15/53: Die Geysire in Te Puia, Rotorua.
Es stinkt!
Rotorua ist eines der geothermisch weltweit am aktivsten Gebiete. Wer sich die unzähligen Naturschauspiele in und um Rotorua ansehen möchte, der muss aber mit einer Sache klarkommen: Es riecht stark nach verfaulten Eiern. Grund dafür ist gasförmiger Schwefel, der durch die zahlreichen vulkanischen Aktivitäten freigesetzt wird.
Aber kommen wir zu den schönen Dingen:
Rotorua begeistert von Anfang bis Ende. Die aufdringlichste Attraktion sind die Geysire Pohuto, Prince of Wales Feathers und der Waikorohihi-Gerysir im Te Puia Nationalpark der sich eigentlich Whakarewarewa bzw. Te Whakarewarewatanga O Te Ope Taua A Wahiao nennt. Da nur wenige diesen Namen aussprechen können, kennt man dieses Gebiet aber eigentlich nur unter "Te Puia".
Aber Te Puia bietet weitaus mehr als nur diese drei Geysire. Zum einen gibt es noch weitere Geysire (wie der Kereru-Gesyir), die aber in weitaus unregelmäßigeren Abständen ausbrechen, oder gar ruhende Geysire, die aufgrund geologischer Veränderungen oder dem menschlichen Forschungs- und Wirtschaftsdrang versiegt sind. Dazu hier ein kleiner Wikipedia Auszug:
Das Gebiet besteht aus etwa 500 Austrittsöffnungen, die meisten davon Thermalquellen mit alkalischem, chloridhaltigem Wasser oder Schlammtöpfe und mindestens 65 Geysiren, von denen sieben derzeit aktiv sind. In den 1980er Jahren wurde ein Rückgang der Aktivitäten an den Geysiren festgestellt. Man führte dies auf hunderte Bohrlöcher zurück, die die geothermalen Ressourcen der Region für Heizzwecke und Thermalbäder anzapften. 1986 ordnete die Regierung die Schließung aller Bohrlöcher im Umkreis von 1,5 km an. In den beiden Folgejahren wurden 106 Brunnen in diesem Umkreis geschlossen, weitere 120 Bohrungen in weiterem Umkreis wurden wegen einer abschreckenden Gebührenregelung von den Eigentümern aufgegeben. Als Resultat erholte sich die Geysiraktivität und erreichte wieder den Stand von 1970.
Aber nicht immer äußern sich die vulkanischen Aktivitäten derart dramatisch. Te Puia ist neben den Geysiren gespickt mit heißen, teilweise kochenden Thermalquellen (die hin und wieder sogar zum Kochen genutzt werden) und Schlammtöpfen, aus denen blubbernd heißer Schlamm aus der Tiefe an die Erdoberfläche transportiert wird. Überall brodelt, blubbert, dampft und rauscht es was das Zeug hält. Der Park selbst ist gut erschlossen, sodass man mit dem Kinderwagen oder Rollstuhl einen Großteil des Parks und seiner Aktivitäten erkunden kann.
Der Eintritt in den Park ist ab 30 € pro Erwachsenen zu erkaufen. Möchte man wie wir zusätzlich noch einen kleinen inszenierten Einblick in die Kultur der Maori haben muss man noch etwas oben drauf legen. Hier hat man auch die Möglichkeit, eine nach der traditionellen Art und Weise der Maori "Hangi" zubereitete Mahlzeit zu sich zu nehmen. Dabei werden alle Zutaten, eingewickelt in große Blätter, in einem mit heißen Steinen gefüllten Erdloch gegart. Kulinarisch kein besonderer Höhepunkt, lecker war es trotzdem.
Te Puia ist einen Besuch wert. So viel steht fest. Wir haben gut 6 Stunden in dem Park verbracht und hätten den Naturschauspielen noch weitere Stunden zusehen können.














