einem Ortsteil von Los Angelos! Ich bemerke, wie ich mich selbstbewusster ins Bett begebe und mich tĂ€glich ĂŒber die exzellente QualitĂ€t des Stoffes und dessen Weichheit freue. Leider bin ich in den vergangenen Jahren etwas realistischer geworden und glaube nicht mehr an die Hollywoodschönheit, die an meine Schlafzimmer klopft, aber es ist schön, sich in einer Riege mit James Stewart, Carry Grant, Paul Newman, und Cary Cooper zu wĂ€hnen.
Der Neue James
Es gibt Hoffnung. Wahrscheinlich werde ich in meinem Leben doch noch einige Hotelzimmer zertrĂŒmmern und Drogen und Groupies in gröĂeren Mengen konsumieren. Daniel Craig wird als James Bond aufhören.
Was das mit mir zu tun hat? ZunĂ€chst nicht viel. Aktuell denkt man ja an eine weibliche 007! In einer mĂ€nnlich dominierten Welt, wird man schlussendlich erneut eine stark testosterongesteuerte Person wĂ€hlen. Der nĂ€chste James Bond wird allerdings politisch korrekt sein. Und da komme ich ins Spiel: Im Rahmen der Ăberalterung westlicher Gesellschaften wird man dem jungen James Bond einen alten, verletzten KĂ€mpfer an die Seite stellen. Die Verletzung ist im Sinne der Inklusions-Debatte dringend angezeigt. NatĂŒrlich ist mein deutscher Akzent im Englischen etwas problematisch. Als Doppelagent im kalten Krieg hat der von mir zu spielende Charakter gute Dienste fĂŒr den MI5 geleistet. Deshalb arbeitet âErâ, von mir in einer oscarverdĂ€chtigen Performance dargestellt, inzwischen im Auftrag der MajestĂ€t in London.
Am Ende des ĂŒbernĂ€chsten James Bond stirbt der JĂŒnglings-Bond an einem Katzenbiss, den er sich beim Herumtollen in seiner Luxuswohnung zugezogen hat. Der weltweit agierende Geheimbund âUnited cut-throat villainâ hat die Katze aus Rache mit einer Droge vergiftet. Ich bleibe im Dienste der MajestĂ€t und werde als erster, nicht englischer âAgent 007â Gefahren und Risiken fĂŒr das Brexit-Land bestehen.
Meinem Plan ist kaum noch etwas hinzuzufĂŒgen! Leider fehlt mir das darstellerische Talent. Aber dieses klitzekleine Problem werde ich noch lösen mĂŒssen, wenn ich zukĂŒnftig Hotelzimmer zertrĂŒmmern und Drogen und Groupies in gröĂeren Mengen konsumieren möchte.
Beste GrĂŒĂe
Um 07:05 Uhr wĂŒrde mein Wecker tĂ€glich lĂ€uten. Er hat es in diesem Urlaub bislang nur ein einziges Mal geschafft, mich im Schlaf zu erwischen. An allen anderen Tagen war ich vor dem Wecker wach. Paradox, denn ich habe frei und ich könnte ausschlafen. Eine unbĂ€ndige Vorfreude lĂ€sst mich fast immer vorher aufwachen. Eine Vorfreude auf eine ca. 1œ bis zweistĂŒndige Fahrradtour, die ich vor dem FrĂŒhstĂŒck begeistert hinter mich bringe.
Die Sonne geht gegen sieben Uhr auf, die Luft ist klar und es ist zwischen 19 und 24 Grad warm. Ich besteige mein gemietetes Ebike und erkunde die Gegend, die ich inzwischen sehr gut kenne.
Aus der Bucht Agios Georgios Pagon muss man zunĂ€chst einige heftige Steigungen ĂŒberwinden, um das Rad ĂŒberhaupt etwas laufen lassen zu können. FĂŒr einen Flachlandradler wie mich, ist das sehr gebirgig. Meistens lege ich eine Strecke um die dreiĂig Kilometer zurĂŒck, bevor ich hochzufrieden wieder in der Bucht ankomme.
Morgens sind sehr wenige Menschen unterwegs. Menschen, die mit dem Auto oder Motorrad zur Arbeit fahren, einige Hundebesitzer, die ihre Hunde ausfĂŒhren und Touristen, die sich wie ich sportlich betĂ€tigen möchten. LĂ€ufer, die ich bewundere, wenn sie sich die Höhen hinaufschleppen und Radfahrer, die ohne MotorunterstĂŒtzung schwer keuchend nach oben radeln. So, wie ich es vor fĂŒnf Jahren auch noch gemacht habe.
An einigen speziellen Strecken werde ich von streunenden Hunden gejagt. In diesem Jahr sind es zwei recht groĂe Exemplare, die an einer Stelle, an der ich alle zwei, drei Tage entlang fahre, bereits auf mich warten und bellend hinter mir her rennen, manchmal nach meinen Beinen schnappen und bedrohlich knurren. Angst hatte ich nur an den ersten Tagen, um dann festzustellen, dass sie doch nur spielen wollen.
Ich fahre hier schon viele, viele Jahre umher, so dass ich bekannt bin. Mir wird oft ein fröhliches âKalimeraâ zugerufen, ein griechisches âGuten Morgenâ, das ich ebenfalls allen Menschen freundlich entgegen gröle, die mir begegnen.
Ein Ă€lteres Ehepaar frĂŒhstĂŒckt, wenn ich vorbeifahre auf ihrer Terrasse an der StraĂe und die beiden sind offensichtlich immer entzĂŒckt, wenn sie einen alten Touristen sehen, der mit rotem Kopf und roter Haut an Ihnen vorbei radelt. Sie springen fast schon auf und winken wie SchiffbrĂŒchige auf einer einsamen Insel, der in der Ferne ein Schiff vorbeiziehen sehen.
Heute wurde ich von einem alten Griechen angehalten. Die Zeichen, dass ich anhalten möge, waren eindeutig. Der Mann sagte kein Wort und gab mir eine Feige, die er wenige Sekunden zuvor von einem Feigenbaum gepflĂŒckt hatte. Er bedeute mir, dass ich diese essen soll - was ich tat. Die Feige war zuckersĂŒĂ und ich war offensichtlich so begeistert, dass er inspirierend, zahnlos lachte, seinen Daumen hob, sich umdrehte und fortging.
Einfach wunderbar - Ohne Worte!
Geborgenheit in der Erinnerung
Zu Weihnachten ergreift man einen Zipfel Kindheit, Geborgenheit in der Erinnerung â und erfĂ€hrt mehr NĂ€he als sonst. Sobald ich ĂŒber das Weihnachtsfest, anders ausgedrĂŒckt, ĂŒber den Heiligen Abend meiner Kindheit  nachdenke, erinnere ich die unendlich lange Wartezeit! Das Kriechen von Sekunden, die sich wie Stunden anfĂŒhlten, die Ungeduld, die meine Schwester und mich bereits vor dem ĂŒblichen Aufstehen ĂŒberrascht hatte. Bis zur Bescherung dauerte es bis sieben Uhr abends. Eine Zeit, die sich wie eine lang gezogene Folter anfĂŒhlte.
In den ersten Jahren verstand ich die Sorgenfalten auf der Stirn meiner Mutter nicht. Ich dachte, sie wĂ€re genauso ungeduldig wie ich. Erst spĂ€ter realisierte ich, dass sie darĂŒber nachdachte, ob denn ihr Mann, der meist am Heiligen Abend noch bis 14:00 Uhr auf der Werft arbeiten musste, einigermaĂen nĂŒchtern nach Hause kommen wĂŒrde, oder aber, ob er sich mit seinen Arbeitskollegen vollkommen betrunken hatte?
Als Kind habe ich darĂŒber natĂŒrlich nicht nachgedacht. Ich war mit meinen WĂŒnschen beschĂ€ftigt. Was wĂŒrde wohl unter dem Tannenbaum liegen? Die Spannung stieg den Tag ĂŒber unertrĂ€glich an. Nachmittags haben wir meist zur ZeitĂŒberbrĂŒckung irgendetwas gespielt, Radio gehört, oder versuchten zu lesen. Die Zeit schlich trotzdem nur so dahin.
Vor der Bescherung gab es Abendbrot. Jede Familie pflegt ihre eigenen Weihnachtsrituale! Der rote Heringssalat und die begleitende Bockwurst  gehörten bei uns schlicht dazu und hat dem Weihnachtsfest eine Note AbsurditĂ€t hinzugefĂŒgt. Wer isst schon zu Heringssalat Bockwurst. Immer, wenn ich davon erzĂ€hle, schauen mich die Leute unglĂ€ubig an. Fast immer wird gesagt, âdas passt doch gar nicht zusammen!â
FĂŒr mich passte es frĂŒher wunderbar, esse ich aber heutzutage nicht mehr. Alles hat seine Zeit.
Ich wĂŒnsche allen ein tolles Weihnachtsfest und eine besinnliche und fröhliche Zeit.
Old Man, who is talking.
Seine Kleidung: sehr modisch! Die dunkelbraune Cordhose mit weit geschnittenem Hosenbeinen ĂŒberdeckte grobe Stiefel. Der ReiĂverschluss einer königsblauen Windjacke war bis zum Hals zugezogen. Die kastanienrote MĂŒtze im angesagten âBeanie-Stilâ rundete seine elegante Erscheinung ab.
AuffĂ€llig war der sehr unsichere Gang und ein dicker, runder Po. Ein Pampers-Po, der durch die schwankende Fortbewegung prominent wackelte. Er steuerte direkt auf einen Laternenpfosten zu, den er, als er ihn erreichte, mit beiden Armen krampfhaft umklammerte. Er schien stolz und glĂŒcklich zu sein, seufzte erleichtert, murmelte âFleunâ und strahlte mich an.
âLasse kann erst seit wenigen Tagen laufen, möchte aber nicht mehr an meiner Hand gehen. Er will es alleine können und alles, was ihm Halt gibt ist sein Freund,â sagte sein Vater. Lasse war ein kleiner rotbĂ€ckiger Junge. Etwa ein bis eineinhalb Jahre alt, den ich auf dem Parkplatz vor unserem Edeka-Markt beobachtet hatte. Sein sichtlich stolzer Papa hatte mich im Laufschritt ĂŒberholt um ihn vor einem Sturz zu bewahren, den der Laternenpfahl jedoch verhinderte.
Bevor ich etwas antworten konnte, lief Lasse wieder los. Diesmal direkt auf mich zu, und als er mich erreichte umklammerte er mein Bein. Das war jetzt offenbar auch sein âFleunâ. Er strahlte mich aus seinen dunkelbraunen Augen an, lieĂ mich los und stĂŒrzte auf seinen Papa zu, der ihn gekonnt auffing und auf seinen Arm nahm.
âEntschuldigungâ, sagte sein Vater und kĂŒsste den kleinen Kerl auf die Wange. âSie brauchen sich nicht zu entschuldigen, denn Lasse ist ja jetzt mein âFleunâ.â
Ich ging gutgelaunt in den Laden und erledigte den Wochenendeinkauf.
Kindermund tut Wahrheit kund
Ich war am Boden zerstört. Schuld daran war ein fĂŒnfjĂ€hriges, rothaariges MĂ€dchen aus unserer Nachbarschaft, dass ich bislang fĂŒr total liebenswert hielt. - Bis gestern!
Ich kam recht frĂŒh nach Hause und setzte mich auf unsere Terrasse mit dem Blick zur StraĂe. Das MĂ€dchen fuhr mit ihrem rosafarbenem Kinderfahrrad immer wieder um den grĂŒn bewachsenen Wendehammer herum. Sie hat das fahren ohne StĂŒtzrĂ€der erst kĂŒrzlich gelernt. Ich ging zu ihr, um mit ihr zu reden. Sie hielt in meiner NĂ€he und schaute mich an. Bevor ich etwas sagen konnte, fragte sie mich: âWarum bist du eigentlich so dick?â Mir schoss der frĂŒhere Bayerntrainer Trapattoni in den Kopf: âWas erlauben Strunzâ, nein, âwas erlauben sich das MĂ€dchen?â Der nĂ€chste Gedanke war: âKindermund tut Wahrheit kund.â - Was fĂŒr ein dĂ€mliches Sprichwort!
Wozu ich nicht fĂ€hig war, ihr eine Antwort zu geben. Sie schaute mich mit ihren grĂŒngrauen Augen ganz liebenswert an und erwartete aber genau das: eine Antwort. âWarum ich dick bin? Es hat damit zu tun, dass ich beim Italiener nach der Vorspeise, Pasta als Zwischengang und einer Pizza Calzone als Hauptgang nicht eine Sekunde darĂŒber nachdenke, ob ein Tiramu Su zum Nachtisch zu viel sein könnte, weil ich weiss, dass es mich glĂŒcklich macht.â Hanna verstand was ich ihr entgegnete! Sie fasste das Gesagte ziemlich clever zusammen: âDu isst zu viel.â Damit war das Thema fĂŒr das kleine MĂ€dchen erledigt. Sie bestieg ihr Fahrrad und fuhr wieder gut gelaunt um den Wendehammer herum.
Mein Kopfkarussell sprang an, der Puls stieg, Mordfantasien lösten meine Gedankenstarre ab. Ich ĂŒberlegte, ob ich NĂ€gel auf die StraĂe schmeiĂen sollte. Der Vorschlaghammer im Schuppen hĂ€tte gewiĂ eine fatale Wirkung auf das rosafarbene Fahrrad dieser vorwitzigen Göre!
Dann kam Hannas Mama hinzu. Eine junge Frau, die ich bis gestern als attraktiv empfunden hatte. Sie lĂ€chelte mich mit einem wundervollen LĂ€cheln an und ich dachte bei mir: âDu falsche Schlange, du hast deiner Tochter bestimmt gesagt, dass du mich fĂŒr zu dick hĂ€ltst.â Ich war in meiner Ehre gekrĂ€ngt.
Abends dachte ich mit etwas Abstand ĂŒber das Geschehen nach und musste einsehen, dass ich inzwischen nicht mehr als gertenschlank gelten kann. Aus der Sicht einer FĂŒnfjĂ€hrigen bin ich ein riesiger, aufgeblasener Mann. Obwohl ich seit 15 Jahren nicht mehr zugenommen habe, erkannte ich, dass das Kind recht hat: ich bin ein freundlicher, breitschultriger Kerl mit einem zu groĂvolumig geratenen Bauch. Meine Mordgedanken haben sich verflĂŒchtigt und Hanna ist weiterhin ein liebenswĂŒrdiges MĂ€dchen, dass toll mit ihrem Rad fahren kann. Und ihre Mama könnte eine falsche Schlange sein, aber eine attraktive.
Der Neue James
Es gibt Hoffnung. Wahrscheinlich werde ich in meinem Leben doch noch einige Hotelzimmer zertrĂŒmmern und Drogen und Groupies in gröĂeren Mengen konsumieren. Daniel Craig wird als James Bond aufhören.
Was das mit mir zu tun hat? ZunĂ€chst nicht viel. Aktuell denkt man ja an eine weibliche 007! In einer mĂ€nnlich dominierten Welt, wird man schlussendlich erneut eine stark testosterongesteuerte Person wĂ€hlen. Der nĂ€chste James Bond wird allerdings politisch korrekt sein. Und da komme ich ins Spiel: Im Rahmen der Ăberalterung westlicher Gesellschaften wird man dem jungen James Bond einen alten, verletzten KĂ€mpfer an die Seite stellen. Die Verletzung ist im Sinne der Inklusions-Debatte dringend angezeigt. NatĂŒrlich ist mein deutscher Akzent im Englischen etwas problematisch. Als Doppelagent im kalten Krieg hat der von mir zu spielende Charakter gute Dienste fĂŒr den MI5 geleistet. Deshalb arbeitet âErâ, von mir in einer oscarverdĂ€chtigen Performance dargestellt, inzwischen im Auftrag der MajestĂ€t in London.
Am Ende des ĂŒbernĂ€chsten James Bond stirbt der JĂŒnglings-Bond an einem Katzenbiss, den er sich beim Herumtollen in seiner Luxuswohnung zugezogen hat. Der weltweit agierende Geheimbund âUnited cut-throat villainâ hat die Katze aus Rache mit einer Droge vergiftet. Ich bleibe im Dienste der MajestĂ€t und werde als erster, nicht englischer âAgent 007â Gefahren und Risiken fĂŒr das Brexit-Land bestehen.
Meinem Plan ist kaum noch etwas hinzuzufĂŒgen! Leider fehlt mir das darstellerische Talent. Aber dieses klitzekleine Problem werde ich noch lösen mĂŒssen, wenn ich zukĂŒnftig Hotelzimmer zertrĂŒmmern und Drogen und Groupies in gröĂeren Mengen konsumieren möchte.
Beste GrĂŒĂe
Modemuseum Meyenburg
Das Wetter im mecklenburgischen Sommer gab den Ausschlag. Es war Regen angesagt, somit die geplante Fahrradtour entlang der mecklenburgischen Seenlandschaft abgesagt und eine alternative IndooraktivitĂ€t angesagt. Wir entschieden uns fĂŒr einen Besuch im Modemuseum im Schloss Meyenburg, das eine der weltweit gröĂten Privatsammlungen historischer KleidungsstĂŒcke und Accessoires beherbergt.
âAngefangen hat alles mit einem schwarzen Satinkleid, das die Sammlerin von ihrer GroĂmutter erhielt. Es folgten das raffiniert geraffte Brautkleid der Mutter und zahlreiche weitere. Mit ihrer mehr als 50-jĂ€hrigen Entstehungsgeschichte, umfasst die Sammlung heute mehrere tausend Objekte von kunstvoll gefertigten und - besonders wichtig - getragenen KleidungsstĂŒcken.â (Vgl. www.modemuseum-schloss-meyenburg.de)
Die Lebensgeschichte von Josefine Edle von Krepl (schon der Name ist sensationell), die das Modemuseum im Jahr 2006 eröffnete, ist eine eigene, spannende Geschichte. ErwĂ€hnen möchte ich stellvertretend verschiedene Lebensstationen: als Journalistin bei der DDR Frauenzeitschrift âFĂŒr Dichâ, die Eröffnung eine der wenigen privaten Modeboutiquen in der DDR und den Betrieb des Modemuseums in Meyenburg bis 2015.
Auch wenn die ursprĂŒnglich treibende Kraft ihren wohlverdienten Ruhestand genieĂt, merkt man der Sammlung eine detaillierte Liebe zur Mode an. Eine wunderbar gestaltete Ausstellung. Nicht nur die Bekleidung, auch zahlreiche Accessoires, Schmuck und kleinere EinrichtungsgegenstĂ€nde sind liebevoll zusammengetragen worden. Es hat richtig SpaĂ gemacht. Ein Besuch lohnt sich, selbst wenn man selbst eher ein Modemuffel ist.
Why do you walk with a limp?
âWhy do you walk with a limp?â, war ihre Frage, um dann fortzufahren: âOpa humpelt auch. Bist du auch Motorrad gefahren? Also ich fahre nie Motorrad, denn ich will meine Beine behalten!â
Vor mir stand ein kleines MĂ€dchen mit pinkem Shirt und einer schwarzen Hose mit Blumenmotiven, die ich auf ca. vier Jahre schĂ€tzte. Sie war mir zuvor am Nachbartisch im FrĂŒhstĂŒcks-Buffet-Restaurant im Paris Hotel aufgefallen, weil sie eine kleine Szene gemacht hatte. Jetzt starrte sie mich unverwandt an und wartete auf eine Antwort. âNein, ich bin nicht Motorrad gefahren, ich war, als ich noch sehr klein war, krank und spĂ€ter ist mein Bein nicht so gut gewachsen, wie mein anderes Bein und deshalb humpel ich soâ, erklĂ€rte ich.  âYouâve gotta be kidding!â, lachte sie und rannte zurĂŒck zu ihren Eltern.
Wenig spĂ€ter stand sie wieder vor meinem Tisch, doch bevor sie etwas sagen konnte war auch ihre Mama da, die sich entschuldigte. Ich beruhigte die aufgeregte Mama, die meinte, ihre Tochter wĂŒrde mich stören. Letztlich schickte ich Mama zurĂŒck zu ihrem Ehemann und das MĂ€dchen mit Namen Amy blieb an meinem Tisch stehen. âIch heiĂe Amy und ich bin gerade fĂŒnf Jahre alt geworden und einmal war die Zahnfee schon da und guck mal, da vorne der wackelt auch schon.â
âOma Boston kommt rĂŒber und passt auf mich auf, wenn Mama und Papa auf den Kongress gehen. Es gibt nĂ€mlich einen Kongress fĂŒr ZahnĂ€rzte und Mama und Papa sind deshalb mit mir nach Las Vegas gefahren. Es wĂ€re aber schon besser, wenn ich einen Bruder oder eine Schwester hĂ€tte, dann könnten wir zusammen spielen. Gestern waren wir auf einem Spielplatz.â
âPapa hat gesagt, dass du nicht geschwindelt hast.â Warum sollte ich geschwindelt haben?â âWegen dem Bein, dass nicht so schnell wĂ€chst wie das andere. Er hat gesagt, du hast bestimmt Polio gehabt. Und Opa, der ist von einen Truck getroffen worden und noch ein Auto ist rĂŒber gefahren und zack war das Bein weg. Das hat er nie wieder gesehen und jetzt hat er ein Holzbein, obwohl das gar nicht aus Holz ist und Oma ist weggelaufen und jetzt lebt er mit Maggie zusammen. Die mag ich lieber als Oma. Papa aber nicht, der findet Maggie nicht so gut. Mama aber, Papa mag seine Mama lieber als Maggie und meine Mama sagt, dass ist doch auch in Ordnung.â
Ich stand auf, nachdem ich Amy erklĂ€rt hatte, dass ich noch etwas zu essen holen wollte und schwupps, war sie wieder weg. Als ich zurĂŒck kam, beobachtete sie, wie ich mein Spiegelei aĂ. Das schien sie nicht zu kennen und ich bot ihr ein StĂŒck davon an. Schon rannte sie los, holte sich einen Teller und eine Gabel und kniete sich auf einen Stuhl mir gegenĂŒber. Sie aĂ ein ein groĂes StĂŒck meines Spiegeleis und schon stand Papa vor meinem Tisch und fragte, ob Amy mich wirklich nicht stören wĂŒrde. Ich verneinte und als er zu seinem Platz zurĂŒck ging, flĂŒsterte mir seine Tochter verschwörerisch zu: "I love him, but sometimes itâs no end of trouble with him.â
ZurĂŒck im Hotelzimmer musste ich erst einmal nachschauen, was denn der letzte Satz meint. Es ist ein amerikanischer Ausdruck fĂŒr: âEr nervt manchmal.â Ich hatte ein wunderbares FrĂŒhstĂŒck und als ich mich von Amy und ihren Eltern verabschiedete war ich fast traurig. Sie hatte mir soviel erzĂ€hlt, aber auch nach meiner Tochter gefragt und nach meiner Frau und weshalb wir nicht zusammen reisen und ob meine Frau schön sei und was meine Tochter studiert und so weiter. Ausserdem hatte sie gefragt, ob ich auch mehr als 10 Stunden mit dem Auto gefahren wĂ€re, um nach Las Vegas zu kommen, wo so wenig Kinder wohnen. Als ich ihr erzĂ€hlte, dass ich aus einem anderen Land kĂ€me und viele Stunden mit dem Flugzug unterwegs gewesen sei, war ihr klar, dass ich wohl aus âHinter-Bostenâ kommen wĂŒrde. Und ihr war damit auch klar, weshalb ich so einen komischen Akzent hĂ€tte. Oma Bosten spricht nĂ€mlich auch komisch.
Wir saĂen bestimmt mehr als zehn Minuten gemeinsam an meinem Tisch und unterhielten uns und als ihre Eltern kamen, um sie abzuholen, fragte sie, ob wir uns morgen wiedersehen wĂŒrden. âNicht sehr wahrscheinlichâ, antwortete ihr Papa, denn sie mĂŒsse morgen frĂŒh Oma Boston vom Flughafen abholen.
Ein wunderbarer Beginn fĂŒr einen weiteren Messetag in Las Vegas.
Boule
Im Alter wollte ich stattlicher Mann mit vollen grauen Haaren werden, der lĂ€ssig einen Wollpullover um die Schultern geschlungen hat, Ărmel vorne verknotet, und nach SĂŒdfrankreich aussieht, nach Boulespielen und Pastistrinken!
Manchmal glaubte ich sogar daran, dass mein Wunsch Wahrheit geworden ist. Das gelang, sobald ich den hinterhÀltig angebrachten Spiegeln dieser Welt ein Schnippchen schlug.
In der vergangenen Woche war ich wunderbar zufrieden - mit mir und der Welt im Reinen. Ich hielt mich fĂŒr attraktiv, intelligent, sogar sozial kompetent. Am Mittwochmorgen ging ich gutgelaunt ins Schwimmbad und kam an einem Waschbecken-Spiegel vorbei - mein Selbstbildnis zerschellte auf den Schwimmbadfliesen!
RealitÀt ist etwas Brutales, etwas, was abgeschafft gehört. Aus einem Mann mit vollem grauen Haar war in Sekundenbruchteilen ein aufgeblasenes Etwas geworden: ein dicker Eunuch, dessen Schultern so verfettet sind, dass ein Wollpullover nur noch angewidert zu Boden gleitet. Ein Mann, der vor SchwÀche keine einzige Boulekugel zu werfen in der Lage ist.
Ich ging depressiv gestimmt in die Schwimmhalle. Dort wurde ich von zwei Bademeisterinnen in Empfang genommen. Ich bin in der Halle bekannt wie ein bunter Hund. Eigentlich ist unsere MĂ€nnerrunde bekannt, aber die Bademeister unterhalten sich gerne mit mir. Die beiden jungen Frauen sprachen mich an. Die eine ist Anfang dreiĂig und wird im Sommer heiraten und die Andere ist Mitte/Ende Zwanzig. Wir unterhielten uns fĂŒr fĂŒnf Minuten, bis mir kalt war und ich mich ins Becken schwang.
Die MĂ€dels haben mich verzaubert. Ich weiĂ nicht mehr ĂŒber was wir sprachen, aber meine Mini-Depression war verschwunden. Ich fand es groĂartig, dass ich gemocht wurde, dass man sich mit mir gerne unterhielt, obwohl ich nicht aussehe, wie ein sonnengebrĂ€unter Boulespieler aus der NĂ€he von Nizza.
Break up with your girlfriend, Iâm bored
FrĂŒher muss es fĂŒr den Mann im besten, aber irgendwie fortgeschrittenen Alter besser gewesen sein, als es heute ist: Man konnte seinen Bauch und seine schlechte Laune vor sich hertragen und damit in Frieden leben. Man galt als gesetzter Herr. Heute muss man âup to dateâ mit jugendlichem Touch, sportlich und aktiv sein, um auch in spĂ€ten Jahren wahrgenommen zu werden.
In meinem Fall fĂŒhrt das dazu, dass ich den GesprĂ€chen, die unsere jungen Mitarbeiter (vier MĂ€nner von Anfang bis Ende Zwanzig) ĂŒber Ihre Lieblingsmusik miteinander fĂŒhren, genauer anhöre. Ich mag Musik, die begleitet mich mein gesamtes Leben und ich lerne in diesem Bereich gerne dazu. In meinem KĂ€mmerchen daheim höre ich mir manchmal die von den Kollegen besprochene Musik an. Mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen: vor ca. eineinhalb Jahren war die Musik von âKendrick Lamarâ ein riesiges Thema. Rap war nie die Musik, die ich zu meinen Lieblings-Stilrichtungen zĂ€hlte, und dabei blieb es auch, obwohl ich mir âKendrick Lamarâ genauer angehört hatte. Vielleicht mit einer Ausnahme, das Lied âlâ hat einen starken Eindruck hinterlassen.
Auf einer lĂ€ngeren Autofahrt stellte ich gestern fest, dass ich mir das Album âthank u, nextâ von âAriana Grandeâ mit groĂem Genuss und viel Freude angehört habe. Meine Kollegen hatten zu Anfang dieses Jahres ĂŒber die erste Single des fĂŒnften Albums gesprochen. Ariana, die sie als musikalisch hochspannend und darĂŒber hinaus als sehr sexy bezeichneten, war ein groĂes Thema und meine Neugierde geweckt.
Ich habe mir die Musik Mitte MĂ€rz gekauft und höre sie aktuell sehr hĂ€ufig. FĂŒr mich ist es kein Wunder, dass es fĂŒnfundfĂŒnfzig Jahre nach den âBeatlesâ Ariana Grande gelungen ist, drei Titel auf den ersten drei PlĂ€tzen der US-Billboard-Charts platzieren zu können. Dabei handelt es sich um die Titel: â7 Ringsâ, âBreak up with your Girlfriend, Iâm boredâ und âthank u, nextâ. 55 Jahre ist es tatsĂ€chlich her, dass die Beatles mit âCanât Buy Me Love,â âTwist and Shout,â und âDo You Want to Know A Secretâ drei Singles gleichzeitig auf den ersten drei RĂ€ngen der US-Billboard-Charts platzieren konnten. Das schien ein Rekord fĂŒr die Ewigkeit zu sein.
Aus meiner Sicht ist es nur problematisch, dass ich damals bereits auf der Welt war und mich sogar daran erinnern kann, dass es eher langweilig war, Charts zu hören, weil die Beatles alles dominierten. Noch schlimmer ist es, dass ich Ariana bitten mĂŒsste, ihren Liedtext zu Ă€ndern: âBreak up with your girlfriend, Iâm boredâ ist in meinem Alter nicht mehr zielfĂŒhrend, es mĂŒsste lauten: âBreak up with your husband, Iâm boredâ.
Schneegestöber, Glatteis und Bettgeschichten
Wir schauen alle auf eine Hauptstrasse, aufgereiht wie an einer Perlenschnur sind die Tische im FrĂŒhstĂŒcksraum des Central Hotels an der groĂen Fensterfront platziert. Es schneit. Ich bin fasziniert und denke darĂŒber nach, wie ich die vor mir liegenden sechshundert Kilometer auf der verschneiten Autobahn schaffen soll. Auf einem Fernsehbildschirm lĂ€uft das stummgeschaltete ântv-Programmâ. Der gut lesbare Lauftext warnt vor extremem Glatteis in ganz Deutschland.
Die beiden hinter meinem RĂŒcken sitzenden Freundinnen genieĂen ihr freies Wochenende. Sie finden es wundervoll, dass sie bei dichtem Schneetreiben in der Hofer Umgebung wandern werden. Die eine Frau mit starkem Hang zum Vortrag informiert ihre Freundin darĂŒber, dass man auch bei Glatteis hervorragend wandern kann, weil die von ihr empfohlene WanderausrĂŒstung genau auf diese Wetterbedingungen ausgerichtet ist. Leider har sie nicht so gut geschlafen, denn das Hotelbett war etwas zu hart. Miit 44 Jahren hat sie sich doch an ihr eigenes, weiches Bett gewöhnt. Unter heftigem Kichern informieren sich die beiden Freundinnen, dass sie frĂŒher ja das eine oder andere Mal in fremden Betten ĂŒbernachtet hĂ€tten und da wĂ€re ihnen die Beschaffenheit der Unterlage vollkommen egal gewesen. Unter fast ohrenbetĂ€ubendem GebrĂŒll wird das Futonbett von Wolfgang besonders gewĂŒrdigt. Offensichtlich war beiden Frauen diese Unterlage egal, ob sie die Matratze gleichzeitig oder aber getrennt âerfĂŒhlenâ durften, werde ich nie erfahren.
Freundin A mahnt, leiser zu sein, um anschlieĂend in angemessener LautstĂ€rke ihre Freundin aufzuklĂ€ren, dass man heute unbedingt einen Topper auf eine Matratze legen sollte. âDas ist so schön warm und weichâ, schwĂ€rmt sie. âEgal ob man ein âBoxspringbettâ besitzt, oder ein ganz normales Bett, Topper sollten ĂŒberall drauf sein.â Freundin B denkt schon seit einiger Zeit genau darĂŒber nach. Und Freundin A bestĂ€rkt sie, weil jetzt auch die Kinder auf ihren Betten Topper haben und irgendwie besser zu schlafen scheinen.
Die erwĂ€hnten Kinder scheinen die beiden in die Welt zurĂŒck zu holen und innerhalb kurzer Zeit brechen sie auf, um sich endlich die kĂŒhle Luft um die Nase wehen zu lassen.
Es schneit immer noch.