Die Nebel von Avalon 22 - Pro-Life-Feen
Zurück in Avalon geht Morgaine frühmorgens in den Wald, um gewisse Kräuter zusammenzusuchen (für den Schwangerschaftsabbruch). Irgendwann stell sie aber fest, dass sie sich verlaufen haben muss, denn der Wald um sie herum sieht gänzlich unbekannt aus.
Und da sie nicht durch Nebel und/oder Sumpf gegangen ist, befindet sie sich weder auf Avalon noch in Glastonbury, sondern auf einem anderen Layer. Und direkt vor ihr steht eine uralte, vermutlich heilige Eiche.
Praktischerweise wachsen aber auch die benötigten Kräuter nahebei. Beim Ausgraben hat Morgaine das Gefühl, beobachtet zu werden. Und richtig: zwischen den Bäumen steht eine Frau in laubfarbenem Kleid, die sich hält wie eine Königin oder Priesterin. Weil…muss ja.
„Was tust du hier, Morgaine, aus dem Volk der Feen?“
[…]
„Wenn Ihr meinen Namen wisst, Herrin, seht ihr sicherlich auch, was ich tue.“
[…]
„Ja, ich sehe, was du tust, und ich weiß, was du tun willst. Aber warum?“
Weil meine Tante mich dazu gebracht hat, mit meinem Bruder zu schlafen, und ich jetzt schwanger bin, und zu ‘ner normalen Gynäkologin kann ich nicht gehen, weil selbst wenn Avalon Internet hätte, §219a StGB es verbieten würde, dass sie das irgendwie kommuniziert…
Die Frau labert ein bisschen. Morgaine sei ja mit ihr verwandt und werde ansonsten kein weiteres Kind mehr bekommen, und Leben sei kostbar, und blabla. Dann nimmt sie Morgaine die Wurzel weg und sagt: „Du willst es nicht.“
Dann schlägt sie Morgaine vor, ihr das Kind zu überlassen. Weil es hier ein langes, SEHR langes, erfülltes, magisches Leben haben könnte, aber in Morgaines Welt müsse der Königshirsch/Hirschkönig irgendwann sterben, waber, waber, Drama.
Morgaine ergreift die Flucht.