"Frostiges" Wetter & Mückenstiche... 🍂❄️
Fr./ 08.11.2024 um 07:00 Uhr in St. Peter-Ording
Während ich morgens den Hauch vor unserer Nase sehe, weil es mittlerweile recht frisch geworden ist, tingeln doch tatsächlich noch Mücken um mich herum. 🤔 "Das ist ja wohl der Knaller" dachte ich und habe so überlegt, wann man wohl endlich mit ihrem "Abflug" rechnen kann.
Was die Stiche angeht bin ich zwar selber nicht so empfindlich, doch wache ich derzeit öfter in der Nacht auf, weil einige der Grazien direkt vor meinem Ohr ihren Namen zu tanzen pflegen. - Es ist also auch von diesem Standpunkt aus von großem Interesse diese Reisegruppe endlich von hinten zu sehen.
Doch man vergesse nie; - Die blutsaugenden Krankheitsüberträger tragen auch zum ökologischen Gleichgewicht bei, denn sie ernähren sich ebenso von Pilzen, Läusen, Milben & Pflanzen. Dabei sind sie sogar biologische Pflanzenschutz-Nützlinge die in diesem Zuge ebenso zur Bestäubung beitragen.
WIESO SIND DIESE TYPEN NOCH UNTERWEGS? 🦟
Eins schonmal voraus: „Die Mücken-Männchen erleben den Winter überhaupt nicht, denn sie sterben schon im Herbst. Zudem ernähren sie sich ausschließlich von Nektar und Pflanzensäften.
Es sind also nur die Mädels die so hinterhältig bissig im „Blutrausch“ sind, denn sie brauchen es unter anderem auch für ihren Nachwuchs. Und genau sie sind es auch, die diesen Temperatursturz überleben. - So kommt es das man selbst im Winter Mückenstiche erleiden kann. Und wenn es einige von ihnen schaffen, sich ins Haus einzuschleichen, treiben sie dort weiterhin ihr Unwesen. Durch den ganzen Winter werden sie in unserer warmen Stube aber eher nicht kommen.
WO BLEIBEN DIE "AMAZONEN" 🤺 DIESER GESELLSCHAFT IM WINTER?
Kühle, feuchte und geschützte Stellen im Keller, in Höhlen, Viehställen und Häusern bieten den Mückenweibchen in den Wintermonaten ideale Überlebensbedingungen. Dort verfallen die Insekten dann in eine Art Kältestarre.
Um dafür bereit zu sein, haben die Tiere im Laufe der Evolution einen ungewöhnlichen Anpassungsmechanismus entwickelt: "In einem ersten Schritt scheiden sie überschüssige Körperflüssigkeit aus. In den verbleibenden Rest wird dann ein Zucker eingebaut, der wie ein Frostschutzmittel wirkt." Wird es im Frühjahr wieder wärmer, erwachen die Weibchen aus ihrer Kältestarre und legen frühzeitig ihre Eier ab.
WAS PASSIERT EIGENTLICH MIT DEM NACHWUCHS 🐛 IN DIESER ZEIT?
Die in herbstliche Seen, Teiche oder Regentonnen deponierten Eigelege nehmen bei Frost nur sehr selten Schaden, denn die Mückeneier können im Schlamm eines Gewässerbodens problemlos überwintern, solange dieser nicht gefriert“.
Im nächsten Frühjahr & Sommer werden dann wieder die Entwicklungsbedingungen der Maßstab für die nächsten Generationen sein. Lange anhaltende Regenfälle sorgten beispielsweise dieses Jahr für ideale Brutstätten der Larven. Wenn dann noch warme Temperaturen hinzukommen, sind die Voraussetzungen für eine Invasion der Quälgeister perfekt... 🙂