Wo Wurzeln Flügel bekommen. The place where roots sprout wings.
Das Projekt war eine Selbstinszenierung bei der mir als Hilfsmittel nur Papier zur Verfügung stand. Meine erste Assoziation war ein weißer Raum, indem ich alleine stehe. So war die Idee am Anfang... nun zur Umsetzung. Wie erschaffe ich den Raum? Aus Papier/Pappe. Recyceltem Material! Ich versuche in meinen Projekten immer umweltbewusst zu sein und zu denken. Also haben ich große stabile Kartons besorgt, zurecht geschnitten und verklebt. Ein Kraftakt. 2 Tage hat es mich gedauert. Am Ende stand dann aber ein 200x140x80cm vor mir. Nun wurde es ausgekleidet mit Papier, das nicht mehr weiter gebraucht wurde. Auf dem ersten Blick sind die Wörter nicht richig zu erkennen und ergeben keinen Sinn. Wenn man aber seinen Blickwinkel verändert, erkennt man, was eigentlich dort steht. (So wie es so oft im Leben passiert.) Man sieht nun nämlich Eigenschaften, die mich ausmachen: Ich bin außergewöhnlich, umweltbewusst, Abenteuerlustig, neugierig, Minimalist, Detailverliebt, Lebenskünstler und Genießer. Die Chamäleons symbolisieren noch einmal die Wandelbarkeit. Ich kann mich nicht auf eine Sache festlegen. Seien es die Klamotten: mal sportlich, mal verrückt, mal schick... Sei es die Musik: Rock, Punk, Hip Hop... Warum sich auf eins beschränken, wenn man doch so viele Facetten hat?! Das bin doch ich. Nun die Kulisse. Wald bedeutet für mich Heimat. Als Kinder bauten wir Baumhäuser, fuhren mit den Rädern die kleinen Pfade entlang und hatten Angst einem Wildschwein zu begegnen wenn man abends nach Hause fuhr. Bei einem Spaziergang stand fest, dort ist der beste Hintergrund für mein Vorhaben. Deshalb auch der Titel “Wo Wurzeln Flügel bekommen.”. Was ist seitdem passiert. Die Freunde mit denen ich damals durch die Wälder streifte, sehe ich nur noch gelegentlich. Wir haben alle Flügel bekommen und sind unsere Wege gegangen. PS: Beim Fotoshooting hat uns sogar ein Reh aus der Ferne beobachtet ;)









