Wenn er behauptet er würde niemals eine Frau ü30 Daten 💥 LÜGE!

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Wenn er behauptet er würde niemals eine Frau ü30 Daten 💥 LÜGE!
Kein Schwan im Menschen
Ganz ehrlich, ich glaube Menschen sind einfach nicht für die Monogamie gemacht. Wäre das so, dann würde es uns bestimmt deutlich leichter fallen.
Wir leben ja durchschnittlich auch so verdammt lange. Ich weiß nicht, ob es gesund ist, so hohe Erwartungen wie lebenslange Treue an sich, eine Person oder Ehe zu stellen. Die meisten werden entsprechend enttäuscht. Viele wissen vielleicht auch nicht von den koitalen Exkursen ihrer Verhandelten.
Mein Mann und ich sind Partner, Verbündete, ich bin loyal bis aufs Blut. Aber diese körperliche Sache ist kein exklusiver Teil unserer Beziehung.
Wenn Menschen das mitbekommen rümpfen sie oft die Nase, verurteilten uns und ich bin mir sicher, bei vielen schwingt ein bisschen Neid mit. Also an alle, die mich wegen der Art meiner Beziehung für eine Schlampe halten: Leckt mich!
Und wer gut leckt darf nochmal.
Irgendwie glücklich
Es gab eine Zeit, da war ich irgendwie glücklich. Beziehung, Freunde, Job. Alles schien perfekt. So, als könnte man damit glücklich sein, irgendwie zumindest. In meiner Erinnerung war ich damals auch irgendwie glücklich. Dann fing es an zu bröckeln. Die Beziehung, in der ich viele Jahre lebte, war nicht perfekt. Ich wechselte den Job. Denn auch der war nicht perfekt. Freundschaften endeten. Irgendwann kam die Gewissheit, dass die Beziehung nicht bis ans Lebensende reicht. Es musste beendet werden. Auch wenn es sich heute noch richtig anfühlt, diesen Schritt gegangen zu sein, so weiß ich dennoch, dass ich damals irgendwie glücklich war. Und heute? Job super, Freunde super, Wohnung super, Auto super - es könnte perfekt sein. Irgendwie. Ist es aber nicht. Seit Jahren bin ich allein. Besser gesagt, einsam. Und das, ja genau das, macht mich unglücklich. Irgendwie. Immer auf der Suche. Der Suche nach dem Glück. Dem Glücklichsein. Ohne es zu finden. Rastlos. Genervt. Immer wieder dieses Kennenlernen. Dieses Rantasten an einen völlig fremden Menschen. Satt davon, die eigene Lebensgeschichte zu erzählen. Satt von der Frage, warum man denn Single sei. Satt der Menschen, die einem schöne Augen machen, obwohl sie in Beziehungen leben. Satt der Menschen, die zur Generation Beziehungsunfähig gehören. Satt der Menschen, die sich nur ja nicht binden wollen. Satt der Menschen, die nach einer Trennung sofort wieder in Beziehungen landen. Satt der Menschen, die einen mitleidig anschauen, weil man es seit über 4 Jahren nicht gebacken bekommt, endlich in einer Beziehung zu sein. Satt der Menschen, denen nix besseres einfällt, als eine Single-Frau über 30 sofort zu fragen, ob sie bereits Kinder hat. Satt der Menschen, die sich in ihrer vorherigen Beziehung haben kaputt spielen lassen und sich nun nicht binden können. Satt der Menschen, die einfach zu dumm sind. Satt der Menschen, die einfach nicht lustig sind. Ich habe es satt. Und dabei wäre ich gern einfach wieder glücklich. Irgendwie.
29.12.2019 - 17:00
In der Kirche mit meinem früheren Lehrer geflirtet.
Anstand kann ich.
Ene, mene, mu
Ich hab ein Talent dafür, Menschen dazu zu bringen, dass sie mich wollen. In jeglicher Hinsicht.
Werde ich zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen, habe ich schon gewonnen. Heiraten Bekannte oder bekommen sie Kinder, werde ich Trauzeugin oder Patentante wenn ich es drauf anlege. Aber am meisten ausprobieren kann ich mich beim Flirten.
Wenn mich ein Mann mag, dann kann ich auch machen, dass er mich will. Ich weiß, welche Knöpfe zu drücken sind, was ich sagen und wie ich mich verhalten muss.
Und ich muss zugeben, dabei ist eigentlich fast immer der Weg das Ziel. Dieses Gefühl, dass jemand sich nach mir seht, darüber nachdenkt, wie es wohl sein könnte, mich zu haben... Das gibt mir den Kick.
Und dann lerne ich so wundervolle Menschen kennen wie vor kurzem kennen und merke, dass mein Verhalten inzwischen eine Art Automatismus entwickelt hat. Es passiert einfach. Dieser eine Kollege scheint ein großartiger und leider viel zu lieber Mensch zu sein. Ich glaube zum ersten Mal habe ich Angst jemandem weh zu tun. Ich bin nicht lieb. Ich glaube, oft genug und gerade in der Hinsicht bin ich ein ziemlicher Arsch.
Was ist los? Werde ich erwachsen?
Ich merke, wie ich im Moment wieder regelrecht elektrisiert bin. Vielleicht weil Sommer ist. Oder Vollmond - wer weiß.
Im Moment habe ich unglaublich Lust. Lust, zu flirten. Lust, meine Reize einzusetzen und neu anzutesten. Lust auf neues. Lust auf Sex.
Wenn ich diese Phasen habe, dann bedeutet das so gut wie immer, dass ansonsten gerade alles läuft und es keine großen Baustellen geht. Ich bin entspannt und im reinen mit mir. Und es bedeutet, dass mich einige andere Frauen noch weniger mögen.
Ist mir egal im Moment wollen meine Brüste z. B. ganz offensichtlich gerne angemessen in super Ausschnitten gezeigt werden. Da kann ich nichts machen, ich bin überstimmt, immerhin sind die zu zweit...
Ernsthaft!?
Immer wenn diese dämliche Sinnfrage kommt.. oh wie ich das hasse!
Ich hab mal gedacht, ich würde die Welt retten. Oder zumindest ein Stück besser machen. Wissenschaftlerin wollte ich werden und das bin ich nun. Aber geleitet von Geld und Bequemlichkeit bin ich in einem Forschungsfeld gelandet, das mir zwar Spaß macht, von dem ich aber bis heute nicht erhobenen Hauptes berichten kann. Meine Forschung ist mir bisweilen peinlich, weil sinnlos.
Warum mach ich das eigentlich alles?
Mit jedem Monat, mit jeder Erkenntnis mit jedem Aufsatz werde ich wertvoller für die großen Unternehmen. Und die lassen mich das zum Teil auch unverhohlen wissen.
Aber eigentlich war es nicht das was ich, die doch aus einer so linken Familie voll möchtegern Kommunisten abstammt, aus meinem Leben machen wollte.
Und nun? Alles nochmal über den Haufen werfen? Neu starten?
Auch wenn meine Mutter sich dabei kringelig lachen würde, dafür bin ich langsam zu alt. Außerdem habe ich mir trotz allem inzwischen eine gewisse Reputation erarbeitet, was ich irgendwie auch echt nice finde. Letzendlich wird's dann doch so bleiben wie es ist und mich in unregelmäßigen Abständen in die eine oder andere Sinnkriese befördern.
Den Kopf frei kriegen...
... keine leichte Sache für Menschen wie mich, deren graue Zellen gefühlt immer am rattern sind. Manchmal beneide ich die Menschen, deren Köpfe nicht über den Tellerrand hinaus blicken, die nicht wissen, was sie alles nicht wissen oder worüber es sich abseits der Alltagsbewältigung und Urlaubsplanung nachdenken lässt.
Mein Kopf quillt in letzter Zeit über. Ich brauche ein Ventil, denn ich habe das Gefühl zu platzen, wenn ich manchen Gedankengängen und Phantasien aber auch Erinnerungen nicht den Platz zugestehe, den sie offenbar einzufordern im Stande sind.
Und auch wenn ich tolle Freunde und eine wundervolle Familie habe, manche Dinge kann und will ich nicht mit ihnen teilen - zu absurd, peinlich, unangemessen oder einfach nicht für sie bestimmt.
Darum bin ich nun hier. Ein Versuch, nicht zu platzen, in der anonymen Menge zu schwimmen und mal schauen was draus wird.