2,5 Monate Portugal - wo fängt man da an und hört man auf…
Aufjedenfall war es eine wunderbare Zeit. Portugal besticht mit wandelbaren Facetten und Farben sowie Menschen und Stränden.
Von Wasserfällen im grünen Outback, über sandige Offroadstrecken (Oh Sam <3) zum nächsten Traumstrand, bishin zur legendären Pizza Party.
Portugal hat es einfach - alles.
Wenn ich alles einzeln aufzuzählen müsste, könnte ich einen Roman verfassen und trotzdem würde über die Hälfte fehlen.
Daher gibts alles kurz und knackig zusammengefasst.
Direkt nach der spanischen Grenze führte uns der Weg nach Viana do Castelo, um dort vergnügt im verstecken Wasserfall mit seinen kleinen Becken zu plantschen.
Die schönsten Strände zusammengefasst:
Bei Lagos Santa Maria befindet sich einer der schönsten Strände Portugals. Das Wasser wechselt von weiß über türkis nach blau und während sich beim benachbarten Touri Strand die Menschen wie Sardinen von links nach rechts wenden - ist hier kein Mensch.
Absoluter Geheimtipp und daher muss man den Weg dorthin auch selber herausfinden :)
Portimao, Raposeira, Monte Clerico, Bordeira, Joao Vaz Beach, Melides, Aljezur, Barranco, Luz und Amado, um nur ein paar zu nennen,… es gab so viele wunderbare Strände, sie alle waren traumhaft und einzigartig. Viele sind bekannt - andere nicht - ein paar Geheimtips sollen auch geheim bleiben. Ich weiß gemein - aber wer sie in Portugal sucht - der findet sie auch.
Die Wege dorthin sind stellenweise etwas schwierig und teilweise muss man es wirklich wollen. Aber wir wurden bisher immer belohnt.
Für größere Wohnmobile wurde es mit zunehmenden Tourismus über die Sommertage immer schwieriger bis unmöglich die „Strassen“ zu meistern - mit Karlos war jedoch alles gut machbar. Auch wenn es das eine oder andere mal Hitzeattacken ausgelöst hat!
Die schönste Stadt: Porto!
In Porto habe ich mich verliebt. Wenn man mich fragt, die schönste Stadt der Welt! Nie zuvor habe ich mich direkt so wohl gefühlt. Porto empfängt einen mit einer herzlichen Wärme - an was es liegt? Keine Ahnung. Vielleicht liegt es an den Steinmauern die Porto sicher umschließen und einem das Gefühl von Schutz und Geborgenheit geben.
Verliebt habe ich mich auch in den Portwein - vorallem in den Weißen!
Hatte ich so gar nicht auf dem Schirm - Portwein - das trinken doch nur diese alten Menschen… ich lies mich bei einer Portweinführung letztendlich überzeugen.
Weißer Portwein mit Tonic - mein absolutes neues Lieblingsgetränk!
Auch in Lissabon hatte ich eine wundervolle Nacht auf dem Dach eines Parkhauses. Die Rooftop Bar Park bietet nicht nur einen spektakulären Blick über die Dächer Lissabons bei Sonnenuntergang, sondern überzeugt auch mit leckeren Gerichten und Getränken. Zur späteren Stunde wird auch noch richtig gut an den Plattendecks aufgedreht.
Leider war ich nur einen Abend in Lissabon. Diese Stadt hat defintiv noch mehr zu bieten und ich freue mich rießig darauf, baldmöglichst mehr zu entdecken.
Pizza Party - Marmelete
Legendär! Man muss eigentlich einmal dort gewesen sein. Für 10 Euro gibt es von 18:00 bis 23:00 Uhr Pizza - soviel man essen kann direkt aus dem Steinofen. Man sollte nur schauen recht früh dort zu sein - oftmals wird es hier sehr schnell voll und das lange anstehen verdirbt einem sonst etwas den Appettit. Ansonsten muss man es einfach erleben. 2 Floors, elektronische Beats, Drum’n’Bass sowie basslästiger Dub - alles unterm Sternenhimmel. Pennen kann man in seinem Bus, direkt auf dem Stoppelfeld gegenüber. Was erstaunlicherweise ziemlich gut geht und ohne störende Geräuschkulisse. Wer einfach nur vorm Auto chilln möchte - easy - Meet & Greet mit den durchs Land Reisenden ist hier garantiert. Jede Woche aufs Neue.
Und was gibt es besseres als kaltes Wasser am nächsten Katermorgen? Richtig - kaltes KLARES Wasser zum reinspringen.
Ca. 15 Min. entlang der Strasse am besagten Stoppelfeld, geht es zu einem See. Die Strasse wird zwar etwas eng und schwierig aber es lohnt sich!
(Ausser man wird von einem Waldbrand überrascht…)
Zusätzlich findet einmal im Monat ein Hippie Markt übers Wochenende in Barao statt. Liegt quasi auch gleich ums Eck und sowieso auf dem Weg zurück Richtung Meer. Also wieso nicht gleich einen Stop dort einlegen? Essen, Getränke - Alles Selfmade natürlich - sowie kleine Flohmarkt-Stände versüßen den Aufenthalt dort.
Co-Working Spaces
Immer wieder erstaunlich wo sich unterwegs ein Arbeitsplatz auftut.
Ein wirkliches spannendes Konzept fand ich in Sagres. Die Laundry Lounge.
Waschsalon, Co-working space, Sushi bar, Yoga Studio und Surfer-Bar in einem. Dazu in einer wirklich warmen und modernen Aufmachung.
Hier kann man gefühlt den ganzen Tag verbringen. Das Personal ist hier so herzlich und authentisch, dass man sofort das Gefühl hat direkt dazu zugehören.
Gerade in Portugal war ich sehr oft abhängig von diversen Cafés & Restaurants und die Suche nach Wifi verlief stellenweise auch nicht so einfach wie in Spanien. Oft musste man sich entscheiden - übernachten am traumhaften Strand ohne Netz oder in Netznähe aber am Straßenrand. Die Antwort liegt auf der Hand oder?
Da ich natürlich beides wollte, musste eine perfekte Organisation her.
Hieß genau:
Bei Ankunft der nächtlichen Traumkulisse am Strand früh genug da sein und die Gegend erkundschaften. Auch wenn das Handy „Kein Netz“ anzeigt - irgendwo gibt es IMMER Netz - die Frage ist nur wo. Da hieß es oft den nächst höheren Berg erklimmen - und schwups siehe da - volles 4G Netz. So war die Tagesplanung für den nächsten Tag eigentlich klar :)
7 Uhr Wecker, Kaffee machen, loslaufen, 15 Minuten Bergerklimmung (inklusive Kaffeetasse & Laptop), Punkt 8:00Uhr (Zeitumstellung) Teamcall und arbeiten.
Made it on point. Zeit bis zum Akku Ende: 2 Stunden. Danach geht’s zum Akku aufladen in den Bus. Ich gebe zu - alles muss getimt sein. Aber es funktioniert. Und dieser Ausblick beim arbeiten - jeden Funken an Aufwand Wert!
Ich weiß bei jedem kommt jetzt vielleicht ein Funke Neid auf - aber man muss sich im klaren sein - von nichts kommt nichts. Die Art so zu arbeiten - es bringt Aufwand mit sich. Es sieht alles Wahnsinnig schön aus auf Bildern und das ist es auch! Aber jeder der mich unterwegs beim arbeiten begleitet hat weiß, es ist kein Luxusurlaub den ich da betreibe. Oft durfte ich mir anhören - Boah für mich wäre das nichts. Mein Kopf dreht sich ständig um Netz, kein Netz wann und wie und wo. Stellenweise kann es schon ziemlich in Stress ausarten. Aber für mich ist es kein Vergleich zu vorher. Dieser Stress bringt soviel schönes mit sich und für mich ist es genau das was ich tun möchte. Meiner Arbeit - meinem Job - Platz und Raum in meinem Leben geben ohne das er mich einengt, sodass ich ihn mit etwas positivem verbinden und mich täglich dran erfreuen kann. Ich möchte nicht einfach nur zur Arbeit gehen und dann heim. So funktioniert kreative Arbeit nicht. Du nimmst sie mit ins Bett - so oder so. Kreative Arbeit muss Teil meines Lebens sein. Ich kann erst in Ruhe schlafen wenn ich weiß ich bin zufrieden mit dem was ich geschaffen habe.
Aber wie kommt man denn mit 50% Einkommen aus? Ganz einfach - die Zufriedenheit und den Ausgleich den mir die Natur bietet ersetzt die 50% die man ansonsten für kurzlebiges Glück und Belohnungsmomente ausgibt. Die schönsten Momente im Leben sind sowieso nicht bezahlbar.
So das war eine nicht ganz geplante aber raussprudelnde Anekdote zum Thema arbeiten von unterwegs :)
In diesem Sinne - freue ich mich ENDLICH! Das Thema PORTUGAL hier niederzuschreiben während ich mich schon wieder nach einem 1,5 monatigen Aufenthalt in Deutschland in Spanien befinde :)
Nämlich an der Costa Brava.
In Deutschland gab es ein kleines Karlos make over - vielleicht schaffe ich es die Tage auch dies niederzuschreiben.