A remarkable assignment
✨ ( M I S T E R 47. ) ・゚ ⭐
Eigentlich hatte der Anzugträger nun angenommen endlich mit der Zielperson die Anlage verlassen zu können um den Auftrag abzuschließen, doch wie das alte Sprichwort schon sagte: Erstens: Kommt es anders. Und Zweitens: Als man denkt. Gerne hätte er aufgeseufzt und sich für einen Moment die Schläfen gerieben um seinem ansteigendem Unmut Ausdruck zu verleihen doch…wäre das absolut nicht seine Art. 47 war der perfekte Killer. Professionell und auf dem höchsten Level. Der Beste unter seinesgleichen. Emotionslos, berechnend, undurchschaufbar und skrupellos. Zumindest sollte er das sein. Über ein paar Punkte ließ sich durchaus streiten aber um dies zu beurteilen gab es niemanden der den Glatzkopf gut genug kannte. Höchstens Diana…und das passte ihm schon nicht in den Kram. Es war schon eine ganze Weile her aber bis heute konnte er ihr ihren Verrat nicht verzeihen oder gar vergessen. Wie sie ihn hintergangen hatte um den Auftrag zu einem Abschluss zu bringen. Aus Angst um ihr eigenes Leben… hatte sie seines riskiert und ihn durch einen Hinterhalt in den Scheintod versetzt. Damals wäre er durchaus bereit gewesen ihr bei der Umsetzung ihres Plans sogar zu helfen oder sich eine andere Strategie zu überlegen doch war es seine 'Partnerin’ gewesen, welche ihm nicht vertraut hatte. Das absolut letzte Mal das er vertraut hatte. Und auch das erste Mal, wohlgemerkt.
Mit einem kalten Blick, beäugte er die Blondine vor sich, sein Gesichtsausdruck wie in Stein gemeißelt. Unleserlich. Innerlich jedoch fing es allmählich an zu brodeln, denn diese ständigen Unterbrechungen und Forderungen seitens der jungen Frau gefärdeten langsam aber sicher die verdeckte Operation. Ein offenes Feuergefecht war das Letzte das 47 in diesem Komplex heraufbeschwören wollte, denn weder die Anzahl seiner Gegner noch die Ausstattung war ihm irgendwie bekannt. Flashbacks von früher zogen an ihm vorbei. Seiner fernen Kindheit in den Laboratorien Ortmeyer’s und wie er etliche Male versucht hatte zu entkommen.
“Ihre Zielperson ist für mich nicht relevant.”
47 konnte nicht ahnen welch große Rolle Jake in diesem ganzen Tumult spielte. Er erledigte lediglich die Aufträge der ICA. Was andere Organisationen für Probleme oder Belange hatten, war ihm herzlichst egal. Selbst wenn der C-Virus in der Welt wüten würde wäre der Glatzkopf nur sich selbst der Nächste. Außer man würde ihn dafür bezahlen. So war damals sein Drill gewesen und selbst wenn er es wollte könnte er dieses Denken wohl kaum abschütteln. Er besaß mehr Geld als er ausgeben konnte, doch trotzdem verlangte er etwas für seine Dienste. Von nichts kam nichts. Punkt.
“Was Ihr Boss will und was nicht, interessiert mich nicht im Geringsten. Wäre dem so, hätte er mich für die Rettung Ihrer Zielperson beordern sollen und nicht andersrum.”
Das müsste selbst der Blondine einleuchten. Am Ende war dieser Jake bereits Tod oder aber nicht mehr wichtig genug. Es gab tausend Gründe warum ihr Vorgesetzter so handelte wie er es jetzt nun einmal tat. Dinge die den Agenten nicht zu interessieren hatten und es auch nicht taten. Wichtig war das er sich alleinig auf seinen Auftrag konzentrierte, ob mit oder ohne ihre Kooperation.
“Nein.”
War seine simple Antwort und je nachdem wie die Blondine reagieren würde, wäre seine Reaktion. Schlimmstenfalls müsste er sie sedieren um aus dem Komplex zu kommen.
✨ ( ѕυяνιναℓ ωαѕ —— -
—— - му σηℓу нσρє ! )・゚ ⭐
Was er als Reaktion von sich gab, ließ Sherry wortlos zurück. Sie blickte ihn lediglich an, ungläubig, hilflos, fast schon ein wenig . . . verloren. Wie sollte sie nun vorgehen? Was sollte sie darauf erwidern? Er wirkte nicht so, als würde er mit sich verhandeln lassen, geschweigeden sich auf Kompromisse einlassen wollen. Ihre Mission war somit gefährdet, mehr denn je. & auch, wenn sie es zu schätzen wusste, dass jemand entsandt worden war, um sie hier rauszuholen, so wünschte sie sich im Moment, dieser Mann wäre niemals aufgetaucht & ihr hätte sich ein anderer Weg der Befreiung aufgetan. Doch nun blieb Sherry einzig & alleine nur die Hoffnung, dass Jake es irgendwie ALLEINE aus diesem Komplex geschafft hatte, oder noch schaffen würde. Vielleicht hatte dieses Ablenkungsmanöver ja ausgereicht um ihm den Weg in die Freiheit zu öffnen . . .
Sie bezweifelte dies stark aber mehr als an seine Fähigkeiten des Überlebens zu glauben, war ihr im Moment nicht möglich. Zwar könnte sie sich durchaus stur stellen & auf eigene Faust nach ihm suchen, aber beim kalten Anblick des Mannes im Anzug gefror ihr glatt das Blut in den Adern. Er war kein Deut anders als die Männer, die sie tagtäglich in ihrer Isolation begutachteten & dafür sorgten, dass sie schön dort bleiben würde, wo sie war. Menschen, die nun einmal alles für das richtige Maß an Bezahlung taten, egal wie entwürdigend die Arbeit auch war.
& sie konnte sie NICHT AUSSTEHEN.
Abermals schluckte sie den Verdruss hinunter, obgleich es ihr säuerlich aufstieß, denn der Gedanke daran, weiterhin mit diesem engstirnigen Egomanen arbeiten zu müssen, war ihr zuwider. Sie ballte die Hände zu Fäusten & wandte den Blick ab, noch immer ungläubig seiner Ignoranz gegenüber ihrer Bitte.
❝ Wenn Sie nur wüssten, wie viel hier auf dem Spiel steht. Wenn Jake etwas passiert, dann war alles umsonst —— einfach ALLES. Aber, selbstverständlich, ist Ihnen das einerlei. Ich weiß. Wenn es soweit ist, werden Sie vielleicht merken, welch großen Fehler sie begangen haben . . . & dann ist es definitiv zu s p ä t für Rettung. ❞
Aber was gab sie sich überhaupt Mühe, ihm ins Gewissen zu reden? Ihre Worte würden an seinem glanzpolierten, makellosen Anzug abprallen, wie Kiesel an einem eisernen Riesen. Es war zwecklos. Sie hätte es ja kaum für möglich gehalten, nach Jake jemanden zu treffen, der noch starrköpfiger war, als er selbst. Doch das lebende Musterbeispiel stand hier, bei ihr. & diese stoische Gleichgültigkeit war ihr angesichts der Umstände unbegreiflich.
Ein Seufzen folgte der Stille & sie schüttelte den Kopf, gab sich geschlagen in einem Kampf, den sie ohnehin nie hätte gewinnen können, deswegen hatte sie es auch gar nicht erst großartig versucht. Mit einem Nicken gab sie zu verstehen, dass sie seine Forderung akzeptierte & sich nun lediglich auf die EIGENE Flucht konzentrieren würde, innerlich weiterhin dafür betend, dass Jake es alleine nach draußen schaffte. Er war schließlich ein hartgesottener Kerl —— für ihn würde es sicherlich eine Möglichkeit geben, der Gefangenschaft zu entkommen.
❝ Bevor wir jedoch gehen, würde ich gerne meine Sachen holen. Ich kann so unmöglich rausgehen. Irgendwo muss es eine Umkleidekabine mit Spinten geben. Dort haben sie mir nämlich alles abgenommen. ❞
Daraufhin deutete sie auf das scheußlich abgetragene Stück Stoff, welches von ihrem Leibe hing wie eine mottenzerfressene Tischdecke, viel zu kurz war & lediglich die wichtigen Stellen ihres weiblichen Körpers verdeckte, um immerhin das kleine bisschen Gefühl von Scham zu wahren. Wenigstens dieser Bitte könne er nun wohl nachgehen, oder? Wenn auch nur ein KLEINER Funken Anstand in ihm wohnte, dann würde er ihr helfen, ihre gewohnte Kleidung wiederzubeschaffen.















