Was haben Otto-Versand und Walter Ulbricht gemeinsam?
Parallel zum radikalen Ende des GeschĂ€ftes mit Papierkatalogen bei Neckermann, gibt Otto- Vorstandschef Schrader ein Interview zum Zukunftsprogramm "Focus", dass im Volksmund jedoch als Sparprogramm bezeichnet wird. Hamburger Abendblatt 10.05.2012 http://t.co/8fkPzpGn Das Interview ist geprĂ€gt vom BemĂŒhen, die anstehenden Umstrukturierungen möglichst positiv zu formulieren. Die PR Abteilung hat ganze Arbeit geleistet und wunderschön klingende SĂ€tze formuliert. FĂŒr mich klingt es wie bei Walter Ulbricht: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!". "Fokus ist kein Sparprogramm. Es geht darum, die StĂ€rken unserer Marke Otto ..." Werden die Marken Baur und Schwab vom Markt verschwinden? "Nein, auf keinen Fall. Es geht um eine effiziente Zusammenarbeit der drei Marken - jede fĂŒr sich hat ihre StĂ€rken, die es gilt zu nutzen." jedoch gibt es "eine Reihe von Aufgaben," ... die bei den drei Versendern doppelt besetzt sind. Im Netz gerĂ€t Otto durch preisaggressive Anbieter wie Zalando unter Druck. Ist Fokus auch eine Reaktion darauf? "Otto ist nicht unter Druck, wir agieren aus einer Position der StĂ€rke heraus." Den agressiven offensiven umsatzgetriebenen Strategien der Wettbewerber begegnet Otto mit Sparprogrammen (in der Managersprache Effiziensteigerung). Die "Erfolge" der traditionellen Konzerne aus anderen Branchen mit diesen Strategien lassen grĂŒssen! Wie könnte eine ehrliche Botschaft in einem Interview aussehen? Wie jeder in seinem Lebensumfeld bemerkt, gibt es neue aggresive Wettbewerber, die uns in unserem StammgeschĂ€ft angreifen. Ich bin mir sicher, auch viele von ihnen kaufen beim Wettbewerb ein. Sie kommen mit neuen billigeren, vielleicht auch spritzigeren Produkten und Konzepten. Um unserer Zukunft willen, mĂŒssen wir hierauf reagieren. Auf der Basis unserer wertvollen Erfahrungen aus den letzten 60 Jahren kennen wir Antworten schon. Besonders solche, die jenseits unserer Traditionen liegen. Diese Antworten bringen deshalb grosse Unsicherheiten fĂŒr unsere Mitarbeiter und das Management mit sich. Besonders auch das Managment wird sich von alten Zöpfen, Besitzstanddenken und internen RangkĂ€mpen verabschieden mĂŒssen. Personalabbau, Umbesetzungen, Neueinstellungen wird es geben. Standorte und ArbeitsablĂ€ufe werden sich verĂ€ndern. Wir haben fĂŒr die bevorstehenden VerĂ€nderungen alle Mittel und Möglichkeiten an Bord und wenn sie uns fehlen, werden wir sie schnell einkaufen. Noch handeln wir aus der Position der StĂ€rke heraus - Wer sollte die Zukunft dennn besser meistern können als wir, wann sollte das geschehen wenn nicht jetzt! Und nun noch einige Worte an unsere Lieferanten. Besonders die Katalogproduktion wird auf dem PrĂŒfstand gestellt, welche Konzepte sind hier zukunftsfĂ€hig und welche nicht? Auf jeden Fall wird die Digitalisierung nicht mehr weggehen oder sogar aufhören. Auch fĂŒr sie sind tiefggreifende VerĂ€nderungen und Unsicherheiten absehbar. Lassen sie uns gemeinsam neue Lösungen entwickeln und ausprobieren und uns an der richtigen Stellen zusammenarbeiten. Ein weiterer interessanter Artikel zum Thema ist auf excitingcommerce.de zu finden: http://ow.ly/1MdCfp in diesem Blog: http://postdienstleistungen.tumblr.com/post/22247396805/katalogversand-postunternehmen-in-zeiten-des





