Oedipus and the Sphinx by Gustave Moreau
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Oedipus and the Sphinx by Gustave Moreau
Ich empfinde eine gewisse Sympathie für Ödipus. Seine Geschichte bringt in meinen Augen eine zentrale menschliche Tragödie zum Ausdruck: den Umstand, dass wir ausgerechnet über jede Dinge nichts wissen, die unser Schicksal sind. Wir wissen nicht genau, was wir tun und warum.
Rachel Cusk: “Danach”, S.126/127
Ödipus wurde als Kind zu Pflegeeltern gegeben, da eine Prophezeiung deutete, dass er seinen Vater erschlagen und mit seiner Mutter Kinder haben würde. Manch eine*r würde gutes Geld dafür zahlen, aber das nur am Rande. Als Ödipus nun als junger Mann in die Welt zog, stritt er sich mit einem Fremden auf einer Brücke und erschlug ihn. Tja, Vaddern, hättest du mal den Weg freigemacht. Es stellte sich raus, dass dieser Fremdenvaddern auch noch König war und - ZACK - erhielt Ödipus seine Mutter zu Frau und zeugte mehrere Brüdersöhne und Schwestertöchter. Was hat das alles mit diesem Rezept zu tun? Nun, manche würden sagen, dass Ödipus ein ungesundes Verhältnis zu seinen Eltern und Geschwister und Kindern hatte. Ich hingegen möchte auf das völlig ungesunde Verhältnis von 200g Käse zu 200g Sahne zu einer Packung (meistens 400g) Wiener in Mikrowelle, der wohl flachsten Achterbahn der Welt, hinweisen. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was ist wirklich ungesünder? Die von Leid, Verwechslung, Tod und Schmach geprägte Familiengeschichte, die mehrere Generationen zerstörte und traumatisierte? Oder doch dieses Rezept? Auf jeden Fall die Ödipusgeschichte, das... puh, das war eine sehr dumme Frage, ich hätte die nicht stellen sollen, es ist wirklich sehr offensichtlich... Naja. Wie auch immer. Ich fahre jetzt zu meinen Eltern. Vielleicht begrüße ich meine Mutter ja auch mit dem Satz: “Sag mal, ist das eine Schüssel fleischfarbiger Riesenreiskörner, oder freust du dich nur mich zu sehen?” Guten Hunger!
So wie Ödipus tragen auch wir gerade durch unser Verhalten und unsere Prognosen dazu bei, die Welt zu konstruieren, vor der wir uns schützen wollen.
Elena Esposito: “Die Fiktion der wahrscheinlichen Realität”, S. 67
Bodo Wartke muss man einfach lieben!
Flachwitz #88
Ich habe in meiner Schublade ein Kontingent alter Schachtelsätze gefunden. Ich werde sie meiner Mutter schenken.
German Theatre
Oedipus Rex is a rapping king having Teiresias as a Stevie Wonder-like bro and killed the sphinx, who was a plush lion.
Yalnız yaşamak zordur. Geyik değil harbiden öyle. Düşünsenize bir kabus gördünüz ve bağırarak uyanıyorsunuz. Etrafınızda kimse yok. E neden bağırdınız? Bunun hiçbir anlamı olmadı...
Sonuçta yardım istemek amacıyla bağırdınız. Hatta durun tahmin edeyim, o sırada annenizi düşündünüz değil mi? Bu “Gelse de beni kurtarsa.” hissinden öte “Gelse de beni eğlese, öpüp okşasa.” hissi. Öyle ya, her başımız sıkıştığında bizi eğlemesi için annemize koşmak istiyoruz.
Bu noktada yalnız bir insanın durumunu düşünemiyorum. Belki de yalnız insanlar kabus görmüyordur. Ya da kabus görmeyen insanlar rahatlıkla yalnızlığı seçebiliyordur. Yalnız insanlar, birilerinin onları eğlemesine ihtiyaçları olmayan insanlar... Annesiz erkekler... Outlier froydyenler...