Angsthunde-Therapie
Theorie und Praxis bei der Arbeit mit ängstlichen Hunden
In welchen Fällen ist systematische Desensibilisierung sinnvoll / wann nicht? Systematische Desensibilisierung bedeutet Arbeiten „außerhalb der Angst“. Ziel: Angst in angstfreier Umgebung bewältigen Dafür benötigt man eine „Angsthierarchie“ und Entspannungstechniken (Futter oder Streicheln). Der Hund wird im entspannten Zustand (mit Futter) an den angstauslösenden Reiz herangeführt, verspannt er sich und kann nicht mehr fressen, geht man einen Schritt zurück. Die Vorgehensweise ist in den meisten Fällen nicht sinnvoll: • Es dauert sehr lange • Vermeidungsverhalten wird belohnt • Nur unter „Laborbedingungen“ machbar, da der angstauslösende Reiz im Alltag ausgeschlossen werden bzw. die Intensität berechenbar sein muss. • „Kosten-Nutzen-Rechnung“ (z. B. Silvester-Angst) Was ist mit einer Konfrontationstherapie gemeint? Konfrontationstherapie bedeutet Arbeiten „innerhalb der Angst“, d. h. der Hund wird direkt mit dem angstauslösenden Reiz konfrontiert. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Habituationstraining Der Hund wird in einer geminderten Intensität dem angstauslösenden Reiz ausgesetzt, die Intensität wird langsam gesteigert, der Hund muss stufenweise versuchen es auszuhalten. 2. Flooding Der Hund wird sofort der höchsten Stufe des angstauslösenden Reizes ausgesetzt und muss versuchen es auszuhalten. Die Angstreaktion ist sehr heftig und muss so lange ausgehalten werden, bis der Hund sich beruhigt. Nur für erfahrene Hundetrainer (Spezialisten) geeignet …
Hundetraining für ängstliche Hunde und ihre Halter in Eiterfeld – Kirchheim – Hünfeld - Fulda – Bad Hersfeld – Geisa - Rhön – Kegelspiel.
Hundeschule Daxhunde zeigt praktische Übungen und führt Sie mit Ihrem Hund aus der Angst.
Kontaktaufnahme mit ängstlichen Hunden Annähern: • in ein abgeschlossenes Areal reingehen und abwarten • ohne Interesse am Hund etwas anderes machen, dabei den Hund beobachten • sich bewegen (Welche Reaktion zeigt der Hund darauf?) • abhocken, wegdrehen • auf Hunde, die fliehen -> Druck ausüben: durch Blick (Anschauen) und/oder Körpersprache (Verfolgen) um dem Hund das Weglaufen unangenehm zu machen bleibt der Hund stehen -> Druck wegnehmen: Blick abwenden und/oder stehenbleiben, wegdrehen -> Hund lernt: wenn ich anhalte ist es besser als wegzugehen • Ecke/Stelle von Hund aussuchen lassen an der ich mich am besten annähern kann • Erstes Ziel: den Hund zum Stehenbleiben bekommen • Das Stehenbleiben mehrfach bestätigen (ohne mehr zu wollen) -> „Punkte sammeln“ • Nicht auf direktem Weg nähern, eher im „Zickzack“ • Achtung: Gewichtsverlagerung • Zu einem guten Zeitpunkt aufhören, bevor der Hund wieder versucht zu fliehen • Regel bei ängstlichen Hunden: solange man ihnen die Möglichkeit lässt zu fliehen, greifen nicht an Anfüttern: • verschiedene Dinge während des Fütterns ausprobieren: Ansprechen, Gliedmaßen bewegen, langsam anfassen, anschauen • Futter nur bis zu einem bestimmten Punkt: viele Hunde kennen die Armlängen der Menschen und kommen nicht weiter ran. Ist beim Anfüttern keine Entwicklung erkennbar -> damit aufhören • Idee: zum Anfüttern eine Kaustange (oder Ähnliches) nehmen, die man in der Hand behält und der Hund damit nicht weglaufen kann • Sitz des Hundes mit Futter belohnen, immer wenn Hund in der Nähe des Menschen ist, gibt es Futter. Mensch geht wieder ein Stück weiter weg so dass der Hund aufstehen und näherkommen muss. Anleinen: • Video (ohne Halsband): Futter hinter der Schlinge der Moxonleine halten, so dass der Hund mit dem Kopf durch die Schlinge muss, um ans Futter zu gelangen • Nur füttern, wenn er auch wirklich durch ist, kein seitliches vorbeimogeln zulassen • Zur Sicherheit erst mehrmals den Kopf durchstecken und wieder zurückziehen lassen, bevor man die Schlinge zuzieht • Trägt der Hund ein Halsband: Leine zeigen, Klick-Geräusch machen bevor man die Leine einhakt • Angeleint zu sein löst erst mal Panik und mitunter heftige Reaktionen aus, weil der Hund nicht fliehen kann • Erstarren an der Leine ist ebenso möglich: versuchen den Hund in die Bewegung zu kriegen – und zwar in Richtung Mensch (zu sich ziehen, mit Futter locken, anheben und ein Stück tragen, …) • Kommt ein neuer Faktor hinzu (z.B. Leine) kann es passieren, dass man mit den anderen Faktoren wieder einen Schritt zurückgehen muss bzw. dass vom Hund bereits Erlerntes erst einmal nicht mehr abgerufen werden kann. Andocken: • Hund mit Name ansprechen -> reagiert nicht -> Ruck -> reagiert nicht -> ranziehen -> Leine locker • Erst bei richtigem Körperkontakt den Hund berühren/streicheln • Für manche Hunde ist gerade das letzte Stück an den Menschen heranzukommen und sich anzulehnen -> heißt: Kontrolle abgeben/dem Menschen überlassen • Sich beim Ranziehen „rausnehmen“: also Körper, Blick, Hände weg vom Hund, Gewicht auf der vom Hund abgewandten Seite • Kann in Hocke oder Stand durchgeführt werden • Wichtig: Aufrechte Körperhaltung, (über den Hund) gebeugte Körperhaltung wirkt bedrohlich auf den Hund und hindern ihn am Herankommen Das Hundetraining für ängstliche Hunde und ihre Halter wird in der Region Kegelspiel / Rhön, rund um die Städte Eiterfeld – Hünfeld - Bad Hersfeld – Kirchheim –Geisa – Fulda angeboten.













