15/01/2023
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15/01/2023
RASA
Dulu sangat tidak doyan minuman dengan rasa melati, teh tawar, teh hijau, dan sekawanannya. Kalau dihidangkan yaa diminum demi menghargai pemberian walaupun hanya diseruput seuprit, tapi kalau untuk inisiatif sendiri sepertinya tidak akan dicoba. Pernah satu waktu ketika masih bocah, pertama dikasih teh kotak setelah diminum auto dilepehkan karena tidak suka.
Sampai satu waktu ada kawan saya yang tiap pesan minuman selalu Green Tea, Matcha dan sejenisnya. Akhirnya memberanikan diri coba karena penasaran saja kenapa kawan saya selalu pesan itu. Dengan kondisi yang masih men-cap buruk rasanya. Awalnya asing tapi setelah beberapa kali, hmhm rasanya tidak seburuk di pikiran dulu dan akhirnya terkesima. Sempat terlintas mungkin selama ini pikiranku saja yang terlalu denial dengan hal yang sudah terlanjur memiliki cap. Pada akhirnya bisa saja diterjang badai perubahan. Lalu berakhir dengan jatuh hati dan "sangat sering" memesan menu yang sama yaitu Green Tea, Matcha dan sejenisnya. Disamping karena sudah suka, tidak ingin ribet dan yaa karena tidak ingin zonk dengan yang lain juga. Justru sekarang kawan saya sudah punya minuman lain yang selalu dipesan. Time flies so fast, semuanya memang bisa berubah.
Betul memang kalau menyukai sesuatu harus sekadarnya. Bisa jadi yang disukai sekarang nantinya harus benci. Dan bencilah sesuatu sekadarnya, bisa jadi yang dibenci sekarang nantinya jadi sesuatu yang harus disukai.
#saatlimaariftakvimi #15012023 #kirlihavailesavaşhaftası #cervantes #nazımhikmet #istanbulerkeklisesi #başağrısı (at Bulvar Yaşam ve Alışveriş Merkezi) https://www.instagram.com/p/CpNz11KsCiy/?igshid=NGJjMDIxMWI=
Eine Woche ist nun vergangen, seit ich mit meinen zwei Koffern am Wiener Bahnhof ankam und mein Herz vor lauter Aufregung im ganzen Körper pochen spüren konnte. Eine Woche voller neuer Erfahrungen und Eindrücke, voller herzlicher Begegnungen mit unheimlich beeindruckenden und lieben Menschen, aber vor allem eine Woche voller unbekannter Herausforderungen, die mich immer wieder spontan über mich selbst hinauswachsen ließen, liegt hinter mir. Und was soll ich sagen? Wien, du machst es mir unglaublich leicht, anzukommen und mich wohl zu fühlen. Du fühlst dich gut an.
Am vergangenen Sonntag, meinem allerersten Tag in Wien, machte ich mich morgens auf den Weg zu meiner Praktikumsstelle, um die Strecke, die ich die kommenden drei Monate täglich fahren werde, kennenzulernen. Nachmittags freute ich mich, mich mit drei Kommilitoninnen in Wien zu treffen. Gemeinsam besuchten wir das Schloss Schönbrunn und tranken in einem gemütlichen kleinen Café eine winterliche Pumpkin Latte. Auch wenn ich sie bisher kaum kenne, tut es gut zu wissen, dass sie da sind.
Ungewiss und voller Spannung, was auf mich zukommen würde, startete ich am Montag in meinen ersten Praktikumstag. Die Kolleg:innen nahmen mich sehr wertschätzend in ihr Team auf, wodurch sich die anfängliche Anspannung schnell legte. Die Arbeit im Mutter-Kind-Haus beeindruckt und berührt mich zutiefst. Sie fordert mich sehr und zwingt mich, mehr als nur einen Schritt aus meiner Komfortzone herauszutreten. Ich spüre schon jetzt, dass mich diese Zeit für immer prägen wird. Jeden Tag erlebe ich Situationen und Umstände und höre Lebensgeschichten, die mich dazu bringen, meine Einstellungen zu überdenken, das Leben aus anderen Perspektiven zu betrachten und mich selbst besser kennenzulernen. Heroinsucht, Menschenhandel, physische, psychische und sexuelle Gewalt, Entführung, HIV-Infektionen, Mobbing, Rassismus, Armut, Verschuldung, Obdachlosigkeit und psychische Erkrankungen kommen in diesem Setting greifbar nahe. Lebensrealitäten, die fernab meines bisherigen behüteten Lebens und meinen Erfahrungen sind. Gleichzeitig erlebe ich jeden Tag eine immense Dankbarkeit für die kleinen Dinge und eine besondere Wärme zwischen Menschen, die tief gefallen sind. Viele fragen mich, ob ich damit umgehen kann und sagen mir, dass ich auf mich und meine seelische Gesundheit aufpassen muss. Für mich fühlt es sich richtig an, die dunklen Seiten des Lebens kennenzulernen. Ich muss es nur sehen, ich darf helfen, ich bin auf der privilegierten Seite. Andere Menschen müssen dieses Leid erleben.
Nach der ersten anstrengenden Arbeitswoche verbrachte ich ein ruhiges Wochenende, traf mich mit meinen Kommilitoninnen zum Bummeln in der Mariahilfer Straße, auf einen Cocktail in einer gemütlichen Bar und verbrachte den verregneten Sonntag im Albertina Museum.