Hätte ich damals gewusst, dass wir uns das letzte Mal sehen, hätte ich dich fester und länger umarmt.
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@starry-othermind
Hätte ich damals gewusst, dass wir uns das letzte Mal sehen, hätte ich dich fester und länger umarmt.
Ich habe geliebt, ohne Bedingungen zu stellen.
Ich habe gehalten, auch wenn ich selbst keinen Halt hatte.
Ich habe erklärt, gehofft, gewartet und mich oft gefragt, ob meine Liebe laut genug ist, um gehört zu werden.
Ich habe gelernt, dass manche Menschen Liebe nicht aus Mangel an Gefühl verlieren, sondern aus Unfähigkeit, sie zu tragen.
Ich habe gegeben, weil ich ehrlich war. Weil mein Herz offen ist. Nicht, weil ich musste.
Ich habe gelernt, dass kleine Gesten nie klein sind, wenn sie darum bitten, gesehen zu werden.
Und dass man Liebe nicht erkämpfen sollte, wenn sie freiwillig kommen müsste.
Ich habe erfahren, wie es sich anfühlt, übersehen zu werden, wenn man gerade Trost gebraucht hätte. Wie still ein Schmerz sein kann, den niemand abholt.
Und trotzdem habe ich nicht aufgehört, Gutes zu wünschen. Nicht aus Schwäche, sondern aus Liebe und Größe.
Ich wollte, dass sie wächst. Dass wie heilt. Dass sie strahlt. Auch wenn ich dabei nicht ihre Hand halten durfte.
Ich war ihr größter Fan, selbst als mein Herz gebrochen war.
Heute weiß ich: Meine Liebe war nie falsch. Sie war einfach am falschen Ort.
Ich habe gelernt, dass meine Gefühle gültig sind, auch wenn sie niemand bestätigt.
Dass ich nicht betteln muss, um liebenswert zu sein. Ich habe gelernt, dass Ungerechtigkeit nichts über meinen Wert sagt. Dass es mutig ist, sich selbst zu wählen, wenn man es gewohnt war, zurückzustehen.
Ich trage keinen Groll. Nur Dankbarkeit für das, was mich zu mir selbst zurückgeführt hat.
Denn aus all dem habe ich etwas mitgenommen, das mir niemand mehr nehmen kann:
Ich darf mich wählen.
Meine Liebe ist gültig.
Manchmal fühlt es sich an, als würde ich sie verraten, wenn ich mich selbst wähle.
Als würde ich ein Versprechen brechen, das ich einst aus Liebe gegeben habe: immer da zu sein.
Doch ich lerne, dass Dasein nicht bedeutet, sich selbst zu verlieren.
Dass Helfen nur dort wirkt, wo Hilfe gewollt ist.
Ich habe versucht, sie dort zu halten, wo sie selbst noch nicht stehen konnte.
Ich habe geliebt, wo ich nicht gehört wurde.
Gehalten, wo ich allein getragen habe.
Mich zu wählen fühlt sich fremd an, weil ich es so lange anders gemacht habe. Weil ich Loyalität mit Aufopferung verwechselt habe.
Aber ich beginne zu verstehen:
Mich zu wählen ist kein Verrat an ihr.
Es ist eine Rückkehr zu mir.
Ich will sie an der Spitze sehen.
Ich will sehen, dass sie wächst, heilt, strahlt – auch wenn ich dabei nicht mehr ihre Hand halten darf.
Ich will sehen, wie sie mutiger wird als ihre Ängste, wie sie sich selbst vertraut und sich den Raum nimmt, den sie immer verdient hat.
Ich will, dass sie alles erreicht, worüber wir nachts gesprochen haben, all die leisen Träume und die großen Pläne, die wir zwischen Alltag und Nähe geteilt haben.
Ich will, dass ihre Träume wahr werden, auch wenn mein Name darin nicht mehr vorkommt. Auch wenn mein Platz leer bleibt.
Ich will, dass sie ihr Glück findet, weil nichts anderes dieser Mensch verdient. Auch wenn dieses Glück nicht mit mir ist.
Ich will, dass sie weiß, dass ich immer stolz auf sie sein werde. Nicht, weil sie perfekt ist, sondern weil sie sie selbst ist. In mir hat sie ihren größten Fan. Jemanden, der an sie geglaubt hat, als sie selbst es kaum konnte.
Und ja – mein Herz ist gebrochen. Manchmal wünsche ich mir, ich könnte es einfach anhalten, weil es scheinbar nur für sie geschlagen hat.
Aber selbst in all diesem Schmerz ist da kein Neid, kein Groll, kein Wunsch nach Scheitern. Nur Liebe, die keinen Platz mehr hat, und trotzdem bleibt.
Auch wenn ich das Ende unserer Geschichte kenne, würde ich alles, jederzeit, mit Herz, wieder geben. Denn nichts anderes hat dieser Mensch in meinen Augen verdient.
Vielleicht ist das die grausamste Form von Liebe: jemandem alles Gute zu wünschen, während man selbst lernt, mit dem Verlust zu leben.
Und auch wenn ich nicht Teil ihrer Zukunft bin, war sie ein Teil meines Herzens.
Und das wird sie bleiben.
“i’ve seen you at your worst and i still think you’re the best.”
— Unknown
Das Problem ist, dass ich Berge für Leute versetze, die nicht mal einen Stein für mich anheben.
Du hast mich in 1000 Teile zerbrochen und ich habe mich fürs zerbrechen entschuldigt
Pass auf, dass die Mauer, die du dir zum Schutz gebaut hast, nicht zu deinem Gefängnis wird.
Wenn sie will, dass die Welt brennt, reiche ich ihr die Streichhölzer und stehe hinter ihr, während sie alles in Schutt und Asche legt.
Du musst für jemanden nicht die Sonne sein, der dich einfach im Regen stehen lassen würde!
this year i lost, i won, failed, cried, laughed, loved, lost again but above all, i learned.
Ich habe dich und mich verloren
Ertrinken
Ertrinken ist ein grausamer, schmerzhafter Tod. Zumindest bis man aufhört zu kämpfen. Sobald man den Kampf einmal aufgegeben hat und akzeptiert, wird es leichter.
So ging es mir mit meiner Angst, vergessen zu werden.
Ständig habe ich gegen sie gekämpft und immer wieder verloren. Je mehr ich dagegen gegangen bin, desto mehr hat es wehgetan und desto stärker wurde sie. Ich bin wahllos meinen Impulsen gefolgt, nur um diese Angst ganz kurz zu befriedigen. Um mich ganz kurz frei zu fühlen. Doch das Tief danach war viel niederschmetternder, als das Gefühl davor. Der Kreislauf begann erneut. Doch ich musste ihn durchbrechen.
Die Angst vergessen zu werden hatte mich, mich selbst vergessen lassen. Wer ich bin und was ich bin. Ich hatte nicht nur eine geliebte Person verloren, sondern zwei. Die andere Person ist gegangen und hat meine Version mitgenommen. Zurück geblieben ist nur eine leere Hülle. Ich hatte einen kompletten Identitätsverlust erlitten.
Wenn man mich vergisst, ist das der Beweis für meine eigene Unzulänglichkeit. Entsprechen und Gefallen hat sich für mich angefühlt, wie ein Beziehungsgarant. Wenn ich mich genug forme, dann funktioniert die Beziehung. Letzten Endes war es aber das Gift, welches langsam die Beziehung zugrunde gerichtet hat.
Sich in einer Beziehung zu verstellen ist wie mit offenen Schnürsenkeln joggen zu gehen: Früher oder später, man weiß nie wann genau, fliegt man auf die Fresse.
Aber musste ich erst Boden fressen, um zu lernen dass es gruseliger ist sich selbst zu verlassen als verlassen zu werden?
Ja tatsächlich. Denn am Ende des Tages wurde ich verlassen UND hatte mich selbst verlassen. Tja da saß ich nun. Nichts übrig. Keine Identität und kein Plan wer das im Spiegel überhaupt sein soll. Die Version, die ich extra, maßgeschneidert für eine andere Person erschaffen habe, wurde von genau der Person abgewiesen. Und ich? Ich hatte mich selbst auch abgewiesen.
Dieser Sturz war wahrscheinlich das schlimmste und beste was mir je passiert ist.
Ich lernte, anstatt in meiner Angst zu ertrinken, in ihr zu schwimmen. Der ewig Kampf wurde leichter, als ich angefangen habe, ihr zuzuhören und was sie mir sagen möchte.
Ich lernte, dass nicht auf jeden Impuls eine Handlung folgen muss. Dass ich manchmal einfach aushalten muss. Ich muss einer Person nicht jedes Mal schreiben, oder sie sehen, dass sie mich nicht vergisst. Wenn sie es doch tut, dann war ihr meine Präsenz wahrscheinlich einfach egal.
Ich lernte, dass Sichtbarkeit nichts mit Sicherheit zu tun hat und damit ist vergessen werden kein Beweis der eigenen Unzulänglichkeiten.
Ich bin immer noch im Lernprozess, aber zu verstehen, was ich überhaupt lernen muss, war der Schwimmkurs, der mich vor dem endgültigen ertrinken bewahrte.
Habt ihr jemanden schon einmal so geliebt?
Habt ihr jemanden schon einmal so geliebt, dass ihr versucht habt die Person zu verstehen, obwohl sie euch nur verletzt?
Habt ihr jemanden schon einmal so geliebt, dass ihr nur an die andere Person gedacht habt, obwohl sie auf einem Egotrip ist?
Habt ihr jemanden schon einmal so geliebt, dass ihr festgehalten habt, obwohl die andere Person bereits losgelassen hat?
Habt ihr jemanden schon einmal so geliebt, dass wenn die Person die Erde brennen sehen will, ihr die Streichhölzer gereicht hättet?
Habt ihr jemanden schon einmal so geliebt, dass ihr versucht habt deren Sprache zu lernen, obwohl sie sich keine Mühe gibt eure zu verstehen?
Habt ihr jemanden schon einmal so geliebt, dass ihr jeden Schmerz der Person versucht habt, in euch zu absorbieren?
Habt ihr jemanden schon einmal so geliebt, dass ihr Ausreden für die Person gesucht habt, obwohl sie sich den ganzen Tag nur raus redet?
Habt ihr jemanden schon einmal so geliebt, dass es das alles wert ist?
I wanna be yours for all the eternities that I'll know and for all the universes that I'll exist in.