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sometimes i sit back & think to myself, how i let that all happen to me
6 Februar 2021, liebes Tagebuch
Es ist wieder einer dieser Tage. Die Tage an denen es einem besonders schwer fällt aufzustehen, sich aufzuraffen, seine Ziele oder Todo Liste abzuarbeiten, sich zu verwirklichen. Seit stunden liege ich im Bett, der Kaffee in meiner Hand. Es tut sich nichts. Der Himmel ist orange verfärbt. Es ist weder hell noch dunkel, als würde die Welt demnächst untergehen. Es fühlt sich so an als wollte ich dem Wetter die Schuld an meinem Zustand geben. Der Druck steigt und die Zeit rennt. "Sei netter zu Dir selbst." Langsam richte ich meinen Körper von meinem flauschigen Bett auf. So viele Kissen.. Meine Mundwinkel verziehen sich für einen kleinen Moment zu einem Lächeln. Das Leben steckt voller Überraschungen, man muss es nur zulassen. Ich spüre wie meine Zehen den grauen Teppichboden erfassen, strecke meine Arme so weit ich nur kann in die Luft, spüre wie sich Wirbel für Wirbel meiner Wirbelsäule aufrichtet, wie die Luft in die Lungen strömt. 1,2,3,4 und ausatmen. Alles um mich herum scheint für einen kurzen Moment in Ordnung zu sein.
In Momenten wie diesen versuche ich mich auf die kleinen Dinge zu konzentrieren, diese zu schätzen und aufzuschreiben.
Es sind schwierige Zeiten, andere Zeiten die wir durchleben. Doch jeder Tag ist ein Geschenk! Versuchen wir jeden Tag das beste draus zu machen. Das ist unsere Chance an uns zu wachsen, herauszufinden wer wir sind und was wir wollen. Was DU willst. Tag für Tag. Dem Ziel ein kleines Stückchen näher.
3. Februar, Liebes Tagebuch
Zeit. Das kostbarste auf dieser Erde. Jede Entscheidung, jeder Gedanke und jede Tat wird mit ihr getroffen. Unsere Taten werden wie in den Welten des Internets für immer in unseren Herzen oder Gedanken abgespeichert. Doch was wenn Nemo nicht geplant hätte aus dem Aquarium zu fliehen? Hätte er es jemals in die Welten des weiten Ozeans geschafft und seine Familie gefunden?
Wir alle brauchen Zeit um Entscheidungen treffen zu können, an ihnen zu wachsen und uns weiter zu entwickeln. So habe auch ich eine Entscheidung getroffen. Und es gibt kein Zurück. Wenn du das liesst, ich habe keine Sekunde bereut meine Zeit mit Dir zu verbringen. Jedoch ist es Zeit, nach vorne zu sehen und loszulassen. Auf uns alle wartet da draussen eine Entscheidung und entweder wir entscheiden uns dagegen oder wir nehmen die Herausforderung an um die weiten des Ozeans und damit unsere Ziele zu entdecken und zu verwirklichen.
28.09. Liebes Tagebuch,
irgendwann müssen all die Tränen einfach geweint werden.
30.09. - ein Jahr und zwei Tage später
und irgendwann muss all das Lachen gelacht werden und all die Küsse geküsst werden und all die Freude gelebt werden. Und ja, all die Tränen müssen auch geweint werden, aber auf jede Träne kommt ein Lachen, ein Kuss, ein Sonnenstrahl.
Und wieder Tränen.
1.11. - noch mal ein gutes Jahr später
Ich liege im Bett und lese mir meine alten Einträge durch und muss weinen, weil ich daran denke, wie glücklich ich vor einem Jahr war und jetzt die Tränen für das damalige Glück geweint werden müssen. Weil eben leider auf jedes Lachen, jeden Kuss und jeden Sonnenstrahl auch wieder die Wut und Traurigkeit, Einsamkeit und Kälte kommt.
16.04. - nocheinmal 1,5 Jahre später
Und wieder bin ich irgendwie auf diesen Eintrag gestoßen und denke daran, was die letzten 3,5 Jahre alles passiert ist. Ich habe meine erste große Liebe gefunden und wieder ziehen lassen, bin erwachsener und selbstsicherer geworden und fühle mich dennoch manchmal wie ein kleines Kind, das wegen jeder Kleinigkeit heulen muss.
Doch mit einem hatte mein altes Ich auf jeden Fall Recht: irgendwann müssen all die Tränen geweint und all die Freude gelebt werden. Und auf jede Träne kommt wieder ein Lachen, ein Sonnenstrahl und hoffentlich bald auch ein Kuss.
Liebes Tagebuch,
Wie kann man nach einem Jahr täglichen Kontakt, alles erzählen, alle Probleme, alle Ziele alle Ängste einfach alles.. Immernoch nicht wissen was man von der Person möchte. Ist das alles nur Zeitvertreib oder wie? Erzählt man jemanden all seine Sorgen und Probleme aus Spaß ist das alles nichts besonderes für dich? Ich fühl mich so dumm weil das alles für mich mehr Bedeutung hatte als für dich anscheinend.....
Es ist mir egal wohin die Reise geht, solange ich sie mit dir antrete.
03.06.19 Liebes Tagebuch,
Seit 4 Wochen schreibe ich mit diesem Jungen, wir schreiben über alles und verstehen uns echt gut denke ich. Das Problem ist nur, dass er am anderen Ende von Deutschland wohnt.. warum sind manche Dinge so kompliziert?
(3.10.19) Update: Wir haben uns nach über 5 Monaten jeden Tag schreiben endlich getroffen und uns super verstanden :)
Ich versuche jeden Tag das alles zu verdrängen, obwohl ich weiß, wie sehr es mich zerstört. Ich bin wieder dabei zu fallen. Von Tag zu Tg immer tiefer. Ich will mich wieder selbst verletzen, um all die Probleme für eine kurze Zeit zu vergessen und um zu spüren, dass ich noch lebe. Es fühlt sich so an als wäre ich schon längst gestorben. Oder wie ein Alptraum, in dem alles nur schwarz/weiß und kalt ist. Ein einsamer Ort, wo dir keiner helfen kann. Es geht dir dort schlecht aber irgendwann wirst du süchtig nach diesem Gefühl, nach diesem Ort der Einsamkeit und du willst nie wieder dort weg. Du schliesst dich ein und wirfst den Schlüssel weg. Es gibt keinen Ersatzschlüssel und somit niemanden, der dir dort heraus helfen kann. Und du hast Schmerzen. Innere Schmerzen und es ist so als zerfrisst dieses Gefühl dich, aber aus irgendeinen Grund bleibst du dort. Du bist dabei deine Mitmenschen unbewusst zu verletzen mit deinem Verhalten. So lange, bis du letzendlich ganz alleine bist. So fühlt es sich an. So fühlen sich Depressionen an.
Ich wünschte, ich könnte dir erzählen, was mich wirklich beschäftigt. Ich wünschte, ich könnte es dir sagen, damit ich nicht mehr so alleine mit meinen Gedanken bin. Aber ich kann nicht und deswegen bleibe ich eine Gefangene in meinem eigenen Kopf, mit der Hoffnung, irgendwann ausbrechen zu können.
24. Juni 2019 - Liebes Tagebuch
Immer bin ich für alle da, versuche Probleme zu verstehen, sie zu Lösen oder ein offenes Ohr zu haben. Doch die vielen negativen Energien und Einflüsse ziehen mich runter, machen mich traurig. Krampfhaft versuche ich den Frust zu vergessen und alles hinzubekommen, wie man es von mir erwartet. Doch was wenn auch ich scheitere. Ich habe Angst, Angst mich selbst zu verlieren. Nicht die Kraft zu haben, meine Einstellung zu wahren und die negativen Dinge aprallen zu können. Ich fühle mich allein und hilflos, als würde mich ein schwarzes Loch verschlingen und nie wieder entkommen lassen.
17. Juni 2019 - Liebes Tagebuch
Einfach aus dem Nichts. Ich hasse diese unerwarteten Momente. Diese Gefühle, die in einem aufkommen und dich einfach überrumpeln. Das Gefühl der Verwirrung, der Einsamkeit oder Angst. Sie kommen und gehen, durchströmen den Körper wie ein Stromschlag. “Reiss dich zusammen” Die Stimmen in meinem Kopf gehen im chaos unter. Ich schliesse die Augen, atme die warme Luft des Sommers ein. Manchmal kommt man sich so klein und unwichtig vor, als ob man jedem egal ist. Doch man muss auch lernen, sich selbst zu lieben. Das ist mein Ziel. Sich nicht mehr unterkriegen lassen. Jeder Tag ist ein Geschenk, eine neue Chance sein Ziel zu verfolgen und ihm ein Stück näher zu kommen. Ich will es versuchen. Denn, wer nichts wagt, der nichts gewinnt..
03.06.19 Liebes Tagebuch,
Seit 4 Wochen schreibe ich mit diesem Jungen, wir schreiben über alles und verstehen uns echt gut denke ich. Das Problem ist nur, dass er am anderen Ende von Deutschland wohnt.. warum sind manche Dinge so kompliziert?
16.05.2019 - Liebes Tagebuch
Langsam wird es Zeit aus meinem Versteck hervorzukommen und wieder mehr zu wagen. Die Zeit heilt alle wunden, doch ohne ein Risiko einzugehen, werde ich mich meinen Mitmenschen niemals öffnen oder gar mich verlieben können.
Alles oder nichts.
Ich will zurück zu dir.
08.05.2019
07.05 Liebes Tagebuch
Und mal wieder sitze ich hier und weine, ich weine weil mein Leben so planlos ist ich weiß selbst nicht was ich mit mir anfangen soll. Ich helfe so vielen Menschen ich schau immer dass es allen gut geht und das alle glücklich sind und nehme ihre Probleme auf mich und das belastet mich so sehr. Kein Mensch frägt mich mal wie es mir geht und nicht nur so ein blödes „hey, wie gehts“ sondern ein ernst gemeintes „ist alles bei dir in Ordnung, willst du über etwas reden?“ ja verdammt ich will über so vieles reden aber keiner hört mir zu wenn ich etwas erzähle und wenn dann kommen die Personen mit einem oh, das wird schon, du schaffst das oder sie erzählen von ihren eigenen Problemen. Und dann bin ich sofort wieder vergessen. Wie oft sitze ich nachts dran und weine bis es nicht mehr geht einfach weil ich so oft am Ende bin und niemand mir hilft.
19.03 liebes Tagebuch - wie das Leben an einem vorbei zieht
Ich mache mir oft Gedanken was noch wird und was noch kommt. Aber was wenn alles schon da ist? Was wenn ich mir die ganze zeit nur Gedanken gemacht habe und dabei nicht gemerkt habe wie das Leben an mir vorbeigezogen ist? Was wenn ich alles verpasst habe?
Wenn das alles hier ein Traum ist, dann lass mich schlafen.