Die Flaggen der de-facto unabhängigen Republiken ABCHASIEN (Аҧсны) und SÜDOSSETIEN (Хуссар Ирыстон)
26. August 2008
Anerkennung der Unabhängigkeit von Abchasien und Südossetien durch Russland
Nach dem, im linearen Geschichtsentwurf des Kommunismus („Historischer Materialismus“) nicht vorhersehbarem***, allmählichen Zusammenbruch der Sowjetunion, erklärte sich auf dem Gebiet der ehemaligen Georgischen SSR bereits im April 1991 Georgien als eigenständiger Staat für unabhängig. Das Land konnte seine territoriale Einheit jedoch nicht sichern; an seinen bereits seit längerer Zeit schwelenden Rädern, in Adscharien ( აჭარა , bis 2004 de-facto unabhängig), Abchasien und Südossetien kam es zu Sezessionskriegen und nationalen Abspaltungen, die von der Sowjetunion (unter Putin) kräftig befeuert wurden. Im Sommer 1992 erklärten sich die Gebiete zu unabhängigen Staaten. Die Unabhängigkeitskriege wurden äußerst brutal geführt und hielten bis 1994 an; der schließlich vereinbarte Waffenstillstand sollte von einer eigenen Friedenstruppe, UNOMIG, garantiert werden. Dennoch brach im August 2008 der „Kaukasische Fünftagekrieg“ aus, in dem Georgien, Abchasien, Südossetien und Russland beteiligt waren.
Faktisch hat Georgien heute keinerlei Einfluss in Abchasien und Südossetien. Nur 4 UNO-Mitgliedsstaaten (Russland, Venezuela, Nicaragua und Nauru) erkennen die Unabhängigkeit der abtrünnigen Republiken an. Abchasien, die Republik Bergkarabach, Südossetien und Transnistrien haben sich zur „Gemeinschaft nicht anerkannter Staaten“ verbündet.
***Wir sollten nicht zu früh lachen! Das ständige Gerede unserer Bundeskanzlerin von „alternativloser Politik“ (siehe: Eurosterben, Klimaschwankung, Infiltranten-Krise ...) kommt aus der gleichen ideologischen Denkschule, wie sie in den sozialistischen Staaten als „wissenschaftlich“, d. h. nicht hinterfragbar, durchgesetzt wurde. Gäbe es eine „alternativlose Politik“, wäre sie, im Sinne Fukuyamas, ein Irrweg zum „Ende der Geschichte“.