Die #SHITCOLOGNE feiert das letzte Mal. Ein literarisches Langzeitexperiment von und mit Johannes Thies und dem Non-Verteiler. 62 Stunden konzentriertes Vergessen. NONSTOPNON, persönlich und vertraulich. "Schmutzig oder rein, Aufnehmen oder Ausscheiden - diese Begriffe gibt es nur in unserem Geist. Die Wirklichkeit ist unerschütterlich beides zugleich." Der Zenphilosoph Thich Nhat Han bringt das Ding mit der Wirklichkeit auf den Punkt. Es ist die Summe ALLER Tatsachen und auch die #SHITCOLOGNE will halt immer noch wissen, wie es wirklich ist. Wie die NSA nimmt sie alles in sich auf. Sie ist unerschütterlich beides zugleich. High und Low. Ungefiltert. Bevor also bald alles zuende ist, trifft sich die Non-Elite der Stadt auf "ein letztes Mal" am Ebertplatz, dem offiziellen Zentrum der kruden Realitäten. Zwischen Freitag Abend und Montag Mittag wird in 62 ebenso nervenaufreibenden wie zutiefst beruhigenden Stunden alles Notwendige und Überflüssige zu Zeit und Raum aufgeschrieben. Und zwar auf Schreibmaschine, diesem neuen Computer mit eingebautem Drucker. Bischof dieser Non-Bewegung ist der Schriftsteller Johannes Thies, ausgerechnet aus Rösrath. "Bewusst weniger wissen" lautet einer seiner Sätze zu diesem unbestimmbaren NON, diesem neuzeitlichen Gaga-Dada. Maximal verunsichert treffen sie sich also noch ein letztes Mal, meditieren und eskapieren, zwingen sich zu Kreativität und Exzess, Eleganz und Eloquenz. Gemeinsam mit den Besuchern der #SHITCOLOGNE schreibt das NON-Konzentrat den wirklich endgültigen Quelltext für die Metamoderne und die Zeit danach, alles in einem gigantomanischen, nichtssagenden Heft. Zur Inspiration und weiteren Verunsicherung bietet die #SHITCOLOGNE trotzdem einige feste Programmpunkte an, wenn man sich außer am Bier auch noch an was anderem festhalten will. Den Beginn macht am Freitag eine Klanginstallation des Kölner Wunderwuzzi Ketonge. Danach übernimmt das interstellare Theaterkollektiv Adolesk unter Leitung von Dr. Paff und Dr. Spieß. (Anmeldung dringend erforderlich: [email protected]) Und irgendwann taucht dann unweigerlich der Stornograph aus der Nacht hervor und saugt ab, was eben noch so übrig ist an Scheiße oder Information. Alles andere bleibt natürlich und selbstverständlich völlig frei.

















