Einfach himmlisch! Awesomeness unleashed! Wild. Black. Cat. by annablooden
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KIROKAZE
occasionally subtle
almost home
let's talk about Bridgerton tea, my ask is open

Origami Around

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Three Goblin Art

祝日 / Permanent Vacation
Keni
Alisa U Zemlji Chuda
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Cosimo Galluzzi

Discoholic 🪩
DEAR READER
we're not kids anymore.
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@paradoxonlux
Einfach himmlisch! Awesomeness unleashed! Wild. Black. Cat. by annablooden
This could explain the scratches on my arms and neck :D
Awesome! Samurai Spirit Sumi 2 by derylbraun
1 Akt, 7 Szene - 10€ und die neue Hoffnung
Diese Stille in meinem Blog… Was ist da los? Nunja, keiner interessiert sich wohl für meine Rufe in der Wüste, aber ich poste weiter, denn dass meine Schreie verstummt sind, hat einen besonderen Grund: Ich hab nun einen Job seit fast drei Wochen. Und damit verbunden wird ein Akt zu Ende gehen, mit einem positiven Blick in die Zukunft. Und nicht nur die Aussicht auf etwas Kohle, auch neue Erfahrungen und die Erweiterung meines Horizonts, sind mit der Arbeit verbunden. Was ich mache? Hmm, ich glaube “Produktionshelfer in der Lebensmittelindustrie” könnte die Beschreibung sein. Langweilige, sich wiederholende, anstrengende, minimal bezahlte Arbeit, aber damit bekomme ich ein Einblick ins echte Leben, bevor ich weiter die Schulbank drücke, und das war eben meine Absicht, mehr vom Leben zu erfahren, auch negative Dinge.
Ohrwürmer. Ich hab mal gelesen, dass Hausfrauen besonders anfällig für diese Phänomen sind, und die Erklärung war, dass es ein Schutzmechanismus des Gehirns ist, um Langeweile abzuhalten. Theorie bestätigt. Wenn ich meiner Arbeit nachgehe, die keine besondere, aktive Gehirnaktivität erfordert, sondern einfach immer die gleichen Bewegungsabläufe, dann überfallen mich Ohrwürmer auf brutalste und hartnäckigste Weise, aber es hilft nicht, sich dagegen zu wehren, sie sind schließlich ein Schutzmechanismus und man ist irgendwie froh, dass da oben im Kopf noch alles rund läuft und irgendwann findet man es sogar witzig.
Geistesblitze. Die überkommen einem auch ab und zu einfach mal. Wer die Sitcom “The Big Bang Theory” auswendig kennt, wird sich eventuell an die Folge erinnern, in der Dr. Sheldon Cooper einen dummen Job sucht, ganz nach Albert Einsteins Vorbild, um seinem Kopf frei zu bekommen, und dabei weitere geniale Einfälle hat. Genau das passiert in einem langweiligen Job ab und zu, wenn das Gehirn weiterhin versucht, sich irgendwie zu beschäftige. Meistens läuft das aber leider auf ein Selbstgespräch hinaus.
Innere Monologe. Nicht so schlimm wie Selbstgespräche, weil sie ja nicht laut sind, aber trotzdem beunruhigend. Vor allem ist es blöd, wenn keiner auch nur einen richtigen Satz in deutscher Sprache herausbringt, da muss man sich halt mit jemanden intelligentes unterhalten, also mit sich selber, vor allem wenn man ja auch portugiesisch, französisch und englisch sprechen kann und seine inneren Monologe je nach belieben gestalten kann, he he.
Pain and gain. Zu anstrengender, sich wiederholender Arbeit kommen sie auch irgendwann, diese verfluchten Muskeln. Mann ist es unbequem so feste Arme zu haben. Man verflucht sich ja förmlich, wenn man in den Spiegel seinen Traumkörper betrachtet. Statt Model zu werden, hockt man in der Produktionshalle für Essen, ai ai ai.
Bürokratie. Man fragt sich, wie es wohl damals zum Zeitalter der Tagelöhner war, ich hab bis heute mein Schreiben vom Finanzamt nicht bekommen, mit meinen eigenen Daten, die ich brauche, damit ich nicht wie blöd versteuert werde. Außerdem nervt das Arbeitsamt rum, weil ich keine Ahnung, bestimmt haben sie sich Bürosyphilis geholt und ich soll sie retten.
Außerdem hab ich das Hubwagenfahren gelernt.
Lebenszeichen Ende. Morgen ruft die Arbeit wieder.
These❤
Nun, ich mag so Zeug nunmal
Was zur Hölle, hat er da wieder aufgetrieben? Cosplay? Ist das eine neue schwule Teenie-Band? Eine neue Spielkonsole? Wir haben doch schon genug von beiden! Hm, googlen wir es doch einfach. Ich gebe zu, ich bin etwas sehr googlesüchtig, man lernt schließlich nie aus, und es gibt immer Neues zu erforschen. Komm schon Internet, lad mal schneller, ah! Da ist es, Cosplay, mhm, mhm, aha, was zum Fisch… Oh, interessante Menschen, laut Internet kommt allein das Wort “Cosplay” vom den zusammengebatzten Wörtern “costume und play“, und kommt aus Japan, wo es „kosupure“ heißt, Himmel, nein, ich versuche jetzt nicht das japanische Gekrakel zu lesen. Leute verkleiden sich, als ne Figur aus einem Anime, oder Manga, oder Comic, oder Zeichentrickserie, oder Videospiel, oder Film, oder oder oder oder, und spielt diese Figur nach. Was zum Fick bringt das jetzt? Lieber großwahnsinniger Kritiker in mir, der die allgemeine Internetgemeinschaft darstellen soll. Ich war in meinen Leben leider in, für meinen Geschmack, zu wenige Conventions, bei denen Cosplay eine Rolle spielte, aber seit ich dieses Phänomen im Internet stärker verfolge, merkte ich, es geht um viele Dinge: Die Einstellung der Cosplayer zum Leben. Das erste mal wie ich auf einer Cosplay Convention ging, wurde ich von deren Lebensfreude, Kontaktfreude, Freudefreude und sonstige Freuden überrollt. Es war einfach spektakulär, wie offenherzig sie aufeinander zugingen, sich gegenseitig umarmten selbst wenn sie sich niiiiiiiiiiie im Leben gesehen hatten, und es niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiie wieder tun würden. Wenn ihnen irgendwas am Kostüm des anderen gefielt, hieß es “Kawaii”; japanisch für süß, oder so, und sie fielen sich in die Arme und freuten sich wie die Honiguchenpferdeschnitzel! Da fällt mir ein, dass ich grad Bock auf Lasagne hab. Worauf kommt es jetzt an, bei der Kostümparty? Nun, in der Psychologie lernte ich, der Mensch manifestiert sich in “Masken”, wir sind Masken, das Ich, oder was auch immer, ist nicht immer ersichtlich und Blubberdifasel, und meiner Meinung nach, ist es ein Aspekt des Cosplays, man verkleidet sich, setzt Masken auf, von Heldenfiguren, witzigen Charakteren, Menschen, die wir nicht sind, oder Dinge, Tiere, ein anderes Leben, was wir gerne hätten, und in dieser Harmonie mit sich selbst, ist man bereit, mit anderen zu harmonieren, oder wie auch immer das blöde Wort geschrieben wird. Man zieht zuerst den Splitter aus dem eigenen Auge, und sieht die Welt, die anderen, man ist zufrieden mit der Maskerade, mit der Gemeinschaft der Maskerade, denn beim Cosplay sieht man auch, dass die anderen sich ebenfalls verstellen. Im Alltag verstellt sich auch jeder, aber die Sache ist, keiner gibt es zu, man lebt damit und ist überraschenderweise verletzt, wenn jemand eine andere Maske aufsetzt, die wir nicht erwartet hätten, oder die wir nicht gern gesehen hätten. Wer auf den Cosplay zugeht, sieht oft bekannte Charaktere, aus der Kindheit, von Lieblingscomic, oder von dem einem Videospiel, bei dem man zig Stunden verbraten und verplempert und verschwitzt hat, mit dem man sich identifizieren kann. Das ist wahrscheinlich ein Grund, warum die Teilnehmer alle offen sind, etwas im Gehirn assoziiert den verkleideten Menschen, vor einem, mit etwas Positivem aus der Vergangenheit, und die von liebevollen Erinnerungen geschwängerte Luft tut den Rest. Man fällt seinem Helden in die Arme, oder seiner Heldin, was sich öfters als deutlich angenehmer herausstellt, hö, hö. Zum Verkleidungswahn kommt noch dazu, Cosplay ist ein Hobby, wie etwa am Motorrad rumzubasteln, oder irgendein Scheiß sammeln. Beim Cosplay sammelt man eben Utensilien für sein Kostüm, Details usw., Informationen über seinen Charakter. Außerdem geht es hier auch sehr handwerklich zu, schließlich nähen viele Cosplayer ihre Kostüme selbst. Und wenn ich mich das nächste mal vertippe und wieder “Costüm” schreibe, soll es mir scheißegal sein und ich lass den Fehler stehen und schlag irgendwas ein. Hm, egal, weiter zu Cosplay. Wenn man sich die Seiten von Cosplayern ansieht, wie sie Bilder von Kostümfortschritten (woohoo, nicht vertippt) teilen, kann man sich nur staunen über das Herzblut, das in die Kostüme reinfließt, nicht nur wegen der Nadeleinstiche, wenn sie nähen. Manche gießen ganze Rüstungen aus plastikähnlichen Materialen oder stellen Zeug her aus Holz, Glas oder vielleicht sogar verschiedenen Metallen. Es ist Wahnsinn, denn wenn man nicht gerade ein gesponserter Cosplayer ist, haben sie meistens auch noch zeitaufwändige Jobs und, wie jeder Sterbliche, ein genau so aufgewühltes Leben wie alle anderen. Sie strengen sich nur etwas mehr an, ihre Träume zu verwirklichen und ich respektiere sie dafür sehr, es ist eine erstaunliche Gemeinschaft. Cosplay hat keine Grenzen, es muss nicht perfekt sein, zu zig Milliarden Prozent eins zu eins der Figur nachempfunden, man kann als Mädchen auch männliche Figuren darstellen und anders rum, es wird keiner kritisieren, denn es ist ein Hobby und selbst Cosplaywettbewerbe stellen diese Forderung nicht an. Und weil eben diese Menschen so unfassbar cool sind, habe ich mich im Internet auf die Jagd nach ihnen gemacht, denn sie liefern immer wieder einen motivierenden Anstoß, wertvolle Gedanken in ihren Blogs und einzigartige Bilder. Mittlerweile habe ich meine Leiblingscosplayer schon definiert und auch in fast jeden wichtigen Sozialen Netzwerk eine Flut an Cosplayern zusammengeklaubt, die ich folge und in Listen oder ähnliches eingepfercht habe, vor allem in Facebook, Twitter und DeviantArt, demnächst hoffentlich auch in Tumblr, allein wegen Anstand. Hier hab ich ein sie zusammengepfercht:
DeviantArt Cosplay Favs: http://paradoxonlux.deviantart.com/favourites/47572768 Facebook Cosplay Liste: https://www.facebook.com/lists/10200665780158202 Twitter Cosplayers: https://twitter.com/ParadoxOnLux/lists/cosplay
Oder auch ein paar Alben hier und da, die ich geschossen habe: Ti-Con 2011: http://paradoxonlux.deviantart.com/gallery/33857519 FacebookTi-Con: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.2152968515054.2098027.1571655251&type=1&l=15ff793766 Gamescom: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1902005281130.2090366.1571655251&type=1&l=e379f42c18
Auf meinen Bildern sind auch ein paar Cosplays zu sehen, und ich würde liebend gern mehr Cosplay-Bilder machen, nur die nötige Ausbildung fehlt, wird aber noch kommen, schließlich will ich entweder Fotograph werden, oder Journalist, oder Zeichner, oder Weltherrscher, oder eine kosmische Entität, also Tülelü, in der WG muss jetzt gearbeitet werden.
1. Akt, 5. Szene - 10€ und die alkoholblinde Weihnacht
Blinde Weihnacht, oh blinde Weihnacht. Das Leben schreibt nach wie vor die besten Geschichten, und das ist der Sinn und Zweck dieses Blogs. Nach meinen weihnachtlichen Hate ging es an Heiligabend zu einer neuen Tradition: der Weihnachtstrunk an Heiligabend, mit Kumpels. Sie gehen schon seit Ewigkeiten in unsere Rockkneipe an Heiligabend, sich die Hucke volllaufen zu lassen, und diesmal war ich auch zum ersten mal dabei. Fehler. Filmriss. Die schlimmsten 24 Stunden seit langem. So wie die Welt blind Weihnachten feiert, ohne zu wissen, was es wirklich bedeutet, habe ich den ersten Weihnachtsfeiertag und den Vormittag des zweiten Weihnachtsfeiertags auch blind erleben müssen. Wieso? Meine Brille war verschwunden, und es ging zu wie in einem Kriminalfall. Widersprüchliche Aussagen, verschwommene Erinnerungen, Anschuldigungen und ein Verbrechen, für das keiner gerade stehen wollte.
Das Erwachen. Scheiße, wie bin ich heimgekommen? Wieso tut mein Gesicht nur so weh? Und wieso liegt meine Jacke neben mir auf den Boden, neben der Couch? Ach, dieses Mysterium lässt sich schnell lösen, ich hab ja kein Bett in der WG… Halt! Wo ist meine Brille? Hm… Hey ich hab geträumt, sie sei kaputt gegangen, aber das kann… Nein! Es ist wirklich passiert! Da taucht der ältere Mitbewohner (im Folgenden “J“) auf, und klärt mich auf. J: Alter, warst du gestern fertig! Ich: Wo ist meine Brille? Die liegt doch sonst immer auf den Wohnzimmertisch wenn ich schlafen gehe, egal in welchen Zustand. J: Naja, sie ist doch kaputt. Ich: *Flüche in allen mir bekannten Sprachen* und wo ist sie jetzt? J: Ich hab sie dir doch auf dem Heimweg gegeben? Du wirst sie doch nicht weggeschmissen haben, oder? Übrigens hast du von irgendwo ein Sägeblatt mitgenommen. Ich: Was zur Hölle?? Ich chatte mal rum, vielleicht hat wer eine Ahnung?
Ermittlungen ergaben, dass die Nachbarin mir auf’s Maul gegeben hat und die Brille, weggeflogen sei, und das Glas sich gelöst hatte. Ich zwang die halbe Kneipe dazu, das Glas zu suchen, dann gingen die Lichter aus. Und eins könnt ihr mir glauben, ich weiß HD Fernsehen jetzt schätzen, nachdem ich Predators, Punisher Warzone und Transformers in Low Quality schauen musste. Da sieht man es wieder, Alkohol ist der Grund und die Lösung unserer Probleme. Das Weib, das mir die Brille kaputt gemacht hatte, wollte keine neue zahlen, also, was tun? In Verzweiflung versinken.
Der zweite, unscharfe Weihnachtsfeiertag bricht an. Die Aggressionen leben hoch, weil der jüngere Mitbewohner und seine Freundin ständig an meinen Schlafnest vorbeistampfen und Türen zuknallen, bis es mir reicht, und ich tatsächlich endlich zugebe, wach zu sein. Das sehgestörte Leben schleifte sich dahin und als ich mein Notizbuch vom Regal holen möchte, mache ich eine entscheidende Entdeckung: Da ist ja meine Brille! Und ich erlebe eine Rückblende! Nachdem bei mir die Lichter ausgegangen sind, habe ich meine desintegrierte Brille in die Jackentasche getan, und nachdem mich mein Mitbewohner heimgeschleppt hat, hab ich sie zur Sicherheit, weiter weg von mir gelegt, das Fenster sperrangelweit geöffnet, weil es in der Wohnung nach Zigaretten gestunken hat, wie Hurenkrebs, dann bin ich weggepennt, beziehungsweise eher in Ohnmacht gefallen, meine Beine lagen schließlich nicht mal auf der Couch und das Fenster war offen. Im Winter. OK, ein theoretischer Winter, schließlich liegt nicht mal Schnee auf der Straße, aber zum schlafen ist es allemal zu kalt, zumindest für Menschen mit normalen Promillezahlen. Aber wo das Sägeblatt herkam, das wusste keiner, genauso wenig wie die Ketten in meiner Hosentasche, aber das wird wohl für immer ein ungelöstes Mysterium bleiben. So ging der zweite Weihnachtsfeiertag dahin, aber es war nicht die Krönung, denn es schien mein Glückstag zu sein, denn ich gewann im Casino drei von vier Billardspielen, und machte aus 30 Cent plötzlich 31,60€, und das nur weil mir um 2 - 3 in der Früh langweilig war. Geschehen vielleicht doch Wunder in meinem verrotteten Leben? Hätte ich bloß ein paar Anhänger mehr, würde ich das glauben.
1. Akt, 4. Szene - 10€ und die Entfremdung der Feiertage
Heuchlerisches Pack. Wieso wird Weihnachten eigentlich noch gefeiert? Wäre es nicht angebrachter den Namen des Feiertages umzubenennen? Schließlich sollte hier die Geburt Jesu gefeiert werden, aber es ist zu einem Familienfest, mit Coca-Cola Schleichwerbung geworden. Und der Markt boomt, dank der Naivität der Konsumgeilheit en Masse.
Ich will hier keinen konvertieren, sondern Denkanstöße geben: bist du kein Christ, hast du eigentlich keinen Grund, Weihnachten zu feiern. Überzeugte Atheisten schütteln einfach den Kopf und meiden Weihnachtsmärkte, wie der Teufel Kirchschwellen meidet, andere Konfessionen sparen sich einfach die Scheissdeko. Wenn es euch darum geht, mit der Familie zu feiern, dann veranstaltet eigene Familientreffen und vertuscht es nicht unter der Maske der Weihnacht, von wegen Fest der Liebe, bla bla. Wenn euch tatsächlich etwas an eure Familie oder an euren “Nächsten” (ihr wisst schon, wie in “Nächstenliebe“, oder “jeder ist sich selbst der Nächste“) liegt, dann seht und unterstützt ihr diese Menschen unabhängig ob es Feiertage sind oder nicht. Ähnliches gilt für den Valentinstag. Wenn ich meine Partnerin liebe, dann schenke ich ihr nicht nur an diesen, vom Kapitalismus subventionierten, Trauertag. Ich mache ihr jeden Tag kleine oder Große Geschenke - es ist einfacher als ihr denkt. Ich bin kein Anti-Kapitalist-Revoluzzer-Hippie, auch wenn Hipster immer von sich behaupten, keine Hipster zu sein und Hipster sogar zu hassen. Aber der Konsumdrang manipuliert die Massen, ohne dass diese überhaupt drüber nachdenken. Respekt
Bestes Beispiel ist der Weihnachtsmann. Fuck. Ich hasse diese Witzfigur. Jeder stellt ihn sich vor, wie ein bärtiger Fettwanst im mit Rotkäppchenfetisch. Hey, wie wär’s mit googlen? Ihr stellt fest, dass es ein Layout ist, was Coca-Cola vor Ewigkeiten in der Krampfarena des Kapitalistischen Kaiserreichs losgelassen hat, mit unglaublichen Erfolg. Scharf nachdenken: welche Farbe haben die berühmten Coca-Cola-Flaschen? Nicht die schwule Diät-Coca-Cola. Auch nicht die Zero, Vanille oder Cherry. DIE Original Flasche, wie wir sie lieben… Und jetzt bloß nicht nachgeben: welche Farben trägt der Weihnachtsfettwanst? DIE GLEICHEN! [hier ein so starker Fluch, dass er bestimmt dafür sorgen würde, dass ich von Tumblr gebannt werde…]
Klinge ich wie eine verbitterte Furie? Ja! Lasst mich! Ich konnte die Feiertage noch nie ausstehen. Schon als kleiner Bimpf in Brasilien, wo der US-amerikanische Weihnachtswahnsinn noch mehr einfluss hat, und auch nicht in Europa, wo Weihnachten einen mit diabetheserregenden Kitsch umnachtet. Immer diese “gesellschaftlichen Konventionen” und der Krampf. An Weihnachten lernte ich erst, wie sehr ich Kinder meide, wie wenig Wein ich ertrage und wie böse mir mein Kopf am Tag später auf mich sein kann.
Ehrlich: wenn in einem Rocksender Weihnachtskitsch läuft, hinterfrage ich meine psychische Integrität. Wenn mir Kindergeheul im Einkaufszentrum wieder die Trommelfelle vergewaltigt hinterfrage ich die Erziehung der Leute, die die Gören ausgeschissen haben. Wenn ich die wiederverwerteten Osterhasen in Nikolaus- oder Weihnachtsmannform sehe, kotzt meine Gallenblase neuen Hate. Das Beste ist aber immer noch der neoliberalistische Gehirndünnschiss. “Frohe Feiertage”… Gut ich habe am Anfang des Blogs ja schon appelliert, man solle die Feiertage umbenennen oder was auch immer mich da geritten hat, aber der Hintergedanke bei “Frohe Feiertage” ist die Diskriminierung von WAS? Entfremdung der ursprünglichen Feiertage auf höchster Stufe! Ursprünglich ist nun mal ein christlicher Feiertag, Bitches! Baut eure Moscheen woanders, schließlich darf auch keiner Kirchen bei euch errichten, ohne eine Kugel im Kopf. Halt! Nicht wegen Volksverhetzung diesen Blog schließen, oder melden! Es IST interessant! Zugegeben, ich habe keinerlei Struktur und/oder Planung bei meinen Argumentationen, aber dafür hab ich den ganzen Stuss selber erlebt. Gute Menschen werden da in den Ölländern wegen ihren Glaubens verfolgt, und das nicht wie in einem Räuber und Gendarm-Spiel. Da fliegen die Fetzen. Und die Leber. Und das Gehirn. Also, ein Bisschen Eier zeigen und weiterhin “Frohe Weihnachten” sagen wird wohl erlaubt sein, schließlich tauchen sie auch mit ner Pistole zu neu Faustkampf auf…
Für mich wird es jetzt Zeit für Fallout 3. Vergessen wir Weihnachten. Was war das noch mal? Weiß sowieso keiner.
Zufallsexperiment Special (hö hö, da ist "Sex" drin)
Wer kennt diese Sendung Ridiculouness, die im deutschen Fernsehen auf Viva läuft, ursprünglich halt auf MTV? Zum Schluss der Sendung suchen sie sich zwei zufällige Begriffen und schauen nach Videos, die passen. Nun hab ich mir die Idee ausgeborgt, hust hust. Nur dass ich ewig über die Wortkombo labere. Vorhang auf, vielleicht wird das mein Freitagsspecial.
Laben: tr.: Milch zum Gerinnen bringen; rbz., intr. (sein): gerinnen, käsen
Doggycamp: (e.), das; -s, -s: Hundepension
Nun, das ist eine Herausforderung nach Wörterbuchdefinition, also frei nach Lucas-Art, muhaha. Laben, OK, da denke ich eher wenn sich Menschen an etwas laben, sich daran berauschen und sich in etwas suhlen, Wein oder Wasser, und sich daran reibt und… Ah, halt, wieder eingefangen, hö hö , also kurz, sich an etwas erfreuen, meist verbunden mit, etwas, was im Überfluss vorhanden ist, verzehren. Doggycamp hört sich für mich so militarisiert an. Eine Hundeschule? Vor meinen geistigen Auge seh ich deutsche Schäferhunde marschieren, in Reih und Glied, ein Bollwerk der Disziplin.
Aber da in diesen modernen Blogs nun mal die Gesellschaftskritik im Trend ist, versuchen wir es eben ins Gesellschaftskritische zu ziehen und eine Kurzgeschichte draus zu machen.
Fridolin wollte doch nur Wasser, aber der Ausbilder regierte hier mit eiserner Hand. Seit die zwei wichtigsten Menschen in seinem Leben ihn verlassen hatten, war dies sein Zuhause. Marie hatte Fridolin als Weihnachtsgeschenk für ihre Tochter Chantal ausgesucht, weil sich diese schon immer einen Hund gewünscht hatte. Was die alleinerziehende Mutter nicht wusste, war dass ihre Tochter Angst vor Schäferhunden hatte, besonders vor deutsche Schäferhunden, sie wollte eigentlich vor allem einen Rottweiler, wie ironisch. Jahrelang konnte sich Marie keine Haustiere leisten, aber sie trat eine Stelle als Burlesque-Tänzerin an, neben ihrer Ausbildung als etwas was sie selber nicht verstand, in einem Casino. Kauffrau? Glücksspielbeauftragte? Kamerafrau für die Amateuraufnahmen von ihren Chef, einen Araber, der sich fernab der Gesetze des Islam hielt? Er war doppelt so alt wie sie, er wird schon wissen wie die Welt läuft, dachte sie sich in ihrer kindlichen Naivität, sie wollte nur ihre Ausbildung zu Ende bringen, nachdem sie diese schon wegen Chantal abbrechen musste. Konnte ja keiner ahnen, dass sie ausgerechnet zu ihren sechzehnten Geburtstag hochfruchtbar sein könnte. Fridolin war nur ein Welpe, also kam es ihm vor, als lebte er schon ewig im Doggycamp, aber diese Visionen, dass er ein anderes Leben führte, das verwirrte ihn. Endlich! Die Trainigseinheit war vorbei. Er konnte sich endlich am Wasser laben.
Hi hi, ich muss zugeben, hier habe ich etwas geschummelt. Klar kamen die Zufallswörter vor, aber nur als Um-den-heißen-Brei-Gerede, hauptsache ich packe hier weitere Lieblingshassthemen von mir mit ein, wie etwa der Name Chantal, Weihnachten, Rottweiler und naja, Leute, die ihre Hunde aussetzen, weil ihnen ein Blödsinn nicht passt. Ernster wird natürlich die Sache, dass Marie ziemlich jung schwanger wird, ich kenne selber ein paar Mädels, die weit jünger sind als ich und bereits schwanger waren. Das kann bedeuten, dass ich uralt bin, oder dass Leute nicht wissen wie man ein scheissenocheins verfluchtes Kondom drüberstülpt und einen sicheren Fick hat, dafür aber das Buch Kamasutra auswendig können und Doktorarbeiten über das Playbook schreiben könnten. Nein, sie liefern lieber neuen Schwachsinn für Doktor Sommer und rammeln gemütlich schon im Kindergartenalter gemütlich rum, die Yolos. Ok, aber in der extrem kurzen Kurzgeschichte geht es um Fridolin. Ein deutscher Schäferhund, der von den bösen, bösen, bösen, bösen Menschen abgestoßen wird. Solche Situationen gibt es wirklich und sie beweisen ein paar Dinge, wie zum Beispiel, dass auch kleine Kinder böse sein können und andere Lebewesen unter ihnen leiden können. Nichts da, von wegen ohh, n süßes, kleines Mädel mit Pausbäckchen. Nein! Die Menschheit ist verdorben, von klein auf, so steht es sogar in der Bibel, Punkt, aus, Amen. Ein weiterer Punkt ist natürlich die Konsumgeilheit. Mein Gott, wisst ihr überhaupt was Weihnachten überhaupt ist, oder hat euch der zombifizierte, hirnsüchtige, geifernde Geist des negativen Kapitalismus das Resthirn ausgesaugt? Ich wusste bis jetzt nicht mal ob es “ausgesaugt” oder “ausgesogen” heißt, aber die Empörung (schwules Wort) und die Rechtschreibkorrektur (Ausgleich, oh yeah!) haben mir den rechten Weg gezeigt. Meine Fresse, ich bin kein Tierschützer, aber einen Hund blindlings zu verschenken, ohne zu wissen, was kommt ist wirklich kolossale Stupidität. Ich hab gehofft, ich hätte ein neues Wort erfunden, aber die Autokorrektur hat nicht angeschlagen. Wie enttäuschend. Wenn ihr schon ein Viech verschenken wollt, geht doch mit dem Individuum, was ihr ausgeworfen habt, zur Tierhandlung und ihr sucht das unglückliche Wesen zusammen aus, sonst kann es dazu kommen, dass ihr nach einer Zeit, ewig keine Ruhe bekommt, weil der Schreihals doch einen Einhorn wollte, oder bei Mädchen, vielleicht ein Pony. Im schlimmsten Fall, werden die Tiere ausgesetzt, wenn der Käufer besonders dumm und charakterlos ist. Wenn sie Glück haben, sterben sie, weil ein Billardtisch vom Baum fällt, oder sie landen in ein Tierheim, was auch nicht besonders prickelnd ist. Hört sich vielleicht kitschig an, aber manche Lebewesen brauchen etwas mehr Zuneigung, nicht so wie ein Goldfisch oder eine Amöbe, oder das Gehirn von manchen Leuten. In Tierheimen geht es, im Vergleich zu einem Herrchen oder Frauchen, eher minimalistisch zu. Wer säße gern im Gefängnis? Also kein Luxusdampfergefängnis, sondern ein angolischer “Ich fick dich mit einem Besenstiel in den Arsch”-Gefängnis… Blöderweise haben auch Haustiere ein Bewusstsein und empfinden etwas, nehmen ihre Umgebung wahr.
Hm, und wisst ihr , was Weihnachten eigentlich ist?
1. Akt, 3. Szene: 10€ und der Gestank von toten Träumen
Ihr müsst unbedingt wissen, wie tote Träume riechen. Es ist eine eklige Mischung aus Bodenreiniger, Nuttendiesel, Zigaretten und Bürokratie. Lecker, was? Das Thema diesmal ist eben jene letzte Zauberzutat, die Bürokratie. Irgendwie wurde sie erfunden, um das Leben des Menschen zu erleichtern, aber mittlerweile kennen sich selbst die Bürokraten nicht mehr aus. Komisches Wort, was? “Büro” lass ich mir noch eingehen, weiß ja jedes Kind was damit anzufangen, aber “Kratie”? Hat es was mit dem Protagonisten der mordsbrutalen und trotzdem endsgeilen PlayStation Exklusivtitelreihe “God of War”, Kratos zu tun? Hmm, blättert man rum, wird man bestimmt fündig, aber wir sind cool und googlen den Shit:
legal-rationale Organisationsform, kennzeichnend für jede moderne Verwaltung im öffentlich-staatlichen Bereich sowie in Unternehmen, Betrieben, Verbänden, Parteien, Kirchen, Militärorganisationen etc.
1. Wesentliche Merkmale (…): Geordnetes System von Regeln auf der Basis einer Satzung; hierarchisch gegliederte unpersönliche Ordnung von Positionen; Abgrenzung von Komponenten und Zuordnung von Funktionen, Verantwortlichkeiten und Befugnissen; Auslese der Funktionsträger nach formalen Qualifikationen; schriftliche Erfassung und Dokumentation aller Vorgänge, Gleichbehandlung der Antragsteller.
Quelle: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/buerokratie.html
Aha, aber es sagt mir immer noch nichts wegen Kratos, den Übermegahyper-Olympiern-in-den-Arsch-Treter, schauen wir halt in die gute alte Wiki…
Bürokratie („Herrschaft der Verwaltung“) ist die Wahrnehmung von Verwaltungstätigkeiten im Rahmen festgelegter Kompetenzen innerhalb einer festen Hierarchie.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrokratie
DA! Das Obere war eine Definition aus einem Wirtfuckingschaftslexifuckingkon und genau so geschwollen wie wir Bürokratie kennen, drunter ein kurzer, verdaulicher Satz in der Sprache der Sterblichen. Wie das Wort an sich schon verrät ist die Bürokratie die moderne Diktatur der Erste Welt Länder. Ja ja, der Begriff ist alt und bla bla, aber jeder weiß, was gemeint ist, auch wenn mir meine Erdkundelehrerinnen der Oberstufe mir bestimmt am liebsten das Abitur aberkennen würden. “Herrschaft der Verwaltung”, Shit. Jeder kennt Beamtenwitze und so, aber wenn man sich das so überlegt sind sie doch so, wie man sich einen Tyrannen vorstellt. Ihr ergonomischer Bürosessel, der auf den Fettarsch zugeschnitten ist, entspricht einem Thron, meistens sieht man einen Bauch, wie in Zeichentrickfilmen bei Königen, und sie gehören einer Einkommensklasse an, die im Preis-Leistungsverhältnis absolut nicht gerechtfertigt ist. In einer idealen Welt sollten Hausfrauen bei solch ein Preis-Leistungsverhältnis jeden Monat zu Millionärinnen werden, aber in der realen Welt regieren eben Bürokraten, die Steuern und Bearbeitungsgebühren verlangen, sodass von der Million nur ein feuchter Furz auf den Ergo-Sessel für sie bleibt.
Die Bürokratie ist definitiv nicht dafür geschaffen, sich Freunde zu machen, das steht fest, es ist ein Fakt, unumstößlich, absolut unwiderlegbar, auch wenn sie ständig im Kontakt mit Menschen und deren Probleme kommen, aber vielleicht ist es eben das, was Bürokraten oft so unfreundlich und faul macht, sie stumpfen ab. Die Faulheit kommt vielleicht daher, dass sie ihre Ruhe vor den vielen Menschen und ihren Wehwehchen haben wollen, und irgendwann sind die Menschen halt nur ihr Arbeitsmaterial, womit sie ihre Schinkenbrötchen verdienen, mit Käse überbacken und Goldstreusel. Rein theoretisch ist es allgemein bei Dienstleistungen zu beobachten. Auch der gelangweilte Kassierer im nächsten Supermarkt muss jeden Tag Tausende Gesichter sehen, je nachdem wie billig der Laden und dementsprechend niedrig sein Lohn ist. Oder Lehrer, hust hust, ich habe mich zu meinen Glanzzeiten mal mit dieser Brut angelegt und bin richtig auf’s Maul geflogen und streife nun in der Gosse rum. Sie können nicht auf die Bedürfnisse und die Einzigartigkeit eines jeden Schülers eingehen, aber hey! Wir sind keine Rohware, die ihr in Akkordarbeit auf dem Fließband bearbeitet und möglichst rasch von der Fabrik loswerdet, sollte mal gesagt werden. Zugegeben, ein Simpsonszitat hat mir letztens die Augen geöffnet in einer Folge, in der Bart von Teddy Roosevelt begeistert ist, und in der Natur mehr lernt, als im verweichlichten Schulsystem. Naja, das war das Zitat grob umschrieben, ich weiß es leider nicht mehr wörtlich, sorry.
Wieso der heutige Hass über Bürokratie? Nja, ich war heut halt wieder in der Agentur für Arbeit und bin wieder ohne Job und ohne Arbeitslosengeld oder überhaupt auf die Aussicht auf eines von beiden rausgekrochen. Aber das war nicht das schlimmste, die Herrscherrinnen haben aus mir den Garaus gemacht und mir das Gefühl ins Gesicht geschleudert, ich sei am Ende, vielleicht unbeabsichtigt, aber hier geht es nun mal um den Hate. Also Anstrengungen verdoppeln, Ärmel hoch, Ärmel wieder runter, es ist scheißenocheinsverdammtkaltwashabichmirgedacht, und ab, die Welt weiter nach Geld durchwühlen!
Ich überlebe!
Ist es ein Stern? Ist es eine Lichtkugel? Ist das Weihnachtsbeleuchtung? Nein! Es ist der Mond! Leider ist mein Objektiv nicht gut genug, ein scharfes Bild vom Mond zu schießen, aber ich finde es schaut trotzdem lustig aus. Wie viel Spaß es macht mit dem Fokus zu spielen.
Mein Foto-Blog, den ich ja halbwegs aufzurichten versuche. Eigentlich mag ich .gif-Dateien nicht, aber ich fand es hier so passend, weil man diese auf Facebook doch vermisst. Tja man kann nicht mit und auch nicht ohne sie, was?
Heute mal keine selbstmitleidsbekleckerte Schimpftirade über den Verfall der Gesellschaft oder so, sondern mal was Neues Altes: Ich hab mal ein Gedicht ausgegraben, was ich vor einer gefühlten Viertelewigkeit auf Papier gerotzt habe, als ich mich entdeckte. Also nicht das, was sich die, mit schlüpfriger Fantasie jetzt ausmalen, sondern kulturell, spirituell, originell, Ariell, Salmonell, gell? Sogar mit Datum und alles, war eine meiner hasserfülltesten Zeiten, bis Meister Yoghurt mich fand. Ok, keine Ahnung was das mit der Meister Yoga grade sollte, aber viel Vergnügen mit dem Gedichtchen, auch wenn meine Gefolgschaft auf Tumblr noch mager ausfällt, auch Gäste können das ja lesen - ich versuche Optimismus vorzuheucheln. ________________________________________________________
Funkenflug (Freitag, 9 April 2010)
Ich war grad' beim Schreiben wollt' mir die Zeit vertreiben ward ich zornig weil mir an Reimen mangelte, sodass ich unüberlegt handelte Ich verbrannte den reimlosen Text und stand da, wie verhext
Funkenflug die warmer Kuss ist unwiderstehlich Funkenfluch Deine brennenden Klauen sind schrecklich
Die Hitze verdrängt meine innere Kälte gibt mir die Wärme, die ich gern hätte Die Flammen zogen mich in ihren Bann ich geh' auf sie zu und dann kreisen meine Gedanken herum wie wild „Das Feuer ist mir zu mild!“
Funkenflug In meiner Hand ein kleiner Stern Funkenfluch Kein Mensch hat mich gern
Flammenrosen sollen blühen Mein Geist ist am Glühen Die Flammen sollen sich ausbreiten ich will auf ein Feuerpferd reiten Feurige Hufe in der Finsternis erhellen die Straße der Verdammnis
Funkenflug Warme Finger streichen meine Wangen Funkenfluch Deinetwegen muss ich um mein Leben bangen
Ich verschür' alles hinein ins Feuer Neu und alt, geliebt oder nicht, billig und teuer Weiter steigert sich mein Größenwahn ich seh' die Stadt brennen und dann will ich die Welt mit Feuer umarmen „Ich werde die Erde als Sonne tarnen“
Funkenflug Du bringst mich in eine andere Welt Funkenfluch Verspricht etwas, was nicht hält
Das ganze Land ist feurig am Strahlen Der Wahnsinn hat mich befallen Das ganze Land ist am Brennen Die Bevölkerung ist am Rennen Keiner will dem Feuer huldigen Alle suchen den Schuldigen
Funkenflug Deinetwegen kann ich wieder lachen Funkenfluch Deine Hitze lässt Schädel krachen
Die Feuerglocken schlagen Alarm Das Volk hält mich am Arm Sie binden mich an einen Scheiterhaufen und lassen Öl über mich laufen Sie sprechen ein kurzes Gebet und dann zünden sie mich an
Funkenflug Ich bin ein Teil von dir Funkenfluch Unersättlich ist deine Gier _______________________________________________________ P. S.: Meister Yoga war auch falsch.
1. Akt, 2. Szene: 10€ und keine Würde
Wieso keine Würde? Ok, es ist überdramatisiert, aber so fühlt man sich bei seinem ersten Mal. Ups, nee, nicht was ihr denkt, sondern mein erstes Mal im - TA-DAAA - Arbeitsamt. Meine Befürchtung war immer, unter Assi-TV-Konsumenten unterzugehen und in eine Schublade mit klischeehaften "Hartzern" gesteckt zu werden. Tatsächlich liefen dort entsprechende Gestalten, die Luft war mit dem üblen Geruch von Verzweiflung und Alkohol geschwängert und meine Fantasie drehte durch, ob ein drogensüchtiger Hartzer mich überfallen und verprügeln würde. Aber so war das nicht. Die Frau hinter dem Schreibtisch wurde sofort von meinem Zauber bezirzt und wir haben ewig über Gott und die Welt gelabert, während sie meine Daten auffasste, sehr zum Leidwesen meiner Mitbewohner, die längst fertig waren und nun auf mich warten mussten. Mitbewohner? Ja, sie brauchen auch einen Job, unsere Burg geht unter. Wie dem auch sei, ich schritt trotzdem mutlos aus der Einrichtung und arbeitete weiter an meine Gehirnzermarterung und elaborierte in Gedanken meinen nächsten Blogeintrag und dachte über einen weiteren Blog auf Tumblr nach. Das Ergebnis ist auf http://weg-des-fotos.tumblr.com zu sehen, aber Vorsicht: es ist noch im Aufbau. Und wieso noch keine Würde? Ist so eine Erfahrung im Arbeitsamt wirklich so frustrierend? Nein, aber die Abhängigkeit von anderen Menschen, während der Zeit der Not. Nichts selber kaufen zu können ist wirklich deprimierend, deswegen die Initiative als Blogger, der Schritt ins Arbeitsamt. Also zusätzlich zu den sonstigen Anstrengungen, wie Bewerbungen schreiben, im Internet Stellen suchen, Schaufenster nach Arbeitsangebote studieren... Unerwarteter Themenwechsel: Multitasking. Es ist unglaublich schwer zu bloggen, während der Kackfernseher läuft, mit neuer Gehirndiarrhö, Prominonsense die Sinne betäuben und man sich entscheiden muss, wo man seine Hate-Energie verbrauchen soll. Trotzdem ist das Thema Promis einen eigenen Eintrag wert. Später. Irgendwann. Eines Tages. Versprochen. Problem gelöst, Hate-Energie wird mit Hatebreed aufgeladen und man kann munter weiterbloggen. Während der Mitbewohner seine Gehirnblutung, für die er eine Woche im Krankenhaus saß, durch Promiklatschleere ersetzt. Leider ist es für heute mit dem Bloggen getan, meine Nerven sind am Ende. Bis morgen, oder in zwei Tagen, oder nach dem Wochenende, ach, bis ich wieder Lust habe, das Internet mit meinem Hass zu erfüllen. Tschütlerü. P. S.: Wusstet ihr eigentlich, dass ich ein Buch schreibe?
1. Akt, 1. Szene: 10€
Richtig, 10€. Mehr hab ich nicht, ich lebe wirklich von Luft und Liebe. Luft ist für mich die Metapher für Internet vom Handy, Liebe... Naja das kommt leider falsch, wenn man bedenkt, dass ich in einer reinen Männer-WG lebe... Neeeeein, wir sind alle Heteros. Naja, Liebe, weil sie, obwohl ich kaum etwas beitragen kann, mich hier dulden, während ich versuche, mein Leben auf die Reihe zu bringen. Ist aber unglaublich schwer, wenn man keine vernünftige Ausbildung hat! Und nein, Kinder! Abitur zählt nicht als "vernünftige Ausbildung"! Zumindest, wenn man NUR Abi hat, keiner kann was mit Abiturienten anfangen. Außer Unis, wie ich feststellen musste. Ich wollte nach dem Abi ein Jahr arbeiten, statt mich sofort in die nächste Bildungsanstalt einsperren zu lassen... Fehler. Nun bin ich seit ich Abi hab, arbeitsl... Ähm, arbeitssuchend und könnte mir selbst in den Arsch beißen. Da ich kein Deutscher Staatsbürger bin, sondern "nur" eine Daueraufenthaltsgenehmigung habe, die mir für immer und ewig das Recht zuspricht, hier zu verweilen, ist es etwas komplizierter mit der Papierscheisse, ihr kennt das... Oh, nein, kennt ihr nicht. Und ja, ich hasse Bürokratie, aber da bin ich wohl im falschen Jahrhundert gelandet. Ach was, im falschen Jahrtausend. Für alles braucht man ne Genehmigung und wenn du von Außerhalb kommst kriegst es halt nicht so leicht, Ätsch! Betrifft natürlich auch das geliebt-gefürchtete HartzIV. Pscht! Nun hört auch die NSA im Auftrag der Sozialkritiker zu. Ganz ruhig, ich bekomm das Geld nicht mal, ich hab ja sinnlos die Gymnasiumsbank gedrückt, statt meinen sozialen Beitrag zu leisten. La la la ich bin am Arsch. Warte, dieser Blog sollte doch motivierend sein! Ich Depp! Und für den Fall, dass es da draußen auch nur einen vernünftigen Verlag gibt, der meine Einträge als Buch veröffentlicht: 1. Hier eine Erklärung für das Wort "Blog": http://de.wikipedia.org/wiki/Blog ihr könnt es nicht anklicken, aber es ist ein Anreiz, im Web zu recherchieren, kurz "googlen", hier ein Emoticon, der meinen amüsierten Gesichtsausdruck, ähm, ausdrückt: xD 2. Ich hab gar nicht amüsiert geschaut, als ich das geschrieben habe. 3. Dieser Verlag ist spitze und verdient, ach halt vergesst es, ihr habt ja schon für das Buch gezahlt. Ok, zurück zum Thema: Ich hatte mein 2,8-Abitur, und weiter nichts. Meine Mutter zog weg, nachdem ich das Ding in der Tasche hatte, und obwohl ich schon ewig einen Job gesucht hab, kam einfach nichts. Und die Probleme fingen erst an, aber dieser Eintrag war schon lang genug, das was folgt, kommt in Kapitel 2. Aber was mir heute klar wurde: Ich will ein Haus, ich will ein Auto, ich will jemanden, der immer für mich da ist, ich will eine Arbeit, ich will studieren, ich will ein Buch schreiben, etwas für die Welt hinterlassen, außer meinen Exkrementen und eine Leiche, ich will wohl Spießer werden. Ich will leben...
Das Leben als Sitcom
Also Kinder, ich bin jetzt 21 Jahre und 3 Tage alt. Zeit für einen Neuanfang. Wie wäre es mit einem Neuanfang. Ein Blog. Verrückte, dumme Geschichten wie in 'Köln Tag und Nacht' oder 'Berlin 666'? Das Leben soll sich ändern! Amüsant und rasant - ich verdiene wirklich eine Sitcom, aber da kein Sender bis jetzt Interesse gezeigt hat, wird die Internetgemeinschaft unter meinen Einträgen leiden müssen ;) Vielleicht wird ja ein Buch daraus. So möge das Vergnügen beginnen. So viel zum Vorwort.